{"id":126187,"date":"2025-05-20T19:22:11","date_gmt":"2025-05-20T19:22:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/126187\/"},"modified":"2025-05-20T19:22:11","modified_gmt":"2025-05-20T19:22:11","slug":"hessen-feiert-100-junge-schreibtalente-am-tag-der-handschrift","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/126187\/","title":{"rendered":"Hessen feiert 100 junge Schreibtalente am \u201eTag der Handschrift\u201c"},"content":{"rendered":"<p>\t\t\t\t\t\t\t<img decoding=\"async\" id=\"metis-img-pixel\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/18d56fc675564270b1ae4e958a23d42f.gif\"\/><br \/>\nTag der Handschrift: Beim Sch\u00fclerschreibwettbewerb der Stiftung Handschrift zeigen junge Hessen, warum das Schreiben mit der Hand nichts von seiner Kraft verloren hat. <\/p>\n<p>Ein Windhauch wird zum Reisegef\u00e4hrten, ein M\u00e4dchen pflanzt Erinnerungen \u2013 und ein Baum erz\u00e4hlt von einem Leben. Was nach einem poetischesn M\u00e4rchen klingt, ist der Anfang eines der 100 pr\u00e4mierten Briefe, die hessische Sch\u00fcler im Rahmen des <strong>7. Sch\u00fclerschreibwettbewerbs der Stiftung Handschrift<\/strong> verfasst haben. Aus rund 9500 Einsendungen w\u00e4hlte eine Jury die eindrucksvollsten Texte aus. Beim Festakt im Museum Wiesbaden wurden die jungen Autoren am vergangenen Freitag, 16. Mai, am selbst ernannten <strong>Tag der Handschrift<\/strong>, geehrt \u2013. Das Datum war gesetzt, \u2013 das <strong>Tag der Handschrift<\/strong>. In einer Zeit, in der Tippen zur Norm geworden ist, war die Preisverleihung gleichwohl ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr das Schreiben mit der Hand.<\/p>\n<p>Tag der Handschrift: <strong>Abenteuer auf Papier<\/strong><\/p>\n<p><strong>Die Aufgabe: ein handgeschriebener Brief zum Thema \u201eAbenteuer\u201c<\/strong>. Die Antwort der tausenden Einsender: eine kreative Welle aus Magie, Mut und Menschlichkeit. Kinder der 6. und 7. Klassen beschrieben Expeditionen durch Drachenreiche, Spr\u00fcnge durch Zeitportale, aber auch sehr pers\u00f6nliche Gedanken \u00fcber \u00c4ngste, Freundschaft und Tr\u00e4ume. Einige reimten, andere experimentierten mit Erz\u00e4hlformen \u2013. So unterschiedlich die Texte und Briefe auch sind, sie <strong>alle vereint, dass sie mit der Hand geschrieben sind<\/strong>.<\/p>\n<p>Die besten der 9.500 Beitr\u00e4ge wurden in einem aufwendig gestalteten Buch zusammengefasst und verlegt. Drei der jungen Schreibenden lasen ihre Texte beim Festakt live vor, darunter die poetische Erz\u00e4hlung eines Baumes \u00fcber sein Leben an der Seite eines M\u00e4dchens. Die Worte r\u00fchrten das Publikum \u2013 Eltern, Lehrkr\u00e4fte, Minister und Stiftungsmitglieder \u2013 ebenso wie der Appell, der durch die Veranstaltung wehte: <strong>Handschrift ist mehr als Technik. Sie ist Ausdruck, Erkenntnis, Erinnerung<\/strong>.<\/p>\n<p><strong>Ein Kultusminister f\u00fcr die Handschrift<\/strong><\/p>\n<p>Hessens Kultusminister <strong>Armin Schwarz<\/strong> betonte die bildungsrelevante Dimension des Schreibens mit der Hand. \u201eHandschrift st\u00e4rkt das Textverst\u00e4ndnis, die Merkf\u00e4higkeit, das strukturierte Denken. Sie schafft Voraussetzungen f\u00fcr schulischen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe\u201c, sagte Schwarz. Auch <strong>Christian Boehringer<\/strong>, Vorsitzender des Stiftungsrats, warnte davor, die Bedeutung der Handschrift zu untersch\u00e4tzen: \u201eWer fl\u00fcssig mit der Hand schreiben kann, lernt besser. Und wer besser lernt, kann besser gestalten.\u201c<\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Stiftung Handschrift, <strong>Raoul Kroehl<\/strong>, verwies auf die \u00fcberraschende Vielfalt und Qualit\u00e4t der Einsendungen \u2013 und auf die wachsende Resonanz im Land: Mehr als 40 Prozent aller hessischen Schulen nahmen teil. Besonders erfreulich: <strong>Viele Kinder hatten zum ersten Mal einen Brief verfasst \u2013 und machten so eine ganz neue Erfahrung mit Sprache, Papier und der eigenen Vorstellungskraft.