{"id":1274275,"date":"2026-09-01T19:09:22","date_gmt":"2026-09-01T19:09:22","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274275\/"},"modified":"2026-09-01T19:09:22","modified_gmt":"2026-09-01T19:09:22","slug":"handwerk-deutliches-plus-zum-start-ins-neue-ausbildungsjahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274275\/","title":{"rendered":"Handwerk: Deutliches Plus zum Start ins neue Ausbildungsjahr"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/mrn_news_platzhalter_logo-2026-neu-3.jpg\" alt=\"Mrn news platzhalter logo 2026 neu\" width=\"1500\" height=\"833\" class=\"alignnone size-full wp-image-651705\"  \/>Mannheim \/ Metropolregion Rhein-Neckar \u2013 1.372 junge Menschen starten am 1. September ihre Ausbildung im Handwerk \u2013 Besonders gefragt sind Klimaberufe \u2013 Trotz Plus von 10,11 Prozent gibt es noch freie Lehrstellen<\/p>\n<p>Mit einem Plus von 10,11 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr startet das Handwerk der Region am 1. September ins neue Ausbildungsjahr. Stand 31. August 2026 wurden insgesamt 1.372 neue Ausbildungsvertr\u00e4ge in die Lehrlingsrolle der Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald eingetragen. Damit beweist das Handwerk in der Region einmal mehr seine Verl\u00e4sslichkeit als solider Ausbildungspartner. \u201eWir freuen uns \u00fcber diese positive Entwicklung, m\u00f6chten aber nicht unerw\u00e4hnt lassen, dass weiterhin zahlreiche Lehrstellen noch unbesetzt sind\u201c, sagt Kammerpr\u00e4sident Klaus Hofmann.<\/p>\n<p>Die aktuell vorliegenden Zahlen sind eine Momentaufnahme und k\u00f6nnen sich bis Jahresende noch \u00e4ndern. \u201eEs gibt immer Nachz\u00fcgler; das eine oder andere Ausbildungsverh\u00e4ltnis wird vielleicht auch wieder gel\u00f6st\u201c, sagt Claudia Orth, Leiterin des Gesch\u00e4ftsbereichs Berufsbildung der Handwerkskammer. Ein finales Ergebnis liege daher immer erst zum Jahresende vor. Dennoch geht Claudia Orth von einem stabilen Plus bei den Neuvertr\u00e4gen, zumindest im einstelligen Bereich, aus.<\/p>\n<p>Verteilung in den Kreisen<\/p>\n<p>Beim Blick auf die Stadt- und Landkreise im Kammerbezirk ragt aktuell der Stadtkreis Heidelberg mit einem Plus von rund 34 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr heraus. Auch der Rhein-Neckar-Kreis ist mit einem Zuwachs von rund 20,3 Prozent gut vertreten. Ein leichtes Plus gibt es im Stadtkreis Mannheim mit rund 2,5 Prozent. Einziges Minus-Ergebnis verzeichnet nach jetzigem Stand der Neckar-Odenwald-Kreis, der gegen\u00fcber dem Vorjahr bei minus 12,3 Prozent liegt. Bliebe das Ergebnis bis Jahresende so bestehen, w\u00e4re es der zweite R\u00fcckgang in Folge, nachdem auch 2025 ein Minus von drei Prozent gegen\u00fcber 2024 festgehalten wurde.<\/p>\n<p>Zum vierten Mal in Folge zugelegt<\/p>\n<p>Insgesamt betrachtet freut sich das regionale Handwerk jedoch seit 2022 \u00fcber steigende Ausbildungszahlen. 2025 registrierte die Lehrlingsrolle zum Jahresende ein Plus von rund 4,1 Prozent. In diesem Jahr wird der Zuwachstrend zum vierten Mal in Folge best\u00e4tigt. Die Gesamtzahl der am 31. August 2026 im Kammergebiet Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald bestehenden Ausbildungsvertr\u00e4ge im Handwerk lag bei 4.297.<\/p>\n<p>Beliebt: Klima-Handwerke<\/p>\n<p>Als beliebteste Berufe stellen sich erneut dem Klimahandwerk zugeordnete Zweige heraus. So sind die neu abgeschlossenen Ausbildungsvertr\u00e4ge bei den Anlagenmechanikern f\u00fcr Sanit\u00e4r, Heizung, Klima gegen\u00fcber dem Vorjahr um 11,2 Prozent auf nun 198 Neu-Azubis angewachsen. Auch Elektroniker f\u00fcr Energie- und Geb\u00e4udetechnik legen mit aktuell 165 neuen Ausbildungsvertr\u00e4gen ein Plus von 9,3 Prozent hin.<\/p>\n<p>Mit 200 neuen Ausbildungsvertr\u00e4gen bleibt der Beruf des Kfz-Mechatronikers aber weiterhin die Nummer eins im Kammergebiet.<\/p>\n<p>Nach wie vor sp\u00e4rlich sieht es hingegen bei Berufen des Nahrungshandwerks, also bei Konditoren, B\u00e4ckern und Fleischern aus. Immerhin ist ein Plus von 9 Prozent zu verzeichnen, das sich jedoch bei gerade einmal 48 Neu-Azubis in den drei genannten Berufen auf einem niedrigen Niveau bewegt.