{"id":126165,"date":"2025-05-20T19:11:14","date_gmt":"2025-05-20T19:11:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/126165\/"},"modified":"2025-05-20T19:11:14","modified_gmt":"2025-05-20T19:11:14","slug":"klingbeil-bei-g7-treffen-ringen-in-den-rocky-mountains","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/126165\/","title":{"rendered":"Klingbeil bei G7-Treffen: Ringen in den Rocky Mountains"},"content":{"rendered":"<p class=\"metatextline\">Stand: 20.05.2025 20:23 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Br\u00fccken bauen, Z\u00f6lle verhindern &#8211; und das mit den USA als derzeit unberechenbarem Partner: Finanzminister Klingbeil steht bei seinem ersten G7-Treffen vor gro\u00dfen Herausforderungen. Was kann er erreichen?<\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/lissy-kaufmann-102.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Lissy Kaufmann\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/lissy-kaufmann-100.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/korrespondenten\/nicole-kohnert-105.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Nicole Kohnert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/nicole-kohnert-107.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nT\u00fcrkisfarbene Seen, riesige Berge und unber\u00fchrte Natur verspricht der kanadische Ferienort Banff und wirbt mit Postkarten-Motiven. Doch davon wird der neue Finanzminister Lars Klingbeil wahrscheinlich sehr wenig zu sehen bekommen, wenn er sich die kommenden Tage mit den anderen Finanzministern der G7-Staaten Japan, Gro\u00dfbritannien, Italien, Kanada, Frankreich und die USA trifft.<\/p>\n<p>    Ernste Themen, komplizierte Lage<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Themen sind ernst, die handelspolitische Gemengenlage kompliziert. Der US-amerikanische Partner ist mit seiner derzeitigen Zollpolitik unberechenbar &#8211; doch trotzdem d\u00fcrften alle bem\u00fcht sein, L\u00f6sungen und Kompromisse in anderen Finanzthemen zu finden, um das m\u00e4chtige internationale B\u00fcndnis nicht zu gef\u00e4hrden.<strong> <\/strong><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\"><strong>&#8222;<\/strong>Es geht auch darum, der US-amerikanischen Seite klarzumachen, dass man durch diese Zollpolitik die Weltwirtschaft wirklich gef\u00e4hrdet&#8220;, sagt die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer dem ARD-Hauptstadtstudio. Gleichzeitig sei es wichtig, mit den anderen Teilnehmern ins Gespr\u00e4ch zu kommen, wie man sich wechselseitig helfen kann, um auch mit diesen Auswirkungen umzugehen.<\/p>\n<p>    Zollstreit kann nicht ausgeklammert werden<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch unklar ist, wie US-Finanzminister Scott Bessent reagieren wird, wenn er auf seine internationalen Kollegen und vor allem Finanzminister Klingbeil treffen wird. Die Meinungsverschiedenheit \u00fcber die von US-Pr\u00e4sident Donald Trump angedrohten neuen Z\u00f6lle schweben \u00fcber diesem G7-Gipfel. Ebenso der russische Angriffskrieg auf die Ukraine und wie schnell und realistisch ein Friedensabkommen sein kann.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch die anderen G7-Partner sind von neuen US-Z\u00f6llen betroffen. F\u00fcr die EU gilt der <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/weltwirtschaft\/trump-autozoelle-100.html\" title=\"Per Dekret: Trump erl\u00e4sst Zollerleichterungen f\u00fcr Autobauer\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">erh\u00f6hte Zollsatz von 25 Prozent<\/a> bislang f\u00fcr Stahl-, Aluminium- und Automobilprodukte. Ob eine Erh\u00f6hung auch f\u00fcr allgemeine Waren kommt, will Trump bis Mitte Juli entscheiden.<\/p>\n<p>    Zwischen Kompromiss und H\u00e4rte<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKann das abgewendet werden? Wirtschaftsweise Schnitzer setzt auf ein starkes Auftreten der L\u00e4nder gegen\u00fcber den USA.<strong> &#8222;<\/strong>Nat\u00fcrlich muss man einerseits der US-Regierung eine gesichtswahrende M\u00f6glichkeit geben, um sich wieder abzuwenden von dieser Zollpolitik, sich wieder anzun\u00e4hern, indem man tats\u00e4chlich am Ende irgendwelche Optionen auf den Tisch legt, denen sie dann auch zustimmen kann&#8220;, sagt Schnitzer.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAndererseits m\u00fcsse man aber auch &#8222;die Waffen&#8220; zeigen &#8211; also verhandlerische H\u00e4rte. &#8222;Man muss auch sagen, wenn das nicht der Fall sein sollte, dass wir uns hier wieder ann\u00e4hern k\u00f6nnen, dann k\u00f6nnen wir auch anders&#8220;, sagt Schnitzer.<\/p>\n<p>    Klingbeil: &#8222;Wir sind vorbereitet&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWie dieses &#8222;anders&#8220; aussehen k\u00f6nnte, das hat Klingbeil bereits vergangene Woche mit einer eine vagen Drohung angedeutet. Er sagte, die EU m\u00fcsse auf die Z\u00f6lle geschlossen und entschieden reagieren. &#8222;Wir haben die Erwartung, dass die Verhandlungen, die die Kommission f\u00fchrt, zu einem guten Ergebnis gef\u00fchrt werden k\u00f6nnen&#8220;, sagte Klingbeil im Bundestag. &#8222;Aber ich sage hier auch sehr klar, wir sind vorbereitet, wenn das nicht gelingt.