{"id":1267095,"date":"2026-08-29T07:02:21","date_gmt":"2026-08-29T07:02:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267095\/"},"modified":"2026-08-29T07:02:21","modified_gmt":"2026-08-29T07:02:21","slug":"werder-bremen-wundertuete-werder-neustart-unter-erschwerten-bedingungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267095\/","title":{"rendered":"Werder Bremen: Wundert\u00fcte Werder \u2013 Neustart unter erschwerten Bedingungen"},"content":{"rendered":"<p>Werder Bremen will die Lehren aus der vergangenen Saison ziehen, in der der Traditionsverein beinahe abgestiegen w\u00e4re. Dabei setzt Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Clemens Fritz prim\u00e4r auf einen Namen, der Hoffnung macht.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">F\u00fcr Niclas F\u00fcllkrug war es mehr als ein Jobwechsel. Darauf legt er gro\u00dfen Wert. Es gehe ihm auch nicht um den Anspruch, den ein Verein hat, sondern \u201eum die Menschen, die einen Verein besonders machen\u201c, erkl\u00e4rte der fr\u00fchere Nationalspieler. Seine Erfahrungen bei Borussia Dortmund, West Ham und AC Mailand m\u00f6chte er, so unterschiedlich sie auch waren, zwar nicht missen \u2013 doch in Bremen habe er als Nachwuchsspieler \u201eim Stadion gewohnt\u201c. Deshalb sei er \u201evollkommen zufrieden, wieder hier zu sein\u201c.<\/p>\n<p>Die R\u00fcckkehr von F\u00fcllkrug tut gut \u2013 ihm selbst, dem Klub und vor allem den Fans. Denn bei <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/werder-bremen\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/sport\/fussball\/bundesliga\/werder-bremen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Werder Bremen<\/a>, das am Sonntag beim SC Freiburg in die neue Bundesligasaison startet (15.30 Uhr, im <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/sportdaten.welt.de\/fussball\/1bundesliga\/ma12193648\/sc-freiburg_werder-bremen\/liveticker\/\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/sportdaten.welt.de\/fussball\/1bundesliga\/ma12193648\/sc-freiburg_werder-bremen\/liveticker\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">Liveticker bei welt.de<\/a>), herrschte, bis die Ausleihe des mittlerweile 33-j\u00e4hrigen Torj\u00e4gers vor knapp zwei Wochen bekannt gegeben worden war, so ziemlich das Gegenteil von Vorfreude. <\/p>\n<p>Um ein Haar h\u00e4tte es die Hanseaten erwischt, und sie h\u00e4tten die Bundesliga nach vier Jahren wieder verlassen m\u00fcssen. Die Tatsache, dass es die Mannschaft am Ende einer verkorksten Saison dann doch noch auf den rettenden 15. Platz schaffte, war eher dem Umstand geschuldet, dass es mit St. Pauli, Heidenheim und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/vfl-wolfsburg\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/vfl-wolfsburg\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wolfsburg<\/a> drei Teams gab, die noch schlechter waren. Gut war in <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/bremen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/bremen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bremen<\/a> 2025\/26 nichts, vordergr\u00fcndig stimmungsm\u00e4\u00dfig. So konnte es nicht weitergehen.<\/p>\n<p>Wie F\u00fcllkrug Werder und seine eigene Rolle sieht<\/p>\n<p>Das wird es auch nicht \u2013 verspricht F\u00fcllkrug. Die Mannschaft habe Potenzial. Er habe sich auch w\u00e4hrend der vergangenen Saison, in deren erster H\u00e4lfte er meist auf der Bank oder der Trib\u00fcne in London sa\u00df und dann nach Mailand wechselte, wo er zwar spielte, aber nur einmal traf, nicht wirklich Sorgen um Werder gemacht. In Bremen gebe es halt eine Diskrepanz zwischen Anspruch und Realit\u00e4t. Da sei einerseits die gro\u00dfe Vergangenheit mit legend\u00e4ren Europapokaln\u00e4chten, andererseits der Neuaufbau nach der R\u00fcckkehr in die erste Liga 2022. Es ist ein Spagat \u2013 zwischen einer guten Platzierung und dem Schaffen neuer Werte. F\u00fcr Letzteres sei es wichtig, auf junge, entwicklungsf\u00e4hige Spieler zu setzen. Das aber gehe zulasten der Stabilit\u00e4t.<\/p>\n<p>Seine Rolle sieht F\u00fcllkrug darin, in diesem Prozess Halt zu geben, voranzugehen. \u201eIch glaube, dass es wichtig ist, dass wir als Mannschaft das nutzen, was ich ausstrahle\u201c, erkl\u00e4rte er. Damit meint er: seine Erfahrung, seine Kaltschn\u00e4uzigkeit vor dem Tor \u2013 und vor allem seine Aura. Werder hat, abgesehen von F\u00fcllkrug, tats\u00e4chlich keinen Offensivspieler, der gegnerischen Verteidigern Respekt einfl\u00f6\u00dft.