{"id":1275077,"date":"2026-09-02T04:26:17","date_gmt":"2026-09-02T04:26:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275077\/"},"modified":"2026-09-02T04:26:17","modified_gmt":"2026-09-02T04:26:17","slug":"bundespolitik-leipzig-putin-wirft-deutschland-beweisfaelschung-vor-politik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275077\/","title":{"rendered":"Bundespolitik &#8211; Leipzig: Putin wirft Deutschland Beweisf\u00e4lschung vor &#8211; Politik"},"content":{"rendered":"<p data-manual=\"paragraph\" data-schema-org-speakable=\"true\" class=\"css-1eosz7k\">F\u00fcr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.<\/p>\n<p>Wichtige Updates<\/p>\n<p>Schaden am Regierungsflieger: Klingbeil in USA gestrandet<\/p>\n<p>Russland als Drahtzieher von Leipzig beschuldigt: Internationale Reaktionen im \u00dcberblick\u00a0<\/p>\n<p>Gr\u00fcner Von Notz lobt \u201eklarere Sprache\u201c der Bundesregierung zu Leipzig \u00a0<\/p>\n<p>Leipzig: Russland k\u00fcndigt Reaktion auf Sanktionen an \u00a0<\/p>\n<p>Bundesregierung macht Russland f\u00fcr Anschlag in Leipzig verantwortlich<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Putin: Berlins Sanktionen wegen Drohne \u201eschwerer Fehler\u201cDer russische Pr\u00e4sident Wladimir Putin hat deutsche Strafma\u00dfnahmen gegen Russland nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig\/Halle als \u201eschweren Fehler\u201c bezeichnet. \u201eWo sind die Beweise?\u201c, fragte der Kremlchef auf einer Pressekonferenz in Bischkek (Kirgistan). Bisher vorgelegte Belege bezeichnete er als \u201egef\u00e4lscht\u201c. Die Reaktion der Bundesregierung um Bundeskanzler Friedrich Merz sei vor allem innenpolitisch motiviert.<\/p>\n<p>\u201eMerz hat das Vertrauen der B\u00fcrger verloren, da er die nationalen Interessen Deutschlands nicht sch\u00fctzt\u201c, sagte Putin nach dem Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation f\u00fcr Zusammenarbeit (SCO). Die Zukunft der derzeitigen politischen Spitze Deutschlands stehe bei den kommenden Wahlen aufgrund der wirtschaftlichen Probleme auf dem Spiel.<\/p>\n<p>Zuvor hatten Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) Russland verantwortlich gemacht f\u00fcr den Drohnenvorfall und Strafma\u00dfnahmen angek\u00fcndigt. Wadephul sagte, dass etwa das russische Konsulat in Bonn geschlossen werden soll. Zudem werde der Vertrag f\u00fcr das Russische Haus in Berlin gek\u00fcndigt.<\/p>\n<p>Schaden am Regierungsflieger: Klingbeil in USA gestrandetFinanzminister Lars Klingbeil sitzt wegen eines Schadens an seinem Regierungsflieger in den USA fest. Ein technisches Problem verhindere den Start der Maschine, hie\u00df es aus der Delegation. Der Vizekanzler muss die Nacht im Hotel verbringen. Damit wird Klingbeil auch die heutige Kabinettsitzung in Berlin verpassen, bei der sein Steuergesetz auf den Weg gebracht werden soll. Details zum Schaden an der Maschine der Flugbereitschaft der Bundeswehr wurden zun\u00e4chst nicht bekannt.\u00a0<\/p>\n<p>Klingbeil hatte am Treffen der G20-Finanzminister in Asheville im Bundesstaat North Carolina teilgenommen. Im Anschluss besuchte er ein BMW-Werk in Spartanburg in South Carolina.