{"id":1269684,"date":"2026-08-30T12:35:19","date_gmt":"2026-08-30T12:35:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1269684\/"},"modified":"2026-08-30T12:35:19","modified_gmt":"2026-08-30T12:35:19","slug":"gasspeicher-deutschland-522-prozent-fuellstand-ende-august-2026","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1269684\/","title":{"rendered":"Gasspeicher Deutschland: 52,2 Prozent F\u00fcllstand Ende August 2026"},"content":{"rendered":"<p style=\"margin:0 0 8px; font-weight:700;\">Das Wichtigste in K\u00fcrze<\/p>\n<ul style=\"margin:0; padding-left:20px;\">\n<li>Die deutschen Erdgasspeicher waren am 28. August 2026 nach den Daten der europ\u00e4ischen Speicherdatenbank AGSI+ zu 52,24 Prozent gef\u00fcllt. F\u00fcr den 27. August weist dieselbe Datenbank 51,95 Prozent aus \u2013 gegen\u00fcber rund 69,6 Prozent am 27. August 2025 und rund 94,8 Prozent am 27. August 2024.<\/li>\n<li>Zwischen dem 17. und dem 28. August kamen im Schnitt 0,20 Prozentpunkte je Tag hinzu. Um die deutsche Vorgabe zum 1. November im Mittel aller Speicher zu erreichen, w\u00e4ren nach Berechnung von NETZ-TRENDS rund 0,27 Prozentpunkte je Tag n\u00f6tig.<\/li>\n<li>Ob der Bund die Bef\u00fcllung erneut bezahlen l\u00e4sst und wer die Kosten tr\u00e4gt, ist offen. Die deutsche Gasspeicherumlage lag zuletzt bei 0,289 Cent je Kilowattstunde \u2013 rund 58 Euro im Jahr f\u00fcr einen Haushalt mit 20.000 Kilowattstunden.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Die Seite der Bundesnetzagentur, auf der der <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/DE\/Gasversorgung\/aktuelle_gasversorgung\/_svg\/Gasspeicher_Fuellstand\/Speicherfuellstand.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verlauf der deutschen Speicherf\u00fcllst\u00e4nde in Prozent<\/a> ver\u00f6ffentlicht wird, trug an diesem Samstag den Stand 29. August 2026, 8:47 Uhr. Die Beh\u00f6rde weist dort darauf hin, dass die Daten werkt\u00e4glich aktualisiert werden und vorl\u00e4ufig sind.<\/p>\n<p>Nach den Werten der europ\u00e4ischen Speicherdatenbank <a href=\"https:\/\/agsi.gie.eu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AGSI+<\/a> von Gas Infrastructure Europe lagen die deutschen Untergrundspeicher am 28. August 2026 bei 52,24 Prozent. Am Tag zuvor waren es 51,95 Prozent. Zum Vergleich: Am 27. August 2025 wies dieselbe Datenbank rund 69,6 Prozent aus, am 27. August 2024 rund 94,8 Prozent. Auf denselben Kalendertag bezogen liegt der F\u00fcllstand damit rund 17,7 Prozentpunkte unter dem Vorjahreswert.<\/p>\n<p>F\u00fcr Haushalte mit Gasheizung ist das keine abstrakte Gr\u00f6\u00dfe. Was im Speicher liegt, wenn die Heizperiode beginnt, entscheidet mit dar\u00fcber, wie stark die Nachfrage im Winter auf den Markt dr\u00fcckt \u2013 und ob der Staat noch einmal eingreift, wie er es 2022 getan hat. Damals kaufte der deutsche Marktgebietsverantwortliche Trading Hub Europe im staatlichen Auftrag Gas ein; parallel wurde eine Gasspeicherumlage auf den Gasverbrauch erhoben.<\/p>\n<p>Die gesetzliche Vorgabe steht am 1. November, nicht im Dezember<\/p>\n<p>In Deutschland schreibt die Gasspeicherf\u00fcllstandsverordnung feste Termine vor. Die Bundesnetzagentur weist die Vorgaben auf derselben Seite aus, auf der sie die F\u00fcllst\u00e4nde ver\u00f6ffentlicht: Zum 1. November m\u00fcssen Kavernenspeicher und vier s\u00fcdliche Porenspeicher zu 80 Prozent gef\u00fcllt sein, sechs weitere Porenspeicher zu 45 Prozent. Zum 1. Februar gilt eine deutlich niedrigere Marke von 30 Prozent, f\u00fcr einzelne Anlagen abweichend.