{"id":1274992,"date":"2026-09-02T03:24:18","date_gmt":"2026-09-02T03:24:18","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274992\/"},"modified":"2026-09-02T03:24:18","modified_gmt":"2026-09-02T03:24:18","slug":"reaktionen-auf-regierungsmassnahmen-putin-nennt-strafmassnahmen-schweren-fehler-wagenknecht-und-siegmund-kritisieren-bundesregierung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1274992\/","title":{"rendered":"Reaktionen auf Regierungsma\u00dfnahmen: Putin nennt Strafma\u00dfnahmen \u201eschweren Fehler\u201c \u2013 Wagenknecht und Siegmund kritisieren Bundesregierung"},"content":{"rendered":"<p>Die Bundesregierung schlie\u00dft ein russisches Konsulat. Nato-Chef Rutte sowie zahlreiche Regierungen Europas loben die H\u00e4rte, Moskau spricht von \u201eantirussischer Entscheidung\u201c. BSW-Gr\u00fcnderin Wagenknecht warnt: \u201eMerz f\u00fchrt uns immer n\u00e4her an einen Krieg.\u201c<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Der russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat deutsche Strafma\u00dfnahmen gegen Russland nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig\/Halle als \u201eschweren Fehler\u201c bezeichnet. \u201eWo sind die Beweise?\u201c, fragte der Kremlchef auf einer Pressekonferenz in Bischkek (Kirgistan). Bisher vorgelegte Belege bezeichnete er als \u201egef\u00e4lscht\u201c. Die Reaktion der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor allem innenpolitisch motiviert.<\/p>\n<p>\u201eMerz hat das Vertrauen der B\u00fcrger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht sch\u00fctzt\u201c, sagte Putin nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit (SCO). Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund der wirtschaftlichen Probleme auf dem Spiel.<\/p>\n<p>Das russische Verteidigungsministerium teilte unterdessen der Nachrichtenagentur Interfax br\u00fcskiert mit, Moskau werde auf die \u201eantirussische Entscheidung\u201c Deutschlands reagieren, Ma\u00dfnahmen wie die Schlie\u00dfung des russischen Generalkonsulats in Bonn anzuordnen.<\/p>\n<p>Die russische Au\u00dfenministeriumssprecherin Maria Sacharowa sagte der staatlichen Nachrichtenagentur Tass, es werde eine angemessene Reaktion Moskaus geben. Eine Beteiligung Russlands an dem Anschlagsversuch bestritt sie. Die Vorw\u00fcrfe seien ein \u201eweit hergeholter und konstruierter Vorwand\u201c Berlins, um die Spannungen zu versch\u00e4rfen. \u201eWie \u00fcblich\u201c seien sie in keiner Weise durch \u00fcberzeugende oder ernsthafte Beweise belegt worden.<\/p>\n<p>Moskau mache Deutschland verantwortlich f\u00fcr die Beteiligung an Terroranschl\u00e4gen gegen russische B\u00fcrger, erkl\u00e4rte Sacharowa. \u201eBerlin sponsert den Terrorismus\u201c, sagte sie mit Blick auf die Waffenlieferungen und Milliardenhilfe Deutschlands an die Ukraine. Deutschland ist der gr\u00f6\u00dfte Unterst\u00fctzer der Ukraine.<\/p>\n<p>Es sei schwierig, die Anschuldigungen gegen Russland zu kommentieren, weil Deutschland f\u00fcr seine Schuldzuweisung keine Beweise vorgelegt habe, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. \u201eWenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden\u201c, sagte Peskow.<\/p>\n<p>Der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin warf Deutschland vor, die Vorw\u00fcrfe auch nicht durch Argumente belegt zu haben. \u201eDass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich\u201c, sagte Peskow. Russland hatte stets bestritten, etwas mit der Leipziger Drohne zu tun zu haben. Moskau verwies vielmehr auf Kiew, das mit Stimmungsmache gegen Russland einen echten Nutzen ziehe aus dem hybriden Angriff.