{"id":1270478,"date":"2026-08-30T21:06:21","date_gmt":"2026-08-30T21:06:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1270478\/"},"modified":"2026-08-30T21:06:21","modified_gmt":"2026-08-30T21:06:21","slug":"es-ist-normal-jude-zu-sein-so-war-das-strassenfest-der-chabad-gemeinde-in-berlin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1270478\/","title":{"rendered":"\u201eEs ist normal Jude zu sein\u201c: So war das Stra\u00dfenfest der Chabad-Gemeinde in Berlin"},"content":{"rendered":"<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Der J\u00fcdische Kindergarten Gan Israel hat zur Feier des Tages ein Lied einstudiert: \u201eHevenu shalom alechem, shalom alechem, shalom. Wir wollen Frieden f\u00fcr alle!\u201c, singen die Kinder im Chor \u2013 ohne Dirigent, aber trotzdem gut koordiniert. Sie repr\u00e4sentieren das Motto der Veranstaltung:\u00a0Das Stra\u00dfenfest in der Westf\u00e4lischen Stra\u00dfe an diesem Sonntag stand im Zeichen des Friedens.<\/p>\n<p>Die J\u00fcdische Gemeinde Chabad hatte anl\u00e4sslich ihres drei\u00dfigj\u00e4hrigen Jubil\u00e4ums geladen. Rabbiner Yehuda Teichtal war einst mit seiner Frau Leah per One-Way-Ticket nach Berlin gekommen. An diesem Sonntag\u00a0 betonte er die Bedeutung der Sichtbarkeit j\u00fcdischen Lebens. Sein Wunsch: In jedem Kiez Berlins ein offenes Haus zu schaffen, in dem jeder willkommen ist. Seine Vision ist es, dass Berlin wieder zu einem der bedeutendsten Zentren j\u00fcdischen Lebens in Europa wird.\u00a0\u201eJuden sind nicht Opfer. Wir sind Gestalter als Teil der Gesellschaft. Und das ist unser Auftrag. Gemeinsam, offen, bewusst, freundlich, lebendig, positiv\u201c, so der Rabbiner. Teichtal betonte energisch: \u201eWhatever your name is, we love you!\u201c\n            <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1fa25032-2f04-413a-a021-929b873f2426.jpg\"   alt=\"Der Chor des J\u00fcdischen Kindergartens Gan Israel in Berlin.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Der Chor des J\u00fcdischen Kindergartens Gan Israel in Berlin.\" data-source=\"Kyle Knodell\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Der Chor des J\u00fcdischen Kindergartens Gan Israel in Berlin.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Kyle Knodell<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Zu dem Fest hat sich eine bunte Gemeinde versammelt: Aus der Ukraine gefl\u00fcchtete Kinder springen neben hier Geborenen auf einer der beiden H\u00fcpfburgen um die Wette; andere bemalen Kerzen, ein Mitzwa-Mobil erkl\u00e4rt j\u00fcdische Rituale wie das Anlegen der Tefillin (Gebetsriemen). Es gibt asiatische, j\u00fcdische und amerikanische K\u00fcche, Eis &#8211; und eine erstmals in Deutschland begonnene Tora, in die auch G\u00e4ste schreiben d\u00fcrfen. Der Spitzenkandidaten mehrerer Parteien, darunter Stefan Evers von der CDU und Elif Eralp von der Linken sind ebenfalls gekommen.\n            <\/p>\n<p>            Rabbiner Teichtal: \u201eWir wollen Gestalter sein\u201c<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Auch der Noch-Regierende B\u00fcrgermeister von Berlin, Kai Wegner, ist da. Er wolle nicht, dass Menschen mit Kippa in bestimmten Stadtteilen Angst haben m\u00fcssen. \u201eAber es ist derzeit so\u201c, r\u00e4umt Wegner ein.<\/p>\n<p>Der Charlottenburger Lior tr\u00e4gt Kippa. Der Teenager ist noch nicht lange Teil der j\u00fcdischen Community, sein Vater Aserbaidschaner mit armenischen Wurzeln. Seine Mutter ist nicht-praktizierende J\u00fcdin aus der Ukraine. Lior selbst hat vor etwa einem Jahr \u2013 auf der Suche nach einem Fundament f\u00fcr sein Leben \u2013 \u00fcber Studenten von Chabad den Weg zum Judentum gefunden.\u00a0Gegen\u00fcber der israelischen Regierung \u00e4u\u00dfere er sich auch manchmal kritisch. Er wirkt f\u00fcr sein Alter schon reifer als so anderer Junge: \u201eEs ist normal, Jude zu sein\u201c, sagt der 17-J\u00e4hrige selbstbewusst.