{"id":1264265,"date":"2026-08-27T16:22:21","date_gmt":"2026-08-27T16:22:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1264265\/"},"modified":"2026-08-27T16:22:21","modified_gmt":"2026-08-27T16:22:21","slug":"nach-sturzflut-im-himalaya-mehr-als-360-tote-und-hunderte-vermisste","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1264265\/","title":{"rendered":"Nach Sturzflut im Himalaya &#8211; Mehr als 360 Tote und hunderte Vermisste"},"content":{"rendered":"<p>            <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"ts-image\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/nepal-flut-108.jpg\" alt=\"Retter helfen einer Frau aus einem zerst\u00f6rten Geb\u00e4ude\" title=\"Retter helfen einer Frau aus einem zerst\u00f6rten Geb\u00e4ude | AFP\"\/><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 27.08.2026 \u2022 17:01 Uhr<\/p>\n<p class=\"article-head__shorttext\">\n        <strong>Nach der Sturzflut im Himalaya suchen Rettungskr\u00e4fte weiter nach \u00dcberlebenden. Die Flutwelle hatte ganze D\u00f6rfer mitgerissen. Augenzeugen berichten von dramatischen Szenen &#8211; w\u00e4hrend in Nepal eine weitere Flutwelle droht.<\/strong>\n    <\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Nach der verheerenden Sturzflut in der Gebirgsregion zwischen China und Nepal sind bereits mehr als 360 Todesopfer geborgen worden. Das hat die nepalesische Polizei mitgeteilt. Mehr als 1.300 Menschen werden weiterhin vermisst &#8211; darunter viele Ausl\u00e4nder. Auch zu acht Deutschen bestehe weiterhin kein Kontakt, hie\u00df es.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Im Katastrophengebiet sind mehr als 5.000 Rettungskr\u00e4fte von Armee und Polizei im Einsatz. Viele der bisher geborgenen Todesopfer wurden den Angaben zufolge kilometerweit flussabw\u00e4rts bis an die Grenze zu Indien getrieben. Die Beh\u00f6rden rechnen damit, dass die Opferzahl weiter steigen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>    Ganze D\u00f6rfer vernichtet<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die vermutlich durch einen Gletscherabbruch ausgel\u00f6ste Sturzflut war am Mittwoch fast 170 Kilometer weit entlang zweier Fl\u00fcsse durch Nepal gerast und hatte ganze Ortschaften mitgerissen. Dramatische Videoaufnahmen zeigten, wie eine riesige braune Wand aus Wasser, Ger\u00f6ll und Schlamm auf H\u00e4user zurast, w\u00e4hrend Menschen panisch versuchen, sich in Sicherheit zu bringen.<\/p>\n<p class=\"absatzbild__info__text\">\n                        &#8222;Es gibt keine Siedlungen mehr&#8220; &#8211; \u00dcberlebende in Nepal vor den Tr\u00fcmmern ihrer H\u00e4user\n                    <\/p>\n<p>    &#8222;Alles ist vorbei&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\u00dcberlebende berichteten von dramatischen Szenen. &#8222;Es war ein riesiger Schwall Schlamm, der direkt auf uns zukam&#8220;, erz\u00e4hlt ein 68-j\u00e4hriger \u00dcberlebender. Er habe noch versucht, seine Frau auf die Terrasse zu retten. &#8222;Aber sie wurde vom Schlamm mitgerissen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">&#8222;Alles ist vorbei&#8220;, sagt der Zollbeamte Omkar Joshi, der per Hubschrauber aus der \u00fcberschwemmten Stadt Timure gerettet wurde. Die ganze Stadt sei von der Sturzflut aus Schlamm, Ger\u00f6ll und Wasser vernichtet worden, &#8222;90 Prozent&#8220; der Bewohner seien tot, sagte der 35-J\u00e4hrige. &#8222;Es ist ein riesiger Friedhof. Nur Sand und blutbeschmierte Kiesel sind noch \u00fcbrig.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung sei enorm, sagte der Chef eines Tourismusunternehmens nach einem Hubschrauberflug \u00fcber das Gebiet: &#8222;Es gibt keine Siedlungen mehr. Alles ist einfach platt.