&#8220;<strong> <\/strong><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nKurz vor Beginn des G7-Gipfels stellt der Finanzminister nochmal klar: &#8222;Deutschland und Europa strecken den USA weiterhin die Hand aus und wollen eine gemeinsame L\u00f6sung. Zugleich sind wir als gr\u00f6\u00dfter Binnenmarkt der Welt entschlossen, unsere Interessen zu vertreten.&#8220; Gemeinsam mit der EU-Kommission sei er im Austausch mit den USA und arbeite an einer konstruktiven L\u00f6sung. &#8222;Das will ich bei den Beratungen in Kanada vorantreiben.&#8220;<\/p>\n<p>    Konzerne setzen Hoffnung in G7-Treffen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDeutsche Unternehmen hoffen beim G7-Finanzministertreffen in Banff auf einen Durchbruch. Sie sind besonders von den Z\u00f6llen betroffen, sagt Volker Treier, Au\u00dfenwirtschaftschef\u00a0der Deutschen Industrie- und Handelskammer. Die DIHK hat vor Kurzem Unternehmen dazu befragt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nWeltweit sind es 70 Prozent der deutschen Unternehmen, die im Ausland t\u00e4tig sind und es sind in den USA sogar 85 Prozent, die eine Beeintr\u00e4chtigung ihrer Gesch\u00e4fte erwarten, erkl\u00e4rt Treier. &#8222;Wir sind eine Exportnation und fast jeder zweite Euro wird im Ausland verdient. Es w\u00e4re also ein erheblicher Schlag ins Kontor, wenn diese Z\u00f6lle k\u00e4men.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nTreier r\u00e4t dazu, die USA an die Vorteile des Handels zu erinnern\u00a0&#8211; etwa an den gro\u00dfen europ\u00e4ischen Binnenmarkt mit knapp 450 Millionen Einwohnern.<\/p>\n<p>    Weitere Sanktionen gegen Russland?<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nZusammen arbeiten, Einigkeit demonstrieren &#8211; das d\u00fcrfte auch Ziel des G7-Gipfels sein, wenn es um weitere Unterst\u00fctzung der Ukraine geht. Um den Druck auf Russland zu erh\u00f6hen, k\u00f6nnten auch verst\u00e4rkte Sanktionsma\u00dfnahmen gegen Moskau diskutiert werden, je nachdem, wie parallel zum G7-Gipfel in Kanada Verhandlungen \u00fcber einen Waffenstillstand und ein Friedensabkommen zwischen der Ukraine und Russland laufen. <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/ausland\/europa\/eu-sanktionen-russland-172.html\" title=\"EU beschlie\u00dft neue Sanktionen gegen Russland\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Die EU hat ihr 17. Sanktionspaket gerade beschlossen.<\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nVor dem G7-Gipfel machte Klingbeil seine Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine deutlich: &#8222;Die notwendige weitere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine wird daher ein zentrales Thema sein &#8211; auch im Gespr\u00e4ch mit dem ukrainischen Finanzminister, mit dem ich hier\u00fcber bereits am Tag meines Amtsantritts beraten habe.&#8220; Dabei gehe es auch um den Wiederaufbau &#8222;nach der furchtbaren Zerst\u00f6rung durch Putins Krieg &#8211; vor allem, wie private Investitionen mobilisiert werden k\u00f6nnen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nBeim Thema Sanktionen h\u00e4lt es die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer f\u00fcr gut, mit den USA an einem Strang zu ziehen. Noch gebe es viel zu viele L\u00fccken, die man schlie\u00dfen sollte. Au\u00dferdem gelte es zu verhindern, dass bereits verh\u00e4ngte Sanktionen geschw\u00e4cht w\u00fcrden. &#8222;Gerade Technologie ist etwas, worauf Russland sehr stark angewiesen ist. Da w\u00e4re es fatal, die T\u00fcr zu \u00f6ffnen zu Dingen, die wir bisher ausgeschlossen haben.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuf Klingbeil wartet in den kanadischen Rocky Mountains ein Berg voll Aufgaben. Die Zeit ist knapp: Schon am Freitagmorgen wird er wieder zur\u00fcck in Berlin sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 20.05.2025 20:23 Uhr Br\u00fccken bauen, Z\u00f6lle verhindern &#8211; und das mit den USA als derzeit unberechenbarem Partner:&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":126166,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[134],"tags":[175,170,169,29,47300,30,21619,171,174,173,172,3107],"class_list":{"0":"post-126165","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-unternehmen-maerkte","8":"tag-business","9":"tag-companies","10":"tag-companies-markets","11":"tag-deutschland","12":"tag-g7-finanzminister","13":"tag-germany","14":"tag-klingbeil","15":"tag-markets","16":"tag-maerkte","17":"tag-unternehmen","18":"tag-unternehmen-maerkte","19":"tag-zollstreit"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114541748758526689","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126165","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=126165"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126165\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/126166"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=126165"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=126165"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=126165"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}