<\/p>\n<p>Deutliche Kritik erfolgte auch durch die russische Botschaft in Berlin. Deren Botschafter wies die erhobenen Vorw\u00fcrfe als \u201eunbelegt, absurd und dem gesunden Menschenverstand widersprechend\u201c zur\u00fcck. Die \u201ehastig zusammengezimmerte Provokation\u201c in Leipzig diene \u201eausschlie\u00dflich den Interessen des Kiewer Regimes, des militaristischen Fl\u00fcgels der europ\u00e4ischen politischen Klasse sowie der Gro\u00dfunternehmen des milit\u00e4risch-industriellen Komplexes\u201c, hei\u00dft es in einem Kommentar. <\/p>\n<p>Die von deutscher Seite angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen stellten eine \u201ebeispiellose Eskalation in den russisch-deutschen Beziehungen\u201c dar, die \u201enicht ohne Folgen bleiben\u201c werde. \u201eDie volle Verantwortung f\u00fcr diese Folgen liegt bei der Bundesregierung.\u201c Zugleich bedauere der Botschafter, dass \u201edie deutschen Beh\u00f6rden ihren Kurs der systematischen Zerst\u00f6rung des einst tragf\u00e4higen Fundaments der russisch-deutschen Zusammenarbeit fortsetzten\u201c. <\/p>\n<p>Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte hat die von Deutschland geplanten Ma\u00dfnahmen hingegen begr\u00fc\u00dft. \u201eDie Beweise sind eindeutig\u201c, teilte der Niederl\u00e4nder mit. Die Nato stehe nach dem russischen hybriden Angriff in voller Solidarit\u00e4t an der Seite Deutschlands. \u201eRusslands Versuche, uns einzusch\u00fcchtern, unsere Einheit zu untergraben und unsere Bereitschaft zur Unterst\u00fctzung der Ukraine zu schw\u00e4chen, sind vergeblich und werden scheitern\u201c, erkl\u00e4rte er. Die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine sei ebenso unersch\u00fctterlich wie der Einsatz f\u00fcr die kollektive Verteidigung der Nato.<\/p>\n<p>Die Nato werde ihre F\u00e4higkeit weiter st\u00e4rken, alle Verb\u00fcndeten gegen jede Bedrohung abzuschrecken und zu verteidigen\u00a0\u2013 auch gegen b\u00f6sartige Handlungen wie jene in Leipzig und andernorts im B\u00fcndnisgebiet. Rutte sprach nach eigenen Angaben am Dienstag auch mit Kanzler Friedrich Merz zu dem Drohnenvorfall. An diesem Mittwoch will er sich zudem mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen beraten.<\/p>\n<p>Auf X schloss sich der spanische Ministerpr\u00e4sident der Haltung Ruttes an. \u201eDer russische hybride Angriff auf den Flughafen Leipzig im August ist inakzeptabel, und Spanien unterst\u00fctzt Deutschland aufs Entschiedenste\u201c, schrieb Pedro S\u00e1nchez. \u201eWir lassen uns von hybriden Bedrohungen nicht abschrecken, unser Engagement f\u00fcr die Ukraine ist unersch\u00fctterlich.\u201c<\/p>\n<p>Der gescheiterte Anschlag zeigt auch nach Ansicht der estnischen Regierung, dass Russland eine Bedrohung f\u00fcr ganz Europa darstellt. \u201eDies best\u00e4tigt einmal mehr, dass Russland bereit ist, Attacken mit m\u00f6glichen Opfern auf europ\u00e4ischem Boden und weit jenseits seiner Grenzen durchzuf\u00fchren\u201c, teilte Au\u00dfenminister Margus Tshakna in Tallinn mit. Der Vorfall sei Teil eines umfassenderen Musters russischer Provokationen, die darauf abzielen, den Westen einzusch\u00fcchtern und ihn dazu zu zwingen, die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine zur\u00fcckzuziehen.<\/p>\n<p>Regierungschef Kristen Michal schrieb auf der Plattform X: \u201eWir verurteilen diesen r\u00fccksichtslosen Akt aufs Sch\u00e4rfste. Russland hat seine hybriden Angriffe in Europa auf ein neues und gef\u00e4hrliches Niveau gehoben.\u201c Estland unterst\u00fctze alle von Deutschland ergriffenen Gegenma\u00dfnahmen und sei bereit, gemeinsam die n\u00e4chsten Schritte zu gehen. Die Antwort m\u00fcsse mehr Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine und mehr Druck auf Russland sein, betonte er.