{"id":1257728,"date":"2026-08-24T15:23:21","date_gmt":"2026-08-24T15:23:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1257728\/"},"modified":"2026-08-24T15:23:21","modified_gmt":"2026-08-24T15:23:21","slug":"dfb-pokal-sv-waldhof-mannheim-1-fc-kaiserslautern-nach-ausschreitungen-in-mannheim-pyrotechnik-und-gewalt-im-stadion-wie-laesst-sich-das-vermeiden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1257728\/","title":{"rendered":"DFB-Pokal: SV Waldhof Mannheim &#8211; 1. FC Kaiserslautern: Nach Ausschreitungen in Mannheim: Pyrotechnik und Gewalt im Stadion &#8211; wie l\u00e4sst sich das vermeiden?"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/swr-59782.jpg\" alt=\"Berittene Polizeikr\u00e4fte und weitere Einsatzkr\u00e4fte sichern den Innenraum des Stadions, nachdem w\u00e4hrend des DFB-Pokalspiels zwischen SV Waldhof Mannheim vs Kaiserslautern. Pyrotechnik gez\u00fcndet wurde.\" title=\"Berittene Polizeikr\u00e4fte und weitere Einsatzkr\u00e4fte sichern den Innenraum des Stadions, nachdem w\u00e4hrend des DFB-Pokalspiels zwischen SV Waldhof Mannheim vs Kaiserslautern. Pyrotechnik gez\u00fcndet wurde. | dpa Bildfunk, picture alliance \/ BEAUTIFUL SPORTS | Marvin Hill\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 24.08.2026 \u2022 16:49 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Nach dem DFB-Pokalspiel in Mannheim laufen Ermittlungen. Baden-W\u00fcrttembergs Innenminister lobt das Vorgehen der Polizei, die Fans \u00fcben Kritik.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><a href=\"https:\/\/www.swr.de\/swraktuell\/baden-wuerttemberg\/mannheim\/nach-ausschreitungen-pokalderby-reaktionen-aus-mannheim-100.html\" title=\"Nach dem DFB-Pokalspiel in Mannheim am Freitag hat die Polizei Ermittlungen unter anderem wegen verschiedener K\u00f6rperverletzungsdelikte, Sachbesch\u00e4digungen und Verst\u00f6\u00dfen gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.\" class=\"textlink--extern\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\">Nach dem DFB-Pokalspiel in Mannheim am Freitag hat die Polizei Ermittlungen unter anderem wegen verschiedener K\u00f6rperverletzungsdelikte, Sachbesch\u00e4digungen und Verst\u00f6\u00dfen gegen das Sprengstoffgesetz eingeleitet.<\/a> Bei dem Spiel wurden 35 Polizistinnen und Polizisten leicht verletzt, zudem mussten 85 weitere Personen medizinisch versorgt werden.<\/p>\n<p>    Fan-Verband kritisiert Vorgehen der Polizei<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach den Ausschreitungen am Freitag kritisiert der Fan-Dachverband &#8222;Pro Waldhof&#8220; zwar das Verhalten zahlreicher Fans, aber auch das der Polizei. In einer Stellungnahme hei\u00dft es, dass man Aktionen, die den Ablauf eines Fu\u00dfballspiels st\u00f6ren oder Menschen in Gefahr bringen, strikt ablehne. Gleichzeitig sieht der Verband aber auch bei der Polizei Kl\u00e4rungsbedarf. Die Einsatzkr\u00e4fte haben aus Sicht von &#8222;Pro Waldhof&#8220; nicht deeskalierend gehandelt. Stattdessen habe der Einsatz von Schlagst\u00f6cken und Pfefferspray die Situation auf der Fantrib\u00fcne unn\u00f6tig versch\u00e4rft.<\/p>\n<p>    Polizeigewerkschaft verteidigt Vorgehen der Einsatzkr\u00e4fte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Thomas Mohr, Vorsitzender der Polizeigewerkschaft (GdP) Mannheim, verteidigt dagegen das Vorgehen der Einsatzkr\u00e4fte. Im Interview mit dem SWR sagte er am Montag, wenn die Polizei anders gehandelt h\u00e4tte, w\u00e4re die Situation vielleicht weiter eskaliert. Die Fans, die in solchen Momenten den Platz st\u00fcrmen, seien zum Teil sehr gewaltt\u00e4tige Personen aus der Ultra-Szene. &#8222;Wenn man die dingfest machen will, dann muss man auch teilweise so eine Einsatzma\u00dfnahme durchf\u00fchren.&#8220;<\/p>\n<blockquote class=\"zitat\">\n<p>\n                    Wenn es zu solchen krassen Szenen kommt, dann ist es ja ganz offensichtlich, dass das Sicherheitskonzept des Vereins nicht aufgegangen ist.<br \/>\n<strong>Manuel Hagel (CDU), Innenminister Baden-W\u00fcrttemberg<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00c4hnlich sieht es baden-w\u00fcrttembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU). Am Montag teilte er dem SWR schriftlich mit: &#8222;F\u00fcr die Sicherheit in den Stadien sind die Vereine zust\u00e4ndig.&#8220; Wenn es allerdings zu Szenen wie am Freitag komme, dann sei es &#8222;ganz offensichtlich, dass das Sicherheitskonzept des Vereins nicht aufgegangen ist&#8220;, so Hagel. Die Polizei sei &#8222;schnell, konsequent und hart gegen diese Randalierer vorgegangen&#8220;. Ein &#8222;Weiter so!