{"id":1267933,"date":"2026-08-29T16:10:19","date_gmt":"2026-08-29T16:10:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267933\/"},"modified":"2026-08-29T16:10:19","modified_gmt":"2026-08-29T16:10:19","slug":"fahrradreise-fuehrt-familie-aus-puergen-mit-kleinkind-5000-kilometer-durch-europa","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267933\/","title":{"rendered":"Fahrradreise f\u00fchrt Familie aus P\u00fcrgen mit Kleinkind 5000 Kilometer durch Europa"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Kann das funktionieren, \u00fcber drei Monate mit einem eineinhalbj\u00e4hrigen Kind per Fahrrad durch Europa zu reisen? So manche Bekannte und Verwandte von Maria Sedlmayr und Markus Paul Kiem aus <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/landsberg\/ort\/puergen\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">P\u00fcrgen<\/a> (Landkreis Landsberg) hatten vorab Zweifel.  Doch die beiden nutzten ihre Elternzeit, um von Ende April bis Mitte August \u00fcber 5000 Kilometer zur\u00fcckzulegen. \u00dcber die Planung und Erfahrungen w\u00e4hrend der Tour hat unsere Redaktion mit den beiden gesprochen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eWir sind viel drau\u00dfen, Sommer wie Winter\u201c, sagt Markus Paul Klein. Er arbeitet beim Automobilzulieferer Hirschvogel in Denklingen und f\u00e4hrt die 15 Kilometer zur Arbeitsstelle und wieder zur\u00fcck mit dem Rad. Bei den beiden wechseln sich Rad- und Wanderurlaube ab. Sie haben auch schon den Elberadweg von Prag nach Hamburg abgefahren und die Alpen auf diese Weise \u00fcberquert.\n  <\/p>\n<p>            Radurlaub: \u201eMit Kind ist es nat\u00fcrlich noch mal etwas ganz anderes\u201c<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eMit Kind ist es nat\u00fcrlich noch einmal etwas ganz anderes\u201c, sagt Maria Sedlmayr. Sie habe auch mehr Bedenken gehabt als ihr Partner. Beispielsweise was die Frage angeht, wie lange der kleine Lukas Paul wohl bereits sei, im Anh\u00e4nger sitzenzubleiben. Deswegen wurde noch ein Sitz an ihr Rad angebaut, damit er nahe bei Mama sein kann. \u201eUns war klar, dass solch ein Vorhaben nach einer Woche beendet sein k\u00f6nnte wegen eines Sturzes, Krankheit oder weil es mit Kind doch nicht funktioniert\u201c, sagt Markus Paul Kiem. Insgesamt habe es w\u00e4hrend der Reise gut geklappt, bilanzieren die beiden.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Der urspr\u00fcngliche Plan war, ans Nordkap zu radeln. \u201eDas ist ein Lebenstraum von uns. Wir waren aber vor Jahren in Island schon mal campen. Das Thema N\u00e4sse in Nordeuropa war uns dann mit Kleinkind doch zu heikel. Das machen wir vielleicht in ein paar Jahren\u201c, sagt sie. Ein Wunsch, den sie ebenfalls schon l\u00e4nger hegte, war, einmal nach Albanien zu fahren.  Das sei eher ein \u201eBauchgef\u00fchl\u201c, dass sie nicht genauer begr\u00fcnden k\u00f6nne. Daraus entstand die Idee bis nach <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/donauwoerth\/ort\/donauwoerth\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Donauw\u00f6rth<\/a> zu radeln und dann bis Belgrad immer an der Donau entlang. Von dort ging es weiter \u00fcber Sarajevo nach Montenegro und Albanien. Eigentlich wollten die beiden auch einen Abstecher in den Kosovo machen, verzichteten aber darauf, nachdem ein Magen-Darm-Virus die Familie in Montenegro erwischt hatte.\n  <\/p>\n<p>            Familie aus P\u00fcrgen bew\u00e4ltigt die Strecke ohne Motor am Fahrrad<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ihre Reise stellten sie unter das Motto \u201eTour de Spielplatz.\u201c Immer das n\u00e4chste Ziel vor Augen, an dem sich Lukas bewegen und Spa\u00df haben konnte. Letztlich gab es aber gar nicht so viele Spielpl\u00e4tze, wie erhofft. Sie packten zudem Spielzeug und kleine B\u00fccher ein. Der 45-j\u00e4hrige Vater hatte vorher ein grobes Ger\u00fcst erarbeitet, auf welchen Zeltpl\u00e4tzen und in welchen Pensionen sie \u00fcbernachten. Das erkl\u00e4rte Ziel waren 55 Kilometer am Tag.