{"id":1274900,"date":"2026-09-02T02:28:20","date_gmt":"2026-09-02T02:28:20","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274900\/"},"modified":"2026-09-02T02:28:20","modified_gmt":"2026-09-02T02:28:20","slug":"deutsches-waldbrandmodul-beendet-einsatz-in-serbien-honnef-heute","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274900\/","title":{"rendered":"Deutsches Waldbrandmodul beendet Einsatz in Serbien | Honnef heute"},"content":{"rendered":"<p><strong>Bonn\/K\u00f6nigswinter. Nach elf Tagen endet der Einsatz des deutschen EU-Waldbrandmoduls GFFF-V DE1 in Serbien. Die Einsatzkr\u00e4fte werden am Dienstag, 1. September, an ihren Heimatstandorten in Deutschland zur\u00fcckerwartet. Nach Angaben des Einsatzverbandes unterst\u00fctzten sie seit dem 24. August die serbischen Einsatzkr\u00e4fte bei der Bek\u00e4mpfung gro\u00dffl\u00e4chiger Waldbr\u00e4nde im rund 30.000 Hektar gro\u00dfen Naturschutzgebiet \u201eDeliblatska Pescara\u201c \u00f6stlich von Belgrad.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits unmittelbar nach der Ankunft sei das deutsche Modul wegen der hohen Brandaktivit\u00e4t eingesetzt worden. Die beiden Waldbrandbek\u00e4mpfungsteams arbeiteten anschlie\u00dfend im Tag- und Nachtschichtbetrieb an unterschiedlichen Einsatzstellen. Zu ihren Aufgaben geh\u00f6rten unter anderem die Bek\u00e4mpfung von Bodenfeuern, die Kontrolle und Verteidigung von Brandschneisen, Nachl\u00f6scharbeiten sowie der Schutz gef\u00e4hrdeter Bereiche und Objekte.<\/p>\n<p>\t\t\t\t\tAnzeige<br \/>\n<a href=\"https:\/\/rheinland-marketing-gruppe.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-271419\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/banner-rmg-26-v2.jpg\" alt=\"\" width=\"600\" height=\"400\"\/><\/a>\t\t\t\t<\/p>\n<p>Das sandige, dicht bewachsene und teilweise schwer zug\u00e4ngliche Gel\u00e4nde stellte dabei besondere Anforderungen an die Einsatzkr\u00e4fte. Zum Einsatz kamen unter anderem gel\u00e4ndeg\u00e4ngige L\u00f6schfahrzeuge, L\u00f6schrucks\u00e4cke, Handwerkzeuge und umfangreiche Schlauchleitungen.<\/p>\n<p>Mit nachlassender Brandaktivit\u00e4t verlagerte sich der Schwerpunkt laut Einsatzbilanz zunehmend auf die Kontrolle des bereits betroffenen Gebietes. Einsatzkr\u00e4fte suchten nach Glutnestern, \u00fcberpr\u00fcften \u00dcbergangsbereiche zwischen verbrannten und unverbrannten Fl\u00e4chen und kontrollierten schwer zug\u00e4ngliche Stellen. Durch die Abl\u00f6sung der Mannschaften habe auch in dieser Phase eine kontinuierliche Pr\u00e4senz im Einsatzgebiet sichergestellt werden k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Enge Zusammenarbeit mit serbischen und internationalen Kr\u00e4ften<\/p>\n<p>Eine wichtige Rolle spielte nach Angaben des Einsatzverbandes die Zusammenarbeit mit den serbischen Einsatzkr\u00e4ften und weiteren internationalen Einheiten des EU-Katastrophenschutzverfahrens. Deutsche und serbische Feuerwehrleute arbeiteten demnach unmittelbar an den Einsatzstellen zusammen. Unter anderem wurde L\u00f6schwasser mit serbischen Fahrzeugen zu geeigneten \u00dcbergabepunkten transportiert und von dort mit Unterst\u00fctzung des deutschen Moduls \u00fcber lange Schlauchleitungen weiter zu den Einsatzstellen gef\u00f6rdert.