{"id":1259210,"date":"2026-08-25T07:33:29","date_gmt":"2026-08-25T07:33:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1259210\/"},"modified":"2026-08-25T07:33:29","modified_gmt":"2026-08-25T07:33:29","slug":"mehr-freizeitparks-fuer-pariser-grossraum-saudisches-geld-machts-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1259210\/","title":{"rendered":"Mehr Freizeitparks f\u00fcr Pariser Gro\u00dfraum: Saudisches Geld macht&#8217;s m\u00f6glich"},"content":{"rendered":"<p>Es ist ein Projekt \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausma\u00dfes\u201c, sagte Emmanuel Macron zufrieden. Anfang der Woche haben Frankreich und Saudi-Arabien ein Papier \u00fcber ein Investment von sechs Milliarden Euro unterzeichnet. Das Geld soll den Bau von drei Freizeitparks nahe Cergy-Pontoise finanzieren, rund 30 Kilometer nordwestlich von Paris, wie der \u00c9lys\u00e9e mitteilte.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Die Ank\u00fcndigung dieses \u201ekolossalen\u201c Vorhabens erfolgte w\u00e4hrend eines zweit\u00e4gigen Besuchs des faktischen Machthabers Saudi-Arabiens, Kronprinz Mohammed bin Salman, in Frankreich, so Macrons B\u00fcro.<\/p>\n<p>\u201e22.000 neue Arbeitspl\u00e4tze. So etwas hat es seit Disneyland Paris nicht mehr gegeben. Eine neue weltweite Destination\u201c, schrieb der Staatschef auf X. Er dankte Saudi-Arabien und <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/04\/16\/qiddiya-city-in-saudi-arabien-plant-motorsport-hotel-und-neue-pferderennbahn\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><strong>Qiddiya<\/strong><\/a>, einer der vielen Ableger des saudi-arabischen Staatsfonds, \u201ef\u00fcr ihr Vertrauen in unser Land, unsere Talente und unsere Zukunft\u201c.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eist aus einem Gespr\u00e4ch zwischen dem Pr\u00e4sidenten der Republik und dem Kronprinzen im Dezember 2024\u201c in Riad entstanden. Dort entdeckten sie ihre \u201egemeinsame Leidenschaft\u201c f\u00fcr Manga, \u201eund ganz besonders f\u00fcr Dragon Ball Z\u201c, sagte ein Berater Macrons vor der Presse.<\/p>\n<p>Der erste der drei Parks soll dieser japanischen Serie gewidmet werden. Offiziell best\u00e4tigt ist das noch nicht. Die Themen der beiden anderen Parks stehen ebenfalls noch nicht fest.<\/p>\n<p>Zwei Mega-Projekte in Saudi-Arabien<\/p>\n<p>Die Freizeitparks sollen schrittweise gebaut und er\u00f6ffnet werden. Die Bauarbeiten werden sich \u00fcber mehrere Jahre hinziehen, erkl\u00e4rte der \u00c9lys\u00e9e, ohne ein Er\u00f6ffnungsdatum zu nennen.<\/p>\n<p>Auf die Frage, warum Paris ein Projekt dieser Gr\u00f6\u00dfenordnung trotz der Kritik an der Menschenrechtslage an Riad vergebe, wich die Pr\u00e4sidentschaft aus. <\/p>\n<p>Laut \u00c9lys\u00e9e unterschrieb der Kronprinz bei seinem Besuch zwei weitere Vertr\u00e4ge mit franz\u00f6sischen Unternehmen. Einer betrifft die Reederei CMA CGM, die den Ausbau des Hafens von Dschidda am Roten Meer unterst\u00fctzt, im Volumen von 434 Millionen US-Dollar (rund 372 Millionen Euro). <\/p>\n<p>Der andere Vertrag wurde mit dem Bahnkonzern Alstom geschlossen und sieht die Lieferung von U-Bahn-Z\u00fcgen f\u00fcr das Metro-Netz in Riad vor, im Wert von 580 Millionen US-Dollar (rund 497 Millionen Euro). <\/p>\n<p>Umstrittener Besuch des Kronprinzen<\/p>\n<p>Die Reise z\u00e4hlt zu den seltenen Auslandsaufenthalten des Kronprinzen. Paris betont, er verlasse sein Land nur selten, abgesehen von internationalen Gipfeln. Es war sein erster Besuch dieser Art seit fast einem Jahr.