{"id":1257708,"date":"2026-08-24T15:10:23","date_gmt":"2026-08-24T15:10:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1257708\/"},"modified":"2026-08-24T15:10:23","modified_gmt":"2026-08-24T15:10:23","slug":"eu-scheut-rosatom-sanktionen-projekte-mit-russischer-atomenergie-stellen-ein-sicherheitsrisiko-dar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1257708\/","title":{"rendered":"EU scheut Rosatom-Sanktionen: &#8222;Projekte mit russischer Atomenergie stellen ein Sicherheitsrisiko dar&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>EU scheut Rosatom-Sanktionen&#8220;Projekte mit russischer Atomenergie stellen ein Sicherheitsrisiko dar&#8220;24.08.2026, 16:17 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Lea-Verstl-article23006163.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/11\/verstl.webp.webp\" alt=\"verstl\"\/>Interview: Lea Verstl<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(10:48 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/14-12-2018-Niedersachsen-Lingen-Blick-auf-ein-Zugangstor-vom-Werk-der-Framatome-Advanced-Nuclear-Fue.webp\" alt=\"14-12-2018-Niedersachsen-Lingen-Blick-auf-ein-Zugangstor-vom-Werk-der-Framatome-Advanced-Nuclear-Fuels-GmbH-Das-Werk-der-Framatome-Tochter-Advanced-Nuclear-Fuels-GmbH-ANF-fertigt-Brennelemente-fuer-Druckwasser-und-Siedewasserreaktoren-von-Atomkraftwerken-In-der-Brennelementefabrik-war-am-06-12-2018-ein-Feuer-ausgebrochen\"\/>Der franz\u00f6sische Atomenergiekonzern Framatome setzt auf Kooperation mit den Russen &#8211; die Argumente daf\u00fcr seien nur auf den ersten Blick plausibel, sagt Karda\u015b. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nicht nur Ungarn setzt weiter auf russische Nuklearenergie. Auch Frankreich startet eine neue Zusammenarbeit mit Rosatom &#8211; im nieders\u00e4chsischen Lingen. Dass die EU bislang Sanktionen im Nuklearbereich scheut, sei auf mehreren Ebenen riskant, sagt Experte Szymon Karda\u015b.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">ntv.de: Der russische Atomenergiekonzern Rosatom spielt eine tragende Rolle bei der Besetzung des ukrainischen Kernkraftwerk Saporischschja und ist strategisch bedeutsam f\u00fcr den russischen Einfluss im internationalen Nuklearsektor. Warum hat die EU bislang trotzdem auf umfassende Sanktionen gegen Rosatom verzichtet?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Szymon Karda\u015b: Die Gr\u00fcnde erinnern an jene, als es 2022 in Br\u00fcssel um die Sanktionen gegen russisches Erdgas ging. Viele EU-Staaten sind im Nuklearbereich weiterhin stark von Russland abh\u00e4ngig. In der EU arbeiten noch 19 oder 20 Reaktoren sowjetischer beziehungsweise russischer Bauart. 16 davon sind \u00e4ltere Anlagen, die auf russischen Brennstoff angewiesen sind. Gerade f\u00fcr diese Reaktoren ist es schwieriger, alternative Brennelemente zu finden und zuzulassen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Worin genau besteht die Abh\u00e4ngigkeit?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nach den j\u00fcngsten verf\u00fcgbaren Daten aus dem Jahr f\u00fcr 2022 lieferte Russland rund 16 Prozent des in die EU eingef\u00fchrten Urans. Noch entscheidender ist aber die Anreicherung: Russland stellte 2025 rund 23 Prozent der Urananreicherungsleistungen f\u00fcr die EU bereit. Ersatz daf\u00fcr zu finden, ist deutlich schwieriger, als alternative Uranlieferanten zu suchen. Uranerz k\u00f6nnte vergleichsweise m\u00fchelose ersetzt werden, beispielsweise aus Kasachstan oder Usbekistan. Auch die Ukraine hat riesiges Potenzial, k\u00fcnftig eine gro\u00dfe Rolle bei europ\u00e4ischer Atomenergie zu spielen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.n-tv.de\/logo_grey.svg\" alt=\"Photo-Szymon-Kardas-ECFR\"\/>Szymon Karda\u015b forscht im Warschauer B\u00fcro des European Council on Foreign Relations (ECFR) zu den geopolitischen Folgen der Neuausrichtung europ\u00e4ischer Energiepolitik. Zudem ist er Dozent an der Fakult\u00e4t f\u00fcr Politikwissenschaft und Internationale Studien der Universit\u00e4t Warschau. Zuvor arbeitete Karda\u015b unter anderem in der Russland-Abteilung des Zentrums f\u00fcr Oststudien in Warschau. (Foto: Szymon Karda\u015b\/ECFR)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Spielt die Ukraine bislang keine Rolle?