{"id":1262567,"date":"2026-08-26T20:58:12","date_gmt":"2026-08-26T20:58:12","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1262567\/"},"modified":"2026-08-26T20:58:12","modified_gmt":"2026-08-26T20:58:12","slug":"magdeburg-schulze-gegen-siegmund-wer-beim-fernsehduell-geliefert-hat","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1262567\/","title":{"rendered":"Magdeburg | Schulze gegen Siegmund: Wer beim Fernsehduell geliefert hat"},"content":{"rendered":"<p>Magdeburg (dpa) &#8211; Rund eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten der Parteien in der MDR-Wahlarena einen Schlagabtausch geliefert: um die Migration, die Zukunft der Wirtschaft &#8211; und manche AfD-Aussage. Zun\u00e4chst trafen CDU-Spitzenkandidat Sven Schulze und sein umfragest\u00e4rkster Konkurrent Ulrich Siegmund von der AfD zu einem Duell aufeinander, der Ton war teils rau. Danach wurde die Runde um die Spitzenkandidaten anderer Parteien erweitert.<\/p>\n<p>Siegmund bezeichnet Schulze als \u00abFlachzange\u00bb<\/p>\n<p>Schulze setzte mit der Wirtschaft auf eines seiner Kernthemen. Siegmund habe kein Konzept f\u00fcr die Zukunft, etwa wenn es um Jobs gehe, betonte der fr\u00fchere Wirtschaftsminister. Er wies auf Millionen-Investitionen im Landkreis Wittenberg am Chemiestandort Piesteritz hin, wo er im zuvor Gespr\u00e4che gef\u00fchrt hat. \u00abIch labere nicht nur, ich liefere.\u00bb<\/p>\n<p>Siegmund wiederum warf Schulze eine \u00ababgehobene Perspektive\u00bb vor. Die CDU regiere seit 24 Jahren in Sachsen-Anhalt und habe es nicht hinbekommen, dass die Kita kostenlos sei. \u00abWir sind auf dem richtigen Weg\u00bb, sagte Siegmund mit Blick auf seine Pl\u00e4ne und die AfD-Umfragewerte.<\/p>\n<p>Einstecktuch und Sachsen-Anhalt-Wappen<\/p>\n<p>Optisch setzte Siegmund auf einen schwarzen Anzug mit gepunkteter Krawatte und Einstecktuch. Schulze kam in Blau, mit Sachsen-Anhalt-Wappen am Revers. Teilweise redeten beide durcheinander, der Ton wurde zwischenzeitlich rau. Siegmund bezeichnete Schulze etwa als \u00abFlachzange\u00bb, wollte das aber politisch, nicht menschlich verstanden wissen. Der Ministerpr\u00e4sident kritisierte die Wortwahl: \u00abMir w\u00fcrde es nie einfallen, Sie als Flachzange zu bezeichnen.\u00bb<\/p>\n<p>Auf die Frage, ob Siegmund ein Rechtsextremist sei, legte sich Schulze nicht fest. \u00abIch will das nicht beurteilen, was ihn als Person angeht. Das kann ich auch nicht. Aber ich wei\u00df, mit wem er sich umgibt\u00bb, sagte der CDU-Politiker. Die Menschen in Siegmunds Umfeld seien \u00absehr gef\u00e4hrliche, sehr extreme Menschen\u00bb.<\/p>\n<p>Was ist m\u00f6glich?<\/p>\n<p>Schulze warf seinem Konkurrenten falsche Versprechungen vor. \u00abEr schafft ein Gef\u00fchl, er sagt, alles ist m\u00f6glich\u00bb, sagte der Regierungschef \u00fcber Siegmund. Das sei eine Aussage, \u00abdie w\u00fcrde ich nie auf meine Plakate schreiben, weil: Es ist nicht alles m\u00f6glich.\u00bb Man m\u00fcsse realistisch mit den Menschen sprechen, betonte der Regierungschef.<\/p>\n<p>Als Siegmund nach seinen wichtigsten Punkten gefragt wurde, wurde er nicht sehr konkret. Er sagte, er wolle das tun, was richtig f\u00fcr das eigene Land und das eigene Volk sei. Zudem m\u00f6chte er weniger Migration.<\/p>\n<p>Gemeinsam sorgen sich Siegmund und Schulze um den Zusammenhalt. Egal, wie diese Wahl ausgehe, man werde ein gespaltenes Land haben, so der AfD-Mann. Der CDU-Politiker gab sich hingegen staatstragend und betonte, die Menschen k\u00f6nnten sich darauf verlassen, dass sie einen Ministerpr\u00e4sidenten h\u00e4tten, der nicht spalte, sondern zusammenf\u00fchre.<\/p>\n<p>So ist die Ausgangslage<\/p>\n<p>Die AfD hat ihren Vorsprung auf die CDU ausgebaut. In einer neuen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag der ARD kommt die im Land als gesichert rechtsextrem eingestufte Partei auf 42 Prozent &#8211; das ist ein Prozentpunkt mehr als im Juli. Die CDU liegt bei 22 Prozent, sie verliert im Vergleich zur letzten Befragung zwei Punkte.<\/p>\n<p>Es folgen die Linke mit 11 Prozent (minus zwei), die SPD mit 8 Prozent (plus eins) und die Gr\u00fcnen mit 6 Prozent (plus eins). Das BSW w\u00fcrde mit 4 Prozent ebenso wie die FDP mit 3 Prozent an der F\u00fcnf-Prozent-H\u00fcrde scheitern. Alle \u00fcbrigen Parteien k\u00e4men zusammen auf 4 Prozent. Etwa jeder zehnte Wahlberechtigte (11 Prozent) gab an, dass sich die Parteipr\u00e4ferenz bis zum Wahltag noch \u00e4ndern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Bei einem solchen Wahlausgang w\u00fcrde die AfD ihr Ziel einer Alleinregierung nicht erreichen. Eine CDU-gef\u00fchrte Minderheitsregierung mit SPD und Gr\u00fcnen w\u00e4re gegebenenfalls auf Unterst\u00fctzung der Linken angewiesen. Laut der Umfrage sind die Anh\u00e4nger der Union geteilter Meinung (jeweils 47 Prozent), ob eine CDU-gef\u00fchrte Landesregierung von der Linken unterst\u00fctzt werden sollte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Magdeburg (dpa) &#8211; Rund eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt haben sich die Spitzenkandidaten der Parteien in&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1262568,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1841],"tags":[242036,1605,3364,29,30,1985,1209,860,2534],"class_list":["post-1262567","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-bielefeld","tag-ltwlsa26","tag-bielefeld","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-landtag","tag-nordrhein-westfalen","tag-sachsen-anhalt","tag-wahl"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117163819464787602","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1262567","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1262567"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1262567\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1262568"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1262567"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1262567"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1262567"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}