{"id":1263423,"date":"2026-08-27T06:44:21","date_gmt":"2026-08-27T06:44:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1263423\/"},"modified":"2026-08-27T06:44:21","modified_gmt":"2026-08-27T06:44:21","slug":"union-und-spd-in-muenster-ohne-spahn-koennte-diese-klausur-vor-allem-eines-werden-seltsam","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1263423\/","title":{"rendered":"Union und SPD in M\u00fcnster: Ohne Spahn k\u00f6nnte diese Klausur vor allem eines werden: seltsam"},"content":{"rendered":"<p>Union und SPD in M\u00fcnsterOhne Spahn k\u00f6nnte diese Klausur vor allem eines werden: seltsam27.08.2026, 06:59 Uhr <a href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/autoren\/Volker-Petersen-article14511836.html\" class=\"article-detail-head_author___bDMZ\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_1_1__Ei3jf\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1787813060_95_image.webp\" alt=\"image\"\/>Von Volker Petersen<\/a><\/p>\n<p>Artikel anh\u00f6ren(05:34 min)<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" class=\"Image_img__fQCi0 Image_Img_16_9__4BLfH widget-picture-inline_maximizable__t_E7h\" loading=\"eager\" fetchpriority=\"high\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/543886358.webp\" alt=\"543886358\"\/>Vor einem Jahr trafen sich Miersch, Spahn und Hoffmann in W\u00fcrzburg &#8211; woraufhin Spahn die beiden Kollegen nach M\u00fcnster einlud. Wo das Treffen ohne ihn stattfinden wird. (Foto: picture alliance\/dpa)<\/p>\n<p class=\"Typography_text-m__XI0da Typography_weight-bold__uT6mq storyline_lead_text_leadtext__q_wg8\">Die Bundestagsfraktionen von Union und SPD arbeiten in Berlin in einer Koalition zusammen. Am anderen Ende des Landes, in M\u00fcnster, wollen sie nun wieder einmal neu zueinanderfinden. Das Fehlen eines Mannes wird ganz besonders auffallen.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Jens Spahn hatte in seinem politischen Leben viele Ideen und eine seiner letzten war ziemlich gut: Die Fraktionsspitzen von Union und SPD aus dem Bundestag in seine Heimatregion zu holen, nach M\u00fcnster. Er kommt zwar aus Ahaus im Westm\u00fcnsterland, aber M\u00fcnster ist f\u00fcr die ganze Region ein Leuchtturm, den alle zumindest ein bisschen mitbewohnen. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Warum das eine gute Idee war? Weil M\u00fcnster im Sp\u00e4tsommer traumhaft ist und mit seiner Mischung aus Radfahrern, Studenten und als Stadt des Westf\u00e4lischen Friedens angenehm liberal ist, und zugleich immer als &#8222;schwarz&#8220; galt &#8211; wenn es mittlerweile auch einen Gr\u00fcnen-Oberb\u00fcrgermeister hat. Dennoch ist sie die stadtgewordene Br\u00fccke in Richtung links, auch in die SPD hinein. Auch wenn Spahn immer eher f\u00fcr die konservative Richtung stand.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Nur, Spahn ist bekanntlich nicht mehr dabei. Nachdem er per Leihmutter in den USA Vater geworden war, <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Spahn-hat-seine-Macht-gerade-gesichert-dann-stuerzt-er-id31100770.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">trat er unter dem Druck der Partei zur\u00fcck<\/a>. Ohne den M\u00fcnsterl\u00e4nder Spahn verspricht diese Klausurtagung von Union und SPD hohes Seltsamkeitspotenzial. Man ist eigentlich nur da, weil alles schon gebucht war und kurzfristig nichts mehr \u00e4ndern wollte. <\/p>\n<p>Sein Nachfolger kommt aus Donaueschingen<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Spahns Nachfolger an der Fraktionsspitze ist Thorsten Frei, der aus Donaueschingen kommt und dessen M\u00fcnster-Kenntnisse vermutlich begrenzt sind. Die Idee war eigentlich: Spahn f\u00fchrt die Kollegen Matthias Miersch und Alexander Hoffmann von der CSU herum, als eine Art Gastgeber. So war das auch bei der ersten Fraktionsklausur. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Den Anfang machte im vergangenen Jahr besagter Hoffmann in W\u00fcrzburg, seiner Heimatstadt. Damals hatten Union und SPD noch nicht so recht zusammengefunden, es ruckelte und knarzte im Regierungsgesch\u00e4ft. Doch irgendetwas <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Guter-Geist-von-Wuerzburg-soll-Deutschland-voranbringen-article25996813.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">passierte in der Stadt am Main, sodass sich anschlie\u00dfend Vieles zum Besseren wendete<\/a>. Immer wieder war vom &#8222;Geist von W\u00fcrzburg&#8220; die Rede. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Einen neuen Geist, diesmal den von M\u00fcnster, k\u00f6nnte die Koalition auch jetzt wieder gut gebrauchen. Denn <a class=\"inline_link\" href=\"https:\/\/www.n-tv.de\/politik\/Merz-aendert-die-Aufstellung-doch-der-Applaus-bleibt-aus-id31128859.