{"id":1266122,"date":"2026-08-28T13:31:26","date_gmt":"2026-08-28T13:31:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266122\/"},"modified":"2026-08-28T13:31:26","modified_gmt":"2026-08-28T13:31:26","slug":"berlin-aerzte-fuer-mehr-terminsteuerung-mit-anreizen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266122\/","title":{"rendered":"Berlin | \u00c4rzte f\u00fcr mehr Terminsteuerung &#8211; mit Anreizen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin (dpa) &#8211; Die geplante st\u00e4rkere Steuerung zu Facharztterminen sollte aus \u00c4rztesicht mit sp\u00fcrbaren Anreizen f\u00fcr Patienten verbunden sein. \u00abDie Menschen m\u00fcssen erleben, dass es am besten f\u00fcr sie l\u00e4uft, wenn sie zuerst in die Hausarztpraxis gehen und im Bedarfsfall von dort aus eine Weiterleitung organisiert wird\u00bb, sagte \u00c4rztepr\u00e4sident Klaus Reinhardt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Der Haus\u00e4rztinnen- und Haus\u00e4rzteverband warb f\u00fcr sp\u00fcrbare Vorteile und forderte, Abweichungen \u00abangemessen\u00bb zu sanktionieren.<\/p>\n<p>Die schwarz-rote Koalition will ein verbindliches Prim\u00e4rversorgungssystem einf\u00fchren, bei dem Patientinnen und Patienten in der Regel prim\u00e4r, also zuerst, in eine Hausarztpraxis gehen. Diese soll sie bei Bedarf &#8211; mit einem Termin in einem bestimmten Zeitraum &#8211; an Fach\u00e4rzte \u00fcberweisen. Kommen soll au\u00dferdem eine online-gest\u00fctzte einheitliche Einsch\u00e4tzung von Beschwerden noch vor Praxisbesuchen. Greifen solle das neue System voraussichtlich 2028.<\/p>\n<p>\u00abSpielregeln\u00bb mit Folgen\u00a0<\/p>\n<p>Reinhardt erkl\u00e4rte: \u00abWer sich nicht an sinnvolle Spielregeln h\u00e4lt, sollte erleben, dass er im Zweifel l\u00e4nger wartet als jemand, der genauso krank ist, aber die Spielregeln eingehalten hat.\u00bb Am Ende k\u00f6nne auch die Frage nach \u00abfinanziellen Mechanismen\u00bb stehen. Ziel sei auch, Wartezeiten zu verk\u00fcrzen. Mit 9,7 Arzt-Patienten-Kontakten pro Jahr liege Deutschland europaweit weit oben. Zudem gebe es eine der h\u00f6chsten Krankenhausbehandlungszahlen weltweit. \u00abDas sind auch Folgen unseres v\u00f6llig ungeregelten Zugangs zu Gesundheitsleistungen.\u00bb<\/p>\n<p>Die Deutsche Stiftung Patientenschutz erkl\u00e4rte, das deutsche System sei ohne Zweifel ineffizient. Doch die \u00c4rzte-Lobby ziehe die falschen Schl\u00fcsse. \u00abDie Patientinnen und Patienten sind nicht die alleinigen Schuldigen f\u00fcr das Systemversagen\u00bb, sagte Vorstand Eugen Brysch. \u00c4rztinnen und \u00c4rzte selbst tr\u00fcgen entscheidend dazu bei. \u00abWeiterhin wird nicht Behandlungsqualit\u00e4t honoriert, sondern die Anzahl der Arzt-Patienten-Kontakte.\u00bb Er warnte davor, Hilfesuchende zus\u00e4tzlich zur Kasse zu bitten, wenn sie direkt Facharztkontakte w\u00e4hlen. Eine \u00abmassive Verunsicherung der Menschen\u00bb sei dann verst\u00e4ndlich.<\/p>\n<p>Verband: Steuerung nicht \u00fcber Apotheken<\/p>\n<p>Der Haus\u00e4rzteverband forderte Klarheit. Patienten sollten sich f\u00fcr oder gegen eine Teilnahme an einem solchen Versorgungspfad entscheiden k\u00f6nnen. \u00abWer sich f\u00fcr diese Vorteile entscheidet, muss sich dann aber auch an die Regeln halten\u00bb, sagte der Vorsitzende Markus Blumenthal-Beier. \u00abDaf\u00fcr braucht es klare und nachvollziehbare Konsequenzen f\u00fcr den Fall, dass Versorgungswege bewusst umgangen werden, etwa direkt die Facharztpraxis aufgesucht wird.\u00bb<\/p>\n<p>Der Verband forderte, dass Patientinnen und Patienten w\u00e4hrend der regul\u00e4ren Praxis\u00f6ffnungszeiten immer zuerst ihre Hausarztpraxis kontaktieren m\u00fcssten &#8211; ob digital, telefonisch oder direkt vor Ort. Eine digitale oder telefonische erste Einsch\u00e4tzung an den Hausarztpraxen vorbei sei abzulehnen. Anlaufstellen und Steuerungsinstanzen d\u00fcrften auch nicht etwa Apotheken oder Fach\u00e4rzte sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin (dpa) &#8211; Die geplante st\u00e4rkere Steuerung zu Facharztterminen sollte aus \u00c4rztesicht mit sp\u00fcrbaren Anreizen f\u00fcr Patienten verbunden&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1266123,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[142,296,29,30,141,625],"class_list":["post-1266122","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aerzte","tag-berlin","tag-deutschland","tag-germany","tag-gesundheit","tag-verbraucher"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117173386324704500","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266122","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1266122"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266122\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1266123"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1266122"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1266122"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1266122"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}