{"id":126602,"date":"2025-05-20T23:11:09","date_gmt":"2025-05-20T23:11:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/126602\/"},"modified":"2025-05-20T23:11:09","modified_gmt":"2025-05-20T23:11:09","slug":"wie-google-ki-in-die-suche-integriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/126602\/","title":{"rendered":"Wie Google KI in die Suche integriert"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Google unternimmt einen weiteren Versuch, seine Dominanz in der Internetsuche im Zeitalter der K\u00fcnstlichen Intelligenz zu erhalten. Der Konzern stellte jetzt auf seiner j\u00e4hrlichen Entwicklerkonferenz in seiner Zentrale im kalifornischen Mountain View ein neues KI-Angebot vor, das in seine namensgebende Suchmaschine integriert ist. Dieser KI-Modus (\u201eAI Mode\u201c) soll es erlauben, auch auf kompliziertere Fragen direkte Antworten zu liefern, so wie das zum Beispiel auch KI-Systeme wie ChatGPT oder Perplexity tun. Vorstandschef Sundar Pichai sprach von einer \u201ev\u00f6lligen Neugestaltung der Internetsuche\u201c. Der KI-Modus soll ab sofort verf\u00fcgbar sein, allerdings zun\u00e4chst nur in den USA.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">F\u00fcr Google ist der KI-Modus die zweite gr\u00f6\u00dfere Initiative, seine Suchmaschine mit KI aufzur\u00fcsten. Vor rund einem Jahr brachte der Konzern die Funktion \u201e\u00dcbersicht mit KI\u201c heraus, die bei Suchanfragen direkten und von KI erstellten Antworten Priorit\u00e4t gibt und die traditionellen Links auf andere Internetseiten nach unten rutschen l\u00e4sst. Dieses Angebot ist seit Kurzem auch in Deutschland verf\u00fcgbar. Google nennt die \u00dcbersichtsfunktion \u201eeine der erfolgreichsten Produkteinf\u00fchrungen in der Internetsuche im vergangenen Jahrzehnt\u201c. Sie habe mittlerweile 1,5 Milliarden Nutzer im Monat.<\/p>\n<p>KI-Modus soll personalisiert werden<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Der neue KI-Modus soll nun auch direkte Antworten auf schwierigere und multidimensionale Fragen geben, \u201esogar zehn Fragen in einer\u201c, wie Google es formuliert. Auch Nachfragen sollen beantwortet werden k\u00f6nnen. Als Beispiel nannte das Unternehmen die Suche nach M\u00f6belst\u00fccken eines bestimmten Stils, die gut in eine kleine Wohnung passen w\u00fcrden. Oder die Suche nach nicht allzu \u00fcberlaufenen Ausgehm\u00f6glichkeiten am kommenden Wochenende in Nashville f\u00fcr eine Gruppe von Freunden, die Fans von Musik und guten Restaurants sind. Der KI-Modus soll es auch erm\u00f6glichen, Kleidungsst\u00fccke virtuell anzuprobieren; dazu k\u00f6nnen Nutzer Fotos von sich selbst hochladen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Noch nicht sofort, aber in naher Zukunft will Google die Funktion auch f\u00fcr die einzelnen Nutzer personalisieren und zum Beispiel Vorschl\u00e4ge auf Basis fr\u00fcherer Suchanfragen machen. Nutzer k\u00f6nnen au\u00dferdem per \u201eOpt-in\u201c zustimmen, den KI-Modus mit anderen Google-Diensten wie Gmail zu verbinden, \u201eum mehr pers\u00f6nlichen Kontext einzubringen\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Der KI-Modus arbeitet mit Googles KI-System Gemini. Google hat ihn erstmals im M\u00e4rz vorgestellt, zun\u00e4chst noch als Testversion. Schon nach recht kurzer Zeit f\u00fchlt sich der Konzern nun offenbar in der Position, ihn f\u00fcr die Allgemeinheit freizuschalten. Mit fr\u00fcheren KI-Angeboten hat Google nach der Einf\u00fchrung wiederholt Pannen erlebt. Die KI-\u00dcbersicht zum Beispiel schlug kurz nach ihrem Start im vergangenen Jahr vor, Klebstoff in Pizzaso\u00dfe zu mischen, damit K\u00e4se nicht von der Pizza rutscht. Google zufolge waren in der bisherigen Testphase Anfragen im\u00a0KI-Modus im Schnitt doppelt so lang wie mit gew\u00f6hnlicher Suche.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Die Google-Suchmaschine ist eine Goldgrube und insofern von enormer Bedeutung f\u00fcr den Konzern. Google verdient sein Geld hier mit Anzeigen, die neben den Ergebnissen von Suchmaschinen gestellt werden. Das Unternehmen beherrscht dieses Gesch\u00e4ft seit langer Zeit. Nach Angaben der Marktforschungsgruppe Statcounter hatte es zuletzt einen globalen Marktanteil von fast 90 Prozent, in den USA waren es knapp 87 Prozent. Diese Zahlen haben sich in den vergangenen Jahren kaum ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p>Streit um Googles Marktposition<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Die Suchmaschine steht auch im Mittelpunkt eines Kartellstreits, den sich der Konzern mit der US-Regierung liefert. Ein Richter entschied im vergangenen August, Google sei ein Monopolist und sichere seine Marktposition mit unrechtm\u00e4\u00dfigen Mitteln ab. K\u00fcrzlich ging die zweite Phase des Verfahrens zu Ende, in der etwaige Auflagen f\u00fcr Google festgelegt werden sollen. Dabei steht auch eine Zerschlagung des Konzerns zur Diskussion.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">Der Erfolg von KI-Diensten wie ChatGPT hat die Ausgangslage aber ver\u00e4ndert, und Google sieht sich nun verst\u00e4rkt Fragen gegen\u00fcber, inwiefern die bisherige Dominanz in der Internetsuche bedroht ist. Dies kam auch in dem Kartellverfahren zur Sprache. Ein ranghoher Manager des Elektronikkonzerns Apple sagte vor knapp zwei Wochen im Zeugenstand, im April sei die Zahl der Suchanfragen mit Google auf Apple-Ger\u00e4ten zum ersten Mal seit mehr als zwanzig Jahren gesunken, und er begr\u00fcndete dies mit der zunehmenden Nutzung von KI-Diensten. Google hat in dem Fall zu seiner Verteidigung selbst auf die Konkurrenz von ChatGPT hingewiesen, um zu argumentieren, die Kartellklage sei \u201er\u00fcckw\u00e4rtsgewandt\u201c.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-e9f390a5=\"\" data-v-d588441d=\"\">In Googles Gesch\u00e4ftsergebnissen schl\u00e4gt sich der st\u00e4rkere Wettbewerb freilich noch nicht sp\u00fcrbar nieder. Der Mutterkonzern Alphabet legte f\u00fcr das erste Quartal besser als erwartete Zahlen vor. In der Kernsparte, zu der das Werbegesch\u00e4ft mit der Suchmaschine geh\u00f6rt, stiegen die Ums\u00e4tze um 10 Prozent.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Google unternimmt einen weiteren Versuch, seine Dominanz in der Internetsuche im Zeitalter der K\u00fcnstlichen Intelligenz zu erhalten. 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