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Russland als Drahtzieher von Leipzig beschuldigt: Internationale Reaktionen im \u00dcberblick\u00a0Nachdem die Bundesregierung offiziell Russland f\u00fcr den Anschlag mit einer Sprengstoffdrohne auf den Flughafen Leipzig\/Halle verantwortlich macht, gibt es internationale Reaktionen. Ein \u00dcberblick. <\/p>\n<p>Die <strong>Nato <\/strong>will eigenen Angaben zufolge nach dem Vorfall in Leipzig ihre Abschreckungs- und Verteidigungsf\u00e4higkeiten weiter verst\u00e4rken. Das B\u00fcndnis stehe nach dem hybriden Angriff Russlands solidarisch an der Seite Deutschlands, erkl\u00e4rt Nato-Generalsekret\u00e4r Mark Rutte <a href=\"https:\/\/x.com\/SecGenNATO\/status\/2094818411066904731\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">auf der Plattform X<\/a>. Rutte soll morgen mit EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zusammenkommen, um dar\u00fcber zu beraten. <\/p>\n<p>Auch von der Leyen sicherte Deutschland im Namen der <strong>EU <\/strong>ihre volle Solidarit\u00e4t zu. Nach einem Gespr\u00e4ch mit Bundeskanzler Friedrich Merz <a href=\"https:\/\/x.com\/vonderleyen\/status\/2094814604358533554\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">teilte sie auf X mit<\/a>, die Staatengemeinschaft bleibe angesichts dieses eskalierenden und schwerwiegenden Vorgehens Russlands geeint. Hybride Angriffe w\u00fcrden nicht ohne klare Antwort bleiben. \u201eRussland versucht, Misstrauen und Angst in unseren Gesellschaften zu s\u00e4en\u201c, schrieb von der Leyen weiter. Es werde aber scheitern. Auch werde man der Ukraine so lange zur Seite stehen, wie es notwendig sei. <\/p>\n<p>\u201eIch begr\u00fc\u00dfe die entschlossene Reaktion Deutschlands auf den russischen Angriff in Leipzig\u201c, schrieb der <strong>ukrainische Botschafter<\/strong> in Deutschland, Oleksii Makeiev, auf X. Kiew stehe in engem Austausch mit Berlin bei der Sicherung kritischer Infrastruktur vor Drohnen, einem koordinierten Vorgehen gegen die russische \u201eSchattenflotte\u201c und weiteren Sanktionen gegen Russland. <\/p>\n<p>Der <strong>franz\u00f6sische Pr\u00e4sident Emmanuel Macron<\/strong> unterst\u00fctzt neue EU-Sanktionen gegen Russland. Frankreich sei uneingeschr\u00e4nkt solidarisch mit Deutschland, schrieb Macron auf X. &#8222;Wir m\u00fcssen bei der Unterst\u00fctzung der Ukraine zusammenstehen&#8220;, erkl\u00e4rt er weiter. Frankreich werde dabei weiterhin seinen Beitrag leisten.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Gr\u00fcner Von Notz lobt \u201eklarere Sprache\u201c der Bundesregierung zu Leipzig \u00a0Gr\u00fcnen-Fraktionsvize Konstantin von Notz begr\u00fc\u00dft die Antwort der Bundesregierung auf den Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig\/Halle. \u201eDass die Bundesregierung nun endlich eine deutlich klarere Sprache zu dem Vorfall in Leipzig findet, begr\u00fc\u00dfen wir ausdr\u00fccklich. Das war lange \u00fcberf\u00e4llig\u201c, sagte er der Deutschen Presse-Agentur.<\/p>\n<p>Zuvor hatten Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) und Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) bei einem gemeinsamen Auftritt erkl\u00e4rt, dass die Bundesregierung Russland als Urheber des Vorfalls sieht. Zugleich zeigte sich von Notz irritiert \u00fcber \u201edie bisherige Sprach- und Konzeptlosigkeit der Bundesregierung\u201c. Es sei ein wichtiges Zeichen, dass Dobrindt und Wadephul zusammen vor die Presse getreten seien.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Leipzig: Russland k\u00fcndigt Reaktion auf Sanktionen an \u00a0Russland wird auf Deutschlands Strafma\u00dfnahmen nach dem Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig\/Halle \u201espiegelbildlich\u201c reagieren. Die Antwort werde ausfallen wie bei fr\u00fcheren einseitigen und ungerechten Sanktionen, teilte eine Sprecherin des russischen Au\u00dfenministeriums der Deutschen Presse-Agentur mit.