{"id":1275425,"date":"2026-09-02T08:18:15","date_gmt":"2026-09-02T08:18:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275425\/"},"modified":"2026-09-02T08:18:15","modified_gmt":"2026-09-02T08:18:15","slug":"steuerreform-das-versteht-ja-auch-niemand-in-diesem-land-klingbeil-reagiert-auf-reiches-kritik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275425\/","title":{"rendered":"Steuerreform: \u201eDas versteht ja auch niemand in diesem Land\u201c \u2013 Klingbeil reagiert auf Reiches Kritik"},"content":{"rendered":"<p>Lars Klingbeil kann an der heutigen Kabinettsitzung nicht teilnehmen. Aus der Ferne verteidigt er seine Pl\u00e4ne gegen Kritik. \u00dcber den Brief aus dem Haus von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche kann der Finanzminister nur den Kopf sch\u00fctteln.<\/p>\n<p class=\"c-inline-alert__description\">Klicken Sie hier, um sich Artikel von WELT in der Google-Suche bevorzugt anzeigen zu lassen.<\/p>\n<p class=\"is-first-paragraph\" data-external=\"Article.FirstParagraph\">Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) hat den Entwurf f\u00fcr eine Einkommensteuerreform verteidigt. \u201eIch will hier schon sehr klar sagen, dass zehn Milliarden schon eine gro\u00dfe Summe sind\u201c, sagte der SPD-Politiker im Deutschlandfunk. \u201eDas f\u00fchrt dazu, dass eine Familie, zwei Kinder, zwei arbeitende Eltern, im Jahr 2028 bis zu 600 Euro entlastet wird.\u201c Er erg\u00e4nzte: \u201eDas ist ein wichtiger Schritt. Aber dass ich mir h\u00e4tte mehr vorstellen k\u00f6nnen, ist auch kein Geheimnis.\u201c<\/p>\n<p>Der Entwurf f\u00fcr eine Einkommensteuerreform Klingbeils kommt heute nach langem Gezerre ins Kabinett. Die Reform soll Entlastungen von j\u00e4hrlich rund zehn Milliarden Euro bringen. Profitieren sollen vor allem Millionen Haushalte mit kleinen und mittleren Einkommen sowie Familien mit Kindern. Im Gegenzug soll mehr Geld unter anderem von sehr hohen Einkommen hereinkommen. Das Wirtschaftsministerium von Katherina Reiche (CDU) h\u00e4lt die Pl\u00e4ne f\u00fcr nicht ausreichend, wie aus einem Schreiben hervorgeht. Das Ressort machte aber klar, die Reform mitzutragen.<\/p>\n<p>Reiches Kritik \u201edeutliche Kritik am eigenen Bundeskanzler\u201c, sagt Klingbeil<\/p>\n<p>Klingbeil sagte zu der Kritik aus den eigenen Koalitionsreihen: \u201eIch halte es erstmal f\u00fcr nicht sinnvoll. Und das muss ja auch Katherina Reiche erkl\u00e4ren, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a96a7677a8c285934e6e89d\/reiche-attackiert-steuerreform-von-klingbeil-wirtschaftsministerium-warnt-vor-heimlicher-steuererhoehung.html\" data-internal-tracking-enabled=\"true\" data-internal-tracking=\"{&quot;action&quot;:&quot;click&quot;,&quot;label&quot;:&quot;link&quot;,&quot;name&quot;:&quot;Inline Element&quot;,&quot;data&quot;:{&quot;source&quot;:&quot;&quot;,&quot;target&quot;:&quot;https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6a96a7677a8c285934e6e89d\/reiche-attackiert-steuerreform-von-klingbeil-wirtschaftsministerium-warnt-vor-heimlicher-steuererhoehung.html&quot;,&quot;trackingName&quot;:&quot;&quot;,&quot;trackingLabel&quot;:&quot;&quot;}}\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">wie sie einen solchen Brief schreibt<\/a> und trotzdem zustimmt. Also das versteht ja auch niemand in diesem Land. Das ist ja, wenn man jetzt da ganz klar dr\u00fcber spricht, auch eine deutliche Kritik am eigenen Bundeskanzler. Weil das habe ich ja nicht allein entschieden.\u201c Klingbeil stellte die Frage, was f\u00fcr ein Eindruck im Land entstehe, \u201ewenn die eigenen Minister das Handeln der Regierung infrage stellen. Das ist doch nicht gut f\u00fcr diese Regierung.\u201c<\/p>\n<p>Klingbeil kann an der heutigen Kabinettsitzung in Berlin, bei der sein Steuergesetz auf den Weg gebracht wird, nicht teilnehmen. Wegen eines Schadens an seinem Regierungsflieger sa\u00df er in den USA fest. Mittlerweile gab die Lufthansa gr\u00fcnes Licht f\u00fcr einen R\u00fcckflug, er kann am Mittag nach Deutschland zur\u00fcck reisen.<\/p>\n<p>Die FDP kritisierte die vorgelegte Reform als unzul\u00e4nglich. \u201eSchwarz-Rot setzt bei der Steuerpolitik auf Be- statt auf Entlastung\u201c, sagte FDP-Generalsekret\u00e4r Martin Hagen der Nachrichtenagentur AFP in Berlin. \u201eEine Einkommensteuerreform ohne einen vollst\u00e4ndigen Ausgleich der kalten Progression ist ein weiterer tiefer Griff ins Portemonnaie der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.\u201c<\/p>\n<p>Hagen warf Merz (CDU) vor, den versprochenen Politikwechsel nicht geliefert zu haben. Denn die Hauptaufgabe der Bundesregierung sollte es nicht sein, st\u00e4ndig neue Mehrbelastungen zu schaffen. Sie sollte vielmehr endlich den Kampf gegen die Inflation aufnehmen, die 2027 auf 3,0 Prozent klettern k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>dpa\/rct<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Lars Klingbeil kann an der heutigen Kabinettsitzung nicht teilnehmen. 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