<\/p>\n<tr style=\"background:#087f70; color:#ffffff;\">\nStichtag<br \/>\nBetroffene Speicher in Deutschland<br \/>\nVorgabe<br \/>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#ffffff; border-top:1px solid #e6eaee;\">\n<td style=\"padding:10px 14px; white-space:nowrap;\">1. November 2026<\/td>\n<td style=\"padding:10px 14px;\">Kavernenspeicher und vier s\u00fcdliche Porenspeicher<\/td>\n<td style=\"padding:10px 14px; text-align:right; white-space:nowrap; font-weight:700; color:#087f70;\">80 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#f4f7f7; border-top:1px solid #e6eaee;\">\n<td style=\"padding:10px 14px; white-space:nowrap;\">1. November 2026<\/td>\n<td style=\"padding:10px 14px;\">sechs weitere Porenspeicher<\/td>\n<td style=\"padding:10px 14px; text-align:right; white-space:nowrap; font-weight:700; color:#087f70;\">45 %<\/td>\n<\/tr>\n<tr style=\"background:#ffffff; border-top:1px solid #e6eaee;\">\n<td style=\"padding:10px 14px; white-space:nowrap;\">1. Februar 2027<\/td>\n<td style=\"padding:10px 14px;\">Speicher allgemein, f\u00fcr einzelne Anlagen abweichend<\/td>\n<td style=\"padding:10px 14px; text-align:right; white-space:nowrap; font-weight:700; color:#087f70;\">30 %<\/td>\n<\/tr>\n<p>Quelle: Bundesnetzagentur, F\u00fcllstandsvorgaben nach der deutschen Gasspeicherf\u00fcllstandsverordnung, abgerufen am 29. August 2026. Die Vorgaben gelten je Speicheranlage, nicht als Landesdurchschnitt.<\/p>\n<p>Weil die Vorgaben je Anlage und nicht als Durchschnitt gelten, ergibt sich \u00fcber alle deutschen Speicher hinweg ein gemischter Wert. Der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des deutschen Marktgebietsverantwortlichen Trading Hub Europe, Torsten Frank, bezifferte ihn gegen\u00fcber dem Politico-Newsletter \u201eEnergie und Klima\u201c auf 70 Prozent zum 1. November; die Nachrichtenagentur dts gab die \u00c4u\u00dferung am 27. August wieder. Frank nannte es demnach nicht gesichert, dass diese Marke erreicht wird.<\/p>\n<p>0,20 Prozentpunkte am Tag \u2013 n\u00f6tig w\u00e4ren rund 0,27<\/p>\n<p>Wie weit der Weg tats\u00e4chlich ist, l\u00e4sst sich mit den \u00f6ffentlich zug\u00e4nglichen Werten nachrechnen. Am 17. August wies AGSI+ f\u00fcr Deutschland 50,06 Prozent aus, am 28. August 52,24 Prozent. Das sind 2,18 Prozentpunkte in elf Tagen \u2013 im Schnitt 0,198 Prozentpunkte je Tag. \u00dcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum betrachtet ergibt sich ein \u00e4hnliches Bild: Am 1. Juli lag der F\u00fcllstand bei rund 41 Prozent, bis zum 28. August kamen 11,2 Punkte in 58 Tagen hinzu, also etwa 0,19 Punkte je Tag.<\/p>\n<p>Vom 28. August bis zum 1. November sind es 65 Tage. Bei 0,198 Punkten je Tag k\u00e4me Deutschland damit auf rund 65,1 Prozent. Um im Mittel 70 Prozent zu erreichen, w\u00e4ren rund 0,27 Punkte je Tag n\u00f6tig \u2013 gut ein Drittel mehr als zuletzt. F\u00fcr die 80-Prozent-Marke, die f\u00fcr einen Teil der Anlagen gilt, w\u00e4ren es rund 0,43 Punkte je Tag, mehr als das Doppelte des aktuellen Tempos.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/gasspeicher-fuellstand-fortschreibung-1-november-2026.png\" alt=\"Liniendiagramm zum F\u00fcllstand der deutschen Gasspeicher von Anfang Juli bis Ende August 2026 und Fortschreibung bis zum 1. November auf 65,1 Prozent, mit Marken bei 70 und 80 Prozent\" style=\"width:100%; height:auto;\"\/>Eigene Darstellung NETZ-TRENDS auf Basis von Daten von AGSI+ (Gas Infrastructure Europe). Die gepunktete Linie ist eine Fortschreibung mit dem Tempo vom 17. bis 28. August 2026 und keine Prognose; die Marke von rund 70 Prozent im Mittel ist eine Angabe von Trading Hub Europe.