{"id":125950,"date":"2025-05-20T17:16:08","date_gmt":"2025-05-20T17:16:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125950\/"},"modified":"2025-05-20T17:16:08","modified_gmt":"2025-05-20T17:16:08","slug":"wie-werften-aus-bremen-und-umzu-der-chinesischen-konkurrenz-trotzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/125950\/","title":{"rendered":"Wie Werften aus Bremen und umzu der chinesischen Konkurrenz trotzen"},"content":{"rendered":"<p class=\"article-toplinewrapper\">\nFragen &amp; Antworten<\/p>\n<p>Standdatum: 20. Mai 2025.<\/p>\n<p>Autorinnen und Autoren:<br \/>\nCarolin Henkenberens<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"image -image-with-fallback -image-rounded  lazyload\" src=\"data:image\/gif;base64,R0lGODlhEAAJAIAAAP\/\/\/\/\/\/\/yH5BAEKAAEALAAAAAAQAAkAAAIKjI+py+0Po5yUFQA7\"   alt=\"Ein Schiff liegt in einem Dock.\" data-image-owner=\"Radio Bremen | Catharina Spethmann\" data-image-title=\"Ein Schiff liegt in einem Dock.\" data-image-src=\"https:\/\/www.butenunbinnen.de\/bilder\/lloyd-werft-bremerhaven-120~_v-800x450_c-1716696978340.jpg\" data-image-rights-src=\"\/bilder\/lloyd-werft-bremerhaven-120~_v-640x360_c-1716696978340.jpg\"\/><\/p>\n<p>Bild: Radio Bremen | Catharina Spethmann<\/p>\n<p class=\"article-intro\">Trotz harter Konkurrenz aus China boomt die deutsche Schiffbaubranche, besonders im Marinesektor. Werften in Bremen und Bremerhaven halten auch dank Innovationen mit.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hat es sich zum Ziel gesetzt, die lahmende Wirtschaft wieder ins Laufen zu bringen. Doch eine Branche meldet nun: Uns geht es bereits gut. Und zwar die Schiffbauindustrie und Unternehmen aus dem Bereich Meerestechnik. Der Verband f\u00fcr Schiffbau und Meerestechnik (VSM), der diese Branche repr\u00e4sentiert, spricht von einem Rekordauftragseingang im vergangenen Jahr. Die Auftragsb\u00fccher seien voll, sowohl bei milit\u00e4rischen und zivilen Schiffen als auch bei Anlagen f\u00fcr die Offshore-Windenergie.<\/p>\n<p><strong>Wieso ist die Lage bei den Unternehmen der Schiffbaubranche so gut?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Einerseits boomt laut dem VSM der Marineschiffbau, also die Auftr\u00e4ge f\u00fcr die Bundeswehr oder andere staatliche Auftraggeber. Das ist auch auf die schwierige geopolitische Weltlage mit den vielen Konflikten zur\u00fcckzuf\u00fchren. Aber auch bei zivilen Auftr\u00e4gen gibt es demnach eine starke Nachfrage \u2013 insgesamt seien Neubauten im Wert von fast 11 Milliarden Euro geordert worden.<\/p>\n<p>Zu den Gr\u00fcnden f\u00fcr die gute Lage hei\u00dft es vom Schiffbauerverband, dass sich Faktoren wie gest\u00f6rte Lieferketten oder gestiegene Materialkosten durch die Inflation zuletzt wieder stabilisiert h\u00e4tten. Und auch die Energiewende spielt demnach eine wichtige Rolle: weil viele Bauten f\u00fcr Offshore-Windparks gebraucht werden.<\/p>\n<p><strong>Im Bereich Offshore-Windkraft und Schiffbau ist die Konkurrenz aus China gro\u00df \u2013 wie kommen die deutschen Unternehmen damit klar?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Die Konkurrenz aus China ist laut VSM ein zunehmend gr\u00f6\u00dferes Problem. Der Verband spricht angesichts der chinesischen Mitbewerber von einem mittlerweile &#8222;erdr\u00fcckenden Ausma\u00df&#8220;. Allein im Bereich ziviler Schiffsneubauten h\u00e4tten die Werften in China in den letzten 20 Jahren zwei Drittel aller Auftr\u00e4ge an Land gezogen.<\/p>\n<p>Deshalb fordert der Verband mehr politische Unterst\u00fctzung, etwa schlankere und schnellere Vergaben von \u00f6ffentlichen Auftr\u00e4gen. Das Pfund, das deutsche Schiffsbauer und die maritime Wirtschaft mitbringen, ist ihr Know-how. Die St\u00e4rke hierzulande liegt im hochkomplexen Spezialschiffbau, bei Yachten, Forschungsschiffen oder milit\u00e4rischen Schiffen.<\/p>\n<p><strong>In der Region gibt es einige dieser spezialisierten Werften und Zulieferer \u2013 wie ist dort die Stimmung?