{"id":1261044,"date":"2026-08-26T04:47:17","date_gmt":"2026-08-26T04:47:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1261044\/"},"modified":"2026-08-26T04:47:17","modified_gmt":"2026-08-26T04:47:17","slug":"markus-lanz-debatte-hat-ihnen-als-person-unrecht-getan-frei-entschuldigt-sich-bei-brosius-gersdorf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1261044\/","title":{"rendered":"Markus Lanz \u201eDebatte hat Ihnen als Person Unrecht getan\u201c \u2013 Frei entschuldigt sich bei Brosius-Gersdorf"},"content":{"rendered":"<p>Die Juristin betreibt bei \u201eMarkus Lanz\u201c gegen\u00fcber der Union in Person von Thorsten Frei \u201eVergangenheitsbew\u00e4ltigung\u201c. Die Reaktion des Unions-Fraktionsvorsitzenden \u00fcberrascht selbst den Moderator. Dann pocht Brosius-Gersdorf auf ein Zugest\u00e4ndnis an Linke und AfD.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Eigentlich war die bisherige Leistung der schwarz-roten Regierung und Bundeskanzler <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6a8e19acc3692834ff6dcb6d\/markus-lanz-frei-im-kreuzfeuer-das-sind-umfragewerte-da-haette-man-angela-merkel-oeffentlich-gegrillt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article6a8e19acc3692834ff6dcb6d\/markus-lanz-frei-im-kreuzfeuer-das-sind-umfragewerte-da-haette-man-angela-merkel-oeffentlich-gegrillt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Merz das Thema bei \u201eMarkus Lanz\u201c<\/a>. Doch Frauke Brosius-Gersdorf nutzte den gemeinsamen Auftritt mit Thorsten Frei auch, um gegen\u00fcber dem neuen Unions-Fraktionsvorsitzenden etwas zu betreiben, was Moderator Markus Lanz als \u201eVergangenheitsbew\u00e4ltigung\u201c bezeichnete. Darauf folgte eine Reaktion, die auch den erfahrenen Moderator in ihrer Deutlichkeit \u00fcberraschte.<\/p>\n<p>\u201eMan merkt, da gibt es auch Verletzungen\u201c, kommentierte Lanz die \u00c4u\u00dferungen der Verfassungsrechtlerin, die auch ein Buch \u00fcber die Vorg\u00e4nge rund um die Wahl beim Bundesverfassungsgericht und den R\u00fcckzug ihrer Kandidatur geschrieben hat. Vorangegangen war eine \u00f6ffentliche Debatte auch aufgrund ihrer Position zum Schwangerschaftsabbruch. \u00dcber das Vatergl\u00fcck von Jens Spahn durch Leihmutterschaft sagte sie: \u201eWir m\u00fcssen diese Debatte endlich f\u00fchren.\u201c Es sei jedoch \u201eein bisschen ironisch, dass Spahn und ich letztlich beide am Menschenbild der Union gescheitert sind, wenngleich aus ganz unterschiedlichen Gr\u00fcnden.\u201c<\/p>\n<p>Der Debattenkultur in Deutschland begegne sie mit Sorge, da andere Meinungen schnell kaputtgemacht w\u00fcrden. \u201eWir haben das auch bei der Leihmutterschaftsdebatte gesehen. Das ist doch nicht die Art, wie wir uns auseinandersetzen wollen.\u201c<\/p>\n<p>Dann folgte der erste Seitenhieb in Richtung Frei. Sie k\u00f6nne verstehen, dass die Union den Vorwurf, sie habe sich damals in ihrem Fall \u201etreiben lassen von verschiedenen Kampagnen\u201c, von sich weise. \u201eAber es ist nicht gut, das zu tun. Es ist auch nicht richtig, es zu tun.\u201c<\/p>\n<p>Und der Unions-Fraktionsvorsitzende? Pflichtete ihr \u00fcberraschend offen bei. \u201eIch m\u00f6chte Ihnen ganz ausdr\u00fccklich recht geben und das auch noch mal sagen, dass Ihnen im vergangenen Sommer Unrecht widerfahren ist, das ist v\u00f6llig unbestritten.\u201c <\/p>\n<p>Lanz fragte ungl\u00e4ubig nach: \u201eWar das eine Entschuldigung?\u201c<\/p>\n<p>Frei erkl\u00e4rte daraufhin, dass er und die Juristin bereits Kontakt gehabt h\u00e4tten, \u201ezwar nicht von Angesicht zu Angesicht. Aber wir haben das immer deutlich gemacht, dass diese Debatte eine Entwicklung genommen hat, die nat\u00fcrlich insbesondere auch Ihnen als Person Unrecht getan hat\u201c, sagte er in die Richtung von Brosius-Gersdorf. \u201eDas ist \u00fcberhaupt gar keine Frage.\u201c<\/p>\n<p>\u201eUnd haben Sie sich auch treiben lassen als Partei?