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In einem gewissen Umfang wird bereits zusammengearbeitet. F\u00fcr eine umfassende Kooperation im Nuklearsektor m\u00fcssen die Europ\u00e4er aber auf ein Ende oder zumindest ein Einfrieren des Krieges warten. Die Ukraine k\u00f6nnte k\u00fcnftig erheblich zur europ\u00e4ischen Energiesicherheit beitragen &#8211; nicht nur durch Kernkraftwerke und Uranlieferungen, sondern auch durch ihre Gasvorkommen und den Ausbau erneuerbarer Energien. Derzeit beeintr\u00e4chtigen die russischen Angriffe auf die ukrainische Energieinfrastruktur dieses Potenzial jedoch erheblich.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Welche L\u00e4nder in der EU sind besonders darauf bedacht, die Kooperation mit Russland bei der Atomenergie weiterzuf\u00fchren? <\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Ungarn ist zumindest theoretisch weiterhin daran interessiert, mit Rosatom neue Reaktorbl\u00f6cke im Kernkraftwerk Paks zu bauen. Das zwischenstaatliche Abkommen stammt aus dem Jahr 2014. Das Projekt Paks II hatte schon vor dem Krieg in der Ukraine Probleme &#8211; bei der Finanzierung, Vergabe- und Rechtsfragen sowie bei der Vereinbarkeit mit EU-Regeln. Die neue Regierung unter P\u00e9ter Magyar hat die Pl\u00e4ne nicht aufgegeben, will die Umsetzung aber \u00fcberpr\u00fcfen. Solange Ungarn an diesem Projekt festh\u00e4lt, ist das ein politisches Hindernis f\u00fcr weitreichende Rosatom-Sanktionen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Wie geht Br\u00fcssel mit diesem Problem um?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Kommission kennt die Abh\u00e4ngigkeiten und die daraus resultierende Zur\u00fcckhaltung vieler Mitgliedstaaten. Sie wollte bereits im Mai 2025 konkrete Ma\u00dfnahmen vorlegen, um russische Kernenergie schrittweise aus dem EU-Energiesystem zu verdr\u00e4ngen. Im August 2026 liegt aber noch immer kein Vorschlag auf dem Tisch. Das erinnert an die Gasdebatte von 2022. Erst als Russland seine Lieferungen drosselte, war die EU gezwungen, Alternativen zu suchen. Inzwischen gilt eine Regelung, die den schrittweisen Ausstieg aus russischem Gas bis Herbst 2027 vorsieht. Bei der Kernenergie fehlt ein vergleichbarer politischer Impuls bislang.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Stellt nur Ungarn sich quer, wenn es um Sanktionen gegen russische Atomenergiekonzerne geht?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Zumindest plant ausschlie\u00dflich Ungarn weiterhin den Bau neuer gro\u00dfer Reaktorbl\u00f6cke mit Rosatom auf Grundlage russischer Technologie. Finnland hatte ein vergleichbares Projekt nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine abgesagt. Helsinki importiert zwar noch russischen Kernbrennstoff, will diese Abh\u00e4ngigkeit aber beenden. Der Kreis der L\u00e4nder, die einen schnellen und harten Kurs gegen Rosatom in Br\u00fcssel bremsen k\u00f6nnten, ist aber deutlich gr\u00f6\u00dfer als nur Ungarn.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Welche L\u00e4nder geh\u00f6ren dazu?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Slowakei hat zwar Vertr\u00e4ge mit alternativen Lieferanten, h\u00e4lt aber russische Brennstoffvertr\u00e4ge weiterhin aufrecht und hat sie teilweise verl\u00e4ngert &#8211; nach \u00f6ffentlichen Informationen bis 2030 oder 2032. Tschechien arbeitet an Alternativen und hat Vertr\u00e4ge mit dem US-Atomenergiekonzern Westinghouse abgeschlossen. Diese sollen aber erst in den kommenden Jahren vollst\u00e4ndig greifen. Auch Frankreich ist ein Problemfall.