{"id":12727,"date":"2025-04-07T09:46:18","date_gmt":"2025-04-07T09:46:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/12727\/"},"modified":"2025-04-07T09:46:18","modified_gmt":"2025-04-07T09:46:18","slug":"marktbericht-dax-bricht-um-bis-zu-zehn-prozent-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/12727\/","title":{"rendered":"Marktbericht: DAX bricht um bis zu zehn Prozent ein"},"content":{"rendered":"<p>                    <strong>marktbericht<\/strong><\/p>\n<p class=\"metatextline\">Stand: 07.04.2025 11:04 Uhr<\/p>\n<p class=\"textabsatz columns twelve  m-ten  m-offset-one l-eight l-offset-two\">\n        <strong>Der Schock an den B\u00f6rsen \u00fcber die Trump-Z\u00f6lle sitzt tief. Nach dem F\u00fcnf-Prozent-Kurssturz am Freitag bricht der DAX in der Spitze um 10,4 Prozent ein &#8211; und radiert damit seinen Jahresgewinn aus. <\/strong>\n    <\/p>\n<p>                                        <a class=\"authorline__link\" href=\"https:\/\/www.tagesschau.de\/angela-goepfert-100.html\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\"><br \/>\n                                            <img decoding=\"async\" class=\"authorline__img\" alt=\"Angela G\u00f6pfert\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/goepfert-102.jpg\"\/><br \/>\n                                        <\/a><\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUS-Pr\u00e4sident Donald Trump hat mit seinem Zollpaket bei Anlegern massiv Vertrauen verspielt &#8211; die Folgen an den Weltm\u00e4rkten sind verheerend: Der Ausverkauf an den B\u00f6rsen geht mit Beginn der neuen Woche in die Verl\u00e4ngerung. Anleger f\u00fcrchten einen globalen Handelskonflikt. Inflationssorgen und Rezessions\u00e4ngste machen sich immer weiter breit und f\u00fchren an den globalen Aktienm\u00e4rkten zum n\u00e4chsten Kurssturz.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch an der Frankfurter B\u00f6rse geht es massiv abw\u00e4rts. In den ersten Handelsminuten rauschte der DAX heute um bis zu 10,4 Prozent auf 18.489 Punkte in die Tiefe und kn\u00fcpfte damit nahtlos an seinen F\u00fcnf-Prozent-Kurssturz vom Freitag an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nErstmals seit Anfang Januar notiert das deutsche B\u00f6rsenbarometer nun unter der Marke von 20.000 Punkten. Auch wenn der DAX sein anf\u00e4ngliches Minus im Laufe der ersten beiden Handelsstunden auf etwa sieben Prozent eindampfen kann: Der komplette Jahresgewinn ist ausradiert.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer DAX hatte am 30. Dezember 2024 bei 19.909 Punkten geschlossen. Mit dem heutigen Kurssturz liegt er nun seit Jahresbeginn \u00fcber sieben Prozent im Minus. Zum Vergleich: Noch Mitte M\u00e4rz hatte der DAX ein Rekordhoch bei 23.476 Z\u00e4hlern markiert; der Jahresgewinn hatte zu diesem Zeitpunkt knapp 18 Prozent betragen. \u00a0<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nMit dem heutigen Kurssturz folgt der DAX einem typischen Kursmuster. Gerade in Crash-Situationen setzen sich die drastischen Kursverluste eines &#8222;Black Friday&#8220; h\u00e4ufig an einem &#8222;Panic Monday&#8220; fort. Erst am Dienstag, dem &#8222;Turnaround Tuesday&#8220;, gelingt dann die Wende nach oben. Wobei in der aktuellen Gemengelage fraglich sein d\u00fcrfte, wie nachhaltig eine m\u00f6gliche Gegenbewegung w\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDenn mit dem Rutsch unter die 200-Tage-Linie haben sich nun auch die langfristigen Perspektiven am deutschen Aktienmarkt eingetr\u00fcbt. B\u00f6rsenexperten zufolge ist die Zeit noch nicht reif, um die niedrigen Kurse zum Einstieg zu nutzen. Schn\u00e4ppchenj\u00e4ger laufen Gefahr, in ein &#8222;fallendes Messer&#8220; zu greifen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch an den asiatischen B\u00f6rsen setzt sich die Panikreaktion der Anleger auf die j\u00fcngste US-Zollflut vom &#8222;Liberation Day&#8220; zu Beginn der neuen Woche fort. In Japan st\u00fcrzt der 225 Werte umfassende Nikkei-Index an der Leitb\u00f6rse in Tokio um 6,7 Prozent auf 31.511 Punkte ab. Die B\u00f6rse in Shanghai bricht um 7,3 Prozent ein &#8211; und der Hang Seng in Hongkong rauscht um 12,5 Prozent in die Tiefe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAn der Wall Street d\u00fcrfte sich der Kurseinbruch vom Freitag heute fortsetzen. Der Future auf den Leitindex Dow Jones liegt aktuell 4,0 Prozent im Minus, der Future auf den technologielastigen Nasdaq 100 rauscht sogar um 5,8 Prozent in die Tiefe.