{"id":1255240,"date":"2026-08-23T10:10:16","date_gmt":"2026-08-23T10:10:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1255240\/"},"modified":"2026-08-23T10:10:16","modified_gmt":"2026-08-23T10:10:16","slug":"muenchen-brache-in-solln-soll-bebaut-werden-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1255240\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchen: Brache in Solln soll bebaut werden &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Parkstadt <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Solln\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Solln<\/a> ist ein gutes Beispiel f\u00fcr die Stadtplanung der 1960er-Jahre \u2013 und daf\u00fcr, wie es heute l\u00e4uft. Freistehende Wohnh\u00e4user mit mehreren Stockwerken reihen sich aneinander, die Gr\u00fcnflachen dazwischen sind oft mit Tiefgaragen versiegelt. Geschlossene Altbauten mit Innenh\u00f6fen, wie zum Beispiel in der Maxvorstadt, gibt es hier nicht. Ein brachliegendes Grundst\u00fcck in der Parkstadt Solln soll nun nach Jahren des Stillstands bebaut werden, 120 Wohnungen k\u00f6nnten entstehen. Nur: So einfach wie damals ist es nicht mehr.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Stadtentwicklungsplan von 1963 sah eine gro\u00dfe Karriere f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/M%C3%BCnchen\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">M\u00fcnchen<\/a> vor: Die Stadt sollte in den folgenden Jahrzehnten zur Weltstadt heranwachsen. Dazu geh\u00f6rten Gro\u00dfsiedlungen am Rand des Stadtgebiets, in M\u00fcnchen sollten mehrere Zentren au\u00dferhalb der Altstadt entstehen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Ab 1965 baute die Deutsche Baugruppe (Deba)\u00a0des <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-nachruf-max-w-schlereth-immobilien-1.5212690\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Unternehmers Max W. Schlereth<\/a>\u00a0nach den Pl\u00e4nen des Architekten\u00a0Ernst Maria Lang 2000 Wohnungen f\u00fcr die neue Parkstadt Solln, die ersten Bewohner zogen 1967 ein. Im Sinne der autogerechten Stadt wurde die Drygalski-Allee als breite Fahrbahn angelegt, und im Zentrum der Parkstadt befindet sich schlie\u00dflich das Deba-Hochhaus. 20 Stockwerke hoch, mit einer gewissen \u00c4hnlichkeit zum Arabella-Hochhaus in Bogenhausen, benannt nach dem Bautr\u00e4ger der Siedlung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bewundernswert, sagt Architekt Markus Allmann, \u201emit welcher Euphorie damals gebaut wurde\u201c. Er sitzt in einem Besprechungsraum des M\u00fcnchner B\u00fcros Allmannwappner und erkl\u00e4rt, dass es heutzutage deutlich komplexer sei, Wohnungen zu bauen. Das Architekturb\u00fcro hat einen Entwurf vorgelegt, der auf einem brachliegenden Grundst\u00fcck in der Parkstadt Solln circa 120 neue Wohnungen vorsieht, gestalterisch sollen die Geb\u00e4ude sich an den Bauten der 1960er-Jahre orientieren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Das Grundst\u00fcck an der Springerstra\u00dfe 3, direkt neben dem Deba-Haus, ist provisorisch eingez\u00e4unt und \u00fcberwuchert. In einem eingeschossigen Bau war einmal ein Supermarkt untergebracht, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-solln-hotel-hochhaus-springerstrasse-1.5676448\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">der ist seit Jahren geschlossen<\/a>. Urspr\u00fcnglich sollte er abgerissen und durch ein Hotel ersetzt werden. Dagegen gab es Klagen aus der Nachbarschaft und auch der \u00f6rtliche Bezirksausschuss lehnte das Projekt einer Firma der Derag (Nachfolgerin der Deba und mitverantwortlich f\u00fcr den Bau des Olympischen Dorfes) ab. Die Mitglieder des Bezirksausschusses bef\u00fcrchteten zus\u00e4tzliches Verkehrsaufkommen, sie bevorzugten an der Stelle Wohnungsbau. Das Projekt scheiterte.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mit Monvest wagt sich nun ein neuer Bauherr an das Grundst\u00fcck. F\u00fcr die 120 Wohnungen sind bislang zwei f\u00fcnfeckige T\u00fcrme auf einem gemeinsamen Sockel vorgesehen. In dem Geb\u00e4ude soll wieder Platz f\u00fcr einen Supermarkt sein. Weil der Bebauungsplan von 1967 nur eine Grundfl\u00e4che von rund 900 Quadratmetern und zwei Stockwerke vorgesehen hat, musste Architekt Markus Allmann mit seinen Ideen im Juli in die Kommission f\u00fcr Stadtgestaltung.