{"id":1274827,"date":"2026-09-02T01:40:17","date_gmt":"2026-09-02T01:40:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274827\/"},"modified":"2026-09-02T01:40:17","modified_gmt":"2026-09-02T01:40:17","slug":"hokum-film-rezensionen-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274827\/","title":{"rendered":"Hokum | Film-Rezensionen.de"},"content":{"rendered":"<p><b>Inhalt \/ Kritik<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Schon seit L\u00e4ngerem hat Ohm Bauman\u00a0(<strong>Adam Scott<\/strong>) mit einer Schreibblockade zu k\u00e4mpfen. Es gelingt ihm einfach nicht, den Abschluss seiner Trilogie zu schreiben. Nach einer unheimlichen Erfahrung beschlie\u00dft er, nach Irland zu fahren und dort die Asche seiner Eltern zu verstreuen und den beiden damit die letzte Ruhe zu erweisen. In einer abgelegenen Gegend \u00fcbernachtet er in dem Bilberry Woods Hotel, wo die zwei ihre Flitterwochen verbracht hatten. Dabei lernt er Mal (<strong>Peter Coonan<\/strong>), Alby (<strong>Will O\u2019Connell<\/strong>) und Fiona (<strong>Florence Ordesh<\/strong>) kennen, allesamt Angestellte in dem Hotel. Er macht aber auch die Bekanntschaft von Jerry (<strong>David Wilmot<\/strong>), der zur\u00fcckgezogen in einem Van lebt und seine Milch mit Drogensubstanzen anreichert. Kurze Zeit sp\u00e4ter kommt es zu einem Zwischenfall \u2013 und weiteren seltsamen Beobachtungen \u2026<\/p>\n<p>Ein echtes Horror-Hotel<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Eigentlich sind Hotels ja daf\u00fcr da, dass sich die Menschen ein wenig entspannen k\u00f6nnen, w\u00e4hrend sie sich um nichts zu k\u00fcmmern haben. Und doch finden sich eine ganze Reihe von Horrorfilmen und Thrillern, die eben ein solches Hotel zum Schauplatz erkl\u00e4ren. Das bekannteste Beispiel ist sicherlich <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2017\/09\/shining\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Shining<\/a>, wo eine Familie w\u00e4hrend der besucherfreien Winterzeit immer tiefer in einen Albtraum hineinschlittert. Aber auch <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2023\/04\/the-hotel-haunting\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">The Hotel Haunting<\/a>, <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2020\/09\/schlaf\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Schlaf<\/a> und <a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2023\/06\/hotel\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Hotel<\/a> nutzen ein solches Setting f\u00fcr unheimliche Erlebnisse, um das Publikum das F\u00fcrchten zu lehren. Wer solche Titel mag, sollte sich auf jeden Fall schon mal Hokum\u00a0notieren. Denn auch hier steht im Zentrum ein Hotel, wo vieles nicht mit rechten Dingen zugeht und das, wie praktisch immer, irgendwo im Nirgendwo platziert wurde.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Dabei geht der Film in eine etwas andere Richtung, als es die meisten dieser Genrevertreter tun. Ein Unterschied ist, dass die Geschichte nur zum Teil im Hotel selbst spielt. Es gibt Szenen, die vor der Ankunft spielen. Eine Zeit lang sind wir im Wald unterwegs. Auch sonst verabschieden wir uns vereinzelt von dem Setting. Anfangs scheint dieses zudem keine wirkliche Bedeutung zu haben, wenn es um den kriselnden Autor geht, dessen Familie, die traurigen Geschichten der anderen Figuren sowie die Legende um eine Hexe. Und dann ist da noch ein schockierender Zwischenfall, der relativ fr\u00fch in Hokum stattfindet, v\u00f6llig aus dem Nichts kommt und in eine andere Spur zu f\u00fchren scheint. Tats\u00e4chlich kann man zwischendurch schon gar nicht mehr sagen, wovon der Film denn eigentlich handelt. Geht es um die Familie? Den Protagonisten? Den Ort? Die Hexe? Eine verschwundene Frau?<\/p>\n<p>D\u00fcster und atmosph\u00e4risch<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Das klingt vielleicht erst einmal nicht wirklich toll. Filme, die so herumschlingern, sind selten sehenswert. Hinzu kommt, dass der Protagonist nicht gerade ein Sympathietr\u00e4ger ist. Sp\u00e4testens in der Szene, in der er Alby auflaufen l\u00e4sst, der ebenfalls Schriftsteller werden m\u00f6chte, wird klar: Man muss Ohm nicht gerade m\u00f6gen. Es ist nicht einmal so, dass der Mann vergleichbar zu seinem Kollegen aus Shining\u00a0furchteinfl\u00f6\u00dfend ist. Er ist nur nervig. Und doch hat der irische Regisseur <strong>Damian McCarthy<\/strong> (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2021\/06\/caveat\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Caveat \u2013 Die Warnung<\/a>) mit seinem dritten Film ein interessantes Werk vorgelegt. So gelingt es ihm sehr gut, in Hokum eine d\u00fcstere und irgendwie diffuse Atmosph\u00e4re zu schaffen, in der man relativ schnell verlorengeht. Das gilt gerade f\u00fcr die sp\u00e4teren Passagen, wenn doch einmal in die tieferen Abgr\u00fcnde des Hotels geblickt wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">An manchen Stellen greift der Film, der 2026 beim <a href=\"https:\/\/sxsw.com\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">South by Southwest Festival<\/a> Weltpremiere hatte, auf Jump Scares zur\u00fcck. Insgesamt ist Hokum aber eine stimmungsvolle Mischung aus Folk Horror und pers\u00f6nlichem Albtraum, bei dem sich die verschiedenen Elemente wirklich erg\u00e4nzen. Getragen wird das Ganze von einem stark aufspielenden Adam Scott (<a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2026\/08\/der-kinderfluesterer-the-whisper-man-netflix\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Der Kinderfl\u00fcsterer<\/a>) und einer guten Kameraarbeit, die wirklich wei\u00df, wie sie die verschiedenen Settings in Szene setzt. Auch das Sounddesign tr\u00e4gt dazu bei, dass das hier ein wirklich sch\u00f6ner Genrebeitrag ist, der neugierig darauf macht, was McCarthy wohl beim n\u00e4chsten Mal erz\u00e4hlen und vor allem zeigen wird.<\/p>\n<p><b>Credits<\/b><\/p>\n<p><strong>OT:<\/strong>\u00a0\u201eHokum\u201c<br \/><strong>Land:<\/strong>\u00a0Irland<br \/><strong>Jahr:<\/strong>\u00a02026<br \/><strong>Regie:<\/strong>\u00a0Damian McCarthy<br \/><strong>Drehbuch:<\/strong> Damian McCarthy<br \/><strong>Musik:<\/strong> Joseph Bishara<br \/><strong>Kamera:<\/strong> Colm Hogan<br \/><strong>Besetzung:<\/strong> Adam Scott, Peter Coonan, David Wilmot, Florence Ordesh, Michael Patric, Will O\u2019Connell, Brendan Conroy, Austin Amelio<\/p>\n<p><b>Filmfeste<\/b><\/p>\n<p>SXSW 2026<br \/><a href=\"https:\/\/www.film-rezensionen.de\/2026\/08\/fantasy-filmfest-2026\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Fantasy Filmfest 2026<\/a><\/p>\n<p><b>Kaufen \/ Streamen<\/b><\/p>\n<p>Bei diesen Links handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. 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