{"id":1256685,"date":"2026-08-24T03:27:16","date_gmt":"2026-08-24T03:27:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1256685\/"},"modified":"2026-08-24T03:27:16","modified_gmt":"2026-08-24T03:27:16","slug":"migration-rom-und-berlin-streiten-ueber-bootsfluechtlinge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1256685\/","title":{"rendered":"Migration: Rom und Berlin streiten \u00fcber Bootsfl\u00fcchtlinge"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der Streit zwischen Deutschland und Italien \u00fcber den Umgang mit Bootsfl\u00fcchtlingen aus dem Mittelmeer hat sich versch\u00e4rft. Der italienische Vize-Regierungschef <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/matteo-salvini\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Matteo Salvini<\/a> verk\u00fcndete, sein Land werde aus Deutschland keinen einzigen \u00abillegalen Einwanderer\u00bb zur\u00fccknehmen, solange deutsche Hilfsorganisationen mit Schiffen im Mittelmeer unterwegs seien. Die Bundesregierung verweist hingegen auf bestehende EU-Regelungen &#8211; auch auf den neuen Asyl- und Migrationspakt, der seit diesem Sommer gilt.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-08\/italien-migration-matteo-salvini-migranten-eu-migrationspakt\" data-ct-label=\"Migration: Matteo Salvini sch\u00fcrt Konflikt mit Deutschland um Sekund\u00e4rmigranten\" data-uuid=\"31832749-6c75-46fc-a618-b03f58e59dfc\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Migration:<br \/>\n                        Matteo Salvini sch\u00fcrt Konflikt mit Deutschland um Sekund\u00e4rmigranten<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-08\/migration-europa-deutschland-italien-dublin-verordnung\" data-ct-label=\"Migration: Deutschland und Italien wollen bei Migration enger zusammenarbeiten\" data-uuid=\"c1843a9f-68c6-4376-995c-9ccbd04ed18b\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>                        Migration:<br \/>\n                        Deutschland und Italien wollen bei Migration enger zusammenarbeiten<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2026-08\/europaeische-aussengrenzen-ceuta-migration-asylpolitik-geas\" data-ct-label=\"Europ\u00e4ische Au\u00dfengrenzen: Wer bricht hier die Regeln?\" data-uuid=\"a8bb5745-40e8-4ec7-a938-66e4a42e7ade\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Europ\u00e4ische Au\u00dfengrenzen:<br \/>\n                        Wer bricht hier die Regeln?<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der innenpolitische Sprecher der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Throm, warnte: \u00abWenn <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/italien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Italien<\/a> diese Haltung beibeh\u00e4lt, sprengt es das neue europ\u00e4ische Asylsystem Geas, das gerade seit wenigen Wochen in Kraft ist.\u00bb Auf die Aussagen der italienischen Regierung in der Migrationspolitik sei \u00abkein Verlass\u00bb, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. Throm warnte vor einer Kettenreaktion in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Italiens rechte Dreier-Koalition von Ministerpr\u00e4sidentin Giorgia Meloni begr\u00fcndet ihre ablehnende Haltung damit, dass deutsche Nichtregierungsorganisationen (NGO) auf ihren Schiffen seit Jahren immer wieder Fl\u00fcchtlinge an Bord nehmen, die auf dem Mittelmeer in Not sind oder geraten k\u00f6nnten, um sie dann in italienische H\u00e4fen zu bringen. Nach Angaben aus <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/rom\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rom<\/a> waren dies allein seit Beginn des Jahres 2.200 Migranten. Manche davon reisen dann weiter nach Deutschland oder andere L\u00e4nder.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Salvini: Deutsche Schiffe bringen \u00abTausende illegale Einwanderer\u00bb            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eigentlich muss jeder Migrant in dem EU-Staat Asyl beantragen, den er zuerst betritt. Dar\u00fcber gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Streit, auch zwischen Deutschland und Italien, wo wegen der N\u00e4he zu Afrika und Nahem Osten besonders viele Fl\u00fcchtlinge landen. Die Hoffnung der EU ruhte eigentlich darauf, dass mit Inkrafttreten des neuen Asyl- und Migrationspakts (Geas) die Meinungsverschiedenheiten beendet sind. Der Streit zwischen Rom und <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> zieht sich nun jedoch schon den gesamten Sommer hin.