{"id":1271890,"date":"2026-08-31T14:25:15","date_gmt":"2026-08-31T14:25:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1271890\/"},"modified":"2026-08-31T14:25:15","modified_gmt":"2026-08-31T14:25:15","slug":"wassermangel-in-muenchen-bleibt-die-grundwasser-situation-sehr-angespannt-muenchen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1271890\/","title":{"rendered":"Wassermangel: In M\u00fcnchen bleibt die Grundwasser-Situation sehr angespannt &#8211; M\u00fcnchen"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1vw426e\">Der Hitzesommer endet, es regnet auch immer wieder mal, das Wasserproblem in M\u00fcnchen bleibt aber bestehen. Vor einem Monat hat die Stadt die Verf\u00fcgung zum Wassersparen auslaufen lassen, doch Entwarnung gibt es nicht seitens der Stadtwerke (SWM): \u201eDie Grundwasser-Situation ist nach wie vor angespannt\u201c, teilt ein SWM-Sprecher mit. Im Untergrund fehlt sehr viel <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/thema\/Wasser\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Wasser<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Mitte Juli erlie\u00df die Stadt erstmals eine Allgemeinverf\u00fcgung, die den Wasserverbrauch reduzieren sollte. Der war w\u00e4hrend der Hitzephase im Juni so hoch wie noch nie. Zugleich waren die Grundwasserpegel sehr niedrig, seit eineinhalb Jahren f\u00e4llt selbst in S\u00fcdbayern, das bisher als wasserreich galt, zu wenig Niederschlag.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr zwei Wochen im Juli also galt auf Basis der st\u00e4dtischen Verf\u00fcgung: Das Bef\u00fcllen von Privatpools und das W\u00e4ssern von Rasen war verboten, G\u00e4rten und Beete durften nur abends gegossen werden, das Waschen von Autos im Privatbereich war ebenso untersagt wie das Abspritzen von Terrassen oder Hoffl\u00e4chen. Die Stadt selbst hatte zuvor schon einige Brunnen ganz abgestellt und andere \u00fcber Nacht ausgeschaltet.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Sparverf\u00fcgung lief Ende Juli aus, das Rathaus verl\u00e4ngerte sie nicht. Man hoffte auf den Ferien-Effekt: Je mehr M\u00fcnchner im Urlaub sind, desto weniger Wasser brauchen sie zu Hause. Und nun, einen Monat sp\u00e4ter, da der meteorologische Herbst an diesem Dienstag beginnt? Hat sich die Lage entspannt? Teils, teils, lautet in Kurzform die Antwort der SWM, die M\u00fcnchen mit Trinkwasser versorgen und deshalb den besten \u00dcberblick haben.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Immerhin, der Verbrauch sei deutlich zur\u00fcckgegangen. Laut SWM liege der langj\u00e4hrige durchschnittliche Bedarf M\u00fcnchens und einiger umliegender Gemeinden, die am M\u00fcnchner Netz h\u00e4ngen, bei 300 bis 310 Millionen Litern pro Tag. In der Hitzeperiode im Juni sei der Verbrauch an manchen Tagen auf mehr als 400 Millionen gestiegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Seither reduzierte sich der Verbrauch. Was davon an der Sparverordnung, dem etwas weniger hei\u00dfen Wetter oder der Urlaubszeit lag, l\u00e4sst sich nicht auseinanderdividieren. Vermutlich spielen alle Faktoren eine Rolle. Sicher ist laut SWM, dass der Bedarf zur\u00fcckging: In der zweiten Juli-H\u00e4lfte auf durchschnittlich 330 Millionen, Anfang August habe man noch, je nach Tag, 300 bis 355 Millionen Liter ben\u00f6tigt, \u201eseither meist 270 bis 290 Millionen\u201c. Die Tendenz sei \u201edeutlich r\u00fcckl\u00e4ufig\u201c.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-hitze-schutz-wohnung-sommer-klima-anlage-tipps-li.3510114\" aria-label=\"Artikelverlinkung:\" data-track-szde=\"{&quot;event&quot;:&quot;teaser_clicked&quot;,&quot;teaser_clicked&quot;:{&quot;article_title&quot;:&quot;ich_rate_dringend_davon_ab_dass_wir_in_immer_mehr_wohnungen_klimaanlagen_installieren&quot;,&quot;doctype&quot;:&quot;&quot;,&quot;label&quot;:&quot;szplus&quot;,&quot;main_topic&quot;:&quot;leben_und_gesellschaft_in_muenchen&quot;,&quot;object_id&quot;:&quot;li.3510114&quot;,&quot;pcat&quot;:&quot;paid&quot;,&quot;section&quot;:&quot;muenchen&quot;,&quot;teaser_type&quot;:&quot;article_teaser_top&quot;}}\" data-manual=\"teaser-url\" aria-labelledby=\"teaser-httpswwwsueddeutschedemuenchenmuenchen-hitze-schutz-wohnung-sommer-klima-anlage-tipps-li3510114\" class=\"css-14tg8sh\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1f1f0dcc-3ab1-45b4-a0bd-ca805c4a0512.jpeg\"   alt=\"\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Hitzestrategien<\/p>\n<p>:\u201eIch rate dringend davon ab, dass wir in immer mehr Wohnungen Klimaanlagen installieren\u201c<\/p>\n<p class=\"css-a6ecqs\" data-manual=\"teaser-text\" data-schema-org-speakable=\"true\">Wenn es hei\u00df ist, wollen viele Menschen die eigenen vier W\u00e4nde m\u00f6glichst k\u00fchl halten. Im Gespr\u00e4ch erkl\u00e4rt Professor Martin Renner von der Hochschule M\u00fcnchen, wie das am besten gelingt \u2013 und was eigentlich das bessere Konzept w\u00e4re.