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    \u201eBis Belgrad war das Terrain flach, da sind wir ansatzweise noch an den Wert rangekommen, danach war daran aber nicht mehr zu denken\u201c, erinnert sich die Mutter. Sie fuhr mit ihrem general\u00fcberholten zw\u00f6lf Jahre alten Tourenrad und er mit einem auf solche Reisen ausgelegten Rad mit Stahlrahmen. Eine Frage, die sie w\u00e4hrend der Reise \u00f6fter h\u00f6rten, war die nach dem Motor, doch keines der R\u00e4der hat einen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/radtour-1-camping.jpg\" alt=\"60-mal \u00fcbernachtete die Familie auf ihrer Tour durch Europa auf Zeltpl\u00e4tzen.\" title=\"60-mal \u00fcbernachtete die Familie auf ihrer Tour durch Europa auf Zeltpl\u00e4tzen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    60-mal \u00fcbernachtete die Familie auf ihrer Tour durch Europa auf Zeltpl\u00e4tzen.<br \/>\n    Foto: Sedlmayr<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    60-mal \u00fcbernachtete die Familie auf ihrer Tour durch Europa auf Zeltpl\u00e4tzen.<br \/>\n    Foto: Sedlmayr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Als sie starteten, schliefen sie noch mit M\u00fctze und im Daunenschlafsack, doch dann setzte Anfang Mai die <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-wetter\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Hitze<\/a> ein. In Passau wurde die Familie dann von Maria Sedlmayrs Schwester besucht. \u201eDa haben wir einige Sachen getauscht und einiges mehr mit zur\u00fcckgegeben als uns gebracht wurde\u201c, sagt sie. Zum Start hatten beide je rund 50 Kilogramm Gep\u00e4ck dabei. Als sie nun wieder ankamen, waren es bei ihr noch 20 Kilogramm und bei ihm 35 Kilogramm. Sie schickten von unterwegs einiges per Paket nach Hause.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    An Kleidung hatten die beiden f\u00fcr sich nur das Allern\u00f6tigste dabei, wuschen unterwegs. F\u00fcr den kleinen Lukas wurde etwas mehr eingepackt. 54-mal \u00fcbernachteten sie in Pensionen und 60-mal auf Zeltpl\u00e4tzen. \u201eWir haben uns vorher extra ein Vier-Mann-Zelt mit Vorraum gekauft. Dass man sich bei schlechtem Wetter auch mal ausweichen und dort kochen kann\u201c, sagt er. Regen hatte die Familie w\u00e4hrend der drei Monate aber nur an drei Tagen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Was Ihnen w\u00e4hrend der Reise auf dem Balkan auffiel, war das extreme Gef\u00e4lle zwischen den modernen St\u00e4dten und den l\u00e4ndlichen Regionen, was deren Infrastruktur angeht. \u201eEs kommt einem vor, als h\u00e4tten sie die D\u00f6rfer vergessen.\u201c Das traf auch auf das Thema Radwege zu. \u201eIch habe deswegen vorab schon darauf bestanden, dass wir beide Warnwesten tragen\u201c, sagt sie. Dass sie viel auf Stra\u00dfen unterwegs gewesen sind, habe sich aber als weniger problematisch erwiesen als zuvor bef\u00fcrchtet. Auto- und Lkw-Fahrer h\u00e4tten sich mittels Hupe bemerkbar gemacht und dann \u00fcberholt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Genauso selten wie Radwege sind auch Touristen in den l\u00e4ndlichen Regionen des Balkans. \u201eWir haben dort sehr viel Herzlichkeit erlebt. Das ist auch am Gardasee der Fall, wo wir schon h\u00e4ufiger waren. Dort ist es aber professionell h\u00f6flich, auf dem Balkan kam es von Herzen.\u201c Sie wurden immer wieder zum Essen und Trinken eingeladen. Meist sei der kleine Lukas der T\u00fcr\u00f6ffner gewesen, um ins Gespr\u00e4ch zu kommen.\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/radtour-schlucht-montenegro.jpg\" alt=\"Die Piva-Schlucht in Montenegro beeindruckte Markus Paul Kiem besonders.\" title=\"Die Piva-Schlucht in Montenegro beeindruckte Markus Paul Kiem besonders.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Die Piva-Schlucht in Montenegro beeindruckte Markus Paul Kiem besonders.