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Warum?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Frankreich ist bei der Urananreicherung \u00fcberdurchschnittlich abh\u00e4ngig: Nach offiziellen EU-Daten lag der russische Anteil 2025 bei 39 Prozent, deutlich \u00fcber dem EU-Durchschnitt. Franz\u00f6sische Unternehmen hatten schon vor dem Krieg Kooperationsvereinbarungen mit Rosatom und wollten die Zusammenarbeit auch bei Projekten in Drittstaaten ausbauen. Speziell in Frankreich gibt es einen Konflikt zwischen kommerziellen Einzelinteressen und dem strategischen Ziel der EU, russische Energie vollst\u00e4ndig zu ersetzen. Die Zusammenarbeit von Framatome und Rosatom in Deutschland ist ein Beispiel daf\u00fcr\u2026<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">\u2026 denn der franz\u00f6sische Atomenergiekonzern Framatome will im nieders\u00e4chsischen Lingen Brennelemente f\u00fcr Reaktoren sowjetischer Bauart herstellen. Daf\u00fcr kooperiert er mit der Rosatom-Tochter TVEL.<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aus meiner Sicht ein Schritt in die falsche Richtung. Das politische Ziel von 2022, russische Energie vollst\u00e4ndig aus dem EU-System zu verdr\u00e4ngen, ist richtig. Russland hat Energieversorgung als politisches Druckmittel eingesetzt. Die Vorstellung, engere Energiebeziehungen w\u00fcrden Russland berechenbarer machen oder von aggressiver Politik abhalten, ist 2022 endg\u00fcltig gescheitert. Russland war bereit, erhebliche wirtschaftliche Einnahmen aus seinem wichtigsten Energiemarkt zu gef\u00e4hrden, um politische Ziele durchzusetzen. Deshalb sollte die EU beim Ausstiegskurs bleiben. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Mit welchen Argumenten h\u00e4lt Frankreich im Rat dagegen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Frankreich argumentiert scheinbar pragmatisch: Gemeinsam mit Rosatom soll Framatome in Lingen Brennstoff produzieren f\u00fcr Reaktoren, die bislang ausschlie\u00dflich direkt aus Russland beliefert werden. Langfristig wolle man von dem russischen Know-how lernen und dadurch Moskau als Lieferanten ersetzen. Auf den ersten Blick klingt das plausibel.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Ist es aber nicht?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mittelfristig untergr\u00e4bt das Projekt in Lingen nicht nur die strategischen Ziele der EU. Es gibt auch erhebliche Sicherheitsbedenken. Rosatom hatte bei gro\u00dfen Reaktorprojekten wiederholt Probleme. Verz\u00f6gerungen und technische Schwierigkeiten gab es etwa beim Bau eines Atomkraftwerks in Belarus. Und durch das Projekt werden die Verbindungen zu Russland in einem sensiblen Bereich vertieft. Niemand wei\u00df, welche politische Stimmung in Europa nach einem Kriegsende oder einem eingefrorenen Konflikt in der Ukraine herrschen w\u00fcrde. Wenn eine Zusammenarbeit im Nuklearbereich erst einmal funktioniert und wirtschaftlich attraktiv erscheint, k\u00f6nnten Forderungen nach einer R\u00fcckkehr zur Kooperation auch bei Gas und \u00d6l folgen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Und das w\u00e4re falsch?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Das w\u00e4re ein erhebliches Risiko. Die Alternative besteht darin, vorhandene europ\u00e4ische Kapazit\u00e4ten auszubauen &#8211; insbesondere bei der Urananreicherung. Unternehmen wie der britische Konzern Urenco werden aber nur investieren, wenn sie ein klares politisches Signal bekommen, dass die EU Rosatom und seine Tochterfirmen tats\u00e4chlich ersetzen will. Ein solches Signal fehlt, wenn die EU einerseits den Ausstieg aus russischer Energie ank\u00fcndigt und andererseits neue Projekte zwischen franz\u00f6sischen und russischen Unternehmen in Deutschland zul\u00e4sst. