{"id":1259693,"date":"2026-08-25T13:01:20","date_gmt":"2026-08-25T13:01:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1259693\/"},"modified":"2026-08-25T13:01:20","modified_gmt":"2026-08-25T13:01:20","slug":"duesseldorf-kunstevent-art-battle-macht-kunst-zum-wettstreit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1259693\/","title":{"rendered":"D\u00fcsseldorf: Kunstevent \u201eArt Battle\u201c macht Kunst zum Wettstreit"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Museen und Galerien sind die klassischen Orte, Kunst zu pr\u00e4sentieren. Dabei bleiben die Betrachtenden passiv und die Kreativen haben ihre Arbeit bereits vollendet. Ein innovatives Format verfolgt in D\u00fcsseldorf nun einen anderen Ansatz. Denn dabei wird Kunst zum unterhaltsamen Event. In Anlehnung an die Battles, die es im Tanz oder im Rap gibt, treten dabei die K\u00fcnstler vor den Augen des Publikums in einen kreativen Wettstreit. Passend dazu haben Christian und Tsilla Th\u00f6mmes von EchterHand ihre Idee mit \u201eArt Battle\u201c \u00fcberschrieben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Konzept sieht so aus: Zehn K\u00fcnstler haben eine leere Leinwand vor sich. Sie wissen nicht, auf welches der beiden vorgegebenen Motive sich das Publikum einigen wird. Steht es fest, hei\u00dft es ran an die Staffelei. In zwei Runden und mit insgesamt einer Stunde Zeit, k\u00f6nnen sie ihre Vision davon umsetzen. \u201eAuf diese Weise entsteht ein limitiertes Kunstwerk, das vom Publikum in einer stillen Auktion erworben werden kann\u201c, erkl\u00e4rt Christian Th\u00f6mmes die Grundidee. Und weil es ein Wettstreit ist, entscheidet eine Jury, welches Werk das mit 500 Euro dotierte Battle gewonnen hat. Bewertet werden dabei Technik, Farbton, Komposition und Themenumsetzung. \u201eWir wollen die Kunst zu den Menschen bringen und rausholen aus dem Schattendasein, das sie in Ateliers, Galerien und Museen f\u00fchrt\u201c, erg\u00e4nzt Tsilla Th\u00f6mmes.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Der Impuls zum \u201eArt Battle\u201c kam von ihr. Die Niederl\u00e4nderin ist selbst K\u00fcnstlerin, besuchte eine Akademie und f\u00fchlte sich von den Vorgaben der Dozenten \u201eeingeengt\u201c. Kreativit\u00e4t werde so erstickt, f\u00fchrt sie aus. Sie entschied daraufhin, sich den Freiraum f\u00fcr ihre Kunst zu nehmen. Genau da setzt das Eventformat an. \u201eWir m\u00f6chten, dass K\u00fcnstler, die sonst als Einzelk\u00e4mpfer unterwegs sind, mehr Sichtbarkeit bekommen\u201c, sagt Christian Th\u00f6mmes.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Denn der Kunstmarkt, das ist beiden klar, hat seine ganz eigenen Regeln. Die wenigsten Kunstschaffenden k\u00f6nnen von ihren Werken leben, malen eher im stillen K\u00e4mmerlein und in ihrer Freizeit neben dem Beruf. \u201eWenn jemand nicht an einer Kunstakademie war, wird es schwer, eine Galerie zu finden, die Werke ausstellen will. Hinzu kommt, dass die dann zwar in Kommission genommen werden, die K\u00fcnstler oft daf\u00fcr aber auch noch bezahlen m\u00fcssen\u201c, sagt Tsilla Th\u00f6mmes.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Ein weiterer Aspekt, der die Veranstalter umtreibt, sind die Preise und der Erwerb von Kunst. \u201eWir wollen einerseits zeigen, dass gute Kunst erschwinglich sein kann und andererseits mit dem \u201aArt Battle\u2018 auch die Messlatte niedriger h\u00e4ngen, sie erwerben zu k\u00f6nnen\u201c, fasst ihr Mann zusammen. \u201eDie Frage sollte nicht sein, ob ich mir das leisten kann, sondern ob ich mir ein Unikat ins Wohnzimmer h\u00e4ngen m\u00f6chte?\u201c Die beiden wollen K\u00fcnstler motivieren, mehr im Auftrag zu arbeiten. Denn auch Gr\u00f6\u00dfen wie Rembrandt haben ihren Lebensunterhalt mit Auftragsarbeiten bestritten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Paar wei\u00df wohl, dass ein Wettstreit mit Zeitlimit und ohne Vorbereitung nicht f\u00fcr jeden K\u00fcnstler geeignet ist. Doch sie hoffen, dass die Herausforderung angenommen wird, um neue Wege, kreativ zu werden und sich zu vermarkten, kennenzulernen. \u201eWir m\u00f6chten damit auch den Austausch zwischen den Kreativen und den potenziellen Kunden f\u00f6rdern\u201c, sagen sie.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die Premiere des \u201eArt Battle\u201c vor wenigen Wochen kam bei Publikum und Teilnehmenden sehr gut an. Das Paar hofft, das Format monatlich zu etablieren. Mitmachen k\u00f6nnen K\u00fcnstler, die malen oder zeichnen, Lust auf den Live-Wettstreit haben und sich zutrauen, ein Bild mit Zeitlimit als Auftragsarbeit zu erstellen. \u201eF\u00fcr die Kunden ist es eine M\u00f6glichkeit, sich ein Unikat auf Wunsch erstellen zu lassen\u201c, bringt Christian Th\u00f6mmes das Ziel auf den Punkt. Wohl wissend, dass in der Kunstszene dieser Ansatz oft negativ bewertet wird. Schlie\u00dflich soll ein Maler oder Bildhauer seinen eigenen Stil entwickeln. \u201eDabei schlie\u00dft das eine das andere ja nicht aus\u201c, meint er und verweist darauf, dass man sich bis heute Familienportr\u00e4ts von bekannten K\u00fcnstlern erstellen l\u00e4sst oder das Lieblingspferd gern als Gem\u00e4lde an der Wand sehen w\u00fcrde. \u201eAlso warum sollen wir im digitalen Zeitalter genau diesen klassischen Ansatz ungenutzt lassen und nicht zeitgem\u00e4\u00df umsetzen?\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Museen und Galerien sind die klassischen Orte, Kunst zu pr\u00e4sentieren. 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