{"id":1266855,"date":"2026-08-28T21:30:17","date_gmt":"2026-08-28T21:30:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266855\/"},"modified":"2026-08-28T21:30:17","modified_gmt":"2026-08-28T21:30:17","slug":"hackergruppe-erpresst-berlin-nach-datenklau-und-fordert-millionen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1266855\/","title":{"rendered":"Hackergruppe erpresst Berlin nach Datenklau und fordert Millionen"},"content":{"rendered":"<p>Berlin ist Opfer einer Straftat geworden und wurde von einer Hackergruppe erpresst.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Berlin wird erpresst. Zwei Wochen, nachdem eine Cyberattacke auf das Datennetz der Verwaltung der deutschen Hauptstadt bekannt wurde, bekommt der Vorgang eine noch bedrohlichere Dimension. Nach wie vor ist nicht bekannt, an welche und wie viele Daten die Cyberkriminellen gekommen sind. Aber eins steht fest: \u201eWir k\u00f6nnen Ihnen heute sagen, dass Berlin Opfer einer schweren Straftat geworden ist\u201c, erkl\u00e4rte der Regierende B\u00fcrgermeister Kai Wegner (CDU) am Freitag.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Berlin werde von den T\u00e4tern erpresst. Womit genau sie gedroht haben, lie\u00df der CDU-Politiker offen. Er \u00e4u\u00dferte sich nicht dazu, ob es eine Forderung nach L\u00f6segeld gibt und was zu den Cyberkriminellen m\u00f6glicherweise schon bekannt ist. Wegner betonte aber: \u201eDas Land Berlin wird sich nicht erpressen lassen.\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">\u201eZu Inhalt und Umfang der betroffenen Daten k\u00f6nnen wir noch keine Auskunft geben\u201c, sagte der Regierende B\u00fcrgermeister. Es sei aber nicht auszuschlie\u00dfen, dass die Hacker auch an personenbezogene Daten gekommen seien.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Der Cyberangriff war am 14. August bekannt geworden. Daraufhin wurden die beiden betroffenen Senatsverwaltungen f\u00fcr Verkehr sowie f\u00fcr Bauen und Wohnen vor\u00fcbergehend vom Landesnetz abgetrennt. Das Berliner Landeskriminalamt und die Staatsanwaltschaft ermitteln zu dem Vorgang. Zun\u00e4chst hie\u00df es, es seien nur \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche, keinerlei sensible Daten abgeflossen. Schon am Mittwoch hatte die Senatskanzlei einger\u00e4umt, dass das nicht so ist.<\/p>\n<p>Erpressungsversuch ist seit gestern bekannt<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Seit dem sp\u00e4ten Donnerstagnachmittag sei der Erpressungsversuch bekannt. \u201eWir haben deshalb gestern sehr kurzfristig, die Innensenatorin und ich, mit den Sicherheitsbeh\u00f6rden des Landes und des Bundes Kontakt aufgenommen\u201c, sagte Wegner.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Nach einem Treffen mit den Sicherheitsbeh\u00f6rden am Freitagvormittag gab es am Nachmittag zun\u00e4chst eine Sondersitzung des Senats. Anschlie\u00dfend wurden die Vorsitzenden s\u00e4mtlicher Fraktionen im Landesparlament \u00fcber den aktuellen Stand informiert \u2013 alles Zeichen daf\u00fcr, wie ernst die Landesregierung den Vorfall inzwischen einsch\u00e4tzt.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Innensenatorin Iris Spranger betonte mit Blick auf Teile des Datennetzes, die f\u00fcr die Wahl zum Abgeordnetenhaus am 20. September eine Rolle spielen: \u201eNach jetzigem Stand sind dort keinerlei Daten abgeflossen.\u201c Die SPD-Politikerin erg\u00e4nzte: \u201eDie Wahlumgebung ist sicher nach Angaben unserer Sicherheitsbeauftragten.\u201c An die Hacker richtete sich die klare Botschaft: \u201eWir lassen uns nicht erpressen, und wir werden uns nicht erpressen lassen.\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Gr\u00fcnen-Fraktionsvorsitzender Werner Graf sagte, es seien noch sehr, sehr viele Fragen offen \u2013 etwa, was die Art der Daten angehe. Es sei bisher nicht mitgeteilt worden, welche Summe erpresst werde, so der Gr\u00fcnen-Politiker. \u201eWir unterst\u00fctzen aber den Kurs, dass sich Berlin nicht erpressen lassen darf.\u201c<\/p>\n<p>Opposition fordert Aufkl\u00e4rung<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">AfD-Fraktionschefin Kristin Brinker sagte, nach ihrer Wahrnehmung erscheine der Erpressungsversuch sehr glaubw\u00fcrdig. \u201eInsofern ist das schon ein ernstzunehmender Fall.\u201c Es m\u00fcsse jetzt alles daran gesetzt werden, die offenen Fragen zu beantworten und vor allem sicherzustellen, dass so etwas nicht noch einmal passieren k\u00f6nne. \u201eHier ist eine Mammutaufgabe, die vor der n\u00e4chsten Regierung steht.\u201c<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Der Angriff auf das Datennetz war in jedem Fall umfangreicher als zun\u00e4chst erkennbar: Noch am Montag hatte der Staatssekret\u00e4r f\u00fcr Digitalisierung und Chief Digital Officer erkl\u00e4rt, nach seinem Kenntnisstand seien keine sensiblen, also zum Beispiel personenbezogenen Daten, abgeflossen oder solche mit Bezug zu kritischer Infrastruktur. Nur zwei Tage sp\u00e4ter r\u00e4umte die Senatskanzlei ein, dass das m\u00f6glicherweise doch so sei.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Au\u00dferdem steht inzwischen fest, dass der Angriff deutlich fr\u00fcher begonnen hat, als er am 14. August bekannt wurde. Nach den bisherigen Erkenntnissen sind bereits vom 7. bis zum 12. August Daten abgeflossen.<\/p>\n<p class=\"klz-story-element-paragraph klz-text-copy\" data-testid=\"article-paragraph\">Die Hacker waren also schon mindestens eine Woche vor der Entdeckung des Vorgangs ins Berliner Landesnetz eingedrungen. Damit ist aber noch nicht sicher, wann der Cyberangriff tats\u00e4chlich gestartet ist, der Zeitpunkt kann durchaus noch davor liegen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Berlin ist Opfer einer Straftat geworden und wurde von einer Hackergruppe erpresst. Berlin wird erpresst. 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