{"id":1261994,"date":"2026-08-26T15:01:20","date_gmt":"2026-08-26T15:01:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1261994\/"},"modified":"2026-08-26T15:01:20","modified_gmt":"2026-08-26T15:01:20","slug":"jamal-musiala-fuer-uns-ist-es-alltag-geworden-wie-der-fc-bayern-mit-den-absencen-umgeht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1261994\/","title":{"rendered":"Jamal Musiala: \u201eF\u00fcr uns ist es Alltag geworden\u201c \u2013 wie der FC Bayern mit den Absencen umgeht"},"content":{"rendered":"<p>Nach zwei Zusammenbr\u00fcchen zieht Jamal Musiala die Notbremse, FC Bayern und J\u00fcrgen Klopp st\u00e4rken ihm den R\u00fccken \u2013 intern l\u00e4uft die Planung weiter mit ihm als Schl\u00fcsselspieler. Alle Hintergr\u00fcnde.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Auf dem ausgelassenen Mannschafts-Siegerfoto nach dem 2:1 im Supercup bei Borussia Dortmund fehlt ein Spieler, dem beim FC Bayern normalerweise eine besondere Bedeutung zukommt: <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/jamal-musiala\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/jamal-musiala\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jamal Musiala<\/a>. Der 23 Jahre alte Offensiv-Star trat die Reise in den Signal-Iduna-Park nicht an, blieb am Samstag stattdessen zu Hause in M\u00fcnchen.<\/p>\n<p>Grund daf\u00fcr waren seine Zusammenbr\u00fcche in den Testspielen gegen RB Leipzig (3:1) und den 1. FC Heidenheim (4:2), die auf eine neurologische Dysfunktion zur\u00fcckzuf\u00fchren sind. Dabei geht es um sogenannte Absencen (Bewusstseinspausen). Um ihren Spieler in erster Linie mental zu sch\u00fctzen, verordneten die Bayern Musiala im Anschluss an die Vorf\u00e4lle eine Spielpause. Die \u00f6ffentlichen Sorgen waren gro\u00df.<\/p>\n<p>Der Bayern-Star bekam zahlreiche Nachrichten auf sein Handy. Und einen ganz besonderen Anruf: Wie \u201eSport Bild\u201c berichtet, griff <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/juergen-klopp\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/juergen-klopp\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">J\u00fcrgen Klopp<\/a> in der vergangenen Woche nach Musialas zweitem Zusammenbruch in Heidenheim zum H\u00f6rer und w\u00e4hlte die Nummer des Spielmachers. Der Bundestrainer erkundigte sich nach dem Wohlergehen des Nationalspielers, sagte ihm seine Unterst\u00fctzung zu. Klopp wollte Musiala am Telefon ein gutes Gef\u00fchl geben, ihm Mut zusprechen und klarmachen: Du bist zentraler Bestandteil meiner Zukunftsplanung, wir setzen auf dich und werden dir helfen. Musiala imponierten die Worte des ehemaligen Liverpool-Coaches.<\/p>\n<p>Die Bayern sind schon deutlich l\u00e4nger als Klopp \u00fcber Musialas Absence-Anf\u00e4lle informiert. Diese sollen auch im Training schon einmal aufgetreten sein. Sportvorstand Max Eberl verriet am Freitag auf der Supercup-Pressekonferenz: \u201eWir wissen es schon die ganze letzte Saison. F\u00fcr uns ist es Alltag geworden.\u201c<\/p>\n<p>Keine Extra-Klauseln in Musialas Vertrag<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Vertragsverl\u00e4ngerung im Februar 2025, die Musiala mit einem Jahresgehalt von gesch\u00e4tzt rund 25 Millionen Euro zum Spitzenverdiener des deutschen Rekordmeisters machte, sollen die Absencen aber noch nicht aufgetreten sein. Deshalb enth\u00e4lt der Kontrakt keine entsprechenden Klauseln oder R\u00fcckversicherungen. Musiala unterschrieb einen handels\u00fcblichen Bayern-Vertrag bis 2030. M\u00f6gliche Pr\u00e4mien sind wie bei seinen Mannschaftskollegen an Leistung und Einsatzzeit gekn\u00fcpft.<\/p>\n<p>In der vergangenen Saison jedenfalls hatte Musiala die Absencen dank guter medikament\u00f6ser Einstellung weitestgehend im Griff. Auch w\u00e4hrend der Weltmeisterschaft soll es keine Vorf\u00e4lle gegeben haben. Nach der WM wurde die Medikation dann heruntergefahren. Die Umstellung wurde bewusst in der Sommerpause vorgenommen und nicht w\u00e4hrend einer laufenden Saison. Eberl sagte am Wochenende: \u201eEr hat ein bisschen reduziert, jetzt m\u00fcssen wir ein bisschen hochfahren wieder.\u201c Nach den beiden Kollapsen gegen Leipzig und Heidenheim wurde die Medikation wieder entsprechend umgestellt. Ziel ist es, den alten und im Optimalfall absencefreien Status wiederzuerlangen.<\/p>\n<p>Bis die neue Dosis der Medikamente greift, dauert es \u00fcblicherweise zehn bis 14 Tage. Solange trainiert Musiala an der S\u00e4bener Stra\u00dfe nicht mit der Mannschaft, sondern individuell. Er wird beim Bundesliga-Auftakt am Freitag gegen den VfB Stuttgart definitiv nicht im Kader des Deutschen Meisters stehen. Als wahrscheinlicher Zeitpunkt f\u00fcr seine R\u00fcckkehr gilt intern der 5. September. Dann treten die Bayern am zweiten Spieltag beim FC Schalke an.