\u00a0<\/p>\n<p>Kremlsprecher Dmitri Peskow warf Deutschland vor, die Vorw\u00fcrfe nicht durch Argumente belegt zu haben. \u201eDass Deutschland den weiteren Weg der Eskalation geht, das ist offensichtlich\u201c, sagte Peskow au\u00dferdem. \u201eWenn solche schweren Anschuldigungen erhoben werden, sollten sie irgendwie untermauert werden.\u201c\u00a0<\/p>\n<p>Russland hatte eine Beteiligung an dem Vorfall bestritten und behauptet, es handle sich um eine Provokation, die \u201eausschlie\u00dflich den Zielen Kiews und des militaristischen Fl\u00fcgels der europ\u00e4ischen politischen Klasse dient\u201c. Die Ukraine und die Regierungen in Europa br\u00e4uchten Argumente, um weiter \u201eunbegrenzte finanzielle Mittel in die H\u00e4nde eines korrupten Regimes\u201c in Kiew flie\u00dfen zu lassen, hie\u00df es in einer fr\u00fcheren Stellungnahme der russischen Botschaft in Berlin.<\/p>\n<p>Der russische Auslandsgeheimdienst SWR teilte vorige Woche mit, dass es in der Ukraine eine gro\u00dfe Zufriedenheit gebe mit dem medialen Effekt um den Leipziger Drohnenfund. \u201eKiew jubelt\u201c, teilte der Spionagedienst mit. Ziel sei es wom\u00f6glich auch gewesen, in der deutschen Gesellschaft jenen oppositionellen Kr\u00e4fte die Argumente zu nehmen, die sich f\u00fcr pragmatische Beziehungen zu Russland einsetzten.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Bundesregierung macht Russland f\u00fcr Anschlag in Leipzig verantwortlichDer Anschlag mit einer Sprengstoff-Drohne auf dem Flughafen Leipzig\/Halle ist nach Erkenntnissen der Bundesregierung in russischem Auftrag ver\u00fcbt worden. Das sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und begr\u00fcndete dies mit polizeilichen Ermittlungsergebnissen, Tatmustern und nachrichtendienstlichen Erkenntnissen. <\/p>\n<p>Am Tatort seien eine Drohnenkonfiguration, Sprengstoff und Z\u00fcndtechnik sichergestellt worden, die aus anderen hybriden Operationen Russlands bekannt seien. W\u00e4hrend die Planung als professionell eingestuft werde, sei die Ausf\u00fchrung &#8222;Low-Level-Agenten&#8220; zuzuordnen. Nachrichtendienstliche Erkenntnisse wiesen zudem auf beteiligte Personen hin, die &#8222;im Auftrag russischer staatlicher Stellen gehandelt haben&#8220;, sagte der Innenminister. <\/p>\n<p>&#8222;Lassen Sie mich noch eines deutlich machen&#8220;, sagte Dobrindt au\u00dferdem, und fuhr fort: &#8222;Wir befinden uns nicht im Krieg, aber wir sind t\u00e4gliches Ziel hybrider Kriegsf\u00fchrung.&#8220; <\/p>\n<p>Bundesau\u00dfenminister Johann Wadephul k\u00fcndigte als Konsequenzen an, das russische Generalkonsulat in Bonn zum 18. September zu schlie\u00dfen. Zudem werde der Vertrag mit dem Russischen Haus in Berlin gek\u00fcndigt und der russische Botschafter einbestellt. Der Bau in Berlin Mitte, der eigentlich dem Austausch von Kultur und Wissenschaft dienen soll, gilt als getarntes Spionagenest und Anbahnungszentrale <a href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/politik\/russisches-haus-berlin-spionage-bundesregierung-kritik-li.3533078\" rel=\"noopener nofollow\" target=\"_blank\">f\u00fcr das Anwerben von Agenten durch Russland<\/a>.