{"id":1269014,"date":"2026-08-30T04:29:44","date_gmt":"2026-08-30T04:29:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1269014\/"},"modified":"2026-08-30T04:29:44","modified_gmt":"2026-08-30T04:29:44","slug":"hygiene-luecke-in-hamburgs-ausgehvierteln-wird-groesser","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1269014\/","title":{"rendered":"Hygiene-L\u00fccke in Hamburgs Ausgehvierteln wird gr\u00f6\u00dfer"},"content":{"rendered":"<p class=\"kicker \" style=\"\">Hamburg<\/p>\n<p>\n        Polizei, Zoll und Finanzamt haben am Wochenende bei einer Gro\u00dfkontrolle in Ottensen diverse Verst\u00f6\u00dfe festgestellt.<br \/>\n        Florian Quandt\n    <\/p>\n<p class=\"subtitle \" style=\"\">In Altona und Hamburg-Mitte f\u00e4llt fast jede zweite geplante Lebensmittelkontrolle aus. Neue Zahlen zeigen, wie gro\u00df die L\u00fccke ist.<\/p>\n<p>Kiez, Schanze, Ottensen: Ausgerechnet in Hamburg-Mitte und Altona finden deutlich weniger Lebensmittelkontrollen statt als vorgesehen. Neue Zahlen von Foodwatch zeigen, wie gro\u00df die L\u00fccke ist.<\/p>\n<p>Mitte Juli kontrollierten Einsatzkr\u00e4fte einen D\u00f6nerladen an der Gro\u00dfen Rainstra\u00dfe in Ottensen. Dabei stie\u00dfen die Kontrolleure auf massive Hygienem\u00e4ngel \u2013 mit Folgen. Der Imbiss wurde kurzerhand geschlossen.<\/p>\n<p>Eine Kontrolle, bei der die Beh\u00f6rden f\u00fcndig wurden. Doch wie oft wird \u00fcberhaupt richtig hingeschaut?<\/p>\n<p>Weniger Lebensmittelkontrollen als vorgesehen<\/p>\n<p>Deutlich seltener als vorgesehen, zeigt der aktuelle Kontrollreport der Verbraucherschutzorganisation \u201eFoodwatch\u201c. In Altona standen 2025 insgesamt 1890 Routinekontrollen auf dem Plan. Durchgef\u00fchrt wurden nur 977 \u2013\u00a051,7 Prozent. Damit blieb fast jede zweite vorgesehene Kontrolle aus. 2024 waren es noch 1078 Kontrollen und damit 57 Prozent des Solls.<\/p>\n<p>Noch gr\u00f6\u00dfer ist die L\u00fccke in Hamburg-Mitte \u2013 und damit unter anderem auf St. Pauli. Dort sollten 2530 Kontrollen stattfinden. Tats\u00e4chlich waren es 1255:\u00a049,6 Prozent. <\/p>\n<p>Harburg und Eimsb\u00fcttel erf\u00fcllen Kontrollsoll deutlich besser <\/p>\n<p>Andere Bezirke kommen deutlich n\u00e4her an ihr Soll: Harburg erreichte 86,2 Prozent, Hamburg-Nord 85,8 Prozent und Eimsb\u00fcttel 80,3 Prozent. Hamburgweit lag die Quote bei 69,7 Prozent.<\/p>\n<p>Auch die Gastronomie selbst h\u00e4lt regelm\u00e4\u00dfige Kontrollen f\u00fcr wichtig. \u201eWir sind nat\u00fcrlich sehr daran interessiert, dass diese Kontrollen stattfinden\u201c, sagt Bernd Aufderheide, Pr\u00e4sident des Hamburger Deutschen Hotellerie- und Gastronomieverbands (DEHOGA), zur MOPO. Sie g\u00e4ben f\u00fcr alle Beteiligten Sicherheit: f\u00fcr die G\u00e4ste und die Gastronomen. <\/p>\n<p>Gleichzeitig warnt Aufderheide davor, Hygieneverst\u00f6\u00dfe einzelner Betriebe auf die gesamte Branche zu \u00fcbertragen. \u201eDiese Pauschalierung ist nat\u00fcrlich Bl\u00f6dsinn.\u201c Der Verband weise seine Mitglieder auf die Vorschriften hin und biete auch Schulungen zu Hygienethemen an.<\/p>\n<p>Personalmangel bremst Kontrollen in Altona<\/p>\n<p>Dass die Zahlen in Altona seit Jahren sinken, hatte die MOPO bereits Anfang August berichtet. 2023 gab es dort noch 1451 planm\u00e4\u00dfige Kontrollen, 2025 waren es nur noch 977. Bis Anfang Mai dieses Jahres kamen 250 planm\u00e4\u00dfige Kontrollen zusammen.<\/p>\n<p>Insgesamt z\u00e4hlt der Bezirk 1854 kontrollpflichtige Betriebe. Eine ausgefallene Kontrolle bedeutet allerdings nicht automatisch ein unkontrolliertes Restaurant. Wie oft ein Betrieb \u00fcberpr\u00fcft werden soll, richtet sich nach seinem Risiko. Die vorgesehenen Abst\u00e4nde reichen von w\u00f6chentlich bis einmal in drei Jahren.<\/p>\n<p>Brisant ist: Ob diese Intervalle bei einzelnen Betrieben eingehalten werden, kann das Bezirksamt nach eigener Aussage nicht auswerten. Auch Verst\u00f6\u00dfe oder wiederholt auff\u00e4llige Betriebe werden nicht zentral statistisch erfasst.<\/p>\n<p>Warum so viele Routinekontrollen ausfallen<\/p>\n<p>Als Grund f\u00fcr die niedrige Kontrollzahl nennt Altona vor allem fehlendes Personal. Schon Anfang August <a href=\"https:\/\/www.mopo.de\/hamburg\/hygiene-note-an-restauranttuer-waere-das-new-yorker-modell-auch-etwas-fuer-hamburg\/4919931\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">erkl\u00e4rte das Bezirksamt der MOPO<\/a>, man versuche, die Lage \u201eim Rahmen der vorhandenen M\u00f6glichkeiten\u201c zu bew\u00e4ltigen. Ab Herbst solle eine Nachwuchskraft \u00fcbernommen werden.<\/p>\n<p>Dem \u201eAbendblatt\u201c nannte der Bezirk inzwischen weitere Gr\u00fcnde: l\u00e4ngere krankheitsbedingte Ausf\u00e4lle, eine Person im Mutterschutz und eine Fachkraft, die inzwischen andere Aufgaben \u00fcbernommen habe. \u201eWir setzen uns daf\u00fcr ein, die personellen Kapazit\u00e4ten der Lebensmittel\u00fcberwachung nachhaltig zu st\u00e4rken\u201c, sagte Bezirkssprecherin Monia Wachsen der Zeitung.<\/p>\n<p>        Das k\u00f6nnte Sie auch interessieren:<\/p>\n<p>Bis dahin bleibt die Kontrolll\u00fccke gro\u00df:\u00a0Allein 2025 fanden in Altona 913 der vorgesehenen 1890 Routinekontrollen nicht statt.\u00a0Was die Kontrolleure dabei m\u00f6glicherweise entdeckt h\u00e4tten, l\u00e4sst sich nicht sagen. Der D\u00f6nerladen in Ottensen zeigt zumindest, was passieren kann, wenn sie hinschauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Hamburg Polizei, Zoll und Finanzamt haben am Wochenende bei einer Gro\u00dfkontrolle in Ottensen diverse Verst\u00f6\u00dfe festgestellt. 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