<\/p>\n<p>Das ist eine Fortschreibung, keine Prognose. Einspeicherraten schwanken mit Preis, Temperatur und verf\u00fcgbaren Transportkapazit\u00e4ten, und ein einzelner k\u00fchler Septemberabschnitt oder ein Preisrutsch am Gro\u00dfhandelsmarkt kann die Kurve in beide Richtungen verschieben. Die Rechnung sagt nur, was passiert, wenn sich das Tempo der zur\u00fcckliegenden Wochen fortsetzt.<\/p>\n<p>Warum sich das Einspeichern derzeit kaum lohnt<\/p>\n<p>Der Grund f\u00fcr das langsame Tempo liegt nicht in fehlender Technik, sondern im Preis. Speicher f\u00fcllen sich normalerweise, weil Gas im Sommer billiger ist als im Winter \u2013 der Sommer-Winter-Spread ist die Marge, aus der sich die Einspeicherung finanziert. Dieser Abstand hat sich verkehrt.<\/p>\n<p>Der europ\u00e4ische Referenzpreis TTF lag nach einem Bericht von <a href=\"https:\/\/www.aol.de\/articles\/gaspreise-europa-steigen-stark-zahlt-050030000.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Euronews vom 26. August 2026<\/a> am Dienstagnachmittag bei \u00fcber 66 Euro je Megawattstunde, nachdem er zuvor 68 Euro erreicht hatte. In demselben Bericht ordnet Natasha Fielding, bei Argus Media zust\u00e4ndig f\u00fcr Gas, LNG, Kohle und Biomasse, die Speicherst\u00e4nde ein: \u201eIn den vergangenen 15 Jahren waren die Best\u00e4nde nur ein einziges Mal \u00e4hnlich niedrig, n\u00e4mlich 2021.\u201c Der EU-weite F\u00fcllstand lag laut demselben Bericht am 24. August bei 62,99 Prozent, in den Niederlanden bei 44,3 Prozent.<\/p>\n<p>Die Initiative Energien Speichern (INES), der Verband der deutschen Speicherbetreiber, hatte diesen Punkt bereits im Fr\u00fchjahr benannt. In ihrer <a href=\"https:\/\/energien-speichern.de\/ines-gas-szenarien-speicherstaende-unter-druck-marktanreize-fuer-einspeicherungen-fehlen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Szenarienrechnung vom 12. Mai 2026<\/a> hielt sie 76 Prozent zum 1. November f\u00fcr technisch erreichbar \u2013 ausdr\u00fccklich unter der Bedingung, dass die Marktbedingungen mitspielen. Technisch stehe die Kapazit\u00e4t zur Verf\u00fcgung, entscheidend seien die Anreize, sie auch zu nutzen.<\/p>\n<p>Im S\u00fcden Deutschlands sind die Speicher am leersten<\/p>\n<p>Der Durchschnittswert verdeckt ein regionales Gef\u00e4lle. Nach der von dts wiedergegebenen Darstellung von Trading Hub Europe zeigten drei Anlagen im S\u00fcden besonders niedrige St\u00e4nde: Wolfersberg, Inzenham-West und Breitbrunn. Frank stellte nach dieser Wiedergabe zugleich klar: Niedrige F\u00fcllst\u00e4nde im S\u00fcden seien nicht gleichbedeutend mit einem erwarteten Engpass in Bayern oder Baden-W\u00fcrttemberg, weil Importe \u00fcber \u00d6sterreich m\u00f6glich blieben.<\/p>\n<p>Denkbar sei je nach Szenario \u201eeine regionale Mangellage theoretisch\u201c, wird er in der Meldung der Nachrichtenagentur dts vom 27. August zitiert. Die Transportlage bezeichnete er demnach als heikel, weil Gas erst im Marktgebiet verf\u00fcgbar sein m\u00fcsse, bevor es eingespeichert werden k\u00f6nne. Ob Trading Hub Europe wie 2022 erneut im staatlichen Auftrag Gas einkaufen w\u00fcrde, lie\u00df er nach dieser Wiedergabe offen; das h\u00e4nge von der Abstimmung mit dem deutschen Bundeswirtschaftsministerium und der Bundesnetzagentur ab.