\u00a0<\/p>\n<p>&#8222;Unsere Botschaft an Russlands F\u00fchrung ist klar: Wir werden uns durch Russlands Angriffe nicht in unserem gesellschaftlichen Zusammenhalt spalten oder einsch\u00fcchtern lassen&#8220;, sagte Wadephul. Die Bundesregierung werde in der Europ\u00e4ischen Union zudem neue Sanktionen gegen Personen aus Russland vorschlagen und den Druck auf die sogenannte russische Schattenflotte erh\u00f6hen. Der Vorfall in Leipzig zeige, wie notwendig ein entschlossenes Vorgehen sei. Die Bundesregierung werde daher ihre zivile und milit\u00e4rische Unterst\u00fctzung f\u00fcr die Ukraine sowie die St\u00e4rkung der eigenen Verteidigungsf\u00e4higkeit fortsetzen. Man stimme sich dabei eng mit den Partnern in der Nato und der EU ab.\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/juri-auel-1.3339432\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/07\/1785286535_337_profilepic-5b3f3bbde4b0da57da555eea-62473c7a0003730f2cb8ec07.webp\"  alt=\"Juri Auel\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Pfiffe f\u00fcr Merz bei seiner Wahlkampfpremiere im Osten\u00a0Bei seinem ersten Wahlkampfauftritt in Ostdeutschland ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) teils ausgepfiffen und beschimpft worden. Auf der Strandpromenade des Ostseebads K\u00fchlungsborn in Mecklenburg-Vorpommern bezeichneten einige Passanten den CDU-Vorsitzenden als \u201eKriegstreiber\u201c, \u201ePinocchio\u201c oder skandierten \u201eR\u00fccktritt\u201c. Dabei erhielten sie aber auch Widerspruch aus dem Publikum \u2013 von Menschen, die etwa an den Anstand der lautstarken Merz-Gegner appellierten.<\/p>\n<p>Ein angek\u00fcndigtes Pressestatement fand nicht statt. Eine Begr\u00fcndung daf\u00fcr gab es auf Anfrage aus dem CDU-Team zun\u00e4chst nicht. Merz unterhielt sich an einem Wahlkampfstand \u00fcber Absperrgitter hinweg mit Menschen aus dem Publikum. Begleitet wurde Merz in K\u00fchlungsborn von CDU-Spitzenkandidat Daniel Peters und seinem Staatsminister im Kanzleramt, Philipp Amthor. Von K\u00fchlungsborn wollte er nach Sachsen-Anhalt fahren, wo am kommenden Sonntag ein neuer Landtag gew\u00e4hlt wird. Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern findet zwei Wochen sp\u00e4ter statt.<\/p>\n<p>Auch in Sachsen-Anhalt verzichtet Merz auf einen gr\u00f6\u00dferen Wahlkampfauftritt. In Quedlinburg im Harz nimmt er am Abend an einer Gespr\u00e4chsrunde mit Kandidaten f\u00fcr den Landtag teil, wird von Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze durch den Schlossgarten gef\u00fchrt und will sich dann gemeinsam mit dem CDU-Spitzenkandidaten vor Kameras \u00e4u\u00dfern.<\/p>\n<p>Lesen Sie dazu auch:\u00a0<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/tobias-bug-1.5505768\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/08\/profilepic-6237424b4f90b2e88280e7df-64525a14796424148ab2f6a7.webp\"  alt=\"Tobias Bug\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Kassen: Mittel der Pflegeversicherung im Oktober aufgebrauchtDie Pflegeversicherung steuert nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen auf ein neues Finanzloch zu. Voraussichtlich im Oktober seien die Mittel aufgebraucht, sagte der Vorstandsvorsitzende des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenkassen (GKV), Oliver Blatt. \u201eDie Pflegeversicherung wird bis Jahresende sch\u00e4tzungsweise noch mal eine halbe Milliarde Euro brauchen.