<\/strong><\/p>\n<p><strong>Fantasie braucht keinen Bildschirm<\/strong><\/p>\n<p>Gerade im digitalen Zeitalter gewinnt die Handschrift neue Relevanz. <strong>Sie entschleunigt, verankert Gedanken, f\u00f6rdert die Kreativit\u00e4t<\/strong> \u2013 das zeigten nicht nur die Briefe, sondern auch die Interviews mit den Sch\u00fclern. Viele berichteten, dass sie sich beim handschriftlichen Schreiben besser konzentrieren und Inhalte nachhaltiger verarbeiten k\u00f6nnten. \u201eMeine Gedanken flie\u00dfen besser, wenn ich schreibe\u201c, sagte eine Sch\u00fclerin. Ein anderer erg\u00e4nzte: \u201eEin Brief zeigt Pers\u00f6nlichkeit. Jeder hat seine eigene Handschrift \u2013 das macht es besonders.\u201c<\/p>\n<blockquote class=\"infoblock\"><p>\nTag der Handschrift<br \/>\nIn einer Zeit, in der E-Mails, Kurznachrichten und Emojis den Alltag bestimmen, besinnt sich Wiesbaden jedes Jahr auf eine fast vergessene Kulturtechnik: das Schreiben mit der Hand. Der <strong>Tag der Handschrift<\/strong>, der in der hessischen Landeshauptstadt inzwischen fest verankert ist, will nicht nur zum Sch\u00f6nschreiben anregen \u2013 er ist ein Pl\u00e4doyer f\u00fcr Entschleunigung, Kreativit\u00e4t und Pers\u00f6nlichkeit.<\/p>\n<p>Seinen Ursprung hat der Tag in einer Bildungsinitiative der <strong>Stiftung Handschrift<\/strong>, die ihren Sitz in Wiesbaden hat. Seit 2014 ruft die Stiftung jedes Jahr Sch\u00fcler der achten Jahrgangsstufe hessenweit dazu auf, handschriftliche Texte zu verfassen \u2013 oft zu einem vorgegebenen Thema. Die besten Beitr\u00e4ge werden pr\u00e4miert, in Lesungen vorgestellt und in kleinen Anthologien ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p>Auch aus Sicht der Lehrkr\u00e4fte wirkt der Wettbewerb als wertvoller Impuls im Unterricht. <strong>Handschriftliches Schreiben bekommt Raum, bekommt Sinn <\/strong>\u2013 jenseits von Lineatur und Sch\u00f6nschrift-Diktat.<\/p>\n<p><strong>Zukunft mit Tinte und Herz<\/strong><\/p>\n<p>Im kommenden Jahr plant die Stiftung Handschrift, ihre Angebote weiter auszubauen \u2013 etwa durch Schreibwerkst\u00e4tten f\u00fcr Grundsch\u00fcler und Fortbildungsformate f\u00fcr Lehrkr\u00e4fte. Bereits 2026 soll eine neue Schreibwerkstatt im Frankfurter Zoo stattfinden. F\u00fcr viele Kinder wird auch das wieder ein Abenteuer.<\/p>\n<p>Fest steht: Der <strong>Tag der Handschrift<\/strong> hat wieder einmal bewiesen: Schreiben mit der Hand kann nicht nur Erinnerungen bewahren, sondern auch neue Welten erschlie\u00dfen \u2013 Wort f\u00fcr Wort, Zeile f\u00fcr Zeile.<\/p>\n<p><strong>Bilder der Veranstaltung sehen Sie hier in der Bildergalerie.<\/strong><\/p>\n<p>Foto \u00a92025 Volker Watschounek \/ Paul M\u00fcller<\/p>\n<p>Weitere Nachrichten aus dem\u00a0<strong>Stadtteil Mitte<\/strong>\u00a0<a href=\"https:\/\/wiesbaden-lebt.de\/tag\/mitte\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">lesen Sie hier<\/a>.<\/p>\n<p>Mehr zum <strong><a href=\"https:\/\/www.tagderhandschrift.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Tag der Handschrift<\/a>.<\/strong><\/p>\n<\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Tag der Handschrift: Beim Sch\u00fclerschreibwettbewerb der Stiftung Handschrift zeigen junge Hessen, warum das Schreiben mit der Hand nichts&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":126188,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1847],"tags":[3364,29,548,663,3934,30,13,2052,525,37849,14,15,12,47303,4544],"class_list":{"0":"post-126187","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-wiesbaden","8":"tag-de","9":"tag-deutschland","10":"tag-eu","11":"tag-europa","12":"tag-europe","13":"tag-germany","14":"tag-headlines","15":"tag-hessen","16":"tag-mitte","17":"tag-museum-wiesbaden","18":"tag-nachrichten","19":"tag-news","20":"tag-schlagzeilen","21":"tag-tag-der-handschrift","22":"tag-wiesbaden"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114541792086292404","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126187","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=126187"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/126187\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/126188"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=126187"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=126187"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=126187"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}