{"id":1261569,"date":"2026-08-26T10:43:16","date_gmt":"2026-08-26T10:43:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1261569\/"},"modified":"2026-08-26T10:43:16","modified_gmt":"2026-08-26T10:43:16","slug":"die-lichtburg-blieb-als-einziges-kino-in-schwelm-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1261569\/","title":{"rendered":"Die Lichtburg blieb als einziges Kino in Schwelm erhalten\u00a0"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Zur zeitgen\u00f6ssischen Kultur geh\u00f6ren immer noch Kinos. Einen Einblick in die Geschichte der Lichtspielh\u00e4user in Schwelm wollte die WZ mit dieser kleinen Sommerserie geben.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sieben Kinos gab es insgesamt in Schwelm, vier sind im Adressbuch des Jahres 1956 zur gleichen Zeit verzeichnet: Modernes Theater, Scala, Corso und Lichtburg. Das j\u00fcngste, die Lichtburg, er\u00f6ffnete der Bauunternehmer Emil Reifenberger im Jahr 1956 an der Wilhelmstra\u00dfe 21, in dem von ihm gebauten Geb\u00e4udekomplex an der Ecke Moltkestra\u00dfe. Die P\u00e4chter wechselten, aber nach 70 Jahren ist das Kino unter derselben Telefonnummer zu erreichen wie 1956. Die Lichtburg \u2013 im Erdgeschoss eines unspektakul\u00e4ren Wohnhauses gelegen und im Vergleich zum Corso eher puristisch ausgestattet \u2013 war mit 560 Pl\u00e4tzen kleiner als die anderen Lichtspielh\u00e4user in Schwelm. Die Konkurrenz unter den \u00f6rtlichen Kinos war hart und durch die immer st\u00e4rkere Verbreitung des Fernsehens begann in den fr\u00fchen 1960er-Jahren ein erstes \u201eKinosterben\u201c. 1953 besa\u00dfen 10 000 Haushalte in der Bundesrepublik einen Fernsehapparat, 1962 waren es sieben Millionen. Kinobesucher blieben aus, Corso, Modernes und Scala in Schwelm wurden nach und nach geschlossen, die heute 70 Jahre alte Lichtburg \u00fcberstand als einziges Schwelmer Kino alle Krisen und existiert noch heute.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Im Jahr 1979 folgte der damalige P\u00e4chter Kai Ewer einem Trend der Zeit und baute die Lichtburg in drei kleinere Kinos um. Das \u201eKino-Center\u201c bestand zun\u00e4chst aus der Lichtburg mit 196 und dem Studio mit 162 Pl\u00e4tzen. Ein dritter Raum wurde im September 1980 als \u201eSmokie\u201c mit 84 Pl\u00e4tzen er\u00f6ffnet. Dort konnte man nicht nur essen und trinken, sondern auch rauchen. Eine Entl\u00fcftungsanlage sollte daf\u00fcr sorgen, dass man trotz des Zigarettenqualms den Film sehen konnte. In der arg in die Jahre gekommenen Lichtwerbung an der Fassade des Kinos erinnert der Name \u201eSmokie\u201c an die Zeit, in der Raucherkinos modern waren. Dieser Raum und auch die Lichtburg wurden vom heutigen Kinobetreiber Sebastian Boos l\u00e4ngst renoviert. Der 36-J\u00e4hrige leitet das Kino-Center seit 14 Jahren und ist trotz der Konkurrenz von Multiplexkinos, Streamingdiensten und diversen Krisen zuversichtlich, dass das Kulturgut Kino eine Zukunft hat.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu einer Zeit, als \u00fcberall Lichtspielh\u00e4user geschlossen wurden, \u00f6ffnete in Schwelm ein ganz besonderes Kino: Das Autokino Bergisch Land an der Saarstra\u00dfe 25 zog ab Mitte der 1970er-Jahre viele Tausend Besucher an. Auf dem gro\u00dfen Freigel\u00e4nde fanden mehr als 400 Fahrzeuge einen Stellplatz. Vom Auto aus konnte man die Filme auf der etwa 520 Quadratmeter gro\u00dfen Bildwand betrachten. Zur dunklen Jahreszeit liefen bis zu drei Filme t\u00e4glich. Lautsprecher, die in das Wagenfenster geh\u00e4ngt wurden, lieferten den Ton, im Winter brachten mobile Heizl\u00fcfter W\u00e4rme in die privaten \u201eKinosessel\u201c. Paul Hartmann, der in Schwelm auch f\u00fcr seine gro\u00dfen Fahrgesch\u00e4fte auf der Kirmes bekannt war, betrieb das weit und breit einzige Autokino. Ein Imbisswagen versorgte Besucher auf Wunsch mit W\u00fcrstchen und Getr\u00e4nken, auf dem Gel\u00e4nde gab es sanit\u00e4re Einrichtungen. Es musste dunkel sein, damit die Filme gut sichtbar waren. Nachmittags liefen dann Kinder- und Disneyfilme, am sp\u00e4teren Abend stand vor allem \u201eSex and Crime\u201c auf dem Programm.<\/p>\n<p>Das Autokino Bergisch Land war Kult und schloss 2006      <\/p>\n<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Autokino Bergisch Land lag \u00e4u\u00dferst verkehrsg\u00fcnstig an der Stadtgrenze zu Wuppertal, nah an B 7 und Autobahn. Es erfreute sich gro\u00dfer Beliebtheit und galt zu seiner Zeit als \u201eKult\u201c. Als es am 31. Januar 2006 schloss, endete ein St\u00fcck Kinogeschichte in Schwelm.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zur zeitgen\u00f6ssischen Kultur geh\u00f6ren immer noch Kinos. 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