{"id":1270937,"date":"2026-08-31T02:23:17","date_gmt":"2026-08-31T02:23:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1270937\/"},"modified":"2026-08-31T02:23:17","modified_gmt":"2026-08-31T02:23:17","slug":"heizoel-jetzt-schon-fuer-den-winter-kaufen-oder-warten-das-raten-experten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1270937\/","title":{"rendered":"Heiz\u00f6l jetzt schon f\u00fcr den Winter kaufen oder warten? Das raten Experten"},"content":{"rendered":"<p class=\"em_text\"><strong>Die Heiz\u00f6lpreise sind seit dem Sommer wieder deutlich gestiegen. Wer mit \u00d6l heizt und einen leeren Tank hat, steht deshalb vor einer schwierigen Frage: Jetzt Heiz\u00f6l kaufen \u2013 oder auf sinkende Preise warten? Heiz\u00f6l24-Sprecher Oliver Klapschus und die Verbraucherzentrale sch\u00e4tzen die Lage auf Nachfrage der Mediengruppe Bayern teilweise unterschiedlich ein. In einem Punkt sind sie sich jedoch einig: Die weitere Heiz\u00f6l-Preisentwicklung ist derzeit kaum vorhersehbar.<\/strong><\/p>\n<p>F\u00fcr Besitzer einer \u00d6lheizung war der Sommer 2026 bislang kein g\u00fcnstiger Zeitpunkt zum Nachtanken. Nach einer zwischenzeitlichen Entspannung haben die Heiz\u00f6lpreise wieder angezogen. Oliver Klapschus, Sprecher des Vergleichsportals Heiz\u00f6l24, sieht den wesentlichen Grund daf\u00fcr im <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/20618143\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Iran-Konflikt.<\/a><\/p>\n<p>Nachdem die \u00d6lpreise am Weltmarkt im Juni zun\u00e4chst gefallen seien, habe sich die Situation Anfang Juli wieder gedreht. Die erhoffte Entspannung rund um die Stra\u00dfe von Hormus sei ausgeblieben. Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran steckten fest.<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale verweist zus\u00e4tzlich auf weitere Belastungsfaktoren. Neben den geopolitischen Spannungen h\u00e4tten Streiks, Br\u00e4nde in Tanklagern, <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/19282757\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Angriffe der Ukraine auf russische Raffinerien<\/a> und das Niedrigwasser auf zahlreichen Fl\u00fcssen zuletzt preissteigernd gewirkt. Gerade die Stra\u00dfe von Hormus spielt f\u00fcr den internationalen \u00d6lmarkt eine entscheidende Rolle: Rund 20 Prozent der weltweiten \u00d6llieferungen seien von der Blockade betroffen gewesen.<\/p>\n<p>    Heiz\u00f6lpreise aktuell: Bayern liegt unter dem Bundesdurchschnitt<\/p>\n<p class=\"em_text\">Nach Angaben von HeizOel24 kostet ein Liter Heiz\u00f6l derzeit im bundesweiten Durchschnitt rund 1,34 Euro. In Bayern liegt der Durchschnittspreis bei etwa 1,29 Euro pro Liter. Grundlage ist jeweils eine Abnahmemenge von 3.000 Litern inklusive Mehrwertsteuer und Lieferung. Damit w\u00fcrde eine Bestellung von 3.000 Litern in Bayern derzeit rechnerisch etwa 3.870 Euro kosten. Im Bundesdurchschnitt w\u00e4ren es rund 4.020 Euro.<\/p>\n<p>Doch wie geht es weiter? Genau hier wird eine Prognose schwierig. \u201eDie Preise entwickeln sich sehr volatil und h\u00e4ngen stark von der geopolitischen Entwicklung ab\u201c, erkl\u00e4rt die Verbraucherzentrale. Momentan deute wenig auf Entspannung hin \u2013 die Situation k\u00f6nne sich jedoch innerhalb weniger Tage wieder ver\u00e4ndern. Eine Prognose gleiche deshalb einem \u201eBlick in die Glaskugel\u201c.<\/p>\n<p>Klapschus sieht ebenfalls die Entwicklung am Weltmarkt als entscheidenden Faktor. Positive Nachrichten \u00fcber die Stra\u00dfe von Hormus und eine Normalisierung der Handelsstr\u00f6me k\u00f6nnten die Roh\u00f6lpreise deutlich dr\u00fccken. Bleibt die Situation am Persischen Golf dagegen angespannt, seien gleichbleibend hohe oder sogar weiter steigende Preise m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Auch interessant: <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/21706028\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">OMV gro\u00dfer Profiteur des Irankriegs: Gewinn um 65 Prozent gestiegen<\/a><\/p>\n<p>    Wann Heiz\u00f6l kaufen? Im Herbst k\u00f6nnte zus\u00e4tzlicher Preisdruck entstehen<\/p>\n<p class=\"em_text\">F\u00fcr deutsche Haushalte kommt noch ein weiterer Faktor hinzu: die bevorstehende Heizperiode. Nach Einsch\u00e4tzung von Klapschus wurde aufgrund der hohen Heiz\u00f6lpreise w\u00e4hrend des Sommers ungew\u00f6hnlich wenig bestellt.