{"id":127456,"date":"2025-05-21T07:03:09","date_gmt":"2025-05-21T07:03:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/127456\/"},"modified":"2025-05-21T07:03:09","modified_gmt":"2025-05-21T07:03:09","slug":"komplette-wohnung-auf-12-quadratmetern-ein-schwebendes-schlafzimmer-machts-moeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/127456\/","title":{"rendered":"Komplette Wohnung auf 12 Quadratmetern? Ein schwebendes Schlafzimmer macht\u2019s m\u00f6glich!"},"content":{"rendered":"<p><strong>Renovierung in Paris: Mit einem raffinierten Schlafzimmer-Trick wurde dieses kleine Apartment zum kompakten R\u00fcckzugsort f\u00fcrs Wohnen, Kochen und Arbeiten.<\/strong><\/p>\n<p>\u201eDer Eigent\u00fcmer hat mich kontaktiert, als zum ersten Mal ein Projekt von mir in AD gezeigt wurde\u201c, erz\u00e4hlt Julien Pradignac. \u201eEr hatte gerade eine kleine Erdgeschosswohnung am linken Seineufer <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/studio-batiik-saint-gervais-paris\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">in Paris<\/a> gekauft. Und da der bereits eine Immobilie in der Gegend besa\u00df, wollte er aus dieser ein G\u00e4stestudio f\u00fcr Freund:innen machen, die zu Besuch nach Paris kommen.\u201c Die kleine, schlecht beleuchtete Wohnung, die zur Stra\u00dfe hin liegt, sollte in ein charmantes Apartment mit Hotelzimmerambiente verwandelt werden. Zu Beginn konzipierte Pradignac, Gr\u00fcnder von Atelier PA, die Aufteilung der Wohnung neu und schuf einen einzigen Raum, in dem man kochen, arbeiten und schlafen kann \u2013\u00a0nur das Badezimmer ist separat. Gleich links neben dem Eingang befindet sich ein Wandschrank, in dem der Architekt eine Waschmaschine unterbrachte; dahinter liegt das Mini-Bad aus <a href=\"https:\/\/www.ad-magazin.de\/artikel\/small-space-in-krakau-65-quadratmeter\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Beton Cir\u00e9<\/a> mit kleinem Waschbecken, WC und einer gro\u00dfz\u00fcgigen Dusche. Um m\u00f6glichst viel Platz zu schaffen, wurde insbesondere die L\u00e4nge der kleinen Wohnung ausgenutzt, weshalb viele Oberschr\u00e4nke eingerichtet wurden. Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite ist eine lange, ma\u00dfgefertigte Anrichte eingebaut, die als K\u00fcchenzeile, Arbeitsplatte und Schreibtisch dient \u2013 Letzteres dank einer aufklappbaren Schrankfront, im Stil eines Wandsekret\u00e4rs. Dar\u00fcber hinaus gibt es sogar eine Schublade, die als B\u00fcgelbrett genutzt werden kann.<\/p>\n<p>Atelier PA brachte in einer zw\u00f6lf Quadratmeter gro\u00dfen, rechteckigen Einzimmerwohnung alles unter, was es zum Leben braucht: Die verschiedenen Raumfunktionen sind entlang der beiden L\u00e4ngsseiten der Wohnung angeordnet, sodass ein offener zentraler Bereich entsteht. Der Beistelltisch ist von La Redoute und der Vintage-Klappstuhl \u201eTrieste\u201c von Aldo Jacober.<\/p>\n<p>Carole Martinod StudioSpektakul\u00e4rer Schlafzimmer-Trick<\/p>\n<p>Die kleine Wohnung verf\u00fcgte urspr\u00fcnglich \u00fcber ein <a href=\"https:\/\/www.google.com\/search?q=site%3A+ad-magazin+zwischengeschoss&amp;rlz=1C5GCEM_enDE1146DE1146&amp;oq=site%3A+ad-magazin+zwischengeschoss&amp;gs_lcrp=EgZjaHJvbWUyBggAEEUYOTIGCAEQRRg60gEINDgwMmowajmoAgCwAgE&amp;sourceid=chrome&amp;ie=UTF-8\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Zwischengeschoss<\/a>, in dem das Schlafzimmer untergebracht war. Da das kleine Obergeschoss die gro\u00dfz\u00fcgige Deckenh\u00f6he verringerte und das Raumgef\u00fchl beeintr\u00e4chtigte, entschied