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nach der ungl\u00fccklichen Personalrochade des Bundeskanzlers<\/a> und vor drohenden Wahldebakeln der beiden Parteien in Sachsen-Anhalt steckt die Koalition einmal mehr im Krisenmodus. Vor allem aber stehen die gro\u00dfen Reformvorhaben demn\u00e4chst im Bundestag auf der Tagesordnung: Rente, Steuer, Gesundheitsreform Nummer zwei. <\/p>\n<p>Enges Verh\u00e4ltnis mit Miersch<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Da war es doppelt bitter, dass Spahn der Koalition abhandenkam. Im Verbund mit SPD-Fraktionschef Miersch hatte der erfahrene Politiker die Bundestagsfraktionen zu einem Stabilit\u00e4tsfaktor der Koalition werden lassen. &#8222;Wir haben uns wirklich ein Vertrauens- und Arbeitsverh\u00e4ltnis erarbeitet, was sehr, sehr belastbar gewesen ist&#8220;, wird Miersch von der &#8222;S\u00fcddeutschen Zeitung&#8220; zitiert. Das gilt insbesondere seit jenem Treffen in W\u00fcrzburg &#8211; und war nicht selbstverst\u00e4ndlich. Spahn war vielen in der SPD verd\u00e4chtig. Wegen der Maskenaff\u00e4re in der Corona-Pandemie, wegen seines Villenkaufs, wegen angeblicher Flirts mit der AfD oder auch nur deren Programmpunkten. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Die Frage ist nun, ob und wie schnell Miersch und Frei zu so einem \u00e4hnlich engen und belastbaren Verh\u00e4ltnis kommen, wie es der SPD-Mann mit Spahn hatte. Die Zeichen daf\u00fcr stehen gar nicht so schlecht. Frei ist kein Provokateur, Widerst\u00e4nde wie bei Spahn d\u00fcrfte es ihm gegen\u00fcber beim Koalitionspartner nicht geben. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">Aus seiner Zeit als Erster Parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer kennt Frei den Parlamentsbetrieb aus dem Effeff. Urspr\u00fcnglich war sein Ziel ohnehin der Fraktionsvorsitz. Und doch &#8211; \u00fcber einen Erfahrungsschatz wie Spahn verf\u00fcgt er nicht. Als Kanzleramtsminister war er nicht unumstritten. Manche warfen ihm vor, zu viele Interviews zu geben, andere, er bereite wichtige Termine nicht ausreichend vor, etwa das gescheiterte Koalitionstreffen in der Villa Borsig. <\/p>\n<p>Aus dem Schatten Spahns heraus<\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">In einem Punkt ist er Spahn in jedem Fall unterlegen &#8211; den Kenntnissen \u00fcber M\u00fcnster. Doch die wird er ohnehin kaum brauchen. Von der Stadt werden die Fraktionschefs zumindest laut offiziellem Programm nicht viel sehen. Sie \u00fcbernachten und tagen in einem Hotel am Stadtrand, lediglich ein Gang um den innenstadtnahen Aasee ist vorgesehen. Der Dom, das historische Rathaus mit Friedenssaal h\u00e4tten sicher zur Verf\u00fcgung gestanden. Aber man will offenbar nicht zu sehr im Schatten Spahns wandeln. <\/p>\n<p class=\"Typography_text-default__P3otY Typography_weight-normal__pqUbH storyline_paragraph_p__qSR5N\">So oder so schwingt bei dieser Klausur immer die Frage mit, was der wohl gesagt h\u00e4tte. Diese Frage: &#8222;Was w\u00fcrde Spahn tun?&#8220;, m\u00f6chte sein Nachfolger Frei m\u00f6glichst schnell verstummen lassen. Um aus dessen Schatten herauszutreten, ist M\u00fcnster allerdings der falsche Ort. Doch das muss nichts hei\u00dfen. Entscheidend ist auf dem Platz, und der befindet sich in Berlin, im Deutschen Bundestag.<\/p>\n<p class=\"Typography_text-s__wu_cm Typography_weight-normal__pqUbH Typography_color-darkgrey__sZEnP article-detail-footer_source__KslPc\">Quelle: ntv.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Union und SPD in M\u00fcnsterOhne Spahn k\u00f6nnte diese Klausur vor allem eines werden: seltsam27.08.2026, 06:59 Uhr Von Volker&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1263424,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1843],"tags":[31,774,3364,29,30,15785,35626,8970,1209,16,184,1533],"class_list":["post-1263423","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-muenster","tag-cdu","tag-csu","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-jens-spahn","tag-matthias-miersch","tag-muenster","tag-nordrhein-westfalen","tag-politik","tag-spd","tag-thorsten-frei"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117166127869916453","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1263423","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1263423"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1263423\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1263424"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1263423"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1263423"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1263423"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}