{"id":1269380,"date":"2026-08-30T09:12:22","date_gmt":"2026-08-30T09:12:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1269380\/"},"modified":"2026-08-30T09:12:22","modified_gmt":"2026-08-30T09:12:22","slug":"groesseres-stueck-vom-talent-kuchen-bayern-wirbt-um-us-wissenschaftler-bayern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1269380\/","title":{"rendered":"\u201eGr\u00f6\u00dferes St\u00fcck vom Talent-Kuchen\u201c: Bayern wirbt um US-Wissenschaftler &#8211; Bayern"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Bayerns Forschungslandschaft soll von der Verunsicherung an US-Universit\u00e4ten durch die Trump-Politik st\u00e4rker profitieren. \u201eWir wollen definitiv ein gr\u00f6\u00dferes St\u00fcck des internationalen Talent-Kuchens f\u00fcr uns abhaben\u201c, sagte Wissenschaftsminister <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Markus_Blume\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Markus Blume<\/a> der S\u00fcddeutschen Zeitung.\u00a0\u201eTop-Talente aus den <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> mit attraktiven Angeboten an uns zu binden, ist das eine.\u201c Aber es gehe auch darum, f\u00fcr ausgezeichnete, internationale Studierende, die sich gerade in der Welt orientieren, \u201eeine Option zu sein\u201c. Diese h\u00e4tten \u201efr\u00fcher vielleicht automatisch die USA als Ziel ausgew\u00e4hlt\u201c.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Blume ist gerade von einer einw\u00f6chigen USA-Reise zur\u00fcckgekehrt. Er ist derzeit Vorsitzender der Wissenschaftsministerkonferenz der L\u00e4nder, weite Teile der Reise bestritt er mit Amtskollegen. Au\u00dfer nach Washington und Kalifornien ging es f\u00fcr ihn nach Denver, Colorado. \u201eDa die Kontakte mit der US-Bundesebene durchh\u00e4ngen\u201c, w\u00fcrden Kooperationen mit Bundesstaaten und Wissenschaftsregionen zunehmend wichtiger.\u00a0Ein Schwerpunkt der Reise war auch die \u201eGain\u201c-Konferenz in San Francisco, die als eine Art Werbeplattform um den Nachwuchs nordamerikanischer Universit\u00e4ten gilt.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Schon l\u00e4nger wird \u00fcber die Eingriffe der Trump-Administration in die Wissenschaftsfreiheit debattiert \u2013 und \u00fcber m\u00f6gliche Chancen dadurch f\u00fcr Deutschland. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/csu-forschungsministerin-dorothee-baer-hightech-agenda-sexismus-forschung-li.3364518\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ein 1000-K\u00f6pfe-Plus-Programm der Bundesregierung<\/a> versucht, gezielt \u201ePostdocs\u201c nach der Doktorarbeit sowie etablierte Wissenschaftler anzulocken; oder internationales Publikum, das in die USA gegangen w\u00e4re, eben davon abzuhalten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die neue Migrationspolitik werde in der Wissenschaftscommunity in den Vereinigten Staaten tats\u00e4chlich als gr\u00f6\u00dftes Problem wahrgenommen, sagte Blume als Fazit von Gespr\u00e4chen und Vortr\u00e4gen. Der Erfolg der Wissenschaft in den USA sei darin begr\u00fcndet, dass man offen war f\u00fcr die besten K\u00f6pfe der Welt. \u201eDas ver\u00e4ndert sich gerade sp\u00fcrbar.\u201c<\/p>\n<p>\u201eDas ist eine Plattenverschiebung, die da gerade stattfindet\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Sein Ministerium verweist auf Statistiken, die auf der Gain-Konferenz genannt wurden. Demnach seien, jeweils im Vergleich zu den Vorjahren, Bewerbungen von in den USA ans\u00e4ssigen Forschern auf Stellen im <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Ausland\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Ausland<\/a> kr\u00e4ftig gestiegen; nach Kanada um 42 Prozent und nach Europa um 32 Prozent. Dagegen h\u00e4tten die Bewerbungen aus Europa auf Stellen in den USA um 42 Prozent abgenommen. Und bei den Bewerbungen aus den USA auf Forschungs- und Studienstipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) zeige sich ein Plus von 110 Prozent.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDas ist eine Plattenverschiebung, die da gerade stattfindet\u201c, glaubt Blume. \u201eUnd es ist kein Kurzzeiteffekt, da werden mehrere Kohorten von Talenten in Zukunft um die USA einen Bogen machen oder abwandern.\u201c\u00a0Diesen Trend sieht im Ansatz auch Joybrato Mukherjee, der Pr\u00e4sident des DAAD. \u201eBesonders gro\u00dfe Sorgen machen sich diejenigen, die keine US-Amerikaner sind und hier nur ein begrenztes Visum haben\u201c, sagte er dem Informationsdienst Table Media, als eine Erkenntnis von der Gain-Konferenz.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/bayern\/bayern-hightech-agenda-soeder-exzellenz-universitaeten-kernfusion-kuenstliche-intelligenz-drohnen-li.3317118\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;visionen_fuer_bayerns_zukunft&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;wirtschaft_in_bayern&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3317118&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;metered&quot;,&quot;section&quot;:&quot;bayern&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedebayernbayern-hightech-agenda-soeder-exzellenz-universitaeten-kernfusion-kuenstliche-intelligenz-drohnen-li3317118\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/e67ef1c7-1ec5-4f25-b542-12e1f69a0336.jpg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Hightech in Bayern<\/p>\n<p>:Visionen f\u00fcr Bayerns Zukunft<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-schema-org-speakable=\"true\">Drohnenzentrum, KI-Fabrik, Fusionsreaktor: Ministerpr\u00e4sident S\u00f6der hat ein \u201eUpdate\u201c f\u00fcr seine Hightech-Agenda angek\u00fcndigt. Klingt wuchtig, doch vieles ist bereits bekannt. Neuigkeiten gibt es in den Bereichen Medizin und k\u00fcnstliche Intelligenz.