<\/p>\n<p>Zugleich liegt der Bundesnetzagentur ein Stilllegungsantrag vor<\/p>\n<p>Parallel zur Bef\u00fcllungsfrage l\u00e4uft ein zweiter Vorgang, der dieselben Anlagen betrifft. Das bayerische Staatsministerium f\u00fcr Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie forderte in seiner <a href=\"https:\/\/www.stmwi.bayern.de\/presse\/pressemeldungen\/197-2026\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pressemitteilung 197\/26 vom 7. Mai 2026<\/a> den Bund auf, einen Stilllegungsantrag abzulehnen, den das Unternehmen Uniper nach Darstellung des Ministeriums bei der Bundesnetzagentur eingereicht hat. Die Anzeige einer Stilllegung ist ein im deutschen Energiewirtschaftsrecht vorgesehenes Verfahren; \u00fcber sie entscheidet die Beh\u00f6rde. Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger wird dort mit dem Satz zitiert: \u201eOhne die bayerischen Gasspeicher gibt es keine sichere Energieversorgung.\u201c<\/p>\n<p>Das Ministerium beziffert die Kapazit\u00e4t der bayerischen Speicher \u2013 genannt werden Bierwang, Breitbrunn\/Eggst\u00e4tt, Wolfersberg, Schmidhausen und Inzenham-West \u2013 auf \u00fcber 30 Terawattstunden und verweist zus\u00e4tzlich auf die in \u00d6sterreich gelegenen, an das deutsche Netz angebundenen Anlagen Haidach und 7Fields. Auch in \u00d6sterreich wird derzeit \u00fcber den k\u00fcnftigen Speicherbedarf gestritten \u2013 dort allerdings <a href=\"https:\/\/www.netz-trends.de\/hattmannsdorfer-speicheroffensive-e-control-batteriespeicher-eag-foerderung-20-august-2026\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">mit unterschiedlichen Zahlen von Ministerium und Regulierungsbeh\u00f6rde<\/a>. Der Bund m\u00fcsse Rahmenbedingungen schaffen, \u201edie einen wirtschaftlich rentablen Betrieb der Speicher erm\u00f6glichen\u201c, hei\u00dft es in der Mitteilung. Eine Stellungnahme von Uniper zu dem Vorgang lag NETZ-TRENDS nicht vor; eine Anfrage war bis zum Redaktionsschluss an diesem Samstagabend nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Kostenfrage ist gestellt, aber nicht beantwortet<\/p>\n<p>F\u00fcr Haushalte h\u00e4ngt an der Speicherfrage vor allem ein Betrag. Die deutsche Bundesregierung hat die Gasspeicherumlage zum 1. Januar 2026 abgeschafft; sie sollte urspr\u00fcnglich bis zum 31. M\u00e4rz 2027 laufen. Nach der <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/abschaffung-gasspeicherumlage-2375074\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Mitteilung der Bundesregierung vom 3. Dezember 2025<\/a> \u00fcbernimmt seither der Bund die Kosten. Die Entlastung bezifferte sie f\u00fcr 2026 auf \u00fcber drei Milliarden Euro, davon rund eine Milliarde f\u00fcr private Haushalte. Bei anderen Posten der W\u00e4rmerechnung geht die Bewegung derzeit in die Gegenrichtung: Das deutsche Bundeskabinett hat Ende August <a href=\"https:\/\/www.netz-trends.de\/waermenetzpaket-eckpunkte-kabinett-fernwaerme-preisaufsicht-050-euro-quadratmeter-august-2026\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Eckpunkte zum W\u00e4rmenetzpaket beschlossen<\/a>, die f\u00fcr Mietwohnungen eine Mehrbelastung von bis zu 0,50 Euro je Quadratmeter zulassen sollen, und der <a href=\"https:\/\/www.netz-trends.de\/co2-preis-2027-kabinett-behg-korridor-55-65-euro-auktion-hoechstpreis\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">CO\u2082-Preis bleibt 2027 im Korridor von 55 bis 65 Euro<\/a>.<\/p>\n<p style=\"margin:0 0 8px; font-weight:700;\">Rechenbeispiel: was eine Umlage einen Haushalt gekostet hat<\/p>\n<p style=\"margin:0 0 8px;\">Die deutsche Gasspeicherumlage lag vor ihrer Abschaffung bei 0,289 Cent je Kilowattstunde. F\u00fcr einen Haushalt mit Gasheizung und 20.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch ergab das nach Angaben der Bundesregierung rund 58 Euro im Jahr.