<\/p>\n<p>\u201eViele Verbraucher m\u00fcssen in den n\u00e4chsten Wochen handeln, denn der Winter r\u00fcckt n\u00e4her und die meisten Tanks sind au\u00dfergew\u00f6hnlich leer\u201c, sagt der Heiz\u00f6l24-Sprecher. Nach den Sommerferien erwartet er deshalb eine Bestellwelle. Steigende Lieferfristen und Logistikkosten k\u00f6nnten dazu f\u00fchren, dass die Heiz\u00f6lpreise im Herbst zeitweise st\u00e4rker steigen, als der Roh\u00f6lpreis allein erwarten lie\u00dfe.<\/p>\n<p>Lesen Sie auch: <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/21595835\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Teures Tanken: Dieselpreis stieg binnen weniger Wochen um 43 Cent<\/a><\/p>\n<p>Wer sich fragt, wann Heiz\u00f6l kaufen derzeit sinnvoll ist, erh\u00e4lt von den beiden Experten allerdings unterschiedliche Antworten. Die Verbraucherzentrale m\u00f6chte keine pauschale Kaufempfehlung geben und r\u00e4t Haushalten, die Heiz\u00f6l-Preisentwicklung aufmerksam zu verfolgen.<\/p>\n<p>Klapschus empfiehlt dagegen, nicht mehr auf einen deutlichen Preissturz zu spekulieren. Haushalte mit wenig Heiz\u00f6l im Tank k\u00f6nnten zun\u00e4chst eine Teilmenge von beispielsweise 1.000 bis 1.500 Litern bestellen.\u201eJetzt gilt es, sich Reichweite zu schaffen und vor die Bestellwelle zu kommen, die ab September \u00fcber den Markt rollen wird\u201c, erkl\u00e4rt er. Wer mit einem halb gef\u00fcllten Tank in die Heizperiode starte, bleibe flexibel und k\u00f6nne bei g\u00fcnstigeren Heiz\u00f6lpreisen im Dezember oder Januar nachbestellen.<\/p>\n<p>    \u00d6lheizung: Experten bewerten die Heizpolitik unterschiedlich<\/p>\n<p class=\"em_text\">Deutlich auseinander gehen die Einsch\u00e4tzungen bei der zuk\u00fcnftigen Rolle der \u00d6lheizung. Klapschus begr\u00fc\u00dft die st\u00e4rkere Technologieoffenheit der aktuellen Bundesregierung. Verbraucher sollten seiner Ansicht nach zwischen \u00d6l, Gas, Holzpellets oder W\u00e4rmepumpe entsprechend ihrer Immobilie und pers\u00f6nlichen Situation w\u00e4hlen k\u00f6nnen. Chancen sieht er unter anderem bei biogenem Heiz\u00f6l und effizienterer Heiztechnik.<\/p>\n<p>Mehr zum Thema: <a href=\"https:\/\/www.pnp.de\/21527916\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">Habecks \u201eHeizungsgesetz\u201c wird abgeschafft: Was sich jetzt \u00e4ndert<\/a><\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale argumentiert dagegen, dass gerade die vergangenen Krisen gezeigt h\u00e4tten, wie anf\u00e4llig Deutschland durch die Abh\u00e4ngigkeit von importiertem \u00d6l und Gas sei. Ein konsequenter Umstieg auf erneuerbare Energien und klimafreundliche Heizungen k\u00f6nne deshalb nicht nur dem Klimaschutz dienen, sondern Haushalte langfristig unabh\u00e4ngiger von internationalen Krisen machen.<\/p>\n<p>Bei neuen \u00d6l- und Gasheizungen weist die Verbraucherzentrale zudem auf eine Unsicherheit hin: Diese m\u00fcssen k\u00fcnftig mit einem steigenden Anteil gr\u00fcner Brennstoffe betrieben werden. Wie gut diese verf\u00fcgbar sein werden und welche Preise daf\u00fcr verlangt werden, lasse sich derzeit noch nicht zuverl\u00e4ssig absch\u00e4tzen.<\/p>\n<p>    Hohe Heiz\u00f6lpreise: Welche Hilfe gibt es f\u00fcr Haushalte?<\/p>\n<p class=\"em_text\">Auch bei m\u00f6glichen staatlichen Hilfen unterscheiden sich die Positionen. Klapschus sieht breit angelegte Eingriffe und Subventionen kritisch. Kurzfristig k\u00f6nnte seiner Ansicht nach beispielsweise eine niedrigere CO2-Bepreisung f\u00fcr Entlastung sorgen. Nach seinen Berechnungen w\u00e4ren die aktuellen Heiz\u00f6lpreise ohne die seit 2021 gestiegene CO2-Abgabe rund 20 Cent je Liter niedriger.<\/p>\n<p>Die Verbraucherzentrale favorisiert dagegen gezielte Hilfen f\u00fcr Haushalte, die durch hohe Heizkosten finanziell \u00fcberfordert werden. Selbst Menschen, die normalerweise keine Sozialleistungen beziehen, k\u00f6nnen unter bestimmten Voraussetzungen beim Jobcenter oder Sozialamt eine Kosten\u00fcbernahme f\u00fcr eine Heiz\u00f6lrechnung oder Heizkostennachzahlung beantragen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Heiz\u00f6lkunden bleibt damit ein Dilemma: Auf sinkende Preise zu warten, kann sich auszahlen \u2013 muss es aber nicht. Wer nur noch wenig Heiz\u00f6l im Tank hat, sollte neben dem Literpreis deshalb auch Lieferzeiten und den eigenen Verbrauch ber\u00fccksichtigen. Denn sp\u00e4testens mit Beginn der Heizperiode k\u00f6nnte aus der Frage \u201eWann Heiz\u00f6l kaufen?\u201c eine deutlich dringendere werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Heiz\u00f6lpreise sind seit dem Sommer wieder deutlich gestiegen. 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