&#8220;<\/p>\n<p>    <a href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/multimedia\/bilder\/erdrutsch-nepal-132.html\" class=\"copytext-galerie columns twelve m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n        Bilderstrecke<br \/>\n        Sturzflut in Nepal<br \/>\n    <\/a><\/p>\n<p>    Sorge vor weiteren Flutwellen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Rettungsarbeiten werden durch die gewaltigen Schlammmassen erschwert. Stra\u00dfen sind f\u00fcr schweres Ger\u00e4t unpassierbar, zudem brachen in Teilen der Region die Kommunikationsverbindungen zusammen. Auch die Hilfsorganisation Caritas bezeichnete die Lage als extrem un\u00fcbersichtlich. &#8222;Das Ausma\u00df der Zerst\u00f6rung ist kaum fassbar&#8220;, so Nothilfekoordinator Raju Pradhan.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Dar\u00fcber hinaus warnen Chinas Beh\u00f6rden vor einer weiteren Flutwelle. Ein angestauter See oberhalb des Katastrophengebiets droht \u00fcberzulaufen, hie\u00df es im Staatsfernsehen. In dem See h\u00e4tten sich bereits zwei Millionen Kubikmeter Wasser gesammelt &#8211; und f\u00fcr die kommenden Tage werde weiterer Regen erwartet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Experten bef\u00fcrchten auch angesichts der riesigen Mengen von Ger\u00f6ll und Tr\u00fcmmern in den von der Sturzflut betroffenen Flussl\u00e4ufen weitere \u00dcberschwemmungen. &#8222;Stromaufw\u00e4rts entlang der Flussgrenze zwischen Nepal und China gibt es Blockaden, eine zweite Sturzflut ist m\u00f6glich&#8220;, erkl\u00e4rte Qianggong Zhang vom Forschungsinstitut Icimod in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu.<\/p>\n<p>    Viele Vermisste aus Indien<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die Rettungstrupps versuchen derweil weiter, m\u00f6gliche \u00dcberlebende zu orten. Besonders viele Vermisste kommen aus Indien. Viele von ihnen waren Pilger auf dem Weg zum heiligen Berg Kailash und zum Manasarovar-See in Tibet. Die Himalaya-Region ist ein bedeutendes Trekking- und Pilgergebiet.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Wie die Tourismusorganisation Nepal Tourism Board mitteilte, konnten inzwischen mehr als 30 vermisste Ausl\u00e4nder gerettet werden, unter ihnen zwei Italiener und eine Person aus der Schweiz. Die nepalesische Armee hat au\u00dferdem nach eigenen Angaben Hunderte Menschen aus dem Katastrophengebiet ausgeflogen.<\/p>\n<p>    Internationale Hilfe angelaufen<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Der nepalesische Regierungschef Balendra Shah besuchte besonders betroffene Gebiete des Landes. Wichtigstes Ziel sei es, den durch die Katastrophe obdachlos gewordenen Menschen zu helfen und durch den Schlamm blockierte Stra\u00dfen freizur\u00e4umen, erkl\u00e4rte sein B\u00fcro.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Mehrere L\u00e4nder sagten Nepal Hilfe zu. Indien schickte Zelte, Lebensmittel und andere Hilfsg\u00fcter, die in den betroffenen Gebieten von Hubschraubern abgeworfen werden.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">Die USA stellen 500.000 Dollar f\u00fcr Notunterk\u00fcnfte und Trinkwasser bereit, die Vereinten Nationen schicken Hilfsg\u00fcter und Personal. Auch Deutschland und die EU sagten Unterst\u00fctzung zu.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 27.08.2026 \u2022 17:01 Uhr Nach der Sturzflut im Himalaya suchen Rettungskr\u00e4fte weiter nach \u00dcberlebenden. 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