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Der Know-how-Transfer mit Rosatom funktioniert bei gemeinsamen Projekten mit EU-Staaten in beide Richtungen. K\u00f6nnte Rosatom dabei nicht auch Einblicke in europ\u00e4ische Infrastruktur gewinnen? Und ist das nicht gef\u00e4hrlich?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Doch, Projekte mit russischer Atomenergie stellen ein Sicherheitsrisiko dar. Wir wissen nicht, ob Rosatom oder seine Tochtergesellschaften solche M\u00f6glichkeiten bisher genutzt haben. Aber Russland betrachtet den Westen, der die Ukraine unterst\u00fctzt, laut eigenen offiziellen Dokumenten als feindlichen Block.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Was bedeutet das in der Praxis mit Blick auf die Rosatom-Projekte?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Moskau wird alle verf\u00fcgbaren Mittel einsetzen, um Europas Widerstandsf\u00e4higkeit im Energiesektor zu schw\u00e4chen. Und Moskau wird jede Gelegenheit nutzen, um Zugang zu Technologien und Know-how zu erhalten &#8211; m\u00f6glicherweise auch f\u00fcr milit\u00e4rische Zwecke. Gerade weil die Nuklearbranche ein besonders sensibler Bereich ist, sollte Europa seine Verbindungen zu Russland diesbez\u00fcglich nicht weiter vertiefen. Diese Kooperation k\u00f6nnte auf eine Weise gegen uns genutzt werden, die wir heute noch nicht vorhersehen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\"><b class=\"bold\">Was w\u00e4re n\u00f6tig, um Europa unabh\u00e4ngiger von Rosatom zu machen?<\/b><\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Notwendig sind drei Dinge: Erstens m\u00fcssen die Investitionen in europ\u00e4ische Kapazit\u00e4ten f\u00fcr Verarbeitung und Urananreicherung aufgestockt werden. Zweitens m\u00fcssen die Europ\u00e4er auf eine st\u00e4rkere Diversifizierung bei Brennstofflieferanten hinarbeiten. Mehrere bisher von Russland abh\u00e4ngige L\u00e4nder haben bereits Vertr\u00e4ge mit Westinghouse und Framatome abgeschlossen. Diese Vertr\u00e4ge sollten in den kommenden Jahren greifen &#8211; etwa in Tschechien, der Slowakei und Finnland. Drittens sollten Europ\u00e4er bei der Lieferung von Uranerz enger mit anderen Staaten wie Kasachstan oder Usbekistan zusammenarbeiten. Bislang fehlt in einigen EU-Mitgliedstaaten aber offenbar der Wille, eindeutige Signale in die richtige Richtung zu senden.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Mit Szymon Karda\u015b sprach Lea Verstl<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"EU scheut Rosatom-Sanktionen&#8220;Projekte mit russischer Atomenergie stellen ein Sicherheitsrisiko dar&#8220;24.08.2026, 16:17 Uhr Interview: Lea Verstl Artikel anh\u00f6ren(10:48 min)&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1257709,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[5032,5930,29,548,942,156,30,13,14,15,16,307,12,7376,10,8,9,11,12475,501],"class_list":["post-1257708","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-atomkraft","tag-atomkraftwerke","tag-deutschland","tag-eu","tag-eu-kommission","tag-frankreich","tag-germany","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik","tag-russland","tag-schlagzeilen","tag-slowakei","tag-top-news","tag-top-meldungen","tag-topmeldungen","tag-topnews","tag-tschechien","tag-ungarn"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117151126842738382","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1257708","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1257708"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1257708\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1257709"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1257708"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1257708"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1257708"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}