{"id":1257474,"date":"2026-08-24T12:46:20","date_gmt":"2026-08-24T12:46:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1257474\/"},"modified":"2026-08-24T12:46:20","modified_gmt":"2026-08-24T12:46:20","slug":"unternehmer-klaus-michael-kuehne-im-alter-von-89-jahren-gestorben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1257474\/","title":{"rendered":"Unternehmer Klaus-Michael K\u00fchne im Alter von 89 Jahren gestorben"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/kuehne-116.jpg\" alt=\"Klaus-Michael K\u00fchne\" title=\"Klaus-Michael K\u00fchne | picture alliance\/dpa\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 24.08.2026 \u2022 14:42 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Er galt als einer der einflussreichsten Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner und als einer der reichsten Deutschen: Klaus-Michael K\u00fchne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Der geb\u00fcrtige Hamburger f\u00f6rderte auch Sport und Kultur.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der Unternehmer und Milliard\u00e4r Klaus-Michael K\u00fchne ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Das best\u00e4tigte der von seiner Familie gegr\u00fcndete Konzern K\u00fchne+Nagel. K\u00fchne starb demnach in der vergangenen Nacht im schweizerischen Schindellegi.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie das Manager Magazin unter Berufung auf das famili\u00e4re Umfeld des Verstorbenen berichtete, soll K\u00fchne vor zehn Tagen von Mallorca in seinen Schweizer Wohnort zur\u00fcckgekommen sein. Zu diesem Zeitpunkt sei es ihm gesundheitlich bereits schlechter gegangen, er sei \u00e4rztlich behandelt worden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Mit dem Tod von Klaus-Michael haben wir einen Vision\u00e4r, einen gro\u00dfartigen Unternehmer und eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Pers\u00f6nlichkeit verloren. Unsere Gedanken sind bei seiner Witwe Christine K\u00fchne&#8220;, w\u00fcrdigte der Vorsitzende des Verwaltungsrats von K\u00fchne+Nagel den Verstorbenen. Auch Firmenchef Stefan Paul sprach der Familie von K\u00fchne im Namen des Unternehmens sein &#8222;tiefstes Mitgef\u00fchl&#8220; aus. K\u00fchne habe &#8222;wie kein anderer f\u00fcr Logistik und den globalen Handel&#8220; gestanden.<\/p>\n<p>    Vom Familienunternehmen zum weltweit f\u00fchrenden Dienstleister<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der im Juni 1937 in Hamburg geborene K\u00fchne war 1958 in das von seinem Gro\u00dfvater mitbegr\u00fcndete Familienunternehmen K\u00fchne+Nagel eingetreten und wurde 1966 Vorstandsvorsitzender der K\u00fchne+Nagel Speditions-Aktiengesellschaft. Ab 1975 war er Vorstandsvorsitzender der K\u00fchne+Nagel International AG und von 1992 bis 2011 Vorsitzender des Verwaltungsrats. Anschlie\u00dfend bekleidete er das Amt des Ehrenpr\u00e4sidenten des Verwaltungsrats.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">K\u00fchne hatte das Familienunternehmen ab den 1960er-Jahren zu einem weltweit f\u00fchrenden Logistikdienstleister im Luft- und Seefrachtverkehr ausgebaut. In den 1970er-Jahren zog K\u00fchne in die Schweiz und verlegte auch den Firmensitz das Nachbarland. Seine Entscheidung begr\u00fcndete K\u00fchne unter anderem mit steuerlichen Vorteilen durch den neuen Unternehmenssitz, aber auch private Gr\u00fcnde spielten seiner Aussage nach eine Rolle. Schon sein Vater habe die Schweiz geliebt, ihn selbst h\u00e4tten vor dem Umzug bereits mehrere Urlaube in das Land gef\u00fchrt.<\/p>\n<p>    Unternehmen mit 88.000 Besch\u00e4ftigten<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Heute verf\u00fcgt K\u00fchne+Nagel eigenen Angaben nach \u00fcber weltweit mehr als 1.300 Standorte mit etwa 88.000 Besch\u00e4ftigten.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Zudem gr\u00fcndete K\u00fchne in den 1990er-Jahren die K\u00fchne Holding, mittels der er in eine Reihe namhafter Konzerne investierte. Die Holding h\u00e4lt nach eigenen Angaben unter anderem 20 Prozent an der Lufthansa und eine &#8222;wesentliche Minderheitsbeteiligung&#8220; am Fernbus- und Reiseunternehmen Flix.