{"id":1273141,"date":"2026-09-01T04:24:14","date_gmt":"2026-09-01T04:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1273141\/"},"modified":"2026-09-01T04:24:14","modified_gmt":"2026-09-01T04:24:14","slug":"pflege-am-anschlag-milliardendefizit-und-reformdruck-in-deutschland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1273141\/","title":{"rendered":"Pflege am Anschlag: Milliardendefizit und Reformdruck in Deutschland"},"content":{"rendered":"<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Wenn die Ausgaben dreimal so stark steigen wie die Einnahmen, bekommt jedes Unternehmen ein Problem. Um eine <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/schlagworte\/aa-insolvenz\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Insolvenz<\/a> zu vermeiden, hat es dann nur drei M\u00f6glichkeiten: Ausgaben k\u00fcrzen, Einnahmen erh\u00f6hen &#8211; oder den Laden einmal auf links drehen und alles Vertraute in Frage stellen, um sich neu zu sortieren. Neue Produkte. Neue Strategien. Neue M\u00e4rkte.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    <a href=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/politik\/pflegeversicherung-pflegeversicherung-im-minus-alarmstufe-rot-115110450\" target=\"_self\" class=\"underline \" rel=\"nofollow noopener\">Vor einer \u00e4hnlichen ruin\u00f6sen, gleichzeitig aber nicht wirklich vergleichbaren Situation steht die gesetzliche Pflegeversicherung gerade<\/a>.  Anders als ein Unternehmen kann sie nicht im gro\u00dfen Stil Ausgaben k\u00fcrzen, weil  die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen steigt und mit ihr auch die Ausgaben.  Um die Einnahmen zu erh\u00f6hen, m\u00fcsste die Bundesregierung die Beitr\u00e4ge erh\u00f6hen oder tief in den Steuertopf greifen, was beides aus den unterschiedlichsten Gr\u00fcnden schwierig ist. Und eine Radikalkur, wie ein Unternehmen sie sich vielleicht verpassen kann, verbietet sich von selbst. Sie w\u00fcrde letztlich ja auf dem R\u00fccken von Alten und Kranken ausgetragen.\n  <\/p>\n<p>            Die L\u00e4nder stehlen sich aus der Verantwortung<\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Carsten Linnemann, der neue Gesundheitsminister, steht vor der gr\u00f6\u00dften Herausforderung seines bisherigen Politikerlebens. Damit das System bezahlbar bleibt,  muss er kurzfristig frisches Geld in die Pflege pumpen. Diesem ersten Schritt aber muss dann rasch eine Reform folgen, die auch die Bundesl\u00e4nder in die Verantwortung nimmt. Sie sind gesetzlich verpflichtet, eine ausreichende und leistungsf\u00e4hige Pflegeinfrastruktur aufzubauen und zu erhalten. Bisher allerdings tragen die Kosten f\u00fcr Investitionen und die Ausbildung von Personal zu gro\u00dfen Teilen die Bewohner von Pflegeheimen \u2013 ein Unding, das Betroffene wie Angeh\u00f6rige zu Recht emp\u00f6rt.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Auch der Versuch von Linnemanns Vorg\u00e4ngerin Nina Warken, die Zusch\u00fcsse der Pflegekassen zu den Eigenanteilen zu strecken,  ginge am Ende zu ihren Lasten. Dabei haben Union und SPD in ihrem Koalitionsvertrag eigentlich verabredet, die Eigenanteile von inzwischen 4000 Euro und mehr pro Monat zu begrenzen. Auch eine st\u00e4rkere Finanzierung der Pflege \u00fcber den Kapitalmarkt, wie  sie  jetzt endlich bei der Rente geplant ist, k\u00f6nnte das System mittelfristig stabilisieren helfen.\n  <\/p>\n<p class=\"mb-6 text-xs-varying md:text-m lg:text-l font-serif group-[.font-sans]:font-sans \">\n    Ja, die Pflegeversicherung ist nur eine Teilkasko-Versicherung. Sie deckt nicht alle Risiken ab. Ihr Versprechen, Pflegekr\u00e4fte zu entlasten, pflegende Angeh\u00f6rige st\u00e4rker zu unterst\u00fctzen und die Qualit\u00e4t der Versorgung zu sichern, wird die Koalition mit den bisher diskutierten Ma\u00dfnahmen allerdings nicht einl\u00f6sen. Wie so oft verwaltet sie auch in der Pflege nur den Mangel. Den Preis daf\u00fcr bezahlen vor allem die Menschen, die sich selbst nicht mehr helfen k\u00f6nnen \u2013 sechs Millionen Pflegebed\u00fcrftige.\n  <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Wenn die Ausgaben dreimal so stark steigen wie die Einnahmen, bekommt jedes Unternehmen ein Problem. Um eine Insolvenz&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1273142,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[2],"tags":[331,3924,332,3922,1173,7534,3364,29,30,13,1551,1215,262860,81850,14,3923,15,3921,36257,26756,379,12,184],"class_list":["post-1273141","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-deutschland","tag-aktuelle-nachrichten","tag-aktuelle-nachrichten-aus-deutschland","tag-aktuelle-news","tag-aktuelle-news-aus-deutschland","tag-bundesregierung","tag-carsten-linnemann","tag-de","tag-deutschland","tag-germany","tag-headlines","tag-insolvenz","tag-koalitionsvertrag","tag-mangelverwaltung","tag-milliardendefizit","tag-nachrichten","tag-nachrichten-aus-deutschland","tag-news","tag-news-aus-deutschland","tag-nina-warken","tag-pflegeversicherung","tag-rente","tag-schlagzeilen","tag-spd"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117193884935987035","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1273141","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1273141"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1273141\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1273142"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1273141"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1273141"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1273141"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}