{"id":1273807,"date":"2026-09-01T13:16:18","date_gmt":"2026-09-01T13:16:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1273807\/"},"modified":"2026-09-01T13:16:18","modified_gmt":"2026-09-01T13:16:18","slug":"esa-mission-bepicolombo-erforscht-den-merkur","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1273807\/","title":{"rendered":"ESA-Mission Bepicolombo erforscht den Merkur"},"content":{"rendered":"<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die Mission \u201eBepicolombo\u201c, mit der die Europ\u00e4ische Raumfahrtagentur <a data-rtr-index=\"33\" title=\"ESA\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/esa\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">ESA<\/a> den Merkur erforscht, erreicht in dieser Woche ihre entscheidende Phase. Am Donnerstag werden von dem Raumfahrzeug, das seit dem Start im Jahr 2018 zum Merkur geflogen ist, zwei Orbiter abgetrennt, wie die ESA bekannt gegeben hat. Die Raumfahrtagentur steuert das Man\u00f6ver aus ihrem Kontrollzentrum in Darmstadt.\u00a0Die Trennung der Flugk\u00f6rper vom Mutterschiff ist f\u00fcr den fr\u00fchen Nachmittag geplant. Das Funksignal, welches das Gelingen des Man\u00f6vers best\u00e4tigt, braucht elf Minuten bis zur Erde.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Die beiden Orbiter werden sich in der Umlaufbahn des <a data-rtr-index=\"4\" title=\"Planet\" href=\"https:\/\/www.faz.net\/aktuell\/wissen\/thema\/planeten\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Planeten<\/a> bewegen, wie die Missionsmanagerin der ESA,\u00a0Santa Martinez, erl\u00e4uterte. Nach ihren Worten ist es das erste Mal, dass die Raumfahrtagentur zwei Orbiter einsetzt, um einen Planeten zu untersuchen. Die Kosten der Mission bezifferte die Missionsmanagerin auf 1,7 Milliarden Euro. Dabei arbeitet die ESA mit der japanischen Raumfahrtorganisation Jaxa zusammen.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" alt=\"\u00dcberblick: Vom europ\u00e4ischen Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt aus werden die Raumfahrzeuge f\u00fcr die Erforschung des Merkurs gesteuert.\" height=\"2837\" loading=\"lazy\"   src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/ueberblick-vom-europaeischen.webp\" width=\"5094\" class=\"sm:w-content-sm w-full\" tabindex=\"0\"\/>\u00dcberblick: Vom europ\u00e4ischen Raumfahrtkontrollzentrum in Darmstadt aus werden die Raumfahrzeuge f\u00fcr die Erforschung des Merkurs gesteuert.Lucas B\u00e4uml<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Nach der Trennung von dem Mutterschiff bleiben die beiden Orbiter zun\u00e4chst noch miteinander verbunden. Erst im Dezember werden sie voneinander gel\u00f6st. Danach geht nach den Worten der ESA-Fachleute jeder der beiden Flugk\u00f6rper auf eine andere Umlaufbahn.<\/p>\n<p>Planet wird mit Laserstrahlen vermessen<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Orbiter, der den Planeten Merkur selbst untersucht, der Mercury Planetary Orbiter (MPO), fliegt in einer Ellipse in der H\u00f6he von 480 bis 1500 Kilometern um den Planeten. F\u00fcr eine Runde braucht er gut zwei Stunden.\u00a0Der Merkur wird mit verschiedenen Instrumenten aufgenommen, der Orbiter macht Fotos, Infrarot- und R\u00f6ntgen-Aufnahmen. Mit Laserstrahlen wird die Oberfl\u00e4che dreidimensional vermessen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der zweite Orbiter, Mercury Magnetospheric Orbiter (Mio), h\u00e4lt einen gr\u00f6\u00dferen Abstand, die H\u00f6he seiner elliptischen Umlaufbahn reicht von 590 bis 11.640\u00a0 Kilometern. Eine Umrundung dauert gut neun Stunden. Dieser zweite Orbiter untersucht das Magnetfeld des Merkurs. Davon erhoffen sich die Wissenschaftler auch Erkenntnisse dar\u00fcber, wie der Sonnenwind das Magnetfeld verformt.