{"id":127171,"date":"2025-05-21T04:24:10","date_gmt":"2025-05-21T04:24:10","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/127171\/"},"modified":"2025-05-21T04:24:10","modified_gmt":"2025-05-21T04:24:10","slug":"wir-spielen-alltag-begegnungen-mit-der-israelischen-gegenwart-ndr-de-kultur-buch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/127171\/","title":{"rendered":"&#8222;Wir spielen Alltag&#8220;: Begegnungen mit der israelischen Gegenwart | NDR.de &#8211; Kultur &#8211; Buch"},"content":{"rendered":"<p>\nStand: 21.05.2025 06:00 Uhr\n<\/p>\n<p class=\"preface\">Lizzie Doron hat die vergangenen anderthalb Jahre festgehalten: In ihrem neuen Buch erz\u00e4hlt sie eindringliche Geschichten \u00fcber das Leben in Israel seit dem 7. Oktober 2023, die man nicht so schnell wieder vergisst.<\/p>\n<p class=\"textauthor\">von Jochanan Shelliem<\/p>\n<p>Seit ihren Kindertagen ist Lizzie Doron eine \u00dcbersetzerin des Leids und eine Chronistin &#8211; des Schmerzes der Anderen. &#8222;Warum bist du nicht vor dem Krieg gekommen?&#8220;\u00a0hie\u00df ihr erstes Buch.<\/p>\n<p>Lizzie Doron: Chronistin der Verwundeten<\/p>\n<p>Lizzie Doron f\u00fchrt Tagebuch: Seit dem 7. Oktober 2023, dem \u00dcberfall der Hamas auf das Nova Festival, h\u00e4lt sie ihre Gedanken und Gef\u00fchle fest. Gedanken und Gef\u00fchle, die sich durch ihren Alltag ziehen in Tel Aviv, Jerusalem und Berlin. Wie toxisch dieser Einbruch den israelischen Alltag durchwirkt, das macht die Autorin in kleinen Tagessplittern klar.<\/p>\n<p>Sie bricht die gro\u00dfe Politik auf kleine allt\u00e4gliche Begegnungen herunter. &#8222;Wir spielen Leben&#8220; &#8211; der Titel dieser Aufzeichnungen macht hier k\u00f6rperlich schmerzhaft Sinn.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/waswaerewenn100_v-contentgross.jpg\" alt=\"Lizzie Doron: &quot;Was w\u00e4re wenn&quot; \u00a9 dtv \" title=\"Lizzie Doron: &quot;Was w\u00e4re wenn&quot;\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nLizzie Dorons neuer Roman &#8222;Was w\u00e4re wenn&#8220; verstr\u00f6mt eine allumfassende Menschenliebe, die unwiderstehlich und sch\u00f6n zu lesen ist.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Lizzie Dorons &quot;Was w\u00e4re wenn&quot;: Ein ungelebtes Leben in Israel\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/Lizzie-Dorons-Was-waere-wenn-Ein-ungelebtes-Leben-in-Israel,waswaerewenn102.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Alltag einer zerrissenen Gesellschaft<\/p>\n<p>Da ist die Begegnung mit dem Familienvater, der f\u00fcr seine Frau eine Wohnung sucht, weil sie das Leben mit den anderen durch das Massaker der Hamas traumatisierten \u00dcberlebenden im Hotel nicht mehr ertragen kann. Da sind die zwei M\u00e4nner in einem Caf\u00e9 am Strand von Tel Aviv, jeder hat nur eine Hand. Oder die Trauerfeier in dem anonymen Apartmentturm mit 20 Stockwerken, in dem die Schriftstellerin mit ihrer Familie lebt.<\/p>\n<p>Weitere Informationen<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/05\/synagogegebet2_v-contentgross.jpg\" alt=\"Gebet in einer Synagoge \u00a9 dpa\/picture-alliance \" title=\"Gebet in einer Synagoge\" class=\"responsive\"\/><\/p>\n<p>\nDas Magazin Schabat Schalom berichtet aus dem j\u00fcdischen Leben &#8211; mit Nachrichten, Interviews, Berichten und Kommentaren. Immer freitags auf NDR Info.<br \/>\n<a title=\"Zum Artikel: Schabat Schalom\" href=\"https:\/\/www.ndr.de\/nachrichten\/info\/sendungen\/schabat_schalom\/index.html\" class=\"cta \" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">mehr<\/a>\n<\/p>\n<p>Dem Feldwebel Boris Selenko war Lizzie Doron sonst stumm im Aufzug begegnet. Nun erh\u00e4lt auch sie die Nachricht, dass er bei den K\u00e4mpfen in Gaza get\u00f6tet worden ist. Als Held des 7. Oktober wird ihm nun im Foyer des Hochhauses gedacht und die Nachbarn &#8211; ein Installateur, ein \u00dcbersetzer, eine Masseurin, ein Rechtsanwalt und eine \u00c4rztin &#8211; sichern den Verwandten ihre Hilfe zu. Die Autorin fragt sich, wozu eine Schriftstellerin wohl taugen mag.