{"id":1265692,"date":"2026-08-28T08:04:17","date_gmt":"2026-08-28T08:04:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1265692\/"},"modified":"2026-08-28T08:04:17","modified_gmt":"2026-08-28T08:04:17","slug":"berliner-mauer-vor-dem-bau-hatte-der-westen-konkrete-hinweise-warum-reagierte-niemand","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1265692\/","title":{"rendered":"Berliner Mauer: Vor dem Bau hatte der Westen konkrete Hinweise \u2013 warum reagierte niemand?"},"content":{"rendered":"<p>In den letzten Tagen vor der Abriegelung der innerst\u00e4dtischen Sektorengrenze am 13. August 1961 gab es im Westen verschiedene Hinweise auf den Plan des SED-Regimes. Doch weder Journalisten noch Politiker reagierten \u2013 und auch die Geheimdienstler nicht.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Klar wurde das Bild erst im R\u00fcckblick. Also nach dem Schock, der alle Zeitgenossen in Deutschland und dar\u00fcber hinaus gef\u00fchlt unvorbereitet getroffen hatte. Doch das stimmte eigentlich gar nicht. Denn in den letzten Tagen vor der gewaltsamen Absperrung der innerst\u00e4dtischen Sektorengrenze in der Vier-M\u00e4chte-Stadt Berlin am 13. August 1961 ab ein Uhr morgens, der \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/80-jahre-welt\/article69c25d54d8eccf8272e7e36c\/berliner-mauer-der-13-august-1961-war-ein-schwarzer-tag-in-der-deutschen-geschichte.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/80-jahre-welt\/article69c25d54d8eccf8272e7e36c\/berliner-mauer-der-13-august-1961-war-ein-schwarzer-tag-in-der-deutschen-geschichte.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">X-Zeit<\/a>\u201c im Jargon der SED, hatte es eine \u00fcberraschende F\u00fclle von Hinweisen gegeben, was bevorstand. Allerdings hatte niemand vor der Grenzschlie\u00dfung die \u00f6ffentlich bekannten Informationssplitter zusammengef\u00fcgt.<\/p>\n<p>Auch nicht das West-Berliner B\u00fcro der WELT-Redaktion, die Verlautbarungen der Ost-Berliner Machthaber stets mit besonderem Interesse verfolgte. Die <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/kapitel\/geteiltes-deutschland-gruenderjahre\/mauerbau\/flucht-und-notaufnahme.html\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.hdg.de\/lemo\/kapitel\/geteiltes-deutschland-gruenderjahre\/mauerbau\/flucht-und-notaufnahme.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">anschwellende Zahl der Fl\u00fcchtlinge<\/a> \u00fcber das \u201eSchlupfloch\u201c West-Berlin wurde seit Wochen fast t\u00e4glich auf der WELT-Titelseite vermeldet. Am Donnerstag, 10. August 1961, fand sich auf der Seite 2 eine Nachricht \u00fcber einen Auftritt des \u201eSchweriner Oberdompredigers Karl Kleinschmidt\u201c im \u201eSowjetzonen-Fernsehen\u201c, der am Mittwochabend verlangt hatte, \u201edie vielen offenen T\u00fcren endlich zuzumachen\u201c. Wer seine Flucht aus der DDR vorbereite, sei ein \u201eVerbrecher\u201c, und man m\u00fcsse ihn \u201ewie einen Verbrecher behandeln\u201c.<\/p>\n<p>Auf der gleichen Seite fasste die WELT-Redaktion einen Kommentar im SED-Zentralorgan \u201eNeues Deutschland\u201c vom Vortag zusammen. Die \u00dcberschrift lautete: \u201eBerlin bald nicht mehr Zufluchtsst\u00e4tte \u2013\u00a0Hintert\u00fcrchen wird geschlossen\u201c. <\/p>\n<p>F\u00fcr den folgenden Freitag, 11. August 1961, war vormittags das Pseudoparlament der DDR, die Volkskammer, zu einer au\u00dferordentlichen Sitzung nach Ost-Berlin einberufen. Nach \u201eAnsicht politischer Beobachter in West-Berlin\u201c blickte WELT auf diese Sitzung voraus: Es k\u00f6nnten \u201egesetzgeberische Ma\u00dfnahmen\u201c beschlossen werden, \u201edie sich direkt und indirekt gegen die Massenflucht\u201c richten k\u00f6nnten. <\/p>\n<p>Offizieller Anlass: Im Sekretariat der Volkskammer \u201eh\u00e4uften\u201c sich angeblich Telegramme, Fernschreiben und Briefe, die eine Gesetzesversch\u00e4rfung forderten. Darin w\u00fcrden von \u201eAngeh\u00f6rigen aller Schichten\u201c der Zonenbev\u00f6lkerung \u201enoch wirksamere und schlagkr\u00e4ftigere Ma\u00dfnahmen\u201c gegen die Flucht aus der DDR gefordert.