{"id":1263431,"date":"2026-08-27T06:50:16","date_gmt":"2026-08-27T06:50:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1263431\/"},"modified":"2026-08-27T06:50:16","modified_gmt":"2026-08-27T06:50:16","slug":"the-kids-are-alright-oder-etwa-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1263431\/","title":{"rendered":"\u201eThe Kids Are Alright\u201c \u2013 oder etwa nicht?"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Den Kindern geht\u2019s gut. \u2013 Geht es den Kindern gut? Dieser Frage geht die Gruppenausstellung \u201eThe Kids Are Alright\u201c im Neuen Kunstverein nach. Neun junge K\u00fcnstler zwischen 25 und 30 Jahren aus ganz Deutschland haben sich \u00fcber eine bundesweite Ausschreibung zusammengefunden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">In einem k\u00fcnstlerischen Zusammenschluss kuratieren Paula Raak, Lea Fabienne Glodek, Yana Barros Hemfort, Stella Lauhoff und Nina L\u00fclff die Ausstellung gemeinsam. Paula Raak ist Mitglied im Neuen Kunstverein, durch ihr Kunststudium in Kassel und den Wunsch nach Vernetzung gemeinsam mit Yana Carros Hemfort auf die Suche gegangen. \u201eUm mit anderen St\u00e4dten etwas gemeinsam zu machen. Auch wenn Raum, Geld und die richtigen Leute nicht leicht zu finden sind\u201c, erz\u00e4hlt Paula Raak. Nach und nach entwickelte sich ein Konzept, wie \u201edurch eine klassische Assoziationskette\u201c \u2013 als die Zusage des Vereins kam, war das \u201eder Jackpot\u201c, sagt Raak. \u201eBesonders als junge Person ist es nicht einfach, die Mittel f\u00fcr eine Ausstellung aufzubringen. Der Verein begleitet das Ganze eng und das ist wirklich toll.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eThe Kids Are Alright\u201c \u2013 bewusst w\u00e4hlten die Kuratorinnen ein Thema, zu dem \u201eirgendwie heute alle was sagen k\u00f6nnen\u201c. In Zeiten von politischer Dauerkrise, digitaler \u00dcberforderung, Zukunfts\u00e4ngsten. \u00dcber die Sozialen Netzwerke und einen \u201eOpen Call\u201c versuchte das Team m\u00f6glichst viele zu erreichen, bekam mehrere Hundert Bewerbungen zugeschickt und sichtete die Einsendungen in einem kleinen Team.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Ergebnis: Sieben Positionen, neun K\u00fcnstlerinnen und K\u00fcnstler mit verschiedenen Lebensrealit\u00e4ten kommen f\u00fcr eine gemeinsame Ausarbeitung des Konzepts in den R\u00e4umen des Neuen Kunstvereins zusammen. Und liefern ganz unterschiedliche Antworten, k\u00fcnstlerische Ausarbeitungen eines Themas, das von einer Generation einerseits so gleich, andererseits so individuell erfahrbar sein kann. \u201eEs sind keine einfachen Zeiten zum Aufwachsen. Da gibt es viele Themen. Und unterschiedliche Arten, damit umzugehen\u201c, sagt die Kunststudentin, die zwar in Wuppertal aufgewachsen, mittlerweile aber in Berlin lebt. \u201eDer Titel hat etwas Freches, aber auch Widerspr\u00fcchliches in sich.\u201c Es sind Widerspr\u00fcche, \u00fcber die sich die K\u00fcnstler gemeinsam austauschen, \u00fcber die Sorgen der jungen Generation, \u00fcber die Frage, wie viel Kind denn eigentlich noch in einem steckt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eMan merkt, dass jeder einen anderen Bezug zu diesem Thema hat, etwas anderes damit verbindet. Ob Trauer oder Humor \u2013 all diese Gegens\u00e4tze treffen am Ende in einem Raum aufeinander und bilden einen Dialog\u201c, sagt Paula Raak, die selbst auch ein k\u00fcnstlerisches Werk beisteuert. Jede K\u00fcnstlerin und jeder K\u00fcnstler stellt nur ein Werk zu dem Thema aus. Neben Diversit\u00e4t war dem Team bei der Auswahl der Kunstwerke wichtig, wie diese in Kommunikation treten k\u00f6nnen, wie \u2013 und ob \u2013 sie sich begegnen k\u00f6nnen. Inhaltlich, betont Paula Raak, sollen sich die Besucher der Ausstellung ihr eigenes Bild machen. Von den Werken selbst und davon, was die sogenannten \u201eKids\u201c zu dem Thema zu sagen haben. Und auf welche Weise, denn f\u00fcr den k\u00fcnstlerischen Ausdruck nutzen die Teilnehmer der Gruppenausstellung ganz unterschiedliche Medien: Fotos, Malerei, Holzschnitzerei, Holzkeramik, Performances. Begriffe, die w\u00e4hrend der gemeinsamen Gespr\u00e4che rund um das Thema besonders h\u00e4ufig fielen: \u201eOhmacht\u201c, \u201e\u00dcberforderung\u201c, \u201eSuche nach Begegnung\u201c. Um am Ende ganz f\u00fcr sich und individuell zu entscheiden, was k\u00fcnstlerisch daraus wird.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eDie Menschen sollen kommen, um sich einfach ihr eigenes Bild zu machen\u201c, sagt Paula Raak. Um die Antworten und Gedankeng\u00e4nge der jungen Generation zu sehen, um zu verstehen, was sie umtreibt. Oder um mit Gleichaltrigen ins Gespr\u00e4ch zu kommen, Diskussionen zu f\u00fchren und den Kunstverein einmal mehr zu einem diversen Begegnungsort werden zu lassen. <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Den Kindern geht\u2019s gut. \u2013 Geht es den Kindern gut? 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