{"id":1267390,"date":"2026-08-29T10:22:24","date_gmt":"2026-08-29T10:22:24","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267390\/"},"modified":"2026-08-29T10:22:24","modified_gmt":"2026-08-29T10:22:24","slug":"rheinmetall-chef-papperger-spottet-ueber-micky-mouse-companies","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267390\/","title":{"rendered":"Rheinmetall-Chef Papperger spottet \u00fcber Micky-Mouse-Companies"},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\"> Es ist noch gar nicht so viele Jahre her, so schildert es der Au\u00dfenausschuss-Vorsitzende <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/armin-laschet\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Armin Laschet<\/a> (CDU) an diesem Freitagabend im D\u00fcsseldorfer Maxhaus, da h\u00e4tten Politiker um <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/rheinmetall\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Rheinmetall<\/a> einen gro\u00dfen Bogen gemacht. \u201eHeute \u00fcberschlagen sie sich\u201c, res\u00fcmiert der CDU-Politiker. Gleich neben Laschet sitzt auf dem Podium der Mann, den dieser Befund am meisten freut: Armin Papperger, Vorstandschef der D\u00fcsseldorfer R\u00fcstungsschmiede.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dieses neue Wohlwollen, das die Zeitenwende ihm beschert hat, ist dem R\u00fcstungsmanager anzumerken. Launig plaudert er von Treffen mit dem Chef der Investmentbank JPMorgan, l\u00e4sst Erfolgsmeldungen von einem Wachstum von 70 Prozent im zweiten Quartal fallen und nimmt einen eigenen Versprecher mit Humor: Statt vom F35 \u2013 dem Kampfflieger-Erfolgsprojekt in Weeze \u2013 spricht er vom F126, also dem Fregattenprojekt, das Bundesverteidigungsminister <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/boris-pistorius\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Boris Pistorius<\/a> (SPD) zum \u00c4rger von Rheinmetall und dessen Aktion\u00e4ren stoppen lie\u00df.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Papperger selbst kann zumindest \u00fcber den verbalen Schnitzer lachen. Seinen Kritikern, die \u00f6ffentlich davor warnten, Rheinmetall k\u00f6nne zu gro\u00df und zu m\u00e4chtig werden, h\u00e4lt er entgegen: \u201eWollen wir erfolgreiche Unternehmen haben, die international erfolgreich sind? Oder wollen wir kleine Micky-Mouse-Companies haben, die wenig Umsatz machen und relativ gut unter Kontrolle sind?\u201c Das m\u00fcsse die <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/bundesregierung\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bundesregierung<\/a> entscheiden.<\/p>\n<p>Weitere Gro\u00dfinvestition f\u00fcr Neuss angek\u00fcndigt      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">F\u00fcr die Region, besser gesagt: f\u00fcr die Nachbarstadt <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/neuss\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Neuss<\/a>, hat er gleich noch eine Ank\u00fcndigung dabei: \u201eWas wir machen wollen hier in NRW und was auch in Abstimmung mit der Ministerin ist, dass wir ein Technologiezentrum aufbauen.\u201c Dieses solle die Produktionsst\u00e4tte in Neuss erg\u00e4nzen, wo nach Angaben des Konzernchefs schon jetzt Woche f\u00fcr Woche ein neuer Satellit gefertigt werde und zwei Milliarden Euro Umsatz erzielt w\u00fcrden. \u201eDaneben wollen wir ein Technologiezentrum bauen und 250 Millionen Euro investieren \u2013 auch gemeinsam investieren. Wir wollen 500 Wissenschaftler drin haben, die die K\u00fcnstliche Intelligenz machen, die den gesamten Bereich Digitalisierung und Satellitentechnik machen.\u201c Das Technologiezentrum solle gleich neben der Fertigungsst\u00e4tte entstehen. \u201eDas ist da, wo wir es hinbauen m\u00f6chten \u2013 und ich denke auch werden.\u201c Man werde k\u00fcnftig in diesem Hochtechnologie-Bereich in NRW ein Cluster haben, in dem 5000 bis 6000 Menschen arbeiteten und forschten.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u201eIn NRW sind wir stark und wachsen stark\u201c, verspricht er. Stahlproduzenten aus Indien und China habe er rausgeschmissen. \u201eIch kaufe heute den Stahl f\u00fcr etwas mehr Geld in Deutschland.\u201c Daf\u00fcr gibt es den wohl lautesten Applaus an diesem Abend. Doch Papperger ist noch nicht fertig: Im Verteidigungsbereich habe man 34.000 Mitarbeiter, aber noch einmal dreimal so viele in der Lieferkette. An die 11.500 Zulieferer werde man allein in diesem Jahr Auftr\u00e4ge in H\u00f6he von acht Milliarden Euro vergeben &#8211; 20 Prozent entfielen auf NRW. Bis 2029 werde Rheinmetall etwa 300.000 Menschen besch\u00e4ftigen und davon 220.000 in Deutschland. \u201eEine echte Jobmaschine.