sich Atelier PA f\u00fcr eine besondere Schlafzimmer-L\u00f6sung: ein ausgekl\u00fcgeltes Seilzugsystem, durch das das Bett, je nach Bedarf, hinauf- oder hinuntergezogen werden kann. Auf diese Weise kann der Raum optisch ge\u00f6ffnet und maximal ausgenutzt werden; so war es zum Beispiel m\u00f6glich, darunter einen bequemen Sofabereich einzurichten. Wird das Bett hinuntergezogen, liegt es auf zylinderf\u00f6rmigen St\u00fctzen aus Holz auf, die an der Wand \u2013 unter anderem \u00fcber der R\u00fcckenlehne des Sofas \u2013 angebracht sind. Ein t\u00e4gliches Hin- und Herschieben oder Auf- und Zuklappen des Betts wird somit vermieden.<\/p>\n<p>\u201eInspiriert haben mich zum einen W\u00e4schest\u00e4nder, die uns dabei geholfen haben, die Technik der Bettkonstruktion zu konzipieren. Zum anderen (und vor allem) waren es diese kleinen Fischerh\u00fctten auf Stelzen, die oftmals in den M\u00fcndungsgebieten der Loire, der Charente und der Gironde zu finden sind.\u201c Der vermeintlich simple Entwurf entwickelte sich zum Highlight des Mini-Apartments \u2013 aufgrund der spielerischen Art und Weise, wie das Bett bewegt wird, aber auch wegen seiner unaufdringlichen Optik. Die Planung von Stauraum war aufgrund der stark begrenzten Wohnfl\u00e4che ebenfalls sehr wichtig \u2013 der Architekt integriert ihn in der langen K\u00fcchenzeile, den deckenhohen Schr\u00e4nken im Eingangsbereich und im Badezimmer. Stets nach dem Motto: Blo\u00df keine Unordnung!<\/p>\n<p>Wenn das Bett mithilfe der Seilkonstruktion hinuntergelassen wird, liegt es auf zylinderf\u00f6rmigen Holzst\u00fctzen auf. Um den Raum optisch zu \u00f6ffnen, kann es jederzeit in Richtung Decke gezogen werden. Die \u201eFlowerpot\u201c-Leuchte neben dem geflochtenen Pouf ist von Verner Panton.<\/p>\n<p>Carole Martinod Studio<\/p>\n<p>Wird das Bett untertags hochgezogen, wirkt es wie eine Holzdecke, die den Sofa-Bereich in einen gem\u00fctlichen Kokon verwandelt. Die T\u00fcr aus Riffelglas (links) f\u00fchrt ins Badezimmer.<\/p>\n<p>Carole Martinod StudioRobuste und hochwertige Materialien<\/p>\n<p>Julien Pradignac ist daf\u00fcr bekannt, eine Vorliebe f\u00fcr besondere Baustoffe zu haben \u2013\u00a0so greift er gerne auf Materialien zur\u00fcck, die die Sch\u00f6nheit von Paris und dessen Umgebung aufgreifen. F\u00fcr den Boden der kleinen Wohnung w\u00e4hlte der Architekt beispielsweise einen robusten Stein aus Burgund, unter dem sich eine elektrische Fu\u00dfbodenheizung verbirgt und der dank seiner hohen Tr\u00e4gheit W\u00e4rme optimal speichert. Dank der Fu\u00dfbodenheizung gibt es keine Heizk\u00f6rper, die Platz einnehmen. F\u00fcr die K\u00fcchenm\u00f6bel und die mobile Treppenstufe, die den Zugang zum Bett und den Hochschr\u00e4nken im Wohnbereich erleichtert, verwendete der Architekt ein Material, das bei seinen Projekten regelm\u00e4\u00dfig zum Einsatz kommt: Okoum\u00e9-Sperrholz, das Pradignac f\u00fcr einen dekorativeren Glanz beizt und lackiert. Die K\u00fcchenschr\u00e4nke aus Holz wurden mit einer Arbeitsplatte aus Edelstahl kombiniert, da diese \u2013 ebenso wie der wei\u00dfe Steinboden \u2013\u00a0das einfallende Tageslicht reflektiert. \u00dcber der Sp\u00fcle wurde ein Regal aus Okoum\u00e9-Holz angebracht. Die W\u00e4nde sind ebenfalls in Wei\u00df gehalten, um die Einzimmerwohnung mit nur einem Fenster heller wirken zu lassen. \u201eIm Falle des Badezimmers w\u00fcnschte sich der Eigent\u00fcmer wiederum einen etwas dunkleren Raum\u201c, sagt Pradignac. \u201eSanftes Licht und eine ged\u00e4mpfte Atmosph\u00e4re f\u00fcr den Morgen.