<\/p>\n<p>Auch die Koordination von Boden- und Luftkr\u00e4ften war Bestandteil der Einsatzma\u00dfnahmen. Unter F\u00fchrung der serbischen Einsatzleitung wurden gemeinsam mit internationalen Einheiten gezielte L\u00f6schwasserabw\u00fcrfe aus der Luft durchgef\u00fchrt. Kritische Bereiche konnten von den Einsatzkr\u00e4ften am Boden an die Luftfahrzeuge \u00fcbermittelt werden. Beobachtungen aus der Luft wurden wiederum an die Einheiten am Boden weitergegeben. Auf diese Weise sollten neue Rauchentwicklungen und m\u00f6gliche Entstehungsbr\u00e4nde m\u00f6glichst gezielt kontrolliert werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Koordination sorgten zudem Verbindungskr\u00e4fte, die nach Angaben des Einsatzverbandes den Informationsaustausch zwischen der serbischen Einsatzleitung, dem deutschen Modul und den weiteren internationalen Einheiten sicherstellten.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzung durch @fire und Johanniter<\/p>\n<p>Das deutsche Modul wurde von sechs Fachberatern der Organisation @fire unterst\u00fctzt. Sie brachten insbesondere Erfahrungen in der Vegetationsbrandbek\u00e4mpfung, bei Wetterbeobachtung und Einsatztaktik in die F\u00fchrungsarbeit ein.<\/p>\n<p>Vier Einsatzkr\u00e4fte der Johanniter-Unfall-Hilfe k\u00fcmmerten sich gemeinsam mit der Logistik des Moduls um die Versorgung des Einsatzverbandes. Dazu geh\u00f6rten unter anderem zwei warme Mahlzeiten pro Tag, kalte Zwischenmahlzeiten und die sanit\u00e4re Infrastruktur. Die medizinische Versorgung wurde durch Notfallsanit\u00e4ter innerhalb der Einsatzmannschaften sowie einen eigenen Rettungswagen gew\u00e4hrleistet.<\/p>\n<p>Zum deutschen Einsatzverband geh\u00f6rten Einsatzkr\u00e4fte aus Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen. Beteiligt waren nach Angaben der Organisation die Feuerwehren aus <strong>Bonn<\/strong>, D\u00fcsseldorf, Leverkusen und<strong> K\u00f6nigswinter<\/strong> sowie weitere Kr\u00e4fte aus Niedersachsen.<\/p>\n<p>Vierter internationaler Einsatz in diesem Jahr<\/p>\n<p>Der Einsatz in Serbien war bereits der vierte Waldbrandeinsatz des EU-Waldbrandmoduls GFFF-V DE1 in diesem Jahr. Zuvor war das Modul unter anderem in den Niederlanden und Spanien eingesetzt worden. Zudem unterst\u00fctzten die Kr\u00e4fte bei Waldbr\u00e4nden im Kreis D\u00fcren.<\/p>\n<p>Die Einsatzbilanz verweist auch auf die Bedeutung der europ\u00e4ischen und nationalen Katastrophenschutzstrukturen. Die Abstimmung mit dem Emergency Response Coordination Centre (ERCC) der Europ\u00e4ischen Union, dem Gemeinsamen Melde- und Lagezentrum von Bund und L\u00e4ndern (GMLZ), den Innenministerien der beteiligten L\u00e4nder sowie den zust\u00e4ndigen Stellen in Deutschland und Serbien habe die Vorbereitung und Koordination des Einsatzes unterst\u00fctzt.<\/p>\n<p>Einsatz auch f\u00fcr Heimatstandorte eine Herausforderung<\/p>\n<p>Die Voraussetzungen f\u00fcr einen solchen internationalen Einsatz werden allerdings bereits an den Heimatstandorten geschaffen. Nach Angaben des Einsatzverbandes mussten w\u00e4hrend des elft\u00e4gigen Einsatzes Dienste kurzfristig \u00fcbernommen, Dienstpl\u00e4ne angepasst und teilweise private und famili\u00e4re Termine verschoben werden.<\/p>\n<p>Arbeitgeber, Heimatdienststellen sowie Kolleginnen und Kollegen h\u00e4tten damit erneut dazu beigetragen, dass die Einsatzkr\u00e4fte f\u00fcr den internationalen Einsatz zur Verf\u00fcgung stehen konnten.<\/p>\n<p>Die beteiligten Feuerwehren, @fire und die Johanniter-Unfall-Hilfe bedanken sich deshalb bei Familien, Arbeitgebern, Kolleginnen und Kollegen sowie den Heimatdienststellen f\u00fcr deren Unterst\u00fctzung.<\/p>\n<p>Mit der R\u00fcckkehr der Einsatzkr\u00e4fte nach Deutschland endet der vierte internationale Waldbrandeinsatz des GFFF-V DE1 in diesem Jahr.<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bonn\/K\u00f6nigswinter. Nach elf Tagen endet der Einsatz des deutschen EU-Waldbrandmoduls GFFF-V DE1 in Serbien. 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