\u201c<\/p>\n<p>Hauptgrund f\u00fcr die Entwicklung ist laut Blatt die immer weiter wachsende Zahl von Pflegebed\u00fcrftigen. Au\u00dferdem stiegen nach einer Gesetzes\u00e4nderung die Ausgaben f\u00fcr Kurzzeit- und Verhinderungspflege. Das Gleiche gelte f\u00fcr die Zusch\u00fcsse der Pflegeversicherung zu den Eigenanteilen von Menschen in Pflegeheimen.<\/p>\n<p>Blatt forderte Bund und L\u00e4nder zum Handeln auf, und zwar schnell: \u201eDer Pflege l\u00e4uft sprichw\u00f6rtlich die Zeit davon.\u201c Der Bund m\u00fcsse der Pflegeversicherung unter anderem 5,2 Milliarden Euro f\u00fcr Sonderaufwendungen in der Corona-Zeit zur\u00fcckzahlen.<\/p>\n<p>Ebenso m\u00fcssten die Ausgaben f\u00fcr die Rentenbeitr\u00e4ge pflegender Angeh\u00f6riger aus Steuermitteln finanziert werden, weil es sich dabei um \u201eeine gesamtgesellschaftliche Aufgabe\u201c handle, sagte Blatt. Hier gehe es um etwa 5,3 Milliarden Euro im Jahr. Von den Bundesl\u00e4ndern forderte der Verbandschef, die Investitionskosten der Pflegeheime zu \u00fcbernehmen, um die Eigenanteile der Pflegebed\u00fcrftigen zu senken.<\/p>\n<p>Wadephul: EU muss attraktiver werden \u2013 Island-Abstimmung<\/p>\n<p>Au\u00dfenminister Johann Wadephul hat sein Bedauern \u00fcber die Entscheidung der Bev\u00f6lkerung Islands gegen Gespr\u00e4che \u00fcber einen EU-Beitritt ihres Landes ge\u00e4u\u00dfert. \u201eDas w\u00e4re eine gro\u00dfe Chance gewesen, gemeinsam st\u00e4rker zu werden\u201c, sagte der CDU-Politiker am Morgen. \u201eF\u00fcr die Europ\u00e4ische Union bedeutet das: Wir m\u00fcssen dar\u00fcber nachdenken, wie wir attraktiver werden k\u00f6nnen.\u201c Die Einwohnerinnen und Einwohner Islands hatten am Wochenende mehrheitlich gegen eine Wiederaufnahme der Gespr\u00e4che \u00fcber einen EU-Beitritt ihres Landes gestimmt. Das Ergebnis des Referendums fiel knapp aus, wie die Ausz\u00e4hlung ergab.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/nadja-tausche-1.3778768\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5e5d130f94ed8a23109a4e4c-658301176f4bad0b2be3471e.webp\"  alt=\"Nadja Tausche\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Merz: AfD-Sieg w\u00fcrde Sachsen-Anhalt erheblich schaden\u00a0Ein Sieg der AfD bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt w\u00fcrde dem Bundesland nach den Worten von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gro\u00dfe Nachteile einbringen. \u201eWenn das so kommt, wie das in den Umfragen m\u00f6glich erscheint, dann wird dieses Bundesland erhebliche Probleme bekommen\u201c, sagte der Kanzler im ARD-Sommerinterview. Er f\u00fcrchtet vor allem, internationale Investoren k\u00f6nnten Sachsen-Anhalt im Falle einer AfD-Regierung meiden: Er k\u00f6nne sich nicht vorstellen, so Merz, dass noch internationale Investoren mit einem AfD-Ministerpr\u00e4sidenten zu einem Spatenstich kommen w\u00fcrden, um dort ein neues Unternehmen anzusiedeln.\u00a0<\/p>\n<p>Zum Ausgang der Wahl sagte Merz: \u201eDas ist aber eine Entscheidung, die die W\u00e4hlerinnen und W\u00e4hler in Sachsen-Anhalt zu treffen haben.\u201c Die CDU werde in den n\u00e4chsten Tagen noch aktiv Wahlkampf machen, ein Teil der W\u00e4hlerschaft sei noch unentschieden. Mit Werten um 40 Prozent liegt die AfD mit Spitzenkandidat Ulrich Siegmund in den j\u00fcngsten Erhebungen bis zu 20 Prozentpunkte vor der CDU, deren Spitzenkandidat Ministerpr\u00e4sident Sven Schulze ist. Zu \u00dcberlegungen, mit welchen anderen Fraktionen die CDU nach der Wahl am kommenden Sonntag wom\u00f6glich eine Koalition in Sachsen-Anhalt bilden k\u00f6nnte, wollte sich Merz nicht \u00e4u\u00dfern. Die CDU hat einen Unvereinbarkeitsbeschluss in Bezug auf die AfD und auf die Linkspartei.