<\/p>\n<p>Das war das Hauptproblem, das gleich von zwei Trainern nicht behoben werden konnte. Die Mannschaft war weder unter Horst Steffen, mit dem die Bremer in die Saison gegangen waren, noch unter Daniel Thioune, der im Februar \u00fcbernahm, effizient. Werder hatte eine schlechte Chancenverwertung und kam auf gerade 37 Saisontore \u2013 nur Tabellenschlusslicht St. Pauli (29) war noch schlechter.<\/p>\n<p>Werder will und muss sparsam wirtschaften<\/p>\n<p>Die Ursachen lagen auch in der Einkaufspolitik. Samuel Mbangula, der f\u00fcr zehn Millionen Euro von Juventus Turin geholte Linksau\u00dfen, z\u00fcndete nicht. Auch die insgesamt sieben Leihspieler brachten nur teilweise positive Effekte \u2013 die viel beachtete Ausleihe des Leverkusener Torj\u00e4gers Victor Boniface floppte. Der Angriff blieb, egal in welcher Formation und Besetzung gespielt wurde, harmlos: Justin Njinmah kam auf f\u00fcnf Treffer, Marco Gr\u00fcll wie Mbangula und der vom VfB Stuttgart ausgeliehene Jovan Milosevic auf drei. Bester Torsch\u00fctze war ein Mittelfeldspieler: Jens Stage. Der D\u00e4ne traf zehnmal und war neben Abwehrchef Marco Friedl die einzige F\u00fchrungspers\u00f6nlichkeit. Es musste sich grunds\u00e4tzlich etwas \u00e4ndern.<\/p>\n<p>Eine Zeit lang sah es sogar aus, als ob die Bremer einen komplett neuen Kurs einschlagen k\u00f6nnten. Clemens Fritz, seit 2024 Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Fu\u00dfball, war massiv in die Kritik geraten. Der Aufsichtsrat sprach ihm dann doch das Vertrauen aus \u2013 lie\u00df ihn aber nicht ohne Mahnung davonkommen. \u201eWir erwarten trotz eines deutlich ver\u00e4nderten Kaders eine stabile Entwicklung (\u2026). Wir erwarten eine Mannschaft, die wettbewerbsstark zusammengestellt ist und die Menschen mit einer guten Energie, viel Leidenschaft und einer offensiven Spielweise begeistert\u201c, lie\u00df das Kontrollgremium, das von Pr\u00e4sident Hubertus Hess-Grunewald geleitet wird, verlauten.<\/p>\n<p>Fritz, nicht unbedingt gest\u00e4rkt, und Sportdirektor Peter Niemeyer wussten, dass sie liefern m\u00fcssen. Sie holten mit Markus Pilawa einen Fachmann dazu. Der fr\u00fchere Kaderplaner von <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/borussia-dortmund\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/borussia-dortmund\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Borussia Dortmund<\/a> und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/fc-bayern-muenchen\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/fc-bayern-muenchen\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bayern M\u00fcnchen<\/a> machte sich an die Arbeit: Elf neue Spieler kamen. Nur drei kosteten Abl\u00f6se \u2013 und das in \u00fcberschaubarem Rahmen. F\u00fcr Innenverteidiger Oskar Wojcik, Mittelfeldspieler Dariusz Stalmach und den bisher geliehenen Torh\u00fcter Karel Hein, der fest von Arsenal verpflichtet wurde, musste Werder zusammen 7,1 Millionen Euro zahlen. Demgegen\u00fcber stehen wuchtige Erl\u00f6se: Mit Karim Coulibaly, Romano Schmid und Stammkeeper Mio Backhaus gingen gleich drei Leistungstr\u00e4ger. Das sp\u00fclte mehr als 40 Millionen Euro in die Kasse. Geld, das aber nicht ansatzweise reinvestiert werden soll.<\/p>\n<p>Werder will sparsam wirtschaften \u2013 und muss es auch. Da sind die Tilgungen f\u00fcr den Stadionausbau und Fehlbetr\u00e4ge der vergangenen Jahre. Der Handlungsspielraum f\u00fcr Fritz und seine Mitarbeiter bleibt eng. Das erfordert Einfallsreichtum. Mit Eren Dinkci, Ludovit Reis und zuletzt F\u00fcllkrug hat Thioune zwar drei neue Spieler, denen zugetraut werden kann, Werder st\u00e4rker zu machen \u2013 doch es gibt immer noch L\u00fccken im Kader. Ein Au\u00dfen- und ein Innenverteidiger sollen noch kommen.<\/p>\n<p>Immerhin schwebt ein Damoklesschwert nicht mehr \u00fcber Thioune, der den Neustart gestalten soll: Ein Verkauf von Jens Stage ist vom Tisch. \u201eWir sind jetzt kurz vor Schlie\u00dfung des Transferfensters, und die Nachfolge-Regelung w\u00fcrde nicht einfacher werden\u201c, sagte Fritz der \u201eBild\u201c. Es gebe viele Ver\u00e4nderungen, \u201edaher ist die Stabilit\u00e4t, die Jens uns geben kann, umso wichtiger\u201c. Die vergangene Saison war zittrig genug.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Werder Bremen will die Lehren aus der vergangenen Saison ziehen, in der der Traditionsverein beinahe abgestiegen w\u00e4re. 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