{"id":1267935,"date":"2026-08-29T16:11:16","date_gmt":"2026-08-29T16:11:16","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267935\/"},"modified":"2026-08-29T16:11:16","modified_gmt":"2026-08-29T16:11:16","slug":"island-eu-referendum-startet-mit-hoher-beteiligung-knappes-rennen-erwartet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1267935\/","title":{"rendered":"Island: EU-Referendum startet mit hoher Beteiligung, knappes Rennen erwartet"},"content":{"rendered":"<p>\n         Zuerst ver\u00f6ffentlicht am<br \/>\n            29\/08\/2026 &#8211; 17:25 MESZ\n            <\/p>\n<p>In Islands Hauptstadt Reykjav\u00edk lag die Wahlbeteiligung beim richtungsweisenden EU-Referendum bis Mittag h\u00f6her als zur gleichen Zeit bei der Parlamentswahl 2024. Das geht aus vorl\u00e4ufigen Zahlen vom Samstag hervor.<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>          <img decoding=\"async\" class=\"c-ad__placeholder__logo\" src=\"https:\/\/static.euronews.com\/website\/images\/logos\/logo-euronews-stacked-outlined-72x72-grey-9.svg\" width=\"72\" height=\"72\" alt=\"\" loading=\"lazy\"\/><br \/>\n          WERBUNG<\/p>\n<p>Im Wahlkreis Reykjav\u00edk-Nord hatten bis Mittag 13,7 Prozent der Wahlberechtigten abgestimmt. Bei der Parlamentswahl 2024 waren es zur gleichen Zeit etwas mehr als zehn Prozent gewesen.<\/p>\n<p>In Reykjav\u00edk-S\u00fcd hatten bis Mittag etwas mehr als 14 Prozent gew\u00e4hlt, verglichen mit etwas mehr als elf Prozent bei der Parlamentswahl.<\/p>\n<p>Mehr als 20 Prozent der Stimmberechtigten gaben nach Angaben des staatlichen Rundfunks R\u00daV bereits im Voraus ihre Stimme ab.<\/p>\n<p>Beobachtende rechnen mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Eine letzte Umfrage vom Freitag sieht 50,4 Prozent f\u00fcr ein Ja und 49,6 Prozent f\u00fcr ein Nein.<\/p>\n<p>Bef\u00fcrwortende einer EU-Mitgliedschaft betonen, Island sei am besten beraten, sich enger an seine europ\u00e4ischen Nachbarn anzun\u00e4hern, um Probleme zu bew\u00e4ltigen, die keine Grenzen kennen, etwa den Klimawandel. Sie argumentieren zudem, der Euro w\u00fcrde mehr Stabilit\u00e4t bringen als die volatile isl\u00e4ndische Kr\u00f3na.<\/p>\n<p>Gegnerinnen und Gegner halten die derzeitige Konstruktion f\u00fcr ideal. Island genie\u00dfe schon jetzt die Vorteile der europ\u00e4ischen Integration, ohne die Souver\u00e4nit\u00e4tseinschr\u00e4nkungen, die eine Vollmitgliedschaft mit sich bringe. Sie verweisen auf Handelsabkommen, etwa mit China, die f\u00fcr Island g\u00fcnstiger seien.<\/p>\n<p>\u201eIch finde, wir sollten Teil einer gr\u00f6\u00dferen Gemeinschaft sein. Ich denke, es lohnt sich, das genauer zu pr\u00fcfen\u201c, sagte die 71-j\u00e4hrige Rentnerin Unnur Jokulsdottir, nachdem sie im Rathaus von Reykjav\u00edk gew\u00e4hlt hatte.<\/p>\n<p>Der 53-j\u00e4hrige Fischh\u00e4ndler Olafur Thorsson zeigte sich hingegen skeptisch.<\/p>\n<p>\u201eFr\u00fcher mochte ich die Europ\u00e4ische Union, als sie noch etwas Gutes war. Heute ist sie zu einer Art gro\u00dfes wirtschaftliches Gef\u00e4ngnis geworden\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Das Land mit knapp 400.000 Einwohnerinnen und Einwohnern stellte seinen Antrag auf EU-Beitritt nach der Finanzkrise 2009, die die Wirtschaft schwer ersch\u00fctterte.<\/p>\n<p>Die Beitrittsverhandlungen wurden 2013 ausgesetzt, als eine euroskeptische Regierung an die Macht kam.<\/p>\n<p>Ein Ja bei dem Referendum w\u00fcrde neue Verhandlungen mit der Europ\u00e4ischen Kommission ausl\u00f6sen. Sie sollen 35 Bereiche abdecken, von der Wirtschaft bis zu den Menschenrechten.<\/p>\n<p>Die Fischerei \u2013 eine der S\u00e4ulen der isl\u00e4ndischen Wirtschaft, \u00fcber die Reykjav\u00edk die ausschlie\u00dfliche Kontrolle behalten will \u2013 m\u00fcsste mit Br\u00fcssel neu ausgehandelt werden. Die EU zeigt sich diesmal allerdings kompromissbereiter.<\/p>\n<p>Auf der weltpolitischen B\u00fchne hat die R\u00fcckkehr des Kriegs nach Europa durch den russischen Angriff auf die Ukraine etablierte Sicherheitsdoktrinen ersch\u00fcttert.<\/p>\n<p>Die Unberechenbarkeit von Donald Trump und seine Drohungen, das benachbarte Gr\u00f6nland zu \u00fcbernehmen \u2013 das er mehrfach mit Island verwechselt hat \u2013, verst\u00e4rken die Sorgen vieler Isl\u00e4nderinnen und Isl\u00e4nder.<\/p>\n<p>Die Insel liegt strategisch wichtig im subarktischen Raum, verf\u00fcgt \u00fcber keine eigene Armee und ist f\u00fcr ihre Verteidigung auf die NATO und ein bilaterales Abkommen mit den Vereinigten Staaten aus dem Jahr 1951 angewiesen.<\/p>\n<p>Die EU verfolgt das Ergebnis der Abstimmung genau. Seit 1995 ist ihr kein wohlhabendes Land mehr beigetreten, das Nettozahler zum EU-Haushalt w\u00e4re.<\/p>\n<p>Weitere Quellen<strong> \u2022 AP, AFP<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Zuerst ver\u00f6ffentlicht am 29\/08\/2026 &#8211; 17:25 MESZ In Islands Hauptstadt Reykjav\u00edk lag die Wahlbeteiligung beim richtungsweisenden EU-Referendum bis&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1267936,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3933],"tags":[331,332,548,12938,663,158,3934,3935,13,12937,261929,14,15,25019,12],"class_list":["post-1267935","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-eu","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-eu","tag-eu-erweiterung","tag-europa","tag-europaeische-union","tag-europe","tag-european-union","tag-headlines","tag-island","tag-islaendische-politik","tag-nachrichten","tag-news","tag-referendum","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117179677941906263","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1267935","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1267935"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1267935\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1267936"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1267935"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1267935"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1267935"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}