{"id":1266268,"date":"2026-08-28T15:13:15","date_gmt":"2026-08-28T15:13:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266268\/"},"modified":"2026-08-28T15:13:15","modified_gmt":"2026-08-28T15:13:15","slug":"geheimdienste-aus-dem-kalten-krieg-spionagetunnel-teile-zurueck-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266268\/","title":{"rendered":"Geheimdienste: Aus dem Kalten Krieg: Spionagetunnel-Teile zur\u00fcck in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"paragraph article__item\">Der US-amerikanische Geheimdienst CIA und der britische Secret Intelligence Service (SIS) bauten zu Beginn des <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kalter-krieg\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Kalten Krieges<\/a> einen Tunnel durch das geteilte Berlin, um geheime Telefonleitungen der sowjetischen Armee anzapfen zu k\u00f6nnen. Doch das Projekt flog schnell auf &#8211; vor rund 70 Jahren. Die Nationale Volksarmee (NVA) grub den Tunnel aus &#8211; und brachte Teile an verschiedene Armee-Standorte.\n<\/p>\n<p>Aktuelles<\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/deutschland\/2026-08\/leipziger-flughafen-drohne-alexander-dobrindt-hybride-bedrohung\" data-ct-label=\"Drohnenvorfall in Leipzig: Wer \u00bbAngriff\u00ab sagt, m\u00fcsste benennen, wer der Angreifer ist\" data-uuid=\"953ee069-7dbd-4a80-ae56-853bb8c7d23a\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Drohnenvorfall in Leipzig:<br \/>\n                        Wer \u00bbAngriff\u00ab sagt, m\u00fcsste benennen, wer der Angreifer ist<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/2026-08\/altmark-sachsen-anhalt-alternative-fuer-deutschland-ulrich-siegmund-landtagswahl\" data-ct-label=\"Altmark in Sachsen-Anhalt: \u00bbWir Ossis f\u00fchlen uns auch als Verlierer, obwohl hier alles okay ist\u00ab\" data-uuid=\"2ff4e91e-7391-4703-b6ac-3beeaad7d370\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Altmark in Sachsen-Anhalt:<br \/>\n                        \u00bbWir Ossis f\u00fchlen uns auch als Verlierer, obwohl hier alles okay ist\u00ab<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p>                <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/zeit-magazin\/2026\/36\/belarus-polen-grenze-fluechtlinge-wald\" data-ct-label=\"Belarus\u2013Polen-Grenze: Der Wald, der ihr Gef\u00e4ngnis wurde\" data-uuid=\"73c97a8b-8d93-4041-8767-c78a9ba8015f\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><\/p>\n<p>        Z+ (abopflichtiger Inhalt);<\/p>\n<p>    Belarus\u2013Polen-Grenze:<br \/>\n                        Der Wald, der ihr Gef\u00e4ngnis wurde<\/p>\n<p>                <\/a><\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Nun wurden drei Segmente des Relikts aus dem Kalten Krieg zur\u00fcck nach <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berlin\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Berlin<\/a> gebracht. Sie sollen konserviert werden und k\u00fcnftig hier zu sehen seien. Ein Mitglied der \u00abBerliner Unterwelten\u00bb hatte die drei tonnenschweren, drei bis vier Meter langen Stahlr\u00f6hren Mitte August zuf\u00e4llig bei Storkow in Brandenburg entdeckt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Eines der Segmente soll das <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/ddr\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">DDR<\/a> Museum erhalten. Ein Tunnel-St\u00fcck soll Teil der Tour \u00abU-Bahn, Bunker, Kalter Krieg\u00bb des Vereins \u00abBerliner Unterwelten\u00bb werden. Das dritte Tunnelteil k\u00f6nnte k\u00fcnftig am Originalschauplatz am Mauerweg zwischen Rudow und Altglienicke aufgestellt werden, wie der Vorsitzende des Vereins, Dietmar Arnold, vorschlug. Dies w\u00e4re ihm zufolge eine Erg\u00e4nzung zu den vier Stelen, die dort bisher an den Spionagetunnel erinnern.\n<\/p>\n<p>                        \u00dcberreste einer legend\u00e4ren Spionageaktion            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwischen 1954 und 1955 bauten der <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/cia\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CIA<\/a> und der SIS einen nach Angaben der \u00abBerliner Unterwelten\u00bb etwa 460 Meter langen Tunnel durch Berlin, der vom Stadtteil Rudow im amerikanischen Sektor nach Altglienicke im sowjetischen Sektor f\u00fchrte.