<\/p>\n<p style=\"margin:0;\">Ob und in welcher H\u00f6he eine neue Umlage entst\u00fcnde, ist nicht entschieden. Der Betrag zeigt lediglich die Gr\u00f6\u00dfenordnung, um die es bei diesem Finanzierungsweg geht \u2013 und er gilt f\u00fcr Deutschland, nicht f\u00fcr \u00d6sterreich oder die Schweiz.<\/p>\n<p>Wie eine k\u00fcnftige strategische Gasreserve bezahlt werden soll, ist offen. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche benannte gegen\u00fcber dem <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/energie-reiche-bringt-neue-finanzierung-fuer-gasreserve-ins-spiel\/100244593.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Handelsblatt am 3. August 2026<\/a> zwei Wege: \u201eEs gibt zwei Finanzierungsoptionen. Das eine ist eine Umlage, das zweite ist die Haushaltsfinanzierung.\u201c Vielleicht gebe es ein Mischmodell, das m\u00fcsse in der Koalition und mit dem Markt besprochen werden. Zus\u00e4tzliche Kosten f\u00fcr Unternehmen in wettbewerbsschwierigen Lagen wollte sie nach diesem Bericht vermeiden.<\/p>\n<p>Was in den Mitteilungen nicht steht<\/p>\n<p>Auff\u00e4llig ist, was in der \u00f6ffentlichen Darstellung fehlt. Die Abschaffung der Gasspeicherumlage wurde im Dezember 2025 als Entlastung um \u00fcber drei Milliarden Euro kommuniziert \u2013 ohne Angabe dazu, was die Bef\u00fcllung der Speicher in den Folgejahren kosten w\u00fcrde und aus welchem Topf. Umgekehrt nennt die Ministerin in dem Handelsblatt-Bericht vom 3. August zwar zwei Finanzierungswege, aber weder einen Betrag noch einen Zeitpunkt.<\/p>\n<p style=\"margin:0 0 8px; font-weight:700;\">Einordnung: drei offene Punkte<\/p>\n<ul style=\"margin:0; padding-left:20px;\">\n<li>Ob die deutschen Speicher die Vorgabe zum 1. November erreichen, h\u00e4ngt an den kommenden neun Wochen. Die zur\u00fcckliegenden elf Tage reichten rechnerisch nicht.<\/li>\n<li>Ob der Bund erneut staatlich beauftragt einkaufen l\u00e4sst, ist nach der wiedergegebenen Aussage von Trading Hub Europe nicht entschieden.<\/li>\n<li>Ob eine Finanzierung \u00fcber eine Umlage kommt und wie hoch sie w\u00e4re, ist ebenfalls offen. Erst diese Entscheidung macht aus einer Speicherzahl einen Betrag auf der Jahresabrechnung.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Was als N\u00e4chstes ansteht<\/p>\n<p>Der n\u00e4chste feste Termin ist der 1. November. Bis dahin ver\u00f6ffentlicht die Bundesnetzagentur ihre F\u00fcllst\u00e4nde weiter an jedem Werktag; AGSI+ aktualisiert die europ\u00e4ischen Werte t\u00e4glich. Die Initiative Energien Speichern aktualisiert ihre Szenarien regelm\u00e4\u00dfig; die f\u00fcr diesen Beitrag ausgewertete Fassung stammt vom 12. Mai 2026. Wann ein Gesetzentwurf zur strategischen Gasreserve vorgelegt wird, war zum Redaktionsschluss an diesem Samstagabend nicht bekannt.<\/p>\n<p>F\u00fcr Haushalte in Deutschland hei\u00dft das zun\u00e4chst: Die Speicherzahl allein \u00e4ndert an der laufenden Rechnung nichts. Relevant wird sie in dem Moment, in dem aus ihr eine politische Entscheidung \u00fcber Beschaffung und Finanzierung folgt. Bis dahin ist sie ein Fr\u00fchindikator \u2013 und einer, der sich t\u00e4glich \u00f6ffentlich nachsehen l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Wie bewerten Sie die aktuelle Speicherlage vor dem Winter? Schreiben Sie uns Ihre Meinung gerne in die Kommentare.<\/p>\n<p>Quellen<\/p>\n<ul>\n<li>Bundesnetzagentur: <a href=\"https:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/DE\/Gasversorgung\/aktuelle_gasversorgung\/_svg\/Gasspeicher_Fuellstand\/Speicherfuellstand.