<\/p>\n<p>Am Sonntag empfing Emmanuel Macron den saudischen Kronprinzen beim Esports World Cup in Paris. Die Gespr\u00e4che am Montag sollten au\u00dferdem strategische Fragen umfassen, darunter die Lage im Nahen Osten.<\/p>\n<p>Der Besuch des saudischen Machthabers l\u00f6ste in Frankreich heftige Kritik aus. Drei Journalistengewerkschaften protestierten gegen die Entscheidung, ihn zu empfangen. Sie erinnerten an ein laufendes franz\u00f6sisches Ermittlungsverfahren zu Vorw\u00fcrfen von Folter und Verschwindenlassen, ausgel\u00f6st durch eine 2021 eingereichte Klage zum Mord am Journalisten <a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2022\/04\/07\/mordfall-kashoggi-prozess-nach-saudi-arabien-verlegt\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jamal Khashoggi<\/a>.<\/p>\n<p>Jamal Khashoggi, ein in den USA lebender Saudi und Kritiker der saudischen Herrscherfamilie,<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/05\/16\/franzosischer-ermittlungsrichter-untersucht-tod-von-jamal-khashoggi-2018\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> <strong>wurde 2018 im saudischen Konsulat<\/strong><\/a> in Istanbul ermordet. Seine zerst\u00fcckelte Leiche wurde nie gefunden.<\/p>\n<p>US-Geheimdienste kamen zu dem Schluss, dass Mohammed bin Salman direkt in den Mord verwickelt war. Eine Untersuchung der Vereinten Nationen bewertete den Tod des Journalisten als \u201eau\u00dfergerichtliche Hinrichtung, f\u00fcr die Saudi-Arabien verantwortlich ist\u201c.<\/p>\n<p>Im Dezember des Jahres 2021 war Emmanuel Macron einer der ersten westlichen Staats- und Regierungschefs, die den Kronprinzen nach der Ermordung Khashoggis trafen. Seitdem reiste der Prinz mehrfach nach Frankreich.<\/p>\n<p>Macron: \u201eChoose France\u201c<\/p>\n<p>In seiner Nachricht auf X hob Emmanuel Macron das Programm \u201e<a href=\"https:\/\/de.euronews.com\/2026\/06\/01\/macron-93-milliarden-euro-investitionen-bei-choose-france\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Choose France<\/a>\u201c hervor, das nach seiner Darstellung den Weg f\u00fcr dieses Projekt geebnet hat.<\/p>\n<p>Seit dem ersten Aufruf zu \u201eChoose France\u201c im Jahr 2018, ein Jahr nach Macrons Amtsantritt, wurden laut \u00c9lys\u00e9e mehr als 230 Projekte angek\u00fcndigt. Sie st\u00fcnden f\u00fcr rund 87 Milliarden Euro und Tausende Arbeitspl\u00e4tze.<\/p>\n<p>Frankreich zieht nach Angaben des Beratungsunternehmens EY seit sieben Jahren in Folge die meisten ausl\u00e4ndischen Investitionen in Europa an. Das \u201ekommt nicht von ungef\u00e4hr\u201c, betonte Macron.<\/p>\n<p>EY verzeichnete, dass Frankreich im vergangenen Jahr 852 Projekte anzog \u2013 von insgesamt 5026 in 47 europ\u00e4ischen L\u00e4ndern. Das entspricht einem R\u00fcckgang um 17 Prozent in einem schwierigen globalen Umfeld.<\/p>\n<p>Frankreich gewann eine bemerkenswerte Zahl von Projekten im Bereich der k\u00fcnstlichen Intelligenz, mehr als jedes andere Land in Europa. Die Industrie litt jedoch, besonders die Auto-, Chemie- und Metallbranche.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist ein Projekt \u201eau\u00dfergew\u00f6hnlichen Ausma\u00dfes\u201c, sagte Emmanuel Macron zufrieden. 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