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">In Bremerhaven gibt es die R\u00f6nner-Gruppe, zu der geh\u00f6ren die Lloyd-Werft und auch die Bredo-Werft. Mit deren Auslastung ist Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Thorsten R\u00f6nner zufrieden.<\/p>\n<blockquote class=\"citation -citation-type-simple\">\n<p class=\"citation-text\">Ich kann sagen, dass die Auftragslage bei uns in der Gruppe, aber auch insbesondere bei der Lloyd und Bredo, gut war. Wir haben gerade bei der Bredo eine kleine Delle, aber das ist eigentlich normal.<\/p>\n<p>Thorsten R\u00f6nner, Schiffbau-Unternehmer<\/p>\n<\/blockquote>\n<p>Die Bredo-Werft k\u00fcmmert sich um Reparaturen von Schiffen, hatte letztes Jahr zwei Fregatten und Kreuzfahrtschiffe da. Derzeit sind allerdings noch Kapazit\u00e4ten frei, es gibt also keine Rekordauftr\u00e4ge.<\/p>\n<p>Mit der Lage bei der Lloyd-Werft ist R\u00f6nner aber komplett zufrieden. Vor allem ist er hoffnungsvoll, denn die Werft will k\u00fcnftig in den Bau von Konverter-Stationen einsteigen. Das sind Umspannwerke f\u00fcr die Windparks auf hoher See. Davon werden in den n\u00e4chsten Jahren im Zuge der Energiewende in ganz Europa einige gebraucht. Sollte die Lloyd-Werft hier tats\u00e4chlich zum Zuge kommen, w\u00e4re das ein Milliardengesch\u00e4ft und eine gute Nachricht f\u00fcr Bremerhaven. <\/p>\n<p><strong>Die Energiewende ist die eine gro\u00dfe Zukunftschance f\u00fcr die maritime Branche \u2013 wie sind die R\u00fcstungsauftr\u00e4ge in der Region?<\/strong><\/p>\n<p class=\"questions-and-answers-answers\">Die L\u00fcrssen-Werft in Lemwerder k\u00f6nnte von der angek\u00fcndigten &#8222;Zeitenwende&#8220; der Bundesregierung profitieren \u2013 und damit von den Milliarden Euro, die dort investiert werden sollen. Bei L\u00fcrssen werden schon jetzt Korvetten, Fregatten und andere Schiffe f\u00fcr die Bundeswehr gebaut. Die Auftr\u00e4ge, die aktuell da sind, sind einem Sprecher zufolge aber noch vor der Zeitenwende vergeben worden. Denn die Vorlaufzeit f\u00fcr solche Bauten ist lang.<\/p>\n<p>Ein Sprecher der Werft sagt, dass sich das Unternehmen bereits auf m\u00f6gliche neue\u00a0Marineauftr\u00e4ge vorbereitet habe. An\u00a0allen Standorten seien 400 neue Mitarbeiter eingestellt worden, und auch in Lemwerder werde investiert; dort entstehen neue B\u00fcros.\u00a0Doch ob und wann neue Auftr\u00e4ge f\u00fcr die Bundeswehr kommen, ist unklar. Die IG Metall Weser-Elbe ist deshalb auch noch zur\u00fcckhaltend und sagt: Erst wenn diese Auftr\u00e4ge wirklich hier in der Region ankommen, bedeuten sie zus\u00e4tzliche Arbeit. <\/p>\n<p>Mehr zum Thema:<\/p>\n<p class=\"article-legal-agencies\"><strong>Quelle<\/strong>:<br \/>\nbuten un binnen.\n<\/p>\n<p class=\"article-legal-broadcast-reference\"><strong>Dieses Thema im Programm:<\/strong><br \/>\nBremen Zwei, Der Nachmittag, 20. Mai 2025, 16:35 Uhr<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Fragen &amp; Antworten Standdatum: 20. Mai 2025. Autorinnen und Autoren: Carolin Henkenberens Bild: Radio Bremen | Catharina Spethmann&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":125951,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1824],"tags":[2420,3364,29,30,4397],"class_list":{"0":"post-125950","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-bremen","8":"tag-bremen","9":"tag-de","10":"tag-deutschland","11":"tag-germany","12":"tag-x"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114541296797901497","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125950","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=125950"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/125950\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/125951"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=125950"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=125950"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=125950"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}