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\"><a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/giorgia-meloni\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Melonis<\/a> Vize Salvini versch\u00e4rfte den Ton jetzt abermals. Bei einem Treffen seiner rechten Partei Lega sagte der Verkehrsminister: \u00abDeutschland hat kein Recht, uns auch nur einen einzigen illegalen Einwanderer zur\u00fcckzuschicken, solange deutsche NGO-Schiffe im Mittelmeer unterwegs sind, um Tausende illegale Einwanderer in Italien und Europa an Land zu bringen.\u00bb Salvini war fr\u00fcher schon als Innenminister \u00e4u\u00dferst hart gegen Bootsfl\u00fcchtlinge und Hilfsorganisationen vorgegangen.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Treffen zwischen Innenministern Piantedosi und Dobrindt            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Mit seinem Nein zu R\u00fcck\u00fcberstellungen steht Salvini in Rom jedoch keineswegs allein. Ministerpr\u00e4sidentin Meloni von der Partei Fratelli d&#8217;Italia (Br\u00fcder Italiens) und der jetzige Innenminister Matteo Piantedosi (parteilos) bestehen ebenfalls auf einem \u00abAusgleich\u00bb. Von italienischer Seite wird argumentiert, dass dem Seerecht zufolge auf einem Schiff die Gesetze des Landes gelten, unter dessen Flagge es f\u00e4hrt. Damit w\u00e4re also gewisserma\u00dfen Deutschland Erstaufnahmestaat der Bootsfl\u00fcchtlinge &#8211; und nicht Italien.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Demn\u00e4chst soll es dazu ein Treffen der beiden Innenminister Piantedosi und Alexander Dobrindt (CSU) geben. Von deutscher Seite wurde in den vergangenen Tagen mehrfach betont, dass man beim Thema Migration eng zusammenarbeite.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Piantedosi lie\u00df am Wochenende das deutsche Rettungsschiff \u00abSea-Watch 5\u00bb f\u00fcr 45 Tage festsetzen. Gegen die gleichnamige Hilfsorganisation verh\u00e4ngten die Beh\u00f6rden 4.500 Euro Bu\u00dfgeld. Solche Strafen treffen deutsche Schiffe immer wieder.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Rom: 80.000 R\u00fccknahmeersuchen zur\u00fcckgewiesen            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Auch andere europ\u00e4ische Staaten wie \u00d6sterreich, die Schweiz, die Niederlande, Schweden und Finnland haben inzwischen angek\u00fcndigt, Migranten nach Italien zur\u00fcckzuschicken. Dem italienischen Innenministerium zufolge wurden seit Beginn des Jahres aus europ\u00e4ischen Partnerl\u00e4ndern lediglich drei Migranten zur\u00fcckgenommen. Aus Deutschland war kein einziger dabei.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zuvor schon hatte Italien nach offiziellen Angaben seit 2023 rund 80.000 sogenannte R\u00fccknahmeersuchen anderer Staaten zur\u00fcckgewiesen. Begr\u00fcndet wurde dies damit, dass das nationale Aufnahmesystem komplett \u00fcberlastet sei. Meloni hatte mit dem Versprechen eines harten Kurses gegen Migranten erfolgreich Wahlkampf gemacht. Anfang September wird die 49-J\u00e4hrige so lange ununterbrochen an der Regierung sein wie kein anderer italienischer Ministerpr\u00e4sident seit Kriegsende.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">N\u00e4chstes Jahr wird in Italien wieder gew\u00e4hlt. In den Umfragen liegt Meloni mit ihren Fratelli stabil bei etwa 27 Prozent und damit klar vor allen anderen Parteien. In den vergangenen Wochen geriet ihre rechte Koalition jedoch zunehmend unter Druck der neuen Partei Futoro Nazionale (Nationale Zukunft) des Ex-Generals Roberto Vannacci, die noch weiter rechts steht und auch ein noch h\u00e4rteres Vorgehen gegen Migranten verlangt.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260823-930-570305\/4<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Streit zwischen Deutschland und Italien \u00fcber den Umgang mit Bootsfl\u00fcchtlingen aus dem Mittelmeer hat sich versch\u00e4rft. 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