<\/p>\n<p>\u201eFrankreich steht Deutschland voll und ganz zur Seite und unterst\u00fctzt die Einf\u00fchrung neuer europ\u00e4ischer Sanktionen gegen Russland\u201c, kommentierte wiederum der franz\u00f6sische Staatspr\u00e4sident Emmanuel Macron. \u201eAngesichts dieser Eskalation m\u00fcssen wir vereint, entschlossen sein und unsere Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine verst\u00e4rken. Frankreich wird weiterhin seinen vollen Beitrag dazu leisten.\u201c<\/p>\n<p>\u201e\u00d6sterreich steht in voller Solidarit\u00e4t an der Seite der Freunde und Partner in Deutschland nach dem russischen hybriden Angriff am Flughafen Leipzig\u201c, schrieb auch <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/x.com\/_CStocker\/status\/2094853141934330209\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/x.com\/_CStocker\/status\/2094853141934330209&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">der \u00f6sterreichische Bundeskanzler Christian Stocker auf X<\/a>. \u201eVersuche, ein Mitglied der Europ\u00e4ischen Union zu destabilisieren oder einzusch\u00fcchtern, werden nicht erfolgreich sein und auf eine vereinte Reaktion sto\u00dfen. Wir werden gemeinsam daran arbeiten, unsere europ\u00e4ische Resilienz zu st\u00e4rken.\u201c<\/p>\n<p>Weniger \u00fcberzeugt zeigte sich der Oberst au\u00dfer Dienst, Roderich Kiesewetter. Zwar lobte er sowohl die Schlie\u00dfung des Generalkonsulats als auch die K\u00fcndigung des Vertrags mit dem Russischen Haus, doch beides sei \u201eerwartbar\u201c und m\u00fcsse \u201el\u00e4ngst state of the art sein\u201c. \u201eDie mit gro\u00dfen Worten angek\u00fcndigten Ma\u00dfnahmen, mit denen der Terrorstaat Russland \u201abezahlen\u2019 soll, bleiben weit hinter dem Erforderlichen zur\u00fcck\u201c, <a class=\"is-link c-block-items__link is-external c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/x.com\/RKiesewetter\/status\/2094825721000869923\" target=\"_blank\" title=\"Link wird in einem neuen Tab ge\u00f6ffnet\" rel=\"nofollow noopener\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/x.com\/RKiesewetter\/status\/2094825721000869923&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\">beanstandete der CDU\u2011Politiker auf X<\/a>. \u201eDa ist nichts dabei, was wirklich verst\u00e4rkt Druck auf Russland aus\u00fcbt.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEs ist diese Inkonsequenz deutscher Handlungen, die Russland einl\u00e4dt, immer weiter zu eskalieren und gesamteurop\u00e4ische Abschreckung schw\u00e4cht\u201c, erg\u00e4nzte Kiesewetter. \u201eVon einer selbsternannten F\u00fchrungsnation erwarte ich Courage &amp; Entschlossenheit und nicht Selbstabschreckung &amp; Beschwichtigung. Russland lacht doch, wenn jetzt der Botschafter einbestellt wird.\u201c Alternativ h\u00e4tte die Regierung die Taurus-Lieferung ank\u00fcndigen m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Der Sicherheitsberater Nico Lange ordnete die Reaktion der Bundesregierung \u00e4hnlich ein wie Kiesewetter. \u201eIm Kreml wird heute niemand eine schlaflose Nacht haben\u201c, kritisierte er auf X, \u201eund die Kosten f\u00fcr erfolgte Angriffe und Abschreckung weiterer Angriffe m\u00fcssten deutlich weiter gehen, als die heute verk\u00fcndeten \u201aMa\u00dfnahmen\u2019\u201c.<\/p>\n<p>Der ehemalige Bundesau\u00dfenminister Sigmar Gabriel befand die Sanktionen in der ARD-Sendung \u201eMaischberger\u201c als angemessen. \u201eWir haben ja kein Interesse, mit Russland in einen \u00dcberbietungswettbewerb zu kommen\u201c, sagte der SPD\u2011Politiker.  \u201eEs wird ihn hoffentlich beeindrucken, wenn wir in der Nato und in Europa zusammenhalten.\u201c Die Einigkeit k\u00f6nne sie etwa dadurch zeigen, \u201edass man Drohnen-\u00dcberfl\u00fcge \u00fcber ein Land der Nato nicht einfach hinnimmt, sondern sie runterholt oder auch ein Jagdflugzeug nicht einfach vorbeifliegen l\u00e4sst, das Nato-Gebiet \u00fcberfliegt\u201c.