{"id":1259601,"date":"2026-08-25T11:56:20","date_gmt":"2026-08-25T11:56:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1259601\/"},"modified":"2026-08-25T11:56:20","modified_gmt":"2026-08-25T11:56:20","slug":"abflug-von-leipzig-halle-neue-sammelabschiebung-nach-afghanistan-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1259601\/","title":{"rendered":"Abflug von Leipzig\/Halle &#8211; Neue Sammelabschiebung nach Afghanistan &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Leipzig (dpa) &#8211; Mit einem Charterflugzeug hat die Bundespolizei 23 ausreisepflichtige Afghanen in ihr Herkunftsland gebracht. Die Abschiebung vom Flughafen Leipzig\/Halle nach Kabul begann in den fr\u00fchen Morgenstunden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums handelt es sich bei den Abgeschobenen mehrheitlich um Straft\u00e4ter, die wegen schwerer Vergehen verurteilt worden seien, darunter Sexualstraftaten und K\u00f6rperverletzung.\u00a0<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte nach einer Abschiebung Ende Juli erkl\u00e4rt, man werde sich bei den R\u00fcckf\u00fchrungen nach <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Afghanistan\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Afghanistan<\/a> nicht mehr ausschlie\u00dflich auf Straft\u00e4ter und \u201eGef\u00e4hrder\u201c beschr\u00e4nken. Vielmehr werde man, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, ab sofort auch andere Ausreisepflichtige dorthin abschieben. Auf der Plattform X schreibt er jetzt: \u201eUnsere Gesellschaft hat ein eindeutiges Interesse daran, dass Straft\u00e4ter unser Land verlassen m\u00fcssen.\u201c Au\u00dferdem m\u00fcsse, wer kein Aufenthaltsrecht hat, damit rechnen, <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Deutschland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Deutschland<\/a> verlassen zu m\u00fcssen. \u201eDiesen Kurs setzen wir konsequent um\u201c, f\u00fcgte er hinzu.<\/p>\n<p>Kontakte zu den Taliban<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Kritik gab es zuletzt an Absprachen der Bundesregierung mit den Machthabern in Kabul, den islamistischen Taliban. Die Gr\u00fcnen-Bundestagsabgeordnete Schahina Gambir sagt: \u201eAnstatt sich f\u00fcr Menschenrechte einzusetzen, k\u00e4mpft diese Bundesregierung nur f\u00fcr ihre eigene Abschiebepolitik.\u201c<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/627cd593-6392-4f65-9e42-97e86f612fab.jpg\"   alt=\"Mit einem Bus wurden die M\u00e4nner zum Flugzeug gebracht.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/>Mit einem Bus wurden die M\u00e4nner zum Flugzeug gebracht. Sebastian Willnow\/dpa<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Bundesregierung erkennt die Taliban, die vor f\u00fcnf Jahren die Macht in Kabul \u00fcbernommen hat, nicht als legitime Regierung an. Die erste Sammelabschiebung afghanischer Straft\u00e4ter in ihr Herkunftsland war vor zwei Jahren mit Unterst\u00fctzung des Golfemirats Katar organisiert worden. Damals war Nancy Faeser von der SPD Bundesinnenministerin.<\/p>\n<p>Afghanistan in humanit\u00e4rer Krise<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Einer der 31 M\u00e4nner, die Ende Juli von Deutschland nach Afghanistan abgeschoben worden waren, hatte der dpa anschlie\u00dfend am Telefon berichtet, er sei mit 14 Jahren in Deutschland angekommen und habe teilweise die Muttersprache Dari verlernt. Die Abschiebung trenne ihn von seiner Frau und seinem Kind. \u201eHier in Kabul gibt es keine Arbeit f\u00fcr mich. W\u00e4re mein \u00e4lterer Bruder nicht hier, w\u00fcrde ich auf der Stra\u00dfe leben\u201c, sagt er. Ziel f\u00fcr ihn sei, nach Deutschland zur\u00fcckkehren.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Afghanistan mit seinen mehr als 48 Millionen Einwohnern steckt derzeit in einer schweren humanit\u00e4ren Krise. Die Unterern\u00e4hrung habe ein bislang nicht dagewesenes Ausma\u00df erreicht, warnte zuletzt das Weltern\u00e4hrungsprogramm der Vereinten Nationen. Lediglich etwa 33 Prozent der arbeitsf\u00e4higen Bev\u00f6lkerung haben nach Angaben der Internationalen Arbeitsagentur (ILO) einen Job.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260825-930-578557\/3<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Leipzig (dpa) &#8211; Mit einem Charterflugzeug hat die Bundespolizei 23 ausreisepflichtige Afghanen in ihr Herkunftsland gebracht. 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