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas Zollpaket von US-Pr\u00e4sident Trump sendet damit weiter Schockwellen durch die M\u00e4rkte. Am Freitag war der Dow auf den niedrigsten Stand seit Mitte vergangenen Jahres gefallen. Mit einem Wochenminus von mehr acht 8 Prozent war es f\u00fcr den Index die verlustreichste B\u00f6rsenwoche seit Jahren.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDer DAX verbuchte ebenfalls ein Wochenminus von mehr als acht Prozent &#8211; und damit seinen gr\u00f6\u00dften Verlust in einer Handelswoche seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine im Fr\u00fchjahr 2022.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDas B\u00f6rsenbeben radierte auch Verm\u00f6genswerte von Privatanlegern in Milliardenh\u00f6he quasi \u00fcber Nacht aus. Ihnen m\u00fcssen die Aussagen Trumps zum Kurssturz an den B\u00f6rsen wie blanker Hohn vorkommen. &#8222;Ich denke, es l\u00e4uft sehr gut&#8220;, sagte der US-Pr\u00e4sident Ende vergangener Woche. &#8222;Die M\u00e4rkte werden boomen, die Aktien werden boomen, das Land wird boomen.&#8220;<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nEr habe das Abrutschen der M\u00e4rkte nicht beabsichtigt, so der Pr\u00e4sident. &#8222;Ich will nicht, dass irgendetwas nach unten geht, aber manchmal muss man Medizin nehmen, um etwas in Ordnung zu bringen&#8220;, sagte Trump zu Journalisten an Bord der Air Force One.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAm Sonntagabend heizte Trump die Panik an den M\u00e4rkten sogar noch weiter an, indem er seinen harten Kurs bekr\u00e4ftigte. Der US-Pr\u00e4sident beharrte darauf, dass die Z\u00f6lle erst zur\u00fcckgenommen w\u00fcrden, wenn das &#8222;Problem&#8220; der US-Exportdefizite im Handel mit vielen Staaten &#8222;gel\u00f6st&#8220; sei.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nIn Luxemburg beraten heute die Handelsminister der EU-Staaten \u00fcber die Frage, mit welcher Strategie Trump zum Einlenken bei den Sonderz\u00f6llen bewegt werden k\u00f6nnte. China hatte bereits am Freitag reagiert und 34 Prozent Einfuhrz\u00f6lle auf US-Waren sowie Exportbeschr\u00e4nkungen f\u00fcr Seltene Erden angek\u00fcndigt.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDoch wohin flie\u00dft eigentlich das ganze Geld? Anlegen fliehen vor allem in festverzinsliche Anleihen. Die sehr hohe Unsicherheit st\u00fctzt die Kurse der als sicher geltenden Staatsanleihen. Das l\u00e4sst die Rendite f\u00fcr Bundesanleihen und auch US-Staatsanleihen fallen.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nDie Furcht vor einer weltweiten Rezession setzt derweil die \u00d6lpreise weiter unter Druck. Anleger f\u00fcrchten eine stark nachlassende Nachfrage nach dem &#8222;schwarzen Gold&#8220;, sollte sich das globale Wirtschaftswachstum abschw\u00e4chen. Der Preis f\u00fcr die Nordseesorte Brent f\u00e4llt aktuell um 4,4 Prozent auf 62,71 Dollar pro Barrel (159 Liter). Unterdessen bleibt der sichere Hafen Gold gefragt. Der Goldpreis zieht am Morgen um 0,8 Prozent auf 3.025 Dollar je Feinunze an.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nUnter den Einzelwerten an der Frankfurter B\u00f6rse stehen vor allem jene Aktien unter Druck, f\u00fcr die es in den vergangenen Monaten steil nach oben gegangen war. R\u00fcstungswerte stehen daher auf den Verkaufslisten der Anleger ganz oben. Papiere von Rheinmetall, MTU Aero Engines, Hensoldt und Renk brechen prozentual zweistellig ein. &#8222;Da ist am meisten Speck dran&#8220;, konstatierte ein H\u00e4ndler.<\/p>\n<p class=\"textabsatz m-ten m-offset-one l-eight l-offset-two columns twelve\">\nAuch im globalen Bankensektor geht der Ausverkauf zu Wochenbeginn weiter. Im DAX fallen Aktien von Deutsche Bank und Commerzbank um \u00fcber acht Prozent. Anleger f\u00fcrchten, dass die US-Zollerh\u00f6hungen eine globale Rezession ausl\u00f6sen k\u00f6nnten. Dadurch w\u00e4chst zugleich der Druck auf die Notenbanken, ihre Geldpolitik zu lockern. Fallende Zinsen setzen wiederum die Banken unter Druck, da sie deren Zinsmargen verringern.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"marktbericht Stand: 07.04.2025 11:04 Uhr Der Schock an den B\u00f6rsen \u00fcber die Trump-Z\u00f6lle sitzt tief. 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