{"id":1265124,"date":"2026-08-28T01:44:42","date_gmt":"2026-08-28T01:44:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1265124\/"},"modified":"2026-08-28T01:44:42","modified_gmt":"2026-08-28T01:44:42","slug":"300-menschen-prominente-unterstuetzung-wut-waechst-ueber-baumfaellungen-auf-torstrasse","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1265124\/","title":{"rendered":"300 Menschen, prominente Unterst\u00fctzung: Wut w\u00e4chst \u00fcber Baumf\u00e4llungen auf Torstra\u00dfe"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Torstra\u00dfe in Berlin-Mitte soll saniert und umgebaut werden. Unter anderem wird sie neue Radwege erhalten. Doch gegen den Umbau der viel befahrenen Stra\u00dfe\u00a0\u2013 wie ihn der Senat derzeit plant\u00a0\u2013 laufen immer mehr Menschen Sturm. Am Mittwochnachmittag demonstrierte erneut die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/42-grad-auf-dem-asphalt-warum-berliner-einen-baum-in-der-torstrasse-umarmen-10248695\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">B\u00fcrgerinitiative \u201eLebendige Torstra\u00dfe\u201c<\/a>. Die sechste Veranstaltung der Reihe stand unter dem Motto \u201eDemokratie und Beteiligung\u201c.<\/p>\n<p>Die Hitzesommer in der Stadt seien ihre Motivation, sagte Elgin Fischer, die seit 16 Jahren im Kiez lebt, der Berliner Zeitung. Seit Anfang an sei sie Teil der Initiative. \u201eDeshalb k\u00e4mpfe ich um jeden Baum.\u201c\n            <\/p>\n<p>            Unterschiedliche Vorstellungen von Attraktivit\u00e4t<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Seit Monaten schwelt die Auseinandersetzung in Berlin-Mitte. Die Senatsverwaltung f\u00fcr Verkehr und Klima unter Senatorin Ute Bonde (CDU) will die zwei Kilometer zwischen Chaussee- und Karl-Liebknecht-Stra\u00dfe grundsanieren und umgestalten. Der \u201ebaulich schlechte Zustand\u201c soll behoben sowie fehlende Verkehrsanlagen f\u00fcr Radfahrer erg\u00e4nzt werden.<\/p>\n<p>Insgesamt will man die Torstra\u00dfe \u201ezu einer attraktiven Stra\u00dfe mit einer hohen Aufenthaltsqualit\u00e4t\u201c machen. Weiterhin soll es eine Hauptverkehrsstra\u00dfe f\u00fcr Autos mit zwei Spuren je Richtung bleiben.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Bei den Anwohnerinnen und Anwohnern kommt etwas ganz anderes an: Bis zu 40 alte B\u00e4ume m\u00fcssen gef\u00e4llt (und dann neu gepflanzt) werden. Daraufhin gr\u00fcndete sich die Initiative, die mittlerweile aus 60 bis 70 Menschen bestehe, wie Fischer sch\u00e4tzt. Diese haben eine andere Vorstellung von der \u201eAttraktivit\u00e4t\u201c der Stra\u00dfe.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Sie wollen den Raum <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/fahrradstadt-kopenhagen-berlin-vergleich-10259633\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">f\u00fcr Autoverkehr reduzieren<\/a> und sehen bei Gehwegen, die abschnittsweise auf 2,50 Meter Breite beschr\u00e4nkt werden, die Gastronomie mit ihren Sitzpl\u00e4tzen in Gefahr. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Landesverband Berlin e.\u00a0V. (ADFC) h\u00e4lt einen Umbau zwar f\u00fcr n\u00f6tig, positioniert sich jedoch gegen die bekannten Pl\u00e4ne. Eine entsprechende\u00a0Petition im Internet hat derzeit \u00fcber 10.000 Unterschriften.\n            <\/p>\n<p>            Gewerbe demonstriert mit<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Akut treibt die Veranstalter um, dass die Ausschreibung f\u00fcr Tiefbau und Baumf\u00e4llungen bereits l\u00e4uft. Es ist also m\u00f6glich, dass Bauarbeiten noch vor der Konstituierung einer neuen Regierung nach der Abgeordnetenhauswahl beginnen.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Dass das Stichwort B\u00fcrgerbeteiligung ein Reizthema ist, merkt man in mehreren Redebeitr\u00e4gen. Simon B\u00fchler, der Inhaber der Torbar, spricht am Mikrofon f\u00fcr die <a href=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/article\/das-bangen-um-die-torstrasse-die-aktuelle-planung-erfuellt-uns-mit-grosser-angst-10075963\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Gewerbetreibenden<\/a>. \u201eWir wurden nicht an den Pl\u00e4nen beteiligt\u201c, sagt er. \u201eDemokratie bedeutet nicht, informiert zu werden, sondern mitzubestimmen.