<\/p>\n<p>Von Andreas Glas und Anna G\u00fcnther<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eUnsere Chance ist, dass wir da ein starkes Angebot bereithalten\u201c, sagt Blume. \u201eDas deutsche Wissenschaftssystem ist nicht mehr wiederzuerkennen, verglichen mit einem Zeitraum vor zehn Jahren.\u201c\u00a0 Das Hochschulrecht sei etwa modernisiert worden. Und auch die Hightech-Agenda in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Bayern\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bayern<\/a> sei \u201eein wahnsinniger Impuls\u201c. Mit dem Prestigeprojekt von Ministerpr\u00e4sident <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Markus_S%C3%B6der\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Markus S\u00f6der<\/a> (<a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/CSU\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CSU<\/a>) investiert der Freistaat seit 2019 insgesamt sieben Milliarden Euro\u00a0in Spitzenforschung und Zukunftstechnologien.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Agenda, so Blume, sei \u201eein internationaler Volltreffer\u201c. K\u00fcnstliche Intelligenz, Quantencomputing, Kernfusion, Raumfahrt\u00a0\u2013 \u201edie Schl\u00fcsselmissionen, die wir definiert haben, sind die Missionen, die auch im Silicon Valley am hei\u00dfesten gehandelt werden und dort Kapital finden.\u201c Er sieht dadurch und auch etwa durch die verfassungsrechtlich gesch\u00fctzte Wissenschaftsfreiheit \u201eeine sehr gute Position, internationale Studierende, Doktoranden und Postdocs, aber auch absolute Top-Kr\u00e4fte f\u00fcr uns zu gewinnen\u201c.<\/p>\n<p>Kritiker nennen ein Problem: die Karrierepfade in Deutschland<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\"><a href=\"https:\/\/www.jmwiarda.de\/blog\/2026\/08\/27\/die-schwaeche-der-konkurrenz-ist-nicht-unsere-staerke\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Der renommierte Wissenschaftsjournalist Jan-Martin Wiarda warnt<\/a>\u00a0indes vor \u201ekrisengewinnlerischem \u00dcberschwang\u201c. In einem Bericht in seinem Blog, in dem es um die Gain-Konferenz und auch Blumes hohe Erwartungen geht, schreibt er: Die US-Wissenschaft biete \u201etrotz Drohgeb\u00e4rden, Anpassungsdruck und F\u00f6rderk\u00fcrzungen f\u00fcr viele Betroffene immer noch ausreichend Bleibeargumente\u201c. Auf der anderen Seite st\u00fcnden die Schw\u00e4chen Deutschlands: zu wenig ausgebaute, transparente Karrierepfade und kaum Dauerstellen jenseits der Professur.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Blume verweist bei dem Thema auf das Tenure-Track-System, das in den USA weit verbreitet ist und hierzulande seit gut einem Jahrzehnt \u00fcblicher wird. Das sind in der Regel auf sechs Jahre angelegte Stellen, mit Option auf eine Professur. Das System, so Blume, werde etwa an der Technischen Universit\u00e4t M\u00fcnchen \u201ehochattraktiv f\u00fcr amerikanische Forscher\u201c umgesetzt. Aber: \u201eDas System insgesamt in Deutschland muss weiter aufgebrochen werden.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Unsichere Karrieren durch Befristungen gelten in der Wissenschaft als Dauer\u00e4rgernis; auch wenn die Bundesregierung <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/kultur\/wissenschaftszeitvertragsgesetz-reform-ichbinhannah-1.5999516\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">durch eine Reform des Wissenschaftszeitvertragsgesetzes\u00a0gegensteuern will.<\/a> Auf die T\u00fccken des deutschen Angebots wies die Opposition im bayerischen Landtag hin, als dort schon 2025 \u00fcber die Gewinnung frustrierter US-Forscher debattiert wurde.\u00a0Verena Osgyan (Gr\u00fcne) warnte: \u201eWer keinen \u00e4u\u00dferst seltenen, unbefristeten Vertrag erh\u00e4lt, m\u00fcsste das Wissenschaftssystem und wom\u00f6glich gleich das Land verlassen, weil das Visum meist an den Arbeitsvertrag gekoppelt ist.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bayerns Forschungslandschaft soll von der Verunsicherung an US-Universit\u00e4ten durch die Trump-Politik st\u00e4rker profitieren. \u201eWir wollen definitiv ein gr\u00f6\u00dferes&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1269381,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,147,10596,772,125344,774,13,262200,84306,4967,771,14,15,1181,12,123726,149,42300,4017,4018,4016,64,4019,4020,17422],"class_list":["post-1269380","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ausland","tag-bayerischer-landtag","tag-bayern","tag-bildung-in-bayern","tag-csu","tag-headlines","tag-hochschulen-in-bayern","tag-hochschulen-in-muenchen","tag-markus-blume","tag-markus-soeder","tag-nachrichten","tag-news","tag-politik-bayern","tag-schlagzeilen","tag-studieren-in-bayern","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-tu-muenchen","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika","tag-wissenschafts-und-forschungspolitik"],"share_on_mastodon":{"url":"","error":"Validation failed: Text character limit of 500 exceeded"},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1269380","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1269380"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1269380\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1269381"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1269380"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1269380"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1269380"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}