&#8220; sei jetzt falsch, viel mehr m\u00fcsse gekl\u00e4rt werden, wie es m\u00f6glich war, dass so viel Pyrotechnik ins Stadion geschmuggelt werde konnte. Der Minister will zeitnah mit den Fu\u00dfballbundesligavereinen dar\u00fcber sprechen, welche Konsequenzen f\u00fcr k\u00fcnftige Hochrisikospiele gezogen werden k\u00f6nnen, wie die Vereine ihre Sicherheitskonzepte bei Hochrisikospielen anpassen m\u00fcssen und was das f\u00fcr die Zusammenarbeit bei den Stadionallianzen bedeutet.<\/p>\n<p>    Gewalt und Pyrotechnik &#8211; Normalit\u00e4t im Fu\u00dfballstadion?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr Thomas Mohr (GdP) ist es nicht \u00fcberraschend, dass Pyrotechnik den Weg ins Stadion findet, nur von der Menge ist er schockiert. Aus seiner Erfahrung gelangen Sprengk\u00f6rper beispielsweise zum Teil schon Tage vor dem Spiel ins Stadion &#8211; durch Fans, die Zugang h\u00e4tten. Er sieht hier die Verantwortlichen des Carl-Benz-Stadion in der Pflicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Auf die Frage, wie man Pyrotechnik im Stadion k\u00fcnftig verhindern kann, hat Volker Proffen (CDU), Sicherheitsdezernent der Stadt Mannheim, direkt nach dem Spiel keine Antwort. &#8222;Wenn ich die Antwort kennen w\u00fcrde, w\u00e4re ich bundesweit ein gefragter Mann&#8220;, sagte er im Interview mit dem SWR am Samstag und verwies darauf, dass das Ganze ein bundesweites Ph\u00e4nomen sei. Es sei &#8222;leider in allen Stadien in Deutschland so, dass Pyrotechnik reinkommt&#8220;. Er schl\u00e4gt vor, ein bundesweites Konzept zu diesem Thema zu erarbeiten.<\/p>\n<p>    Fanforscher: Gewaltproblem im Fu\u00dfball ist nicht neu<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wieso es immer wieder zu Gewalt in Stadien kommt, erforscht der Sportwissenschaftler Harald Lang von der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg. Er spricht im Zusammenhang mit dem Spiel am Freitag von einem &#8222;erneuten Tiefpunkt&#8220; &#8211; neu sei das ganze Thema n\u00e4mlich nicht.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Was mich irritiert, ist, dass im Nachgang immer die gleichen Routinen in der Auswertung stattfinden.&#8220; Passieren w\u00fcrde dann aber h\u00e4ufig nichts, niemand habe ein langfristiges Konzept. So w\u00fcrden beispielsweise Strafen f\u00fcr die Vereine nur bedingt Wirkung zeigen. Denn die Vereine h\u00e4tten selbst oft &#8222;gar keinen Zugriff auf ihre Fans&#8220;, erkl\u00e4rt der Forscher. Die zentrale Frage in seinen Augen m\u00fcsse also hei\u00dfen: Wie erreichen wir die Fans, damit so etwas zuk\u00fcnftig nicht mehr stattfindet?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">F\u00fcr die Gewerkschaft der Polizei in Mannheim w\u00e4re es ein wichtiges Zeichen, wenn sich Vereine k\u00fcnftig an den Einsatzkosten von Hochrisikospielen beteiligen m\u00fcssten. Der Vorsitzende Thoms Mohr sch\u00e4tzt, dass der Einsatz am Freitag etwa 1 Million Euro gekostet haben k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    SV Waldhof Mannheim: Ermittlungen nach Pokalspiel dauern an<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">In Mannheim und Kaiserslautern ging der Trainingsbetrieb zwischenzeitlich regul\u00e4r weiter. Der SV Waldhof Mannheim wollte sich am Montag nicht erneut zur Sache \u00e4u\u00dfern. In einem Statement vom Samstag hei\u00dft es: &#8222;Was gestern im Carl-Benz-Stadion passiert ist, darf nicht Teil unseres Fu\u00dfballs sein. Pyrotechnik, die gezielt in Richtung anderer Menschen eingesetzt wird, das \u00dcberwinden von Absperrungen und das Betreten des Innenraums sind durch nichts zu rechtfertigen.&#8220; Man m\u00fcsse das Ganze aber erst einmal &#8222;selbst aufarbeiten&#8220;, teilte ein Vereinssprecher auf SWR-Anfrage am Montag mit. Man f\u00fchre derzeit viele Gespr\u00e4che und die Ermittlungen liefen. Auch der 1. FC Kaiserslautern \u00e4u\u00dferte sich am Montag nicht weiter zu den Vorf\u00e4llen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Fans beider Lager warfen beim DFB-Pokalspiel am Freitag B\u00f6ller auf das Spielfeld, vereinzelt wurden auch Raketen auf die Haupttrib\u00fcne und Einsatzkr\u00e4fte geschossen. Daraufhin st\u00fcrmten einige Fans den Platz. Die Polizei stellte sich den Fans entgegen, teilweise beritten und mit Hunden. Au\u00dferhalb des Stadions kam es laut Polizei zu keinen gr\u00f6\u00dferen Zwischenf\u00e4llen. Dort ging das Sicherheitskonzept offenbar auf.<\/p>\n<p>Unsere Artikel gezielt bei Google anzeigen lassen<\/p>\n<p>            Wenn Sie bei Google nach Informationen suchen, werden Ihnen bestimmte Nachrichten in der sogenannten Schlagzeilen-Box angezeigt. Welche das sind, k\u00f6nnen Sie jetzt direkt mitbestimmen.<br \/>\nWenn Sie SWR Aktuell als bevorzugte Quelle hinterlegen, bekommen Sie unsere Inhalte auch \u00f6fter ausgespielt. 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