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Kritik gab es an K\u00fchnes Umgang mit der NS-Vergangenheit von K\u00fchne+Nagel. Das Familienunternehmen hatte im Zweiten Weltkrieg mit dem NS-Regime zusammengearbeitet und geraubte G\u00fcter aus j\u00fcdischem Besitz transportiert. Anders als viele andere Unternehmer weigerte sich K\u00fchne jedoch zeit seines Lebens, die Vergangenheit von einer unabh\u00e4ngigen Stelle wissenschaftlich aufarbeiten zu lassen.<\/p>\n<p>    Millionen zur Rettung von Hapag-Lloyd<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Seiner Heimatstadt Hamburg blieb K\u00fchne aber trotz seines Umzugs in die Schweiz eng verbunden. So schmiedete er 2008, als die Hamburger Traditionsreederei Hapag-Lloyd vor der \u00dcbernahme durch ausl\u00e4ndische Investoren stand, ein Konsortium zu deren Rettung und wurde zum gr\u00f6\u00dften Einzelaktion\u00e4r.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Aus seinem Privatverm\u00f6gen stellte er rund 360 Millionen Euro zur Verf\u00fcgung und spielte damit eine entscheidende Rolle, um die finanziell angeschlagene Reederei Hapag-Lloyd vor dem Kollaps zu retten und sie in Hamburg zu halten. Denn die Standortsicherung war eine der zentralen Bedingungen K\u00fchnes, damit er sich an dem f\u00fcr die Traditionsreederei geschn\u00fcrten Rettungspaket beteiligt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auch f\u00fcr den Hamburger SV trat K\u00fchne als F\u00f6rderer auf. So gab er dem Darlehen, um Spielertransfers zu erm\u00f6glichen. Zur Saison 2015\/16 erwarb er die Namensrechte des HSV-Stadions und benannte es in Volksparkstadion um &#8211; so wie es traditionell gehei\u00dfen hatte. Nach Bekanntwerden von K\u00fchnes Tod teilte der HSV auf seiner Internetseite mit, einen &#8222;treuen Gesellschafter, Unterst\u00fctzer und leidenschaftlichen Anh\u00e4nger&#8220; verloren zu haben.<\/p>\n<p>    K\u00fchne Stiftung will neue Oper finanzieren<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Und auch \u00fcber die 1976 von ihm gegr\u00fcndete und nach ihm benannte K\u00fchne Stiftung engagierte sich der Unternehmer f\u00fcr Projekte in Hamburg. So tr\u00e4gt die Stiftung den Gro\u00dfteil der Baukosten, die f\u00fcr den Bau eines neuen Opernhauses in der Hamburger Hafencity anfallen. Nach Fertigstellung soll die Oper als Schenkung an die Stadt \u00fcbergehen. <a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/musik\/klassik\/Einigung-mit-der-Kuehne-Stiftung-Hamburg-bekommt-eine-neue-Oper,kuehneoper108.html\" title=\"NDR: Einigung mit der K\u00fchne-Stiftung: Hamburg bekommt eine neue Oper\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Laut NDR<\/a> k\u00f6nnte der Bau bis 2032 abgeschlossen werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda w\u00fcrdigte K\u00fchne als &#8222;gro\u00dfen M\u00e4zen, der mit viel Leidenschaft die Kultur in Hamburg gro\u00dfz\u00fcgig unterst\u00fctzt hat&#8220;. Mit seinem Engagement unter anderem f\u00fcr die Elbphilharmonie, die Oper und die Literatur habe K\u00fchne dazu beigetragen, dass seine Geburtsstadt Hamburg heute international als Kulturstadt wahrgenommen werde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 24.08.2026 \u2022 14:42 Uhr Er galt als einer der einflussreichsten Gesch\u00e4ftsm\u00e4nner und als einer der reichsten Deutschen:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1257475,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,1764,30,13,13067,14,15,12],"class_list":["post-1257474","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-eilmeldung","tag-germany","tag-headlines","tag-klaus-michael-kuehne","tag-nachrichten","tag-news","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1257474","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1257474"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1257474\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1257475"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1257474"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1257474"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1257474"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}