<\/p>\n<p>Zweimal umkippen \u2013 dann an die \u00d6ffentlichkeit gehen <\/p>\n<p>\u00dcber den Umgang der M\u00fcnchner mit der Thematik ist Musiala \u00e4u\u00dferst froh. Die Bayern wie auch sein famili\u00e4res Umfeld und der Beraterstab unterst\u00fctzen ihn auf ganzer Linie, halten ihm so gut es geht den R\u00fccken frei. Nach dem ersten \u00f6ffentlichen Kollaps gegen Leipzig kam es am Montag (17. August) zu einer Sitzung im zweiten Stock der Gesch\u00e4ftsstelle an der S\u00e4bener Stra\u00dfe. Am Besprechungstisch sa\u00dfen Eberl, Sportdirektor Christoph Freund, Musiala, dessen Management und einer der behandelnden \u00c4rzte. <\/p>\n<p>Die Bayern schlugen vor, schon jetzt die Karten auf den Tisch zu legen und die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die gesundheitlichen Probleme zu informieren. Auf Wunsch von Musiala wurde an jenem Montag aber folgender Kompromiss geschlossen: Erst wenn er noch ein zweites Mal im Stadion umkippen sollte, wird er sich \u00f6ffentlich \u00e4u\u00dfern. In Absprache mit dem FC Bayern formulierte Musiala das Instagram-Statement, das letztlich schon am Dienstagabend (18. August) nach dem n\u00e4chsten Vorfall in Heidenheim ver\u00f6ffentlicht wurde.<\/p>\n<p>Darin ist unter anderem von tempor\u00e4r auftretenden, aber gut behandelbaren Absencen die Rede. Musiala schrieb auch: \u201eIch wei\u00df, dass diese auf den ersten Blick scary (be\u00e4ngstigend; d. Red.) wirken \u2013 f\u00fcr mich sind sie aber aktuell Teil meines Alltags. Ich bin diesbez\u00fcglich in bester medizinischer Behandlung und sehr optimistisch. Wichtig ist: Es besteht kein dar\u00fcber hinausgehendes gesundheitliches Risiko.\u201c<\/p>\n<p>So geht Kompany mit Musiala um<\/p>\n<p>Laut \u201eSport Bild\u201c raten die behandelnden \u00c4rzte Musiala sogar explizit dazu, Sport zu treiben und Fu\u00dfball zu spielen. K\u00f6rperlich ist er kerngesund. Das merkt auch Vincent Kompany.<\/p>\n<p>Mit Musialas sportlicher Saisonvorbereitung ist der Trainer mehr als zufrieden. Die beiden kommunizieren viel miteinander. In einem Vier-Augen-Gespr\u00e4ch lie\u00df Kompany seinen Sch\u00fctzling wissen, dass er sportlich der beste Musiala sei, den er seit seinem Amtsantritt als Bayern-Coach im Sommer 2024 gesehen habe. Den schweren Wadenbeinbruch, den er vergangenes Jahr bei der Klub-WM in den USA erlitt, hat Musiala \u00fcberwunden. Das Vertrauen von Kompany sp\u00fcrt er im Austausch an der S\u00e4bener Stra\u00dfe t\u00e4glich. Ebenso wie den R\u00fcckhalt der Vereinsf\u00fchrung. An Ger\u00fcchten, die Bayern k\u00f6nnten nach den beiden Zusammenbr\u00fcchen auf dem Transfermarkt noch einmal t\u00e4tig werden, ist nichts dran. Auf der Zehner-Position wird fest mit Musiala geplant.<\/p>\n<p>In Planung ist aktuell auch eine Dokumentation \u00fcber den Offensivwirbler. Musiala soll bereits seit mehreren Monaten abseits des Spielfeldes f\u00fcr Filmaufnahmen von einer Kamera begleitet werden. Regelm\u00e4\u00dfig werden mit ihm daf\u00fcr auch Interview-Sequenzen gedreht. Die Aufnahmearbeiten sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden. Sp\u00e4testens Anfang September sollen dann auch wieder die Scheinwerfer in den Fu\u00dfballstadien auf Musiala gerichtet sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach zwei Zusammenbr\u00fcchen zieht Jamal Musiala die Notbremse, FC Bayern und J\u00fcrgen Klopp st\u00e4rken ihm den R\u00fccken \u2013&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1261995,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[5],"tags":[331,332,3364,29,458,30,13,71324,19912,76031,14,260878,15,12,45,19913],"class_list":["post-1261994","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-de","tag-deutschland","tag-fc-bayern-muenchen","tag-germany","tag-headlines","tag-jamal","tag-kompany","tag-musiala","tag-nachrichten","tag-neurologische-erkrankungen","tag-news","tag-schlagzeilen","tag-texttospeech","tag-vincent"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117162415717529545","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1261994","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1261994"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1261994\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1261995"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1261994"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1261994"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1261994"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}