\u201c Dank der T\u00fcr aus geriffeltem Glas wird das Bad dennoch mit Tageslicht versorgt, sodass sich die Augen morgens langsam an die Helligkeit gew\u00f6hnen k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Die multifunktionale ma\u00dfgefertigte K\u00fcchenzeile verf\u00fcgt \u00fcber Unterschr\u00e4nke aus Okoum\u00e9-Holz \u2013 einer gro\u00dfen K\u00fcche steht sie in nichts nach.<\/p>\n<p>Carole Martinod Studio<\/p>\n<p>Die Front des Unterschranks kann hochgeklappt werden, sodass man eine Tischplatte zum Essen oder Arbeiten unmittelbar neben dem Fenster erh\u00e4lt. Auch ein B\u00fcgelbrett ist integriert. R\u00f6hrenf\u00f6rmige Wandleuchte von Zangra, Tableware von Zara Home.<\/p>\n<p>Carole Martinod Studio<\/p>\n<p>Einen dezenten Farbakzent setzte der Architekt hinter der lichtdurchl\u00e4ssigen Glast\u00fcr: In Anlehnung an das eher dunkle Okoum\u00e9-Holz verkleidete er das Bad vollst\u00e4ndig mit gr\u00fcn-bronzefarbenem Beton Cir\u00e9. Die Oberfl\u00e4chen im Badezimmer wurden so bearbeitet und strukturiert, dass sie eine Lack-Optik annehmen und Spiegelungen erzeugen. Auf Schnickschnack wurde nicht nur im Wohn- und Schlafbereich, sondern auch im Bad verzichtet, das lediglich mit einem kleinen Waschbecken, etwas Ablagefl\u00e4che und silberfarbenen Armaturen ausgestattet ist.<\/p>\n<p>Das Interieur, das man durch einen bogenf\u00f6rmigen Durchgang betritt, ist ein Mix aus eleganten und schlichten Elementen: Lackiertes Okoum\u00e9-Furnier trifft auf wei\u00dfen Stein aus Burgund, bogenf\u00f6rmige Nischen und einen geflochtenen Pouf. Es ist die Verbindung von rauen und nat\u00fcrlichen Materialien mit viel Helligkeit, die dem kleinen Apartment seinen besonderen Charme verleihen.<\/p>\n<p>Entdecken Sie weitere Details der kleinen Wohnung<\/p>\n<p>Der Boden aus Burgunderstein verbirgt eine Fu\u00dfbodenheizung, die aufgrund der Lage im Parterre besonders von Vorteil ist. Auf diese Weise wurden auch Heizk\u00f6rper, die Platz wegnehmen w\u00fcrden, vermieden. Mit Holz und bogenf\u00f6rmigen Elementen sorgte der Architekt auf kleiner Fl\u00e4che f\u00fcr Abwechslung in puncto Formen und Materialien.<\/p>\n<p>Carole Martinod Studio<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Renovierung in Paris: Mit einem raffinierten Schlafzimmer-Trick wurde dieses kleine Apartment zum kompakten R\u00fcckzugsort f\u00fcrs Wohnen, Kochen und&hellip;\n","protected":false},"author":2,"featured_media":127457,"comment_status":"","ping_status":"","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1775],"tags":[1793,29,214,30,1794,3325,215],"class_list":{"0":"post-127456","1":"post","2":"type-post","3":"status-publish","4":"format-standard","5":"has-post-thumbnail","7":"category-kunst-und-design","8":"tag-art-and-design","9":"tag-deutschland","10":"tag-entertainment","11":"tag-germany","12":"tag-kunst-und-design","13":"tag-small-spaces","14":"tag-unterhaltung"},"share_on_mastodon":{"url":"https:\/\/pubeurope.com\/@de\/114544548580727018","error":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127456","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127456"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127456\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127457"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127456"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127456"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127456"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}