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Demonstration l\u00e4uft von der Tucholskystra\u00dfe bis zum Rosenthaler Platz, die etwa einen Kilometer lange Strecke ist ges\u00e4umt von kleinen L\u00e4den, Gastronomie mit Au\u00dfenbereich. Viele Mitarbeiter stehen mit Schildern vor den Eing\u00e4ngen ihrer Lokale und bekunden Solidarit\u00e4t. Jimmy T., ein Kellner im RRAM, glaubt, dass weniger Kundschaft kommt. \u201eWir bef\u00fcrchten, Tische wegr\u00e4umen zu m\u00fcssen\u201c, sagt er. Au\u00dferdem seien der L\u00e4rm und die lang andauernde Baustelle nat\u00fcrlich schlecht f\u00fcrs Gesch\u00e4ft.\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/f5953735-32f7-45ea-b8ca-0c6e9a7452e8.jpg\"   alt=\"Die Demonstration endete am Rosenthaler Platz, der auch das Ende des ersten Bauabschnitts bildet. Auf dem Platz selbst soll jedoch nichts ver\u00e4ndert werden, hier sind nur unterirdische Leitungsarbeiten geplant.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Die Demonstration endete am Rosenthaler Platz, der auch das Ende des ersten Bauabschnitts bildet. Auf dem Platz selbst soll jedoch nichts ver\u00e4ndert werden, hier sind nur unterirdische Leitungsarbeiten geplant.\" data-source=\"Matthias Zachel\/Berliner Zeitung\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Die Demonstration endete am Rosenthaler Platz, der auch das Ende des ersten Bauabschnitts bildet. Auf dem Platz selbst soll jedoch nichts ver\u00e4ndert werden, hier sind nur unterirdische Leitungsarbeiten geplant.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Matthias Zachel\/Berliner Zeitung<\/p>\n<p>            Prominente Unterst\u00fctzung<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Insgesamt positioniert sich die Demonstration an mehreren Stellen deutlich gegen die CDU. Das wird sp\u00e4testens bei Luisa Neubauers Redebeitrag deutlich. Die Klimaaktivistin spricht auch als ehemalige Anwohnerin des Kiezes. \u201eMan w\u00fcrde meinen, dass man aus Zahlen, Daten und Fakten lernt\u201c, sagt sie mit Blick auf die Fahrradsicherheit und die Abgasbelastung. Doch sie ist \u201efassungslos, dass es sogar noch verschlimmert wird.\u201c\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch Werner Graf, Spitzenkandidat der Gr\u00fcnen, ist anwesend, ebenso Bettina Jarasch, die gemeinsam mit ihm den Fraktionsvorsitz im Abgeordnetenhaus innehat.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eDer schwarz-rote Senat hat es selbst im Gesetz versch\u00e4rft, alte B\u00e4ume zu sch\u00fctzen\u201c, sagt Jarasch der Berliner Zeitung. \u201eWir wollen pr\u00fcfen, ob das F\u00e4llen der B\u00e4ume gesetzeskonform ist.\u201c Hier verweist sie auf das \u201eB\u00e4umePlus-Gesetz\u201c, mit dem die derzeitige Koalition unter anderem auch B\u00e4ume mit geringerem Stammumfang als bisher unter die Baumschutzverordnung gestellt hatte.\n            <\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              \u201eWir fordern den jetzigen schwarz-roten Senat, der keine Mehrheit mehr hat, auf, nicht in den letzten Wochen noch Tatsachen zu schaffen, die nicht mehr r\u00fcckg\u00e4ngig gemacht werden k\u00f6nnen. Das ist eine Frage des Anstands\u201c, so Jarasch weiter.<\/p>\n<p>Die Senatsverwaltung zeigt sich von alldem unbeeindruckt. Es sieht ganz danach aus, als w\u00fcrde das Baumf\u00e4llen tats\u00e4chlich bald beginnen. Der Start soll im vierten Quartal 2026 sein. Gut ein Monat ist bis dahin noch Zeit und Wahlkampf. Danach k\u00f6nnten dreieinhalb Jahre Bauzeit warten\u00a0\u2013 f\u00fcr den ersten Teilabschnitt von der Chausseestra\u00dfe bis einschlie\u00dflich Rosenthaler Platz.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Torstra\u00dfe in Berlin-Mitte soll saniert und umgebaut werden. Unter anderem wird sie neue Radwege erhalten. 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