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Zwischen Mai 1955 und April 1956 h\u00f6rten Amerikaner und Briten den Angaben zufolge \u00fcber 400.000 Telefongespr\u00e4che ab. \u00abEs ging um Puzzlest\u00fccke einer Kommunikation der sowjetischen Armee hier mit Moskau, Warschau und Prag, die zusammengesetzt ein pr\u00e4zises Bild \u00fcber die milit\u00e4rische Lage und m\u00f6gliche Angriffsoptionen gegeben haben\u00bb, erkl\u00e4rte Politikwissenschaftler Helmut M\u00fcller-Enbergs, der auf Geheimdienste spezialisiert ist. Und: \u00abDieser Tunnel machte im Jahre 1955\/1956 Informationen zug\u00e4nglich, die dazu beitrugen, dass es ein kalter und kein hei\u00dfer Krieg wurde.\u00bb\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Tunnel f\u00fchrte laut \u00abBerliner Unterwelten\u00bb etwa 330 Meter ins DDR-Gebiet hinein. Die Sowjets h\u00e4tten allerdings schon vor seiner Inbetriebnahme von der Operation gewusst, hie\u00df es: Ein britischer Doppelagent habe den sowjetischen Geheimdienst <a class=\"rtr-entity\" href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/kgb\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">KGB<\/a> \u00fcber die Pl\u00e4ne informiert. Der KGB lie\u00df das Projekt dennoch eine Weile laufen &#8211; vor allem, um den Doppelagenten nicht zu gef\u00e4hrden.\u00a0\n<\/p>\n<p>            Tunnelteile als \u00dcbungsobjekte f\u00fcr NVA-Soldaten            <\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Ein Unwetter f\u00fchrte in einer Nacht im April 1956 zu St\u00f6rungen an Telefonleitungen. Dann wurde in der DDR bekanntgegeben, dass der Tunnel bei Reparaturarbeiten von sowjetischen und ostdeutschen Fernmeldetechnikern entdeckt worden sei.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Der Spionagetunnel konnte noch bis Juni 1956 in der DDR \u00f6ffentlichkeitswirksam besichtigt werden. Die NVA grub ihn dann aus und transportierte ihn ab, wie es in der Mitteilung des Vereins weiter hei\u00dft. Einige Segmente wurden auf einzelne NVA-Standorte verteilt.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Die drei j\u00fcngst entdeckten Stahlr\u00f6hren mit einem Durchmesser von rund zwei Metern lagen laut \u00abBerliner Unterwelten\u00bb in einem Waldgebiet, das zum \u00dcbungsplatz der heutigen Kurmak-Kaserne im brandenburgischen Storkow geh\u00f6rt. Zu DDR-Zeiten gab es dort einen NVA-Standort. Die Tunnelteile seien einst zu \u00dcbungszwecken vergraben worden.\u00a0\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">Andere Segmente seien bereits in den 1990er Jahren gefunden worden. 2012 wurden laut \u00abBerliner Unterwelten\u00bb Teile in einem Waldgebiet bei Pasewalk in Mecklenburg-Vorpommern entdeckt, das zu DDR-Zeiten als Truppen\u00fcbungsplatz genutzt worden sei. 2005 seien weitere Teile beim Ausbau der Berliner Stadtautobahn in der N\u00e4he des fr\u00fcheren Standortes des Tunnels aus der Erde geholt worden.\n<\/p>\n<p class=\"paragraph article__item\">\u00a9 dpa-infocom, dpa:260828-930-598191\/1<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der US-amerikanische Geheimdienst CIA und der britische Secret Intelligence Service (SIS) bauten zu Beginn des Kalten Krieges einen&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1266269,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[1941,1939,10195,296,1937,1890,12796,129,29,325,3557,30,108219,1940,15,1938,57727,261606,261605],"class_list":["post-1266268","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-aktuelle-nachrichten-aus-berlin","tag-aktuelle-news-aus-berlin","tag-altglienicke","tag-berlin","tag-berlin-news","tag-brandenburg","tag-cia","tag-ddr","tag-deutschland","tag-geheimdienst","tag-geheimdienste","tag-germany","tag-kgb","tag-nachrichten-aus-berlin","tag-news","tag-news-aus-berlin","tag-rudow","tag-secret-intelligence-service","tag-storkow"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117173787650034411","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266268","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1266268"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266268\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1266269"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1266268"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1266268"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1266268"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}