<br \/>\n    Foto: Sedlmayr<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Die Piva-Schlucht in Montenegro beeindruckte Markus Paul Kiem besonders.<br \/>\n    Foto: Sedlmayr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Die Hitze hatte auch Auswirkungen auf ihren Tagesablauf. \u201eWir haben dann entschieden, dass wir sehr fr\u00fch starten\u201c, berichtet er. Konkret bedeutete dies, dass sie zwischen 7 und 7.30 Uhr schon wieder auf dem Rad sa\u00dfen und mittags am n\u00e4chsten Etappenziel waren. Viele Ausfl\u00fcge machten sie nicht und streiften die Hauptst\u00e4dte der L\u00e4nder nur, genossen aber die Natur entlang der Strecke. Als \u201esagenhaft sch\u00f6n\u201c bezeichnet Markus Paul Kiem die Piva-Schlucht in Montenegro. Seine 33-j\u00e4hrige Partnerin schw\u00e4rmt vor allem von der Landschaft in den Apenninen. \u201eWir kennen den Gardasee und die Toskana gut, aber der Teil Italiens hat mir das Land noch n\u00e4her gebracht.\u201c\n  <\/p>\n<p>    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/radtour-apenninen.jpg\" alt=\"Einen wunderbaren Sonnenuntergang erlebte die Familie in S\u00fcditalien. Auf dem Bild ist die durch Erosion geformte Lehm- und Tonlandschaft (Calanchi) zu sehen.\" title=\"Einen wunderbaren Sonnenuntergang erlebte die Familie in S\u00fcditalien. Auf dem Bild ist die durch Erosion geformte Lehm- und Tonlandschaft (Calanchi) zu sehen.\" loading=\"lazy\" class=\"h-full w-full object-cover\"\/><\/p>\n<p>      Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>    Einen wunderbaren Sonnenuntergang erlebte die Familie in S\u00fcditalien. Auf dem Bild ist die durch Erosion geformte Lehm- und Tonlandschaft (Calanchi) zu sehen.<br \/>\n    Foto: Sedlmayr<\/p>\n<p>        Schlie\u00dfen <\/p>\n<p>      Icon Schlie\u00dfen<\/p>\n<p>        Icon vergr\u00f6\u00dfern<\/p>\n<p>        Icon verkleinern<\/p>\n<p>      Icon Pfeil bewegen<\/p>\n<p>    Einen wunderbaren Sonnenuntergang erlebte die Familie in S\u00fcditalien. Auf dem Bild ist die durch Erosion geformte Lehm- und Tonlandschaft (Calanchi) zu sehen.<br \/>\n    Foto: Sedlmayr<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Und kamen Sie w\u00e4hrend der Reise an den Punkt, dass sie genug hatten? \u201eBei Markus gibt es diesen Punkt nicht\u201c, sagt sie und schmunzelt. Am Koman-Stausee in Albanien sei sie wegen der Hitze und der Steigungen fast so weit gewesen. Sedlmayr lie\u00df sich und Lukas aber in \u00d6sterreich von den Eltern abholen. \u201eIch wollte nicht an dem Punkt aufh\u00f6ren, an dem ich losgefahren bin.\u201c Er  bew\u00e4ltigte die letzten 200 Kilometer an einem Tag allein. \u201eDa konnte ich mich noch mal richtig auspowern\u201c, sagt er sichtlich zufrieden.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Kann das funktionieren, \u00fcber drei Monate mit einem eineinhalbj\u00e4hrigen Kind per Fahrrad durch Europa zu reisen? So manche&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1267934,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,9237,7114,42545,548,663,158,3934,3935,13,261926,261927,261928,179301,14,15,261925,4562,12],"class_list":["post-1267933","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-albanien","tag-belgrad","tag-donau","tag-eu","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-lukas-paul","tag-maria-sedlmayr","tag-markus-paul-kiem","tag-muskelkraft","tag-nachrichten","tag-news","tag-puergen","tag-reise","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117179676870987715","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1267933","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1267933"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1267933\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1267934"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1267933"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1267933"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1267933"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}