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Verlauf der Speicherf\u00fcllst\u00e4nde in Prozent<\/a>, letzte Aktualisierung 29. August 2026, 8:47 Uhr<\/li>\n<li>Gas Infrastructure Europe: <a href=\"https:\/\/agsi.gie.eu\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">AGSI+ Speicherdaten<\/a>, Werte f\u00fcr Deutschland zum 27. und 28. August 2026 sowie zu den Vorjahresstichtagen<\/li>\n<li>Bayerisches Staatsministerium f\u00fcr Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie: <a href=\"https:\/\/www.stmwi.bayern.de\/presse\/pressemeldungen\/197-2026\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Pressemitteilung 197\/26 vom 7. Mai 2026<\/a><\/li>\n<li>Bundesregierung: <a href=\"https:\/\/www.bundesregierung.de\/breg-de\/aktuelles\/abschaffung-gasspeicherumlage-2375074\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Abschaffung der Gasspeicherumlage<\/a>, Mitteilung vom 3. Dezember 2025<\/li>\n<li>Initiative Energien Speichern: <a href=\"https:\/\/energien-speichern.de\/ines-gas-szenarien-speicherstaende-unter-druck-marktanreize-fuer-einspeicherungen-fehlen\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">INES-Gas-Szenarien<\/a>, Mitteilung vom 12. Mai 2026<\/li>\n<li>Euronews: <a href=\"https:\/\/www.aol.de\/articles\/gaspreise-europa-steigen-stark-zahlt-050030000.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bericht zu europ\u00e4ischen Gaspreisen und Speicherst\u00e4nden<\/a> vom 26. August 2026, mit Zitat von Natasha Fielding (Argus Media)<\/li>\n<li>Handelsblatt: <a href=\"https:\/\/www.handelsblatt.com\/politik\/deutschland\/energie-reiche-bringt-neue-finanzierung-fuer-gasreserve-ins-spiel\/100244593.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Bericht vom 3. August 2026<\/a> mit \u00c4u\u00dferungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche<\/li>\n<li>Nachrichtenagentur dts, Meldung vom 27. August 2026, mit \u00c4u\u00dferungen von Torsten Frank (Trading Hub Europe) gegen\u00fcber dem Politico-Newsletter \u201eEnergie und Klima\u201c<\/li>\n<li>Eigene Berechnung NETZ-TRENDS auf Basis der AGSI+ Werte vom 1. Juli, 17. August und 28. August 2026<\/li>\n<\/ul>\n<p>Transparenzhinweis: Bei Recherche, Strukturierung und Erstellung dieses Beitrags kamen KI-gest\u00fctzte Werkzeuge zum Einsatz. Die verwendeten Quellen sind im Artikel aufgef\u00fchrt. Die Ver\u00f6ffentlichung erfolgt erst nach manueller redaktioneller Freigabe.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Das Wichtigste in K\u00fcrze Die deutschen Erdgasspeicher waren am 28. August 2026 nach den Daten der europ\u00e4ischen Speicherdatenbank&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1269685,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,1517,3364,29,14563,1137,34215,30,13,15626,14,3923,15,3921,12],"class_list":["post-1269684","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-bundesnetzagentur","tag-de","tag-deutschland","tag-energiepreise","tag-erdgas","tag-gasspeicher","tag-germany","tag-headlines","tag-heizkosten","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-schlagzeilen"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117184492645045693","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1269684","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1269684"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1269684\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1269685"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1269684"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1269684"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1269684"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}