<\/p>\n<p>SZ PlusInterview von Linus Freymark<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Gar nicht positiv klingt dagegen die Bewertung des Grundwasser-Dargebots. M\u00fcnchen bezieht sein Trinkwasser \u00fcberwiegend aus dem Mangfalltal, einen kleineren Teil aus dem Loisachtal; und wenn das nicht reicht, wird die Reserve angezapft und auch Grundwasser in der M\u00fcnchner Schotterebene gef\u00f6rdert, vorwiegend s\u00fcdlich der Stadt. Die meisten der f\u00fcr M\u00fcnchen relevanten Grundwasserpegel sind laut Bayerischem Landesamt f\u00fcr Umwelt niedrig oder sehr niedrig, <a href=\"https:\/\/www.nid.bayern.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow noopener\">nachzulesen beim Niedrigwasser-Informationsdienst<\/a>.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">\u201eDie Regenf\u00e4lle der vergangenen Tage bringen nur eine kleine Entspannung, gleichen aber nicht das Niederschlagsdefizit der vergangenen 18 Monate aus\u201c, stellen die SWM fest. \u201eEs bedarf einer niederschlagsreichen Herbst- und Wintersaison, um eine grunds\u00e4tzliche Entspannung der Situation zu erreichen.\u201c<\/p>\n<p>Die Stadt versucht, mit gutem und sichtbarem Beispiel voranzugehen<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Im zur\u00fcckliegenden Sommer habe man die Kapazit\u00e4t von zwei der drei F\u00f6rdergebiete fast immer komplett ausgesch\u00f6pft, teilen die Stadtwerke mit. Im Mangfalltal etwa liege laut SWM die langj\u00e4hrige Sch\u00fcttung, also das verf\u00fcgbare Wasser, bei 3700 Litern pro Sekunde. Mitte Juli vermeldeten die SWM nur noch 2600 Liter pro Sekunde, also fast ein Drittel weniger als \u00fcblich. Im August sei das Dargebot im Mangfalltal auf diesem Niveau geblieben, teilweise sogar \u201eleicht darunter\u201c gelegen, so die Stadtwerke. Im Loisachtal, s\u00fcdlich von Eschenlohe, d\u00fcrfen die SWM aus Gr\u00fcnden des Naturschutzes nicht mehr als 500 Liter pro Sekunde entnehmen, diese Menge sch\u00f6pfe man weiter komplett aus.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/1ba07af6-3991-4aa1-9ad6-e8b9acb44244.jpg\"   alt=\"Der Grundwasser-Pegel wird \u00fcberwacht, unter anderem an dieser Messstelle an der Wittelsbacherbr\u00fccke.\" loading=\"lazy\" class=\"css-8atqhb\"\/><\/p>\n<p>Der Grundwasser-Pegel wird \u00fcberwacht, unter anderem an dieser Messstelle an der Wittelsbacherbr\u00fccke.<\/p>\n<p>Foto: Stephan Rumpf<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Wenn das alles nicht reicht f\u00fcr M\u00fcnchen, zapfen die SWM ihre Brunnen in der Schotterebene an. Die seien im Sommer sehr strapaziert worden. Im August habe die Menge Wasser, die man aus den F\u00f6rderwerken Trudering, Deisenhofen, Arget und H\u00f6henkirchen ins Netz eingespeist habe, stark geschwankt, zwischen 100 und 1200 Liter pro Sekunde. Aus der Schotterebene bedienen sich neben M\u00fcnchen auch andere Kommunen und Unternehmen mit Privatbrunnen. Der bescheidene August-Regen mache sich laut Stadtwerken bislang nicht positiv bemerkbar: \u201eDie Grundwasserst\u00e4nde sind nach wie vor fallend.\u201c<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Und jetzt? Wie geht es weiter? Auf die Regenmengen hat die Stadt keinen Einfluss, ihr bleibt nur, mit dem vorhandenen Wasser sparsamer umzugehen. Um Notlagen mit Sparanordnungen wie im zur\u00fcckliegenden Sommer k\u00fcnftig zu vermeiden oder zumindest nicht noch drastischer ausfallen zu lassen, hat Oberb\u00fcrgermeister Dominik Krause (Gr\u00fcne) die SWM und das st\u00e4dtische Klimareferat mit einer Wasserstrategie beauftragt. Im kommenden Jahr wolle man diese laut SWM dem Stadtrat vorlegen.<\/p>\n<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">Die Stadt versucht, mit gutem und sichtbarem Beispiel voranzugehen. <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/muenchen\/muenchen-fischbrunnen-laeuft-wieder-wasserknappheit-li.3536517\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Nachdem sie im Juli den Fischbrunnen vor dem Rathaus ganz abgestellt hat, weil er mangels Umw\u00e4lzpumpe den h\u00f6chsten Wasserverbrauch aller Brunnen hatte, l\u00e4uft er seit einer Woche wieder.<\/a> Das Baureferat hat Steuerungstechnik eingebaut, unter anderem eine Zeitschaltuhr, sodass er nur noch von acht bis 20 Uhr pl\u00e4tschert. Insgesamt will die Stadt mindestens 30 Brunnen nachr\u00fcsten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der Hitzesommer endet, es regnet auch immer wieder mal, das Wasserproblem in M\u00fcnchen bleibt aber bestehen. 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