{"id":1271825,"date":"2026-08-31T13:35:23","date_gmt":"2026-08-31T13:35:23","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1271825\/"},"modified":"2026-08-31T13:35:23","modified_gmt":"2026-08-31T13:35:23","slug":"usa-iran-konflikt-neue-angriffe-und-keine-aussicht-auf-eine-loesung-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1271825\/","title":{"rendered":"USA-Iran-Konflikt: Neue Angriffe und keine Aussicht auf eine L\u00f6sung &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Einen Monat war es einigerma\u00dfen ruhig am Persischen Golf gewesen, hatte es keine Angriffe der Vereinigten Staaten auf <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Iran\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Iran<\/a> gegeben oder umgekehrt. In der Nacht zum Montag aber begannen die <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/USA\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">USA<\/a> mit einer neuen Runde der Feindseligkeiten und feuerten auf iranische Milit\u00e4ranlagen auf der Insel Larak in der <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Stra%C3%9Fe_von_Hormus\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Stra\u00dfe von Hormus<\/a>, wo es mehrere Todesopfer gegeben haben soll. Iran revanchierte sich mit Drohnen und Raketen, die auf US-Milit\u00e4rst\u00fctzpunkte in <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Jordanien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Jordanien<\/a> und den Vereinigten Arabischen Emiraten abgefeuert, aber alle abgefangen werden konnten.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Der Angriff kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem viele Analysten eher mit einer Eskalation von iranischer Seite gerechnet hatten, da die Regierung in Teheran in den vergangenen Wochen in die Defensive geraten war. Seit den letzten K\u00e4mpfen haben die USA die Blockade der iranischen H\u00e4fen intensiviert, von dort kann kaum noch \u00d6l exportiert werden. Die USA hoffen, durch wirtschaftlichen Druck das Regime zu einer Kurs\u00e4nderung zu zwingen. Teheran versucht, die Stra\u00dfe von Hormus zu blockieren, und spekuliert darauf, dass steigende \u00d6lpreise US-Pr\u00e4sident Donald Trump vor den Zwischenwahlen im November zu Konzessionen zwingen.<\/p>\n<p>Viele Radaranlagen der Iraner sollen durch Zerst\u00f6rungen \u201eblind\u201c geworden sein<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Den USA war es in den vergangenen Wochen aber gelungen, wieder mehr \u00d6l durch die Meerenge zu bringen, auf der \u201eS\u00fcdroute\u201c nahe der K\u00fcste von <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Oman\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Oman<\/a>. Dort seien alle iranischen Seeminen zerst\u00f6rt worden, hatte das US-Milit\u00e4r vor Tagen mitgeteilt. Zu den Seeminen z\u00e4hlen unter anderem verankerte Kontaktminen, die detonieren, wenn ein Schiff gegen sie st\u00f6\u00dft, w\u00e4hrend technisch ausgefeiltere \u201eBodenminen\u201c auf dem Meeresboden liegen und mithilfe von Sensoren eine Explosion ausl\u00f6sen, sobald sie die magnetische oder akustische Signatur eines dar\u00fcber befindlichen Schiffes erfassen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/7b3affee-c4a1-49c8-9184-c74bf9155dfc.jpg\"   alt=\"Von Teheran ver\u00f6ffentlichte Aufnahmen sollen Geschosse zeigen, die auf US-amerikanische St\u00fctzpunkte in Jordanien zielen.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Von Teheran ver\u00f6ffentlichte Aufnahmen sollen Geschosse zeigen, die auf US-amerikanische St\u00fctzpunkte in Jordanien zielen.<\/p>\n<p>Wana News Agency\/Reuters<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Emirate und <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Saudi-Arabien\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Saudi-Arabien<\/a> haben zudem eine Art Shuttlebr\u00fccke eingerichtet: Kleinere Schiffe transportieren das \u00d6l m\u00f6glichst schnell durch die gef\u00e4hrlichen Stellen, danach wird es wieder auf gro\u00dfe Tanker verladen. Bei den letzten K\u00e4mpfen waren zudem viele Radaranlagen der Iraner zerst\u00f6rt worden, die nun fast \u201eblind\u201c sind. Die durchfahrenden Tanker haben ihre Ortungssysteme ausgeschaltet und k\u00f6nnen nur von den wenigen noch intakten Radaranlagen geortet werden \u2013 oder von den kleinen Schnellbooten aus, die dort patrouillieren. Iran feuerte daher h\u00e4ufig Drohnen und Raketen einfach in eine Richtung, wo Schiffe vermutet wurden.