<\/p>\n<p>Mit Blick auf die Sicherheitsschleuse am Eingang, stellt Jay fest: \u201eEs ist schrecklich, dass es im Jahr 2026 noch notwendig ist, dass solch ein Familienfest gesch\u00fctzt werden muss.\u201c Der 30-J\u00e4hrige hofft, dass die Politik hier k\u00fcnftig verst\u00e4rkt t\u00e4tig wird.\n            <\/p>\n<p class=\"gallery-caption font-roboto text-sm font-medium leading-5 text-gray-900\" style=\"font-feature-settings: 'liga' off, 'clig' off;\">\n                        Yehuda Teichtal lie\u00df es sich nicht nehmen, m\u00f6glichst jeden Gast pers\u00f6nlich zu begr\u00fc\u00dfen.\n                    <\/p>\n<p class=\"gallery-source font-roboto text-xs font-medium leading-[18px] mt-1 text-gray-400\" style=\"\">\n                        Kyle Knodell\n                    <\/p>\n<p>                  <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/77d39ed2-3313-48b0-bf51-d94792e5db73.jpg\"   alt=\"Yehuda Teichtal zeichnet Silke und Holger Friedrich aus.\" class=\"w-full h-full object-cover cursor-pointer\" loading=\"lazy\" data-original-url=\"\" data-caption=\"Yehuda Teichtal zeichnet Silke und Holger Friedrich aus.\" data-source=\"Kyle Knodell\" data-link-href=\"\"\/><\/p>\n<p class=\"font-roboto text-sm leading-[22px] font-normal not-italic text-gray-800 text-left flex-[3]\">Yehuda Teichtal zeichnet Silke und Holger Friedrich aus.\n                  <\/p>\n<p class=\"text-left md:text-right font-roboto text-xs leading-[18px] font-normal not-italic text-gray-700 flex-1 mt-1 md:mt-0\">\n                    \u00a9 Kyle Knodell<\/p>\n<p class=\"text-black text-[17px] leading-7 font-normal font-merriweather\">\n              Die Politikerin und Aktivistin Karoline Preisler (FDP) ist ebenfalls Teil der Gemeinschaft auf dem Stra\u00dfenfest. Sie geh\u00f6rt zu den engen Freunden der Chabad-Gemeinde. Preisler sagt, sie habe selbst schon sehr oft Unterst\u00fctzung durch die Gemeinde erfahren, beispielsweise nach dem Tod ihrer Mutter. \u201eDeshalb sind 30 Jahre ganz wunderbar. Ich hoffe, es werden 120 und noch viel mehr. Happy Birthday, Chabad!\u201c<\/p>\n<p>Es wurden auch Preise vergeben f\u00fcr besonderes Engagement f\u00fcr die j\u00fcdische Community. Zu den Ausgezeichneten geh\u00f6rten unter anderen auch die Verleger der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung, Silke und Holger Friedrich.<\/p>\n<p>Schlie\u00dflich ruft jemand von der B\u00fchne \u201eAm Yisrael\u201c \u2013 Die Menge antwortet \u201eChai\u201c. Das bedeutet in etwa so viel wie: \u201eDas Volk Israel lebt\u201c. Es ist ein Satz des Friedens.<\/p>\n<p>                    <img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.berliner-zeitung.de\/images\/blz\/send-mail.svg\" alt=\"Send feedback\"\/><\/p>\n<p>Lesen Sie mehr zum Thema<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der J\u00fcdische Kindergarten Gan Israel hat zur Feier des Tages ein Lied einstudiert: \u201eHevenu shalom alechem, shalom alechem,&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1270479,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[1825],"tags":[296,151835,2325,29,30,2384,29008,262430,317],"class_list":["post-1270478","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-berlin","tag-berlin","tag-chabad","tag-charlottenburg","tag-deutschland","tag-germany","tag-kai-wegner","tag-strassenfest","tag-teichtal","tag-ukraine"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117186502754502086","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1270478","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1270478"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1270478\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1270479"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1270478"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1270478"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1270478"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}