<\/p>\n<p>Bewerbungen lohnen sich jetzt noch<\/p>\n<p>Das erfreuliche Gesamt-Plus zum Start ins beginnende Ausbildungsjahr d\u00fcrfe nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, dass der Fachkr\u00e4ftemangel zu den dringendsten Herausforderungen f\u00fcr die Wirtschaft z\u00e4hle. \u201eNach wie vor haben wir zu wenige junge Menschen, die den Ausbildungsweg ins Handwerk einschlagen\u201c, sagt Pr\u00e4sident Klaus Hofmann. \u201eDas stellt uns und die Gesellschaft insgesamt vor das Problem, dass der Bedarf an handwerklicher Leistung kaum gedeckt werden kann.\u201c Handwerker w\u00fcrden bei allen Zukunftsaufgaben von Klimaschutz bis Wohnungsbau dringend ben\u00f6tigt und seien wichtige Partner f\u00fcr den Bedarf des t\u00e4glichen Lebens. \u201eUnsere Azubis sind die Basis f\u00fcr die Entwicklung des Handwerks der Zukunft\u201c, so Pr\u00e4sident Hofmann. \u201eWir freuen uns \u00fcber jede Hand, die mit anpackt, und hoffen darauf, dass sich der eine oder andere noch Last Minute f\u00fcr eine Ausbildung im Handwerk entscheidet.\u201c Sein Appell: Bewerbungen lohnen sich auch jetzt noch. Offene Stellen gebe es genug.<\/p>\n<p>Statements zur neuen Ausbildungsstatistik (Pr\u00e4sident Klaus Hofmann, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Jens Brandt, Handwerkskammer Mannheim Rhein-Neckar-Odenwald):<\/p>\n<p>Wie ist das Plus von 10 Prozent zum Ausbildungsstart 2026 zu werten?<\/p>\n<p>Jens Brandt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer: \u201eEs ist eine erfreuliche Entwicklung, die zeigt, dass die Attraktivit\u00e4t von Handwerk in der Gesellschaft gesehen wird. Gerade vor dem Hintergrund eines Arbeitsmarktes, der unter den Gegebenheiten einer schwierigen wirtschaftlichen Lage leidet, und den Ver\u00e4nderungen, die sich durch den Einfluss von k\u00fcnstlicher Intelligenz ergeben, zeigt sich Handwerk stabil und bietet eine gewisse Sicherheit. Wie gro\u00df das Plus an Neu-Azubis im Kammergebiet sein wird, k\u00f6nnen wir aber erst zum Jahresende sagen.\u201c<\/p>\n<p>Worauf f\u00fchren Sie die positive Entwicklung zur\u00fcck?<\/p>\n<p>Klaus Hofmann, Pr\u00e4sident: \u201eDa gibt es sicher mehrere Faktoren. Es ist angekommen, dass es im Handwerk sinnstiftende Berufe gibt, was jungen Menschen besonders wichtig ist. Auch die M\u00f6glichkeit, Zukunft mitzugestalten, scheint relevant. Das l\u00e4sst sich am Boom in den Klima-Handwerken ablesen. Gleichzeitig bereitet es Sorge, wenn in der Industrie Stellen abgebaut werden oder K\u00fcnstliche Intelligenz die Arbeit von Menschen in manchen Bereichen \u00fcberfl\u00fcssig macht. Handwerk ist hiervon weniger betroffen.\u201c<\/p>\n<p>Vor welchen Herausforderungen stehen Sie dennoch?<\/p>\n<p>Jens Brandt, Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer: \u201eAllein aufgrund der demografischen Entwicklung besteht ein Ungleichgewicht zwischen Lehrstellenangebot und Ausbildungsinteressierten. Unsere Aufgabe muss weiterhin sein, die M\u00f6glichkeiten und Karrierewege im Handwerk zu verdeutlichen und f\u00fcr die Attraktivit\u00e4t von Handwerksberufen zu werben. Wir haben einen gro\u00dfen Bedarf, der sich beispielsweise auch bei anstehenden Betriebs\u00fcbergaben zeigt. Azubis sind das Fundament, damit der Zyklus bis hin zur Selbst\u00e4ndigkeit funktioniert. Es muss uns gelingen, bestehendes Potenzial noch besser auszusch\u00f6pfen. Stichwort \u201eFrauen im Handwerk\u201c. Die Richtung stimmt zwar, wenn man bedenkt, dass der Frauen-Anteil bei den Neu-Azubis um 30 Prozent gegen\u00fcber Vorjahr gestiegen ist. Dennoch liegt der Anteil von Frauen unter den Azubis insgesamt gerade einmal bei rund 17 Prozent. Da ist noch viel Luft nach oben.\u201c<\/p>\n<p>Wie unterst\u00fctzt die Handwerkskammer?<\/p>\n<p>Klaus Hofmann, Pr\u00e4sident: \u201eDie Handwerkskammer begleitet in allen Phasen. Wir unterst\u00fctzen bei der Berufsorientierung mit eigenen Veranstaltungen, Messebesuchen, unserem Beratungsangebot, aber auch durch Kooperationen mit Schulen. Wir sind Ansprechpartner bei allen Fragen rund um das Thema Ausbildung \u2013 f\u00fcr Sch\u00fcler und Eltern genauso wie f\u00fcr Azubis im Handwerk und f\u00fcr Ausbildungsbetriebe. Wir bieten Fort- und Weiterbildung an, um Karrierewege im Handwerk zu begleiten. Wir bieten ein unterst\u00fctzendes Rundum-Paket.<\/p>\n<p>Quelle: Handwerkskammer Mannheim \u2013 Rhein-Neckar-Odenwald<\/p>\n<p class=\"post-modified-info\">Zuletzt aktualisiert am 1. September 2026, 20:53<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Mannheim \/ Metropolregion Rhein-Neckar \u2013 1.372 junge Menschen starten am 1. 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