{"id":1266276,"date":"2026-08-28T15:18:29","date_gmt":"2026-08-28T15:18:29","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266276\/"},"modified":"2026-08-28T15:18:29","modified_gmt":"2026-08-28T15:18:29","slug":"berliner-senat-bestaetigt-erpressung-wegner-weist-ultimatum-von-hackern-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266276\/","title":{"rendered":"Berliner Senat best\u00e4tigt Erpressung: Wegner weist Ultimatum von Hackern zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"<p class=\"tspCJpg tspCJph\">Nach dem<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/nach-hackerangriff-auf-berliner-senatsverwaltungen-auszahlung-von-wohngeld-an-uber-50000-haushalte-in-gefahr-15952358.html?icid=in-text-link_15984600\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"> Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung<\/a> haben der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger (SPD) den Versuch einer Erpressung des Landes best\u00e4tigt\u00a0\u2013 und entschieden zur\u00fcckgewiesen. \u201eDas Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen\u201c, sagte der Regierende am Freitagnachmittag.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Indirekt best\u00e4tigte Wegner die am Donnerstagabend vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ver\u00f6ffentlichte Meldung, wonach eine L\u00f6segeldforderung an das Land Berlin eingegangen sein soll. Zur H\u00f6he der Forderungen machten Wegner und Spranger am Freitag keine Angaben. Auch dazu, wer die Erpresser sind, trafen beide keine Aussage. Fragen waren im Anschluss an das wenige Minuten dauernde Statement nicht zugelassen.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Zuvor hatte Wegner in einem ungew\u00f6hnlichen Schritt die Fraktionsvorsitzenden aller im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien zu einer Informationsrunde eingeladen. Tagesspiegel-Informationen zufolge nahmen daran auch Vertreter von Staatsanwaltschaft, Landeskriminalamt und dem Institut f\u00fcr Sicherheit in der Informationstechnik teil. Die bislang vorliegenden Informationen scheinen aber auch dort d\u00fcrftig.<\/p>\n<p> T\u00e4ter formulierten ein Ultimatum <\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Fest steht aktuell anscheinend nur, wie viele Daten im Zuge des sp\u00e4testens am 7. August gestarteten Hackerangriffs abgeflossen sind. 5,7 Tera-Byte\u00a0\u2013 sprich 5700 Giga-Byte\u00a0\u2013 Daten der Senatsverwaltung f\u00fcr Umwelt und Verkehr sollen Tagesspiegel-Informationen zufolge kopiert worden sein. Um welche Daten genau es sich dabei handelt, ist Gegenstand laufender Untersuchungen. Zugang zum Landesnetz verschafften sich die T\u00e4ter offenbar durch den Klick eines Mitarbeiters auf eine Phishing-Mail.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Vage sind bislang auch die Angaben dazu, wer hinter der Attacke steckt. Tagesspiegel-Informationen zufolge haben die Beh\u00f6rden Hinweise auf eine Gruppe, die in der Vergangenheit durch \u00e4hnliche Attacken aufgefallen ist. Darauf, dass staatliche Akteure hinter der Aktion stecken, gebe es derzeit keine Hinweise. Die Erpressung selbst soll durch Eintr\u00e4ge im Darknet und die pers\u00f6nliche Kontaktaufnahme zu einem Berliner Staatssekret\u00e4r kommuniziert worden sein. Angeblich wurde ein Ultimatum formuliert: Freitagnachmittag, 16 Uhr.<\/p>\n<blockquote class=\"tspCMpp\">\n<p>Die Handlungsf\u00e4higkeit unseres Staates steht nicht zum Verkauf.<\/p>\n<\/blockquote>\n<p class=\"tspCMpq\"><strong>Bettina Jarasch, <\/strong>Gr\u00fcnen-Fraktionsvorsitzende<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Der Senat m\u00fcsse schnell ein belastbares Bild der Bedrohungslage gewinnen und das Parlament umfassend informieren, hatte Gr\u00fcnen-Fraktionsvorsitzende Bettina Jarasch noch vor der Erkl\u00e4rung von Wegner gefordert. \u201eSollte die L\u00f6segeldforderung tats\u00e4chlich von den Angreifern stammen, muss klar sein: Die Handlungsf\u00e4higkeit unseres Staates steht nicht zum Verkauf\u201c, so die Gr\u00fcnen-Politikerin.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Auch die ebenfalls zu dem Krisentreffen eingeladene AfD-Fraktionsvorsitzende Kristin Brinker forderte umfassende Aufkl\u00e4rung. \u201eOffensichtlich versucht der Senat, die Angelegenheit bis zur Wahl m\u00f6glichst kleinzuhalten. Diese Salamitaktik ist inakzeptabel\u201c, kritisierte sie.<\/p>\n<p> Spranger: Wahl ist nicht gef\u00e4hrdet <\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Es m\u00fcsse auf den Tisch kommen, was \u00fcber die Angreifer bekannt sei und in welchem Umfang die Hacker Zugriff auf die IT der Berliner Verwaltung gehabt h\u00e4tten. F\u00fcr Brinker stellen sich noch weitere Fragen: \u201eBesteht die M\u00f6glichkeit, dass durch den Hack Einfluss auf die Organisation der Wahl zum Abgeordnetenhaus oder gar auf deren Ergebnisfeststellung genommen wird?\u201c<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Zumindest diese Sorge versuchte Innensenatorin Spranger zu zerstreuen. \u201eNach jetzigem Stand ist die Wahlumgebung sicher\u201c, sagte sie und erkl\u00e4rte, es seien aus den f\u00fcr die Durchf\u00fchrung der wahlrelevanten Bereiche \u201ekeinerlei Daten abgeflossen\u201c.