\u201c, wollte Lanz nun wissen. Das wolle er so nicht formulieren, erwiderte Frei. \u201eAber es ist unbestritten, dass politische Debatten eine gewisse Eigendynamik entfalten, die man vielleicht in der Konsequenz dann nicht mehr im Griff hat. Anders kann man ja nicht zu dem Schluss kommen, zu sagen: Das ist nicht so gelaufen, wie man sich das vorstellen sollte.\u201c<\/p>\n<p>Lanz wollte daraufhin wissen, warum sich w\u00e4hrend der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a5f32432937e4865893e34b\/leihmutterschaft-ein-segen-dass-sie-nicht-im-hoechsten-gericht-sitzt-laschet-attackiert-brosius-gersdorf.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a5f32432937e4865893e34b\/leihmutterschaft-ein-segen-dass-sie-nicht-im-hoechsten-gericht-sitzt-laschet-attackiert-brosius-gersdorf.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">\u00fcber Wochen anhaltenden Debatte \u00fcber die Juristin<\/a> niemand in der Union zu Wort gemeldet habe, der gesagt habe: \u201eNee, wenn da jemand als Linksextremistin diffamiert wird und noch viel Schlimmeres, dann geht das zu weit.\u201c Brosius-Gersdorf habe etwas legalisieren wollen, \u201ewof\u00fcr 75 Prozent der Menschen in diesem Land w\u00e4ren, weil es in Wahrheit gelebte Praxis ist \u2013 zwar illegal, aber unter bestimmten Umst\u00e4nden auch gemacht werden darf.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDie Union hat sich treiben lassen, von Kampagnen von neuen rechten Medien\u201c<\/p>\n<p>Auch f\u00fcr die Juristin ist die Sache offenbar noch nicht abgeschlossen. \u201eIch finde es ganz wichtig, dass sich die Union dar\u00fcber klar ist, was passiert ist. Das war eine Politisierung der Richterwahl. Die Union hat sich treiben lassen, von Kampagnen von rechtsnationaler Seite, von neuen rechten Medien, von E-Mail-Fluten, die in der Woche vor der geplanten Richterwahl in den Accounts eingegangen sind.\u201c<\/p>\n<p>Der Vorgang hat aus Sicht der Juristin an der Institution des Bundesverfassungsgerichts \u201eenormen Schaden angerichtet\u201c. Es sei auch \u201ev\u00f6llig naiv anzunehmen, dass sich das nicht wiederholen kann. Da m\u00fcssen Sie unheimlich aufpassen, dass sich das nicht wiederholt, wenn die n\u00e4chsten Wahlen kommen. Vielleicht kommen die Kampagnen dann von anderer Seite\u201c, warnte Brosius-Gersdorf. Zudem habe sich die Union nie inhaltlich mit ihren Argumenten beim Thema Schwangerschaftsabbruch auseinandergesetzt. <\/p>\n<p>Dann \u00e4u\u00dferte Brosius-Gersdorf erneut generelle Zweifel am <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a7593454aef843a32275e5c\/brosius-gersdorf-fordert-reform-der-richterwahl-und-behoerdenaufsicht-fuer-neue-medien.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a7593454aef843a32275e5c\/brosius-gersdorf-fordert-reform-der-richterwahl-und-behoerdenaufsicht-fuer-neue-medien.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Auswahlverfahren der Richter am Bundesverfassungsgericht<\/a>, \u00fcber die \u201eim Hinterzimmer\u201c entschieden w\u00fcrde. Die Juristin setzt sich daf\u00fcr ein, dass auch Linke und AfD entsprechend ihrer Machtverh\u00e4ltnisse im Parlament ein Vorschlagsrecht bei der Richterwahl erhalten sollte. \u201eEs ist ein Gebot der Fairness. Und das Bundesverfassungsgericht ist ein B\u00fcrgergericht, das ist f\u00fcr alle B\u00fcrger da. Dazu passt es nicht, manche Fraktionen, die im Bundestag vertreten sind, die da auch stark vertreten sind, von diesen Vorschlagsrechten auszugrenzen.\u201c Das k\u00f6nne nat\u00fcrlich \u201eein St\u00fcck die Rechtsprechungskultur ver\u00e4ndern \u2013 je nachdem, welche Kandidaten da hinkommen. Aber es ist ein Gebot der Fairness.\u201c <\/p>\n<p>saha<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Juristin betreibt bei \u201eMarkus Lanz\u201c gegen\u00fcber der Union in Person von Thorsten Frei \u201eVergangenheitsbew\u00e4ltigung\u201c. 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