<\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche (angebliche) Flut von Eingaben an die Volkskammer sollte es schon im Dezember 1957 gegeben haben. Daraufhin nickte die praktisch machtlose Versammlung ein versch\u00e4rftes Passgesetz ab, das jedes \u201eillegale\u201c Verlassen der SED-Diktatur mittels \u201eungesetzlichen Grenz\u00fcbertritts\u201c unter schwere Strafandrohung stellte.<\/p>\n<p>Und zu Pfingsten 1952: Eine \u201eFlut von Resolutionen\u201c an Beh\u00f6rden habe seinerzeit die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article239031477\/DDR-Grenzsperrung-1952-Auftakt-zur-Aktion-Ungeziefer.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article239031477\/DDR-Grenzsperrung-1952-Auftakt-zur-Aktion-Ungeziefer.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Absperrung der innerdeutschen Grenze<\/a> verlangt \u2013 die dann tats\u00e4chlich am 26. Mai 1952 folgte. Fortan konnten fluchtwillige SED-Untertanen einigerma\u00dfen gefahrlos nur noch die innerst\u00e4dtische Demarkationslinie in Berlin benutzen, die mit R\u00fccksicht auf die von den vier Siegerm\u00e4chten gemeinsam wahrgenommenen Rechte an Berlin als Ganzem zwar von der DDR kontrolliert, aber nicht geschlossen wurde.<\/p>\n<p>\u00dcber die Volkskammer-Sitzung berichtete WELT in der Samstagsausgabe, das Pseudo-Parlament habe \u201eder Zonenregierung die Blanko-Vollmacht erteilt, Ma\u00dfnahmen zur ,Sicherung\u2018 des Zonenstaates und zur Vorbereitung eines separaten Friedensvertrages mit dem Ostblock zu treffen\u201c. Doch was hie\u00df das?<\/p>\n<p>Ohne Einzelheiten zu nennen, seien \u201eMa\u00dfnahmen des Zonenministerrats zur Eind\u00e4mmung der Massenflucht\u201c best\u00e4tigt worden. Die \u201eallgemein gehaltenen Formulierungen des Volkskammer-Beschlusses\u201c g\u00e4ben der DDR-Regierung die M\u00f6glichkeit, per Verordnung (statt mittels eines f\u00f6rmlichen Gesetzes) \u201eneue Schutzma\u00dfnahmen\u201c zu erlassen.<\/p>\n<p>Am selben Freitagmorgen erschien die \u201eBerliner Morgenpost\u201c, die seinerzeit wie WELT zum Axel-Springer-Verlag geh\u00f6rte, mit einer r\u00fcckblickend prophetischen Schlagzeile: \u201e<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article172771806\/Deutsche-Teilung-Uebersehene-Reste-der-Berliner-Mauer-entdeckt.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/geschichte\/article172771806\/Deutsche-Teilung-Uebersehene-Reste-der-Berliner-Mauer-entdeckt.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">SED will Fluchtwege versperren. Vor dem H\u00f6hepunkt des Terrors?<\/a>\u201c Hunderttausendfach wurde diese Schlagzeile an jenem Freitag in West-Berlin gelesen; auch in Bonn, Washington, London und Paris erfuhren zumindest die politisch relevanten Personen durch ihre Vertreter in der geteilten Stadt von dieser Sorge.<\/p>\n<p>Dennoch konnte sich niemand, kein normaler Leser, kein Journalist und auch kein westlicher Politiker, ausmalen, was gleichzeitig rund um West-Berlin vorbereitet wurde. Nicht einmal beim Bundesnachrichtendienst, dem auch f\u00fcr die DDR zust\u00e4ndigen Auslandsgeheimdienst Westdeutschlands. <\/p>\n<p>Und das, obwohl aus Ost-Berlin beunruhigende Informationssplitter durchsickerten. Zum Beispiel, \u201edass Ma\u00dfnahmen vorbereitet werden, die Sektorengrenzen zwischen dem 12. und 18. August 1961 zu schlie\u00dfen, um den nicht mehr kontrollierbaren Fl\u00fcchtlingsstrom zu unterbinden\u201c. Oder die Zusammenfassung einer Funktion\u00e4rssitzung im Zentralkomitee der SED am 11. August: \u201eDie Lage des st\u00e4ndig steigenden Fl\u00fcchtlingsstroms mache es erforderlich, die Abriegelung des Ostsektors von Berlin und der SBZ in den n\u00e4chsten Tagen \u2013 ein genauer Tag wurde nicht angegeben \u2013 durchzuf\u00fchren und nicht, wie eigentlich geplant, erst in 14 Tagen.\u201c Beide Nachrichten trafen per Fernschreiben am Samstag in Pullach bei M\u00fcnchen ein.