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Das Man\u00f6ver der Trennung vom Mutterschiff ist nach den Worten der ESA-Fachleute so schwierig und riskant, dass es vorher in einer Simulation trainiert worden ist. Nach den Pl\u00e4nen der europ\u00e4ischen Raumfahrer wird es bis M\u00e4rz dauern, bis beide Orbiter ihre Umlaufbahn erreicht haben und Messergebnisse zur Erde funken k\u00f6nnen. Im April beginnt mit der Auswertung der Daten die wissenschaftliche Arbeit. Das Mutterschiff ist der ESA zufolge schon sechsmal am Merkur vorbeigeflogen, um sich in die richtige Position zum Aussetzen der Orbiter zu bringen.<\/p>\n<p>Merkur besitzt wie die Erde ein Magnetfeld<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Der Merkur \u00e4hnelt der Erde, weil er wie sie ein Magnetfeld besitzt, das etwa Venus und Mars fehlt. Der Merkur ist kleiner als die Erde und steht der Sonne n\u00e4her.\u00a0 Seine Oberfl\u00e4che \u00e4hnelt der des Mondes, dort sind Krater zu sehen, die bei Einschl\u00e4gen von Meteoriten entstanden sind. Davor ist der Merkur nicht gesch\u00fctzt, weil er anders als die Erde nicht von einer Atmosph\u00e4re umgeben ist. Um den kleineren Planeten herum befinden sich Gase in d\u00fcnner Konzentration, die ebenfalls untersucht werden sollen.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Das Material des Merkurs hat eine \u2013 im Verh\u00e4ltnis zu seiner Gr\u00f6\u00dfe \u2013 hohe Dichte, wie der wissenschaftliche Leiter der Mission, Geraint Jones, erl\u00e4uterte. Die Dichte r\u00fchrt nach seinen Worten vermutlich daher, dass der Planet in der Fr\u00fchzeit des Sonnensystems mit einem anderen Himmelsk\u00f6rper zusammengesto\u00dfen ist.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Aus den mit den beiden Orbitern gesammelten Daten lie\u00dfen sich Erkenntnisse zur Entstehung des Merkurs und die Beschaffenheit seines Inneren ableiten.\u00a0In einigen Kratern auf der Oberfl\u00e4che in der N\u00e4he des Nordpols des kleinen Planeten habe sich Wassereis gebildet, weil die Sonne dort nicht hineinscheine.<\/p>\n<p class=\"p1 sm:p1-medium items-start pb-[20px]\" data-selector=\"body-paragraph\" data-external-selector=\"body-elements-paragraph\" data-v-374fb494=\"\" data-v-308ce35d=\"\">Diese Forschung sei nur m\u00f6glich mit Flugk\u00f6rpern in der N\u00e4he, also in der Umlaufbahn des Planeten. Die Ergebnisse erlaubten auch R\u00fcckschl\u00fcsse auf die Entstehung der Erde. Der Name der Mission, Bepicolombo, erinnert an einen italienischen Mathematiker, der in den Siebzigerjahren die Bewegungen von Planeten berechnet hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Mission \u201eBepicolombo\u201c, mit der die Europ\u00e4ische Raumfahrtagentur ESA den Merkur erforscht, erreicht in dieser Woche ihre entscheidende&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":1273808,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":"","_share_on_mastodon":"0"},"categories":[135],"tags":[29,30,190,189,194,191,193,192],"class_list":["post-1273807","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","category-wissenschaft-technik","tag-deutschland","tag-germany","tag-science","tag-science-technology","tag-technik","tag-technology","tag-wissenschaft","tag-wissenschaft-technik"],"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/117195979174384383","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1273807","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1273807"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1273807\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/1273808"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1273807"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1273807"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1273807"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}