<\/p>\n<p>Der \u00d6lpreis steigt wieder<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Am Sonntag hatten die USA offenbar auf Raketenabschussbasen gezielt, von denen aus Iran mit Flugk\u00f6rpern neue Minen verlegen wollte. Iran k\u00fcndigt f\u00fcr die kommenden Tage Vergeltung an und wird wohl erneut versuchen, die S\u00fcdroute in der Stra\u00dfe von Hormus zu treffen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Revolutionsgarden behaupteten am Montag, dass ein Tanker auf einer \u201eillegalen Route\u201c durch die Explosion zweier Seeminen Feuer gefangen habe. Eine unabh\u00e4ngige Best\u00e4tigung daf\u00fcr gab es nicht. Der \u00d6lpreis stieg am Montag um drei Prozent. Trotz der Erfolge der USA, die dazu f\u00fchrten, dass wieder mehr \u00d6l durch die Meerenge verschifft werden konnte, haben die Mengen bei Weitem noch nicht das Vorkriegsniveau erreicht. Damals wurden etwa 20 Prozent der weltweiten Roh\u00f6lexporte durch die Hormus-Meerenge verschifft \u2013 etwa 130 Tanker waren pro Tag unterwegs, heute sind es etwa 30. Das \u00d6l, das sie transportieren, ist teurer als vor dem Konflikt. Die Kosten f\u00fcr Risikoversicherungen f\u00fcr Schiffe, die diese Wasserstra\u00dfe befahren, sind seit Kriegsbeginn von etwa drei Prozent des Schiffsk\u00f6rperwerts auf bis zu zehn Prozent gestiegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wirklich erfolgreich ist die neue US-Strategie bislang daher nicht. Man m\u00fcsse sich nur vorstellen, \u201ezu Beginn der US-israelischen Angriffe h\u00e4tte jemand vorausgesagt, dass sechs Monate sp\u00e4ter das iranische Atomproblem ungel\u00f6st bleiben w\u00fcrde, die Raketenbedrohung fortbestehen w\u00fcrde, das Regime noch immer bestehen w\u00fcrde und Washington die Wiederherstellung von etwa 30 Prozent des Vorkriegs-Seeverkehrs durch die Stra\u00dfe von Hormus feiern w\u00fcrde \u2013 eine Wasserstra\u00dfe, die vor Kriegsbeginn offen war\u201c, sagt der israelische Iran-Experte Dennis Citrinowicz.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Iran befindet sich kaum in einer besseren Situation. Zwar hat das Regime den Krieg \u00fcberlebt, aber die wirtschaftliche Situation ist katastrophal. Auch die Golfstaaten sind unzufrieden mit der Situation, die der diplomatische Berater des Pr\u00e4sidenten der Emirate, Anwar Gargash, als \u201eweder Krieg noch Frieden\u201c bezeichnet. Dies k\u00f6nne kein nachhaltiges Modell sein: \u201eHeute werden realistische und nachhaltige politische L\u00f6sungen gefordert, beginnend mit der \u00dcberwindung der Eskalation und der R\u00fcckkehr der Schifffahrt in der Stra\u00dfe von Hormus zu ihrem Normalzustand.\u201c Bislang sind die USA und auch Iran aber der Ansicht, dass die jeweils eigene Strategie die bessere ist und der Gegner bald aufgeben wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Einen Monat war es einigerma\u00dfen ruhig am Persischen Golf gewesen, hatte es keine Angriffe der Vereinigten Staaten auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1271826,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[3977],"tags":[331,332,147,14563,13,345,22814,148,14,6000,15,1124,15643,16,4769,12,29839,149,4017,4018,4016,64,831,4019,4020],"class_list":["post-1271825","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-usa","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ausland","tag-energiepreise","tag-headlines","tag-iran","tag-jordanien","tag-leserdiskussion","tag-nachrichten","tag-nahost","tag-news","tag-oelpreis","tag-oman","tag-politik","tag-saudi-arabien","tag-schlagzeilen","tag-strasse-von-hormus","tag-sueddeutsche-zeitung","tag-united-states","tag-united-states-of-america","tag-us","tag-usa","tag-vereinigte-arabische-emirate","tag-vereinigte-staaten","tag-vereinigte-staaten-von-amerika"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117190391079804402","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1271825","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1271825"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1271825\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1271826"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1271825"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1271825"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1271825"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}