<\/p>\n<p>Am selben 12. August, die Redaktion von WELT in Hamburg war ebenso unbesetzt wie das B\u00fcro in West-Berlin, hatte Walter Ulbricht einen wichtigen Termin: F\u00fcr 16 Uhr hatte er die meisten Mitglieder des Ministerrates (der Regierung) und des Staatsrates (des kollektiven Staatsoberhauptes der DDR) in sein offizielles G\u00e4stehaus am D\u00f6llnsee, 60 Kilometer n\u00f6rdlich von Berlin, bestellt. <\/p>\n<p>Erst gab es Kaffee und Kuchen, dann Abendessen \u2013 und anschlie\u00dfend, die genaue Uhrzeit ist unbekannt, gab der SED-Machthaber bekannt: \u201eAufgrund der Volkskammerbeschl\u00fcsse werden heute Nacht <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.chronik-der-mauer.de\/chronik\/_year1961\/_month8\/?month=8&amp;year=1961&amp;opennid=181552&amp;moc=1#anchornid181550\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.chronik-der-mauer.de\/chronik\/_year1961\/_month8\/?month=8&amp;year=1961&amp;opennid=181552&amp;moc=1#anchornid181550&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">zuverl\u00e4ssige Sicherungen an der Grenze <\/a>vorgenommen.\u201c<\/p>\n<p>Gegen Mitternacht wurden mehr als 10.000 Soldaten und Bereitschaftspolizisten in Kasernen rund um die drei freien Sektoren der fr\u00fcheren Reichshauptstadt aus dem Schlaf geholt. Sp\u00e4testens um 0.30 Uhr sollten die M\u00e4nner abmarschbereit sein, um ein Uhr an ihren Einsatzorten entlang der innerst\u00e4dtischen Demarkationslinie. <\/p>\n<p>Warum erkannte niemand im Westen, was sich zusammenbraute? Vielleicht, weil Walter Ulbricht zwei Monate zuvor ein schier unglaublicher Fehler unterlaufen war. Auf einer <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.chronik-der-mauer.de\/material\/178773\/internationale-pressekonferenz-des-staatsrats-vorsitzenden-der-ddr-walter-ulbricht-in-ost-berlin-15-juni-1961\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.chronik-der-mauer.de\/material\/178773\/internationale-pressekonferenz-des-staatsrats-vorsitzenden-der-ddr-walter-ulbricht-in-ost-berlin-15-juni-1961&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">internationalen Pressekonferenz in Ost-Berlin<\/a> am 15. Juni 1961 hatte er versehentlich zu erkennen gegeben, was ihn besch\u00e4ftigte.<\/p>\n<p>\u201eIch verstehe Ihre Frage so\u201c, antwortete er auf die Wortmeldung einer Reporterin aus Frankfurt am Main, \u201edass es in Westdeutschland Menschen gibt, die w\u00fcnschen, dass wir die Bauarbeiter der Hauptstadt der DDR mobilisieren, eine Mauer aufzurichten, ja?\u201c Nach einer kurzen Pause fuhr er in nasalem S\u00e4chsisch fort: \u201eMir ist nicht bekannt, dass solche Absicht besteht, da sich die Bauarbeiter in der Hauptstadt haupts\u00e4chlich mit Wohnungsbau besch\u00e4ftigen und ihre Arbeitskraft daf\u00fcr voll ausgenutzt \u2026 \u00e4h \u2026 voll eingesetzt wird.\u201c Dann erg\u00e4nzte er jenen Satz, der f\u00fcr immer mit seinem Namen verbunden bleiben wird: \u201eNiemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.\u201c<\/p>\n<p>Kein westlicher Beobachter vermochte sich vorzustellen, dass eine Gro\u00dfstadt durch eine Mauer oder auch nur dauerhafte Stacheldrahtverhaue zerschnitten werden k\u00f6nnte. Sie hielten Ulbrichts Satz lediglich f\u00fcr eine verungl\u00fcckte Metapher. Auch WELT hatte diese \u00c4u\u00dferung registriert, aber nicht richtig eingeordnet.<\/p>\n<p>Nach dem gleichen Mechanismus wurden auch die Hinweise in den letzten Tagen vor dem Mauerbau ausgeblendet oder sch\u00f6ngeredet: Man wollte nicht glauben, was unrealistisch schien. Bis zum fr\u00fchen Morgen des 13. August 1961, als exakt um 1.05 Uhr die Lichter ausgingen, die gew\u00f6hnlich nachts das Brandenburger Tor anstrahlten. Im Schutze der Dunkelheit zogen unmittelbar darauf Hunderte M\u00e4nner mit Maschinenpistolen in den H\u00e4nden auf, rollten schemenhaft erkennbar Sch\u00fctzenpanzer zwischen die S\u00e4ulen des Berliner Wahrzeichens. F\u00fcr die folgenden 10.315 Tage blieb Berlin eine geteilte Stadt, durchschnitten von einer m\u00f6rderischen Grenze. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/sven-felix-kellerhoff\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/autor\/sven-felix-kellerhoff\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><b>Sven Felix Kellerhoff<\/b><\/a><b> ist Leitender Redakteur bei WELTGeschichte. Seit 1974 lebt er in (West-)Berlin und kannte die Mauer von Kindesbeinen an. \u00dcber ihren Bau, ihren Fall und die 28 Jahre dazwischen hat er seit 1993 Hunderte Artikel ver\u00f6ffentlicht.<\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"In den letzten Tagen vor der Abriegelung der innerst\u00e4dtischen Sektorengrenze am 13. 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