<\/p>\n<p class=\"quote\">\nEin paar Wochen sp\u00e4ter stand ich neben einer Mutter und ihrem Sohn im Aufzug. Der Junge erz\u00e4hlte seiner Mutter mit gl\u00e4nzenden Augen, die Lehrerin in der Schule habe gesagt, hier im Haus habe &#8222;Boris der Held&#8220; gewohnt. &#8222;Nun und was hat er davon?&#8220; Ich h\u00f6rte mich, und es war die Stimme meiner Mutter. (\u2026) Und ich dachte, so ist das mit Helden.<br \/>\nLeseprobe\n<\/p>\n<p>Eindringliches Buch, das zu Tr\u00e4nen r\u00fchrt<\/p>\n<p>Jeder steckt fest in seinem Krieg. F\u00fcr die Mutter ist es 1945; f\u00fcr Lizzie Doron und ihre Freundinnen der Anschlag von Simcha Torah, denn auf diesen Feiertag fiel der Anschlag der Hamas. Sachlich erz\u00e4hlt sie von den Ereignissen im Land und auf ihren Reisen.<\/p>\n<p class=\"quote\">\nIn jedem freien Augenblick dort in Frankfurt h\u00f6rte ich die israelischen Nachrichten. Sog jedes Fitzelchen Information auf, versank in \u00c4ngsten, Grauen beherrschte meine Seele, ich sp\u00fcrte, wie alles, was gewesen war, verloren zu gehen drohte.<br \/>Exil. In diesen Tagen ist mir klar geworden, was das bedeutet. Ein \u00fcberm\u00e4chtiges Gef\u00fchl von Gefahr. Ich dachte an meine Mutter und war ihr pl\u00f6tzlich n\u00e4her als je zuvor. Ich k\u00fcrzte den Besuch ab und flog zur\u00fcck nach Hause, nach Tel Aviv.<br \/>\nLeseprobe\n<\/p>\n<p>156 Seiten, ein d\u00fcnnes Buch, an einem Tag gelesen und doch so eindringlich, dass man es lange nicht vergisst. Ganz ohne H\u00e4me und Hass, aber die Augen voller Tr\u00e4nen.<\/p>\n<p>Wir spielen Alltag<\/p>\n<p>von Lizzie \u00a0Doron<\/p>\n<dl>\n<dt class=\"dtHidden\">Seitenzahl:<\/dt>\n<dd>160 Seiten<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Genre:<\/dt>\n<dd>Roman<\/dd>\n<dt class=\"dtHidden\">Zusatzinfo:<\/dt>\n<dd>Aus dem Hebr\u00e4ischen von Markus Lemke<\/dd>\n<dt>Verlag:<\/dt>\n<dd>dtv<\/dd>\n<dt>Ver\u00f6ffentlichungsdatum:<\/dt>\n<dd>17.4.25<\/dd>\n<dt>Bestellnummer:<\/dt>\n<dd>978-3-423-28453-0<\/dd>\n<dt>Preis:<\/dt>\n<dd>22 \u20ac<\/dd>\n<\/dl>\n<p>Dieses Thema im Programm:<\/p>\n<p>NDR Kultur |<br \/>\nNeue B\u00fccher |<br \/>\n21.05.2025 | 12:40 Uhr<\/p>\n<p>Schlagw\u00f6rter zu diesem Artikel<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.ndr.de\/kultur\/buch\/Romane-Buch-Rezensionen-Lesungen-und-Podcasts,romane107.html\" title=\"Inhalte zum Thema &#039;Romane&#039;\" aria-label=\"Inhalte zum Thema &#039;Romane&#039;\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Romane<\/a><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/03\/ndr_printlogo.gif\" alt=\"NDR Logo\" title=\"NDR Logo\"\/><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Stand: 21.05.2025 06:00 Uhr Lizzie Doron hat die vergangenen anderthalb Jahre festgehalten: In ihrem neuen Buch erz\u00e4hlt sie&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":127172,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1774],"tags":[1784,1797,1785,1796,29,214,30,47614,438,439,440,83,1795,1800,215,47615],"class_list":{"0":"post-127171","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-buecher","8":"tag-books","9":"tag-buch","10":"tag-buecher","11":"tag-buchtipps","12":"tag-deutschland","13":"tag-entertainment","14":"tag-germany","15":"tag-lizzie-doron","16":"tag-ndr","17":"tag-norddeutscher-rundfunk","18":"tag-norddeutschland","19":"tag-radio","20":"tag-roman","21":"tag-romane","22":"tag-unterhaltung","23":"tag-wir-spielen-alltag"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114543923274537553","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127171","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127171"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127171\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127172"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127171"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127171"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127171"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}