{"id":1272834,"date":"2026-09-01T00:46:37","date_gmt":"2026-09-01T00:46:37","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1272834\/"},"modified":"2026-09-01T00:46:37","modified_gmt":"2026-09-01T00:46:37","slug":"massenansturm-auf-exklave-sanchez-macht-russland-und-israel-fuer-falschmeldungen-zu-ceuta-verantwortlich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1272834\/","title":{"rendered":"Massenansturm auf Exklave: S\u00e1nchez macht Russland und Israel f\u00fcr Falschmeldungen zu Ceuta verantwortlich"},"content":{"rendered":"<p>Der spanische Ministerpr\u00e4sident S\u00e1nchez sieht Anzeichen daf\u00fcr, dass Netzwerke aus Russland und Israel mit Falschmeldungen den Massenansturm auf Ceuta angeheizt haben. Israels Au\u00dfenminister weist den Vorwurf als \u201edreiste L\u00fcge\u201c zur\u00fcck.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Spaniens Regierungschef Pedro S\u00e1nchez hat Netzwerken mit \u201eVerbindungen zu Russland und Israel\u201c vorgeworfen, mit Falschmeldungen den Massenandrang auf die Nordafrika-Exklave Ceuta von Ende Juli angeheizt zu haben. Dar\u00fcber habe der Europ\u00e4ische Ausw\u00e4rtige Dienst (EAD) die spanische Regierung informiert, sagte er in einem Interview mit dem spanischen Sender Ser. Spekulationen \u00fcber eine Beteiligung Marokkos wies Sanchez \u201eentschieden zur\u00fcck\u201c.<\/p>\n<p>Wenn sich Russland und Israel in diese Angelegenheit einmischten, dann nicht aus Interesse an den Migranten, sondern weil Spanien Israels \u201eV\u00f6lkermord\u201c im Gazastreifen und den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine angeprangert habe, f\u00fcgte S\u00e1nchez hinzu. Israels Au\u00dfenminister Gideon Saar sprach von \u201eeiner dreisten L\u00fcge\u201c.<\/p>\n<p>Der Regierungschef kritisierte auch eine \u201einternationale rechtsextreme Bewegung\u201c, die das Thema Migration \u201estets nutzt, um nicht nur Spanien, sondern auch Europa anzugreifen und zu spalten\u201c. <\/p>\n<p>Am 30. und 31. Juli waren nach Angaben von Innenminister Fernando Grande-Marlaska rund 72.000 Migranten von Marokko nach Ceuta geschwommen oder \u00fcber Grenzz\u00e4une geklettert. Spanische Oppositionsparteien und Menschenrechtsgruppen hatten Marokko vorgeworfen, den Massenansturm absichtlich zugelassen \u2060zu haben.<\/p>\n<p>Laut der Regierung sollen die meisten Migranten binnen Stunden zur\u00fcckgekehrt sein. Jedoch befinden sich noch immer tausende Menschen aus Marokko und anderen Staaten Afrikas in dem Gebiet. Ein Teil der Einheimischen demonstriert gegen die wochenlange Anwesenheit derart vieler Migranten. Die Regierung S\u00e1nchez steht deshalb unter starkem Druck.<\/p>\n<p>Israels Au\u00dfenminister Saar beschuldigte S\u00e1nchez, L\u00fcgen \u00fcber Israel zu verbreiten. Dies werde nicht von dessen \u201ebesch\u00e4mendem Versagen\u201c bei der F\u00fchrung seines Landes ablenken, schrieb er in einer Mitteilung auf der Plattform X.<\/p>\n<p>Sanchez nimmt Marokko in Schutz<\/p>\n<p>Die Beziehungen zwischen Spanien und Israel haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verschlechtert. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/spanien\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Spanien<\/a> geh\u00f6rt zu den sch\u00e4rfsten europ\u00e4ischen Kritikern der israelischen Regierung unter Ministerpr\u00e4sident Benjamin Netanjahu. S\u00e1nchez warf Israel einen V\u00f6lkermord im Gazastreifen vor und kritisierte die derzeitigen israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran als Bruch des V\u00f6lkerrechts. Zudem verh\u00e4ngte Spanien Sanktionen gegen Israel und erkannte Pal\u00e4stina als Staat an. Die diplomatischen Spannungen f\u00fchrten dazu, dass beide L\u00e4nder ihre Botschafter zur\u00fcckriefen. Neben dem Gaza-Konflikt kritisiert Spanien auch die illegale Besiedlung des Westjordanlandes durch Israel.<\/p>\n<p>S\u00e1nchez betonte in dem Interview zugleich, die spanische Regierung k\u00f6nne nur auf Grundlage von Daten und gesicherten Fakten handeln. \u201eWas wir bisher wissen, ist, dass ein Urteil des Obersten Gerichtshofs vom 8. Juli verdreht wurde, das in den sozialen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/netzwerke\/\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/themen\/netzwerke\/&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Netzwerken<\/a> durch Falschmeldungen, Desinformation und auch durch kriminelle Organisationen, die mit Menschen handeln, verbreitet wurde\u201c, betonte S\u00e1nchez. In diesen Falschmeldungen sei behauptet worden, das Gericht habe entschieden: Wer schwimmend Ceuta erreiche, d\u00fcrfe nicht abgeschoben werden. Das stimme aber nicht. Marokko habe in der Krise \u201esofort\u201c und umfassend mit den spanischen Beh\u00f6rden kooperiert.<\/p>\n<p>Marokko beansprucht jedoch die beiden Exklaven Ceuta und Melilla f\u00fcr sich und hatte schon 2021 Tausende Migranten nicht gehindert, Ceuta zu erreichen.<\/p>\n<p>ll mit dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Der spanische Ministerpr\u00e4sident S\u00e1nchez sieht Anzeichen daf\u00fcr, dass Netzwerke aus Russland und Israel mit Falschmeldungen den Massenansturm auf&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1272835,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[4013],"tags":[331,332,251068,13,14,15,110,113087,4043,4044,850,307,44037,12,4026,94928,45],"class_list":["post-1272834","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-russland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-news","tag-ceuta-und-melilla-exklaven","tag-headlines","tag-nachrichten","tag-news","tag-newsteam","tag-pedro","tag-russia","tag-russian-federation","tag-russische-foederation","tag-russland","tag-sanchez","tag-schlagzeilen","tag-spanien","tag-spanien-politik","tag-texttospeech"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117193027615633690","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272834","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1272834"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1272834\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1272835"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1272834"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1272834"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1272834"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}