<\/p>\n<p> Cyberangriff war tagelang unbemerkt geblieben <\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Am Mittwoch war bekannt geworden, dass der Angriff bereits deutlich fr\u00fcher begonnen hatte als zun\u00e4chst kommuniziert. Wie die Senatskanzlei am Mittwoch auf Nachfrage erkl\u00e4rte, hat die Senatsverkehrsverwaltung erstmals am 7. August einen Datenabfluss gemeldet. Warum die Beh\u00f6rde genau wie die ebenfalls betroffene Senatsverwaltung f\u00fcr Stadtentwicklung erst sieben Tage sp\u00e4ter \u2013\u00a0am 14.\u00a0August\u00a0\u2013 vom Netz getrennt wurde, ist unklar.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Zudem best\u00e4tigte die Senatskanzlei, dass im Zuge der laufenden Untersuchungen weitere Datenabfl\u00fcsse festgestellt wurden. \u201eEs kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Gesch\u00e4ftsbereich der Senatsverwaltung f\u00fcr Mobilit\u00e4t, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt auch personenbezogene oder sonstige nicht-\u00f6ffentliche Daten betroffen sind\u201c, hei\u00dft es in der Pressemitteilung.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Die Senatskanzlei erhielt laut einer Sprecherin der Senatskanzlei am 25. August 2026 entsprechende Hinweise. Der Datenabfluss sei am 26. August 2026 durch die betroffene Senatsverwaltung best\u00e4tigt worden.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Indirekt best\u00e4tigte Florian Hauer, Chief Digital Officer des Landes Berlin, in seinem Statement die anhaltende Unwissenheit des Senats in Bezug auf den Hackerangriff. \u201eSobald wir belastbare Erkenntnisse zum Umfang und Inhalt der Daten haben, werden wir die zust\u00e4ndigen parlamentarischen Gremien und Stellen informieren\u201c, sagte Hauer am Mittwoch. Er gehe davon aus, dass der Angriff einged\u00e4mmt werden konnte, erg\u00e4nzte er. Am Freitag \u00e4u\u00dferte sich Hauer nicht pers\u00f6nlich.<\/p>\n<p> Viele Fragen bleiben offen <\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Bereits am Montag hatte der zust\u00e4ndige Staatssekret\u00e4r erkennen lassen, dass Senat und Sicherheitsbeh\u00f6rden bei der Untersuchung des Vorfalls <a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/keine-belastbaren-erkenntnisse-berliner-senat-tappt-nach-hackerangriff-im-dunklen-15976892.html?icid=in-text-link_15984600\" class=\"link link--internal\" data-gtm-class=\"article-text-link\" data-gtm-val=\"internal\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">vor zahlreichen offenen Fragen stehen<\/a>. Wann der Angriff erfolgte, wer ihn warum durchgef\u00fchrt hat und ob der Angriff beendet und das Landesnetz wieder sicher sei, vermochte Hauer Tagesspiegel-Informationen zufolge auch unter Ausschluss der \u00d6ffentlichkeit nicht zu erkl\u00e4ren. \u201eEs ist zu fr\u00fch, eine absolute Entwarnung zu geben\u201c, sagte Hauer am Montag. Die Mitteilung vom Mittwoch scheint ihn darin zu best\u00e4tigen, genau wie das Statement Wegners vom Freitag.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">Tagesspiegel-Informationen zufolge sind aktuell zahlreiche Mitarbeiter des US-Unternehmens Crowdstrike damit befasst, den erfolgreichen Angriff auf das Berliner Landesnetz zu untersuchen. Da s\u00e4mtliche Senatsverwaltungen und Landesbeh\u00f6rden von dem Scan umfasst sind, d\u00fcrfte die Kontrolle noch mehrere Tage anhalten. Nicht ausgeschlossen ist, dass noch weitere Datenverluste erkannt werden.<\/p>\n<p>Mehr zum Hackerangriff in Berlin<a href=\"https:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/keine-belastbaren-erkenntnisse-berliner-senat-tappt-nach-hackerangriff-im-dunklen-15976892.html?icid=topic-list_15984600___\" data-gtm-class=\"article-mzt-link\" data-hydrate-fingerprint=\"09740a54944caac75fd2c0c63fd5c5df\" 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Sie seien \u201egrunds\u00e4tzlich arbeitsf\u00e4hig\u201c, hie\u00df es dazu aus der Senatskanzlei. Tagesspiegel-Informationen zufolge stimmt das nur zum Teil. W\u00e4hrend einzelne Mitarbeiter berichten, bereits seit Montag wieder st\u00f6rungsfrei arbeiten zu k\u00f6nnen, berichten andere von massiven Einschr\u00e4nkungen.<\/p>\n<p class=\"tspCJpg\">In der Folge w\u00fcrden aktuell viele Mitarbeiter private Internetzug\u00e4nge f\u00fcrs berufliche Surfen nutzen, wie ein Mitarbeiter dem Tagesspiegel-Newsletter \u201eCheckpoint\u201c erkl\u00e4rte. Dadurch wiederum entstehen neue Risiken f\u00fcr die IT\u2011Sicherheit. (mit dpa)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Nach dem Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung haben der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) und Innensenatorin Iris Spranger&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1266205,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,2068,31,29,30,21425,2384,7785,1891,2239,184],"class_list":["post-1266276","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-berliner-senat","tag-cdu","tag-deutschland","tag-germany","tag-iris-spranger","tag-kai-wegner","tag-kristin-brinker","tag-landespolitik-berlin","tag-rbb","tag-spd"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117173807211185950","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266276","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1266276"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1266276\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1266205"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1266276"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1266276"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1266276"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}