{"id":1263364,"date":"2026-08-27T05:58:18","date_gmt":"2026-08-27T05:58:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1263364\/"},"modified":"2026-08-27T05:58:18","modified_gmt":"2026-08-27T05:58:18","slug":"diw-praesident-warnt-enteignung-von-wohnungsgesellschaften-in-berlin-kein-gangbarer-ausweg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1263364\/","title":{"rendered":"DIW-Pr\u00e4sident warnt: Enteignung von Wohnungsgesellschaften in Berlin kein gangbarer Ausweg"},"content":{"rendered":"<p>\t\tKaum ausgesprochen, ist das Wort \u201eEnteignung\u201c schon in aller Munde \u2013 heikel, aufgeladen, fast schon wie ein Koloss im Berliner Politikbetrieb. <\/p>\n<p>Vergesellschaftung \u2013 Mehr Last als L\u00f6sung?<br \/>\nMarcel Fratzscher, der mit analytischem Blick auf das wirtschaftliche Geschehen schaut, sieht die Enteignungsidee kritisch. Nach seiner Einsch\u00e4tzung, ge\u00e4u\u00dfert gegen\u00fcber dem &#8218;Redaktionsnetzwerk Deutschland&#8216;, droht am Ende nicht Erleichterung f\u00fcr Berliner Mieter:innen, sondern eine noch gr\u00f6\u00dfere Belastung: Steigende Mieten und wom\u00f6glich sogar weniger neue Wohnungen \u2013 ironischerweise das Gegenteil dessen, was eigentlich gebraucht wird.<\/p>\n<p>Stadtfinanzen und der Preis f\u00fcr die Gemeinschaft<br \/>\nEiner seiner Hauptpunkte ist das liebe Geld. Die Kosten, die durch eine Enteignung entstehen, k\u00f6nnten erheblich sein, wom\u00f6glich so hoch, dass die Stadt k\u00fcnftig gezwungen w\u00e4re, bei Schulen, Infrastruktur oder anderen essentiellen Bereichen zu sparen. Es entsteht ein Dominoeffekt: Mehr Ausgaben f\u00fcr die \u00dcbernahme der Wohnungen, weniger Spielraum f\u00fcr das, was das t\u00e4gliche Leben eigentlich lebenswerter macht. Wirklich ein Gewinn f\u00fcr alle? Zweifel bleiben.<\/p>\n<p>Wahlkampfget\u00f6se und parteipolitische Fronten<br \/>\nAngesichts des aktuellen Berliner Wahlkampfs bekommt das Thema zus\u00e4tzlich Schub. Die Linke forciert die Idee mit Nachdruck \u2013 sie will gro\u00dfe Wohnungsunternehmen vergesellschaften. Laut aktueller Forsa-Umfrage scheint diese Haltung auch bei vielen Berliner:innen anzukommen. Dennoch: CDU und andere Parteien stellen sich entschieden dagegen und warnen genauso vor schwerwiegenden Folgen.<\/p>\n<p>Die Alternative: Bauen, nicht enteignen?<br \/>\nFratzscher liefert einen Kontrapunkt \u2013 ja, es gibt ein dickes Problem mit den galoppierenden Mieten in Berlin, und ja, so geht es nicht weiter. Aber statt mit der \u201eBrechstange Enteignung\u201c vorzugehen, pl\u00e4diert er f\u00fcr einen Ausbau des Wohnungsbestands und eine intelligentere Regulierung. Wohnungen entstehen nicht aus Luft und politischem Willen allein \u2013 irgendwo zwischen Baukran, Zinsniveau und Lokalpolitik muss eine handfeste L\u00f6sung wachsen.<\/p>\n<p class=\"zusammenfassung\">Der Pr\u00e4sident des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung, Marcel Fratzscher, h\u00e4lt die Enteignung gro\u00dfer Berliner Wohnungsunternehmen f\u00fcr eine kontraproduktive Ma\u00dfnahme, die mehr Nachteile als Vorteile bringen w\u00fcrde. Er argumentiert, die Kosten der Enteignung w\u00fcrden Gelder binden, die besser in \u00f6ffentliche Investitionen wie Bildung und Infrastruktur gesteckt werden sollten, und der Wohnungsmarkt w\u00fcrde nicht durch mehr Angebot, sondern durch Regulierung und Neubau entsch\u00e4rft. In der Berliner Politik sorgt dieses Thema f\u00fcr erhebliche Spannungen, insbesondere, da die Linke die Vergesellschaftung fordert, CDU und andere Parteien aber massiv dagegenhalten. <\/p>\n<p>Erg\u00e4nzende journalistische Stimmen<br \/>\nJ\u00fcngste Recherchen zeigen, dass die Mietdebatte in deutschen Gro\u00dfst\u00e4dten weiter eskaliert \u2013 auch weil sich viele Normalverdiener*innen keinen Wohnraum mehr leisten k\u00f6nnen. Diskussionen um eine Reform des Mietspiegels und bundesweite Mietdeckel nehmen Fahrt auf, gleichzeitig sto\u00dfen Enteignungs- und Neubaupl\u00e4ne bei Wirtschaftsverb\u00e4nden und Mieterinitiativen gleicherma\u00dfen auf Kritik. In den vergangenen Stunden berichteten mehrere Leitmedien zudem, dass steigende Zinsen und Baukosten aktuell den Wohnungsbau generell erheblich ausbremsen und Beh\u00f6rden sich um neue L\u00f6sungsans\u00e4tze bem\u00fchen, etwa durch Vergabemodelle f\u00fcr g\u00fcnstigen Grund oder steuerliche Entlastungen f\u00fcr Neubauprojekte.<\/p>\n<ul>\n<li>Bei der FAZ wird diskutiert, wie der soziale Wohnungsbau trotz steigender Finanzierungsh\u00fcrden in Deutschland beschleunigt werden k\u00f6nnte, etwa durch innovative F\u00f6rdermodelle und bessere Zusammenarbeit zwischen Bund, L\u00e4ndern und Kommunen (<a href=\"https:\/\/www.faz.net\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Quelle: FAZ<\/a>).<\/li>\n<li>Ein ausf\u00fchrlicher Artikel der S\u00fcddeutschen Zeitung thematisiert die anhaltende politische Spaltung beim Thema Enteignungen und Mietpreisbremse, wobei angemerkt wird, dass fehlende Investitionen in Neubauten die Lage weiter versch\u00e4rfen (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Quelle: S\u00fcddeutsche Zeitung<\/a>).<\/li>\n<li>Die Zeit bietet einen Einblick in aktuelle Umfragen, wonach die Bev\u00f6lkerung mehrheitlich f\u00fcr strengere Mietregulierung, aber gegen gro\u00dffl\u00e4chige Enteignungen gro\u00dfer Wohnungsunternehmen votiert \u2013 obwohl der politische Druck in Berlin weiter steigt (<a href=\"https:\/\/www.zeit.de\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Quelle: Die Zeit<\/a>).<\/li>\n<\/ul>\n<p>&#13;<br \/>\n\t\t    Disclaimer&#8230;&#13;\n\t\t<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kaum ausgesprochen, ist das Wort \u201eEnteignung\u201c schon in aller Munde \u2013 heikel, aufgeladen, fast schon wie ein Koloss&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1263365,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,296,1937,29,37483,30,1940,1938,5728],"class_list":["post-1263364","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-deutschland","tag-enteignung","tag-germany","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news-aus-berlin","tag-wohnungsmarkt"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117165942828406222","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1263364","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1263364"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1263364\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1263365"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1263364"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1263364"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1263364"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}