\u201c<\/p>\n<p>Kritik an der Au\u00dfenpolitik des Kanzlers      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Doch auch jenseits des rheinmetallenen Muskelspiels hat der Abend der Academy for International Affairs den Zuh\u00f6rern, darunter der Sicherheits-Experte Carlo Masala, einiges zu bieten. Etwa parteiinterne Kritik am Au\u00dfenkanzler <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/friedrich-merz\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Friedrich Merz<\/a> (CDU). Armin Laschet, fr\u00fcherer NRW-Ministerpr\u00e4sident und nun Au\u00dfenpolitiker, macht kein Geheimnis daraus, dass er die Europa-Politik von Merz f\u00fcr wenig \u00fcberzeugend h\u00e4lt. Er kritisiert einerseits, dass sich Merz nur mit Frankreich und Gro\u00dfbritannien abspreche und die kleinen Staaten damit de facto \u00fcbergehe. Das habe <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/helmut-kohl\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Helmut Kohl<\/a> besser gemacht. Auch kritisiert er, dass die EU von den USA bei den Verhandlungen mit <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/russland\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Russland<\/a> \u00fcber einen m\u00f6glichen Frieden in der <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/ukraine\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ukraine<\/a> au\u00dfen vorgelassen w\u00fcrde. Da reiste dann der Schwiegersohn des Pr\u00e4sidenten und ein US-Gesch\u00e4ftsmann nach Moskau. Den j\u00fcngsten Besuch des CIA-Chefs in Moskau begr\u00fc\u00dft Laschet zwar. \u201eEs ist gut, dass er da war.\u201c F\u00fcgt jedoch hinzu: \u201eSowas kann man nur, wenn man im Dialog ist.\u201c<\/p>\n<p>\u201eRussland r\u00fcstet f\u00fcr 2029\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sebastian Hartmann, langj\u00e4hriger SPD-Landesvorsitzender und inzwischen Parlamentarischer Staatssekret\u00e4r im Bundesverteidigungsministerium, warnt, dass Deutschland mit Blick auf eine russische Aggression die Zeit davonlaufe. 2029 sei der Zeitpunkt, auf den Russland hinarbeite \u2013 indem dort Kapazit\u00e4ten aufgebaut, Munition um- und eingelagert werde und Milit\u00e4rbezirke neugeordnet w\u00fcrden. Entsprechend gelte es, sich in allen Bereichen vorzubereiten. \u201eDie Rede von der Zeitenwende ist l\u00e4nger her als das Stichwort 2029.\u201c<\/p>\n<p>\u201eMit warmen Worten schreckt man Putin nicht ab\u201c      <\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">NRW-Wirtschaftsministerin <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/mona-neubaur\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mona Neubaur<\/a> (Gr\u00fcne) nutzt Hartmanns Anwesenheit gleich mal f\u00fcr einen Appell in Richtung Bund. Die unendlichen Mittel im Verteidigungsetat m\u00fcssten auch daf\u00fcr genutzt werden, dass Gelder f\u00fcr die Forschung zur Verf\u00fcgung gestellt werden. Man ben\u00f6tige eine starke R\u00fcstungsindustrie, sagte Neubaur. \u201eWeil von warmen Worten oder starken Reden sich jemand wie Putin eben nicht abschrecken l\u00e4sst.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Es ist noch gar nicht so viele Jahre her, so schildert es der Au\u00dfenausschuss-Vorsitzende Armin Laschet (CDU) an&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1267391,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1831],"tags":[62471,506,1157,3364,29,3405,30,208787,10430,1209,176,32144,16,740,261835,12897],"class_list":["post-1267390","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-duesseldorf","tag-62471","tag-armin-laschet","tag-aussenpolitik","tag-de","tag-deutschland","tag-duesseldorf","tag-germany","tag-grossinvestition","tag-neuss","tag-nordrhein-westfalen","tag-nrw","tag-papperger","tag-politik","tag-rheinmetall","tag-rheinmetallenen","tag-zeitenwende"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117178305501988832","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1267390","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1267390"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1267390\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1267391"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1267390"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1267390"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1267390"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}