<\/p>\n<p>Zugleich warnte er vor einer weiteren Eskalation im Umgang mit Putin: \u201eWir haben es halt mit jemandem zu tun, der auch in der Lage ist, notfalls in der Ukraine taktische Atomwaffen einzusetzen.\u201c Deswegen w\u00fcrden die Amerikaner auch versuchen, \u201eihm rechtzeitig Zeichen zu geben, dass er die Finger davon l\u00e4sst\u201c, sagte der ehemalige Au\u00dfenminister.<\/p>\n<p>BSW-Gr\u00fcnderin Sahra Wagenknecht wiederum \u00fcbte scharfe Kritik an den Ma\u00dfnahmen gegen Russland. \u201eSelbst wenn Russland dahinterstehen sollte, ist eine Drohne, die keinerlei Schaden angerichtet hat, kein Grund, eine brandgef\u00e4hrliche Eskalation anzuheizen\u201c, sagte Wagenknecht. Dies k\u00f6nne in einem Krieg mit Russland enden.<\/p>\n<p>Die Russland zugeschriebenen Drohnen seien nicht explodiert, f\u00fcgte sie hinzu. Die Bundesregierung habe nicht auf den Anschlag auf die Nord-Stream-Pipelines reagiert, der von der Ukraine ausgegangen sei. Wagenknecht wirft Bundeskanzler Friedrich Merz vor, die Lage mit Russland zu eskalieren: \u201eMerz f\u00fchrt uns immer n\u00e4her an einen Krieg mit Russland.\u201c<\/p>\n<p>Der AfD-Spitzenkandidat f\u00fcr die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat Diplomatie statt neuer Sanktionen gegen Russland gefordert. \u201eDiplomatie. Miteinander reden\u201c, sagte Siegmund dem Portal \u201eThe Pioneer\u201c am Rande einer Wahlkampfveranstaltung am Dienstag auf die Frage, welche Ma\u00dfnahmen die Bundesregierung nun gegen Russland ergreifen solle. Es m\u00fcsse gefragt werden, was der bisherige Kurs des Westens gegen\u00fcber Moskau in den vergangenen Jahren gebracht habe.<\/p>\n<p>Siegmund \u00e4u\u00dferte Zweifel am bisherigen Umgang der Bundesregierung mit Russland. Die schicke Geld und Waffen in die Ukraine, habe Gespr\u00e4chskan\u00e4le abgebrochen und Sanktionen verh\u00e4ngt. \u201eWas hat das gebracht? Welche Auswirkungen hatte das auf den Kriegsverlauf? Wie viele Menschenleben hat man damit gerettet? Kein einziges\u201c, sagte der AfD\u2011Politiker. Der Punkt, an dem miteinander gesprochen werden m\u00fcsse, sei \u201eeigentlich \u00fcberf\u00e4llig\u201c.<\/p>\n<p>Auf die Nachfrage, ob er damit Diplomatie explizit als Reaktion auf einen Angriff des russischen Geheimdienstes auf deutsches Territorium fordere, sprach Siegmund von einer \u201efortlaufenden Abfolge\u201c. \u201eWir z\u00fcnden noch mit, wir lassen uns doch in einen fremden Krieg mit reinziehen\u201c, sagte er. \u201eEs ist doch logisch, dass dann irgendwann mal welche Gegenreaktionen erfolgen\u201c, sagte Siegmund.<\/p>\n<p>Zugleich betonte er: \u201eDas m\u00f6chte ich aber nicht. Ich m\u00f6chte, dass wir miteinander reden.\u201c Er wolle weder Drohnenangriffe noch eine deutsche Kriegsbeteiligung. Es d\u00fcrfe nicht vergessen werden, dass auf beiden Seiten Millionen Menschen ihr Leben verl\u00f6ren. Sanktionen gegen Russland lehnt Siegmund ab. \u201eSelbstverst\u00e4ndlich\u201c, sagte er \u201eThe Pioneer\u201c auf die entsprechende Frage. Es m\u00fcsse zun\u00e4chst die Vorgeschichte des Konflikts diskutiert und gekl\u00e4rt werden, \u201ewie konnte es \u00fcberhaupt so weit kommen\u201c.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung hatte erkl\u00e4rt, der gescheiterte Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne auf dem Flughafen Leipzig\/Halle gehe nach ihren Erkenntnissen auf Russland zur\u00fcck. Sie k\u00fcndigte eine Reihe von Ma\u00dfnahmen zur Vergeltung des Angriffs an, darunter die Schlie\u00dfung des russischen Generalkonsulats in Bonn und die K\u00fcndigung des Vertrags \u00fcber das Russische Haus in Berlin sowie weitere Sanktionen.<\/p>\n<p>mit AP\/AFP\/dpa<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Die Bundesregierung schlie\u00dft ein russisches Konsulat. 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