<\/p>\n<p><a class=\"tik4-author__wrapper\" href=\"https:\/\/www.sueddeutsche.de\/autoren\/nadja-tausche-1.3778768\" target=\"_blank\" rel=\"noopener nofollow\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.europesays.com\/de\/wp-content\/uploads\/2026\/09\/profilepic-5e5d130f94ed8a23109a4e4c-658301176f4bad0b2be3471e.webp\"  alt=\"Nadja Tausche\" width=\"64\" height=\"64\" class=\"tik4-author__thumb__img\"\/><\/a>Merz im ARD-Sommerinterview: Antwort auf Sprengstoff-Drohne mit Partnern abgestimmtDie Bundesregierung stimmt ihre angek\u00fcndigte Reaktion auf den versuchten Sprengstoff-Anschlag am Flughafen Leipzig\/Halle aktuell mit Partnerl\u00e4ndern ab. \u201eDie wird in diesen Tagen auch final abgestimmt mit der Europ\u00e4ischen Union, mit den Nato-Partnern\u201c, sagte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im ARD-Sommerinterview. Er k\u00fcndigte an: Es werde eine Reaktion aus Deutschland sein, aber die Partner w\u00fcrden davon nicht \u00fcberrascht werden.<\/p>\n<p>Gefragt wurde Merz auch danach, ob Deutschland \u00fcberhaupt angemessen reagieren k\u00f6nne, sollte sich eine Urheberschaft Russlands herausstellen. Der Kanzler sagte dazu: \u201eWarten wir mal ab, was angemessen reagieren hei\u00dft.\u201c Zur Frage, wer hinter dem versuchten Anschlag steckt, \u00e4u\u00dferte er sich nicht. Er f\u00fcgte hinzu, die Ermittlungen st\u00fcnden kurz vor dem Abschluss: \u201eWir haben eine weitgehende Einigung in der Bundesregierung, wie wir reagieren.\u201c<\/p>\n<p>Eine mit Sprengstoff pr\u00e4parierte Drohne war am Abend des 4. August im Sicherheitsbereich des Flughafens Leipzig\/Halle zwischen ukrainischen Frachtmaschinen entdeckt worden. Die Bundesanwaltschaft sprach von einem \u201eschwerwiegenden Angriff auf die Transport- und Logistikinfrastruktur in Deutschland\u201c. Ermittelt wird wegen des Verdachts des versuchten Herbeif\u00fchrens einer Sprengstoffexplosion und des gef\u00e4hrlichen Eingriffs in den Luftverkehr.<\/p>\n<p>Am Dienstag haben die S\u00fcddeutsche Zeitung, NDR und WDR enth\u00fcllt, dass Ermittler eine dritte Drohne in der N\u00e4he des Flughafens gefunden haben &#8211; erst Tage nach dem versuchten Anschlag. Lesen Sie hier den Text dazu<\/p>\n<p>\u00d6zdemir warnt vor russischem Einfluss bei AfD-RegierungBaden-W\u00fcrttembergs Ministerpr\u00e4sident Cem \u00d6zdemir hat vor einem st\u00e4rkeren Einfluss Russlands gewarnt, sollte die AfD k\u00fcnftig in Sachsen-Anhalt regieren. \u201eIch m\u00f6chte, dass Sachsen-Anhalt Sachsen-Anhalt bleibt und Magdeburg nicht ein Vorort von Moskau wird\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker dem Tagesspiegel. \u201eWer Deutschland liebt, macht es nicht abh\u00e4ngig von (Russlands Pr\u00e4sidenten Wladimir) Putin oder irgendeinem anderen autorit\u00e4ren Herrscher.\u201c<\/p>\n<p>Bei der Wahl am 6. September stehe viel auf dem Spiel. Sollte die AfD k\u00fcnftig in Magdeburg den Ministerpr\u00e4sidenten stellen, sei das eine Z\u00e4sur f\u00fcr das ganze Land, betonte \u00d6zdemir. \u201eIch sehe es als meine Pflicht, daf\u00fcr zu k\u00e4mpfen, dass es dazu nicht kommt.