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Denn sein Entwurf sah zu diesem Zeitpunkt eine Grundfl\u00e4che von mehr als 2000 Quadratmetern und 13 Stockwerke \u2013 rund 45 Meter H\u00f6he \u2013 beim gr\u00f6\u00dferen der beiden T\u00fcrme vor. Die Bebauung w\u00fcrde an diesem Ort also deutlich dichter ausfallen \u2013 deswegen wollte das Planungsreferat die Meinung der Fachleute aus der Kommission h\u00f6ren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Kommission bewertet vor allem gestalterische Aspekte und forderte f\u00fcr den Entwurf von Allmannwappner eine st\u00e4rkere Unterscheidung der T\u00fcrme: statt zwei \u00e4hnlich gro\u00dfer T\u00fcrme also lieber einen hohen und einen kleinen. Im Sockelgeb\u00e4ude sah die Kommission einen Bruch zur Umgebung, auch wenn es darauf eine \u00f6ffentliche Fl\u00e4che geben soll. Abgelehnt hat sie den Entwurf damit aber nicht, das Architekturb\u00fcro \u00fcberarbeitet ihn nun entsprechend (die Simulation zeigt noch die Variante, die der Kommission vorgelegt wurde).<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/8b726fcc-ef29-44d5-9e5e-b59204ad4b98.jpg\"   alt=\"Der Blick von oben auf die Geb\u00e4ude mit 120 Wohnungen. Im Moment liegt die Fl\u00e4che brach.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Der Blick von oben auf die Geb\u00e4ude mit 120 Wohnungen. Im Moment liegt die Fl\u00e4che brach. \u00a9allmannwappner<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Mitglieder des Bezirksausschusses freuen sich \u00fcber den Entwurf, dar\u00fcber, dass \u201enach Jahren des Stillstands endlich wieder ein Antrag vorliegt\u201c. Wichtig sei es, wieder einen Lebensmittelmarkt anzusiedeln f\u00fcr die Anwohnerinnen und Anwohner, so hei\u00dft es in einer Stellungnahme des Bezirksausschusses. Derzeit gibt es in der Umgebung nur eine Penny-Filiale.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Was der Bezirksausschuss kritisch sieht, ist die H\u00f6he des gr\u00f6\u00dferen Turmes, au\u00dferdem bef\u00fcrchtet man, der Neubau k\u00f6nnte zu dicht an das Deba-Hochhaus heranr\u00fccken. Und das wiederum, so die Sorge, k\u00f6nnte erneut Klagen von Eigent\u00fcmern aus der Nachbarschaft ausl\u00f6sen. Ein neues Bebauungsplanverfahren, bei dem die \u00d6ffentlichkeit eingebunden ist, h\u00e4tte nach Ansicht des Bezirksausschusses mehr Rechtssicherheit gegeben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wann Architekt Markus Allmann den Bauantrag stellen kann, das ist f\u00fcr ihn nicht absehbar. Unklar ist auch, wie viele der 120 Wohnungen gef\u00f6rdert werden k\u00f6nnen. Und je l\u00e4nger sich ein Projekt ziehe, desto gr\u00f6\u00dfer werde die Unsicherheit f\u00fcr Investoren, sagt er in seinem B\u00fcro. In diesem Fall sei Monvest aber gute Dinge. Und er ohnehin: Als Architekt m\u00fcsse man immer auf eine positive Zukunft spekulieren. \u201eWenn ich den Optimismus nicht h\u00e4tte, k\u00f6nnte ich nicht entwerfen.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Vielleicht wird also bald wieder gebaut in der Parkstadt Solln. Ob die Wohnungen so schnell fertiggestellt sein werden wie in den 60er-Jahren, die neuen Bewohner so schnell einziehen k\u00f6nnen, das wird sich herausstellen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Parkstadt Solln ist ein gutes Beispiel f\u00fcr die Stadtplanung der 1960er-Jahre \u2013 und daf\u00fcr, wie es heute&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1255241,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1827],"tags":[772,29,30,5726,1268,41513,149,16749],"class_list":["post-1255240","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenchen","tag-bayern","tag-deutschland","tag-germany","tag-immobilien-und-wohnen-in-muenchen","tag-muenchen","tag-solln","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-thalkirchen-obersendling-forstenried-fuerstenried-solln"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117144287029273894","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1255240","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1255240"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1255240\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1255241"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1255240"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1255240"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1255240"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}