\u201c<\/p>\n<p>Bas stellt Krankschreibung ab erstem Tag infrageBundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas stellt die Pl\u00e4ne der schwarz-roten Koalition zur Einf\u00fchrung einer verpflichtenden Krankschreibung ab dem ersten Tag infrage. \u201eIch bin koalitionstreu, aber wir sollten uns schon nochmal fragen, ob das sinnvoll ist\u201c, sagte die SPD-Vorsitzende der Funke Mediengruppe. \u201eEs soll etwa eine Ausnahme f\u00fcr tarifgebundene Unternehmen geben, die andere Regelungen haben. Wenn ich eine Pflicht einf\u00fchre und anschlie\u00dfend 95 Ausnahmen reinschreibe, stellt sich die Frage, ob man das \u00fcberhaupt noch braucht.\u201c<\/p>\n<p>Bas betonte, die Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag sei mit einer Termingarantie bei \u00c4rzten und der Schlaganfallvorsorge gekoppelt. \u201eDas ist der Kompromiss, der ein Gesamtpaket ist.\u201c Auf den Hinweis, das Prim\u00e4rversorgungskonzept des Gesundheitsministers, das f\u00fcr die Termingarantie n\u00f6tig w\u00e4re, werde aber noch dauern, antwortete die Arbeitsministerin, das liege nicht in ihrer Hand.<\/p>\n<p>\u201eWir wollten keine Karenztage und keine K\u00fcrzung der Lohnfortzahlung. Beides wollte die Union. Im Gegenzug haben wir z\u00e4hneknirschend der Pflicht zur Krankschreibung ab dem ersten Tag zugestimmt, obwohl wir sie inhaltlich f\u00fcr falsch halten\u201c, sagte Bas. \u201eMeine Sorge ist, dass dann Menschen mit einem leichten Infekt am ersten Tag zum Arzt gehen und aus einem kurzen Ausfall am Ende eine ganze Woche Krankschreibung wird.\u201c<\/p>\n<p>Ende der \u201eRente mit 63\u201c: Bas offen f\u00fcr f\u00fcnf Jahre \u00dcbergangIn der Debatte um die Abschaffung der abschlagsfreien Rente nach 45 Beitragsjahren zeigt sich Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas offen f\u00fcr eine \u00dcbergangsfrist von etwa f\u00fcnf Jahren. N\u00f6tig seien \u201eausreichende \u00dcbergangsfristen und Vertrauensschutz, damit die Menschen ihre Lebensplanung anpassen k\u00f6nnen\u201c, sagte die SPD-Vorsitzende der Funke Mediengruppe. Die Vorsitzende der Rentenkommission, Constanze Janda, habe einen Zeitraum von f\u00fcnf Jahren genannt. \u201eDas gibt Orientierung\u201c, sagte Bas.<\/p>\n<p>Die umstrittene Abschaffung der Fr\u00fchrente ohne Abschl\u00e4ge nach 45 Beitragsjahren \u2013 aktuell mit 64,5 Jahren m\u00f6glich, landl\u00e4ufig aber weiterhin als \u201eRente mit 63\u201c bezeichnet \u2013 ist einer der Kernpunkte der von der schwarz-roten Koalition geplanten Rentenreform und geht auf einen Vorschlag der Rentenkommission zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Schneider will weiter f\u00fcr Klimaanpassung im Grundgesetz werbenUmweltminister Carsten Schneider will sich weiter f\u00fcr eine Verankerung von Hitzeschutz und Klimaanpassung im Grundgesetz einsetzen. Auf die Frage, ob sich das Vorhaben, das bei der Union auf Ablehnung st\u00f6\u00dft, erledigt habe, sagte der SPD-Politiker der Funke Mediengruppe: \u201eNein. Aber eine Grundgesetz\u00e4nderung macht man nicht von heute auf morgen.\u201c Es gehe um eine saubere rechtliche Grundlage f\u00fcr eine effektivere Zusammenarbeit aller staatlichen Ebenen.<\/p>\n<p>\u201eIm Koalitionsvertrag gibt es den Auftrag, die Einf\u00fchrung einer Gemeinschaftsaufgabe zwischen Bund und L\u00e4ndern zu pr\u00fcfen. Und es gibt einen einstimmigen Beschluss der Umweltministerkonferenz von Bund und L\u00e4ndern, der darauf aufbaut\u201c, sagte Schneider. So k\u00f6nnten Gelder aus dem Haushalt effizienter eingesetzt werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"F\u00fcr unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg. 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