{"id":1275808,"date":"2026-09-02T12:35:13","date_gmt":"2026-09-02T12:35:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275808\/"},"modified":"2026-09-02T12:35:13","modified_gmt":"2026-09-02T12:35:13","slug":"volleyball-eintracht-spontent-wagt-den-neustart-mit-tom-wollesen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.europesays.com\/de\/1275808\/","title":{"rendered":"Volleyball: Eintracht Spontent wagt den Neustart mit Tom Wollesen."},"content":{"rendered":"<p class=\"text_ohne_einzug richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Bei Eintracht Spontent ist in diesem Sommer kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. Nicht nur auf der Trainerbank gibt es ein neues Gesicht, auch der Kader der Zweitliga-Volleyballerinnen hat sich grundlegend ver\u00e4ndert. Tom Wollesen spricht selbst von \u201esehr viel Ver\u00e4nderung\u201c \u2013 und von \u201eganz anderen Ideen\u201c. Der 26-J\u00e4hrige will mit Spontent nicht einfach dort weitermachen, wo die Mannschaft die vergangene Saison als Tabellenelfter beendet hat. Sein Anspruch ist ein anderer: besser werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Wollesen war eigentlich zun\u00e4chst als Co-Trainer von Marcel Werzinger vorgesehen. Nachdem Werzinger aus beruflichen und famili\u00e4ren Gr\u00fcnden zur\u00fcckgetreten war, \u00fcbernahm Wollesen die sportliche Verantwortung. Damit war zugleich das Ende seiner eigenen aktiven Karriere besiegelt. Zuletzt hatte er noch f\u00fcr den Zweitligisten Mondorf gespielt. Arbeit, Studium und Trainerjob lie\u00dfen sich mit einer weiteren Spielerkarriere nicht mehr vereinbaren.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Sein Weg zum <a href=\"https:\/\/rp-online.de\/thema\/volleyball\/\" rel=\"nofollow noopener\" target=\"_blank\">Volleyball<\/a> begann in Hamburg. Bei Wiwa Hamburg wurde Wollesen von seiner Mutter, die dort als Trainerin arbeitete, fr\u00fch mit dem Sport vertraut gemacht. Sp\u00e4ter wechselte er zum ETV Hamburg und feierte dort Erfolge im Nachwuchs. Mit der U16 wurde er F\u00fcnfter bei der Deutschen Meisterschaft, mit der U18 sogar Dritter. Wollesen spielte als Libero und Zuspieler, sp\u00e4ter f\u00fcr Pinneberg in der 3. Liga. Sein Sportstudium f\u00fchrte ihn zun\u00e4chst nach Hamburg, anschlie\u00dfend zum Psychologiestudium in die Niederlande. Dort spielte er f\u00fcr den niederl\u00e4ndischen Zweitligisten VC Sneek und sammelte in Groningen erste Erfahrungen als Trainer einer Frauenmannschaft. Sp\u00e4ter machte er an der Sporthochschule K\u00f6ln seinen Master.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Nun beginnt in D\u00fcsseldorf sein erstes Kapitel als verantwortlicher Trainer einer Zweitligamannschaft. Und Wollesen hat klare Vorstellungen davon, wohin die Reise gehen soll. \u201eDer Fokus ist jetzt ein anderer. Wir wollen uns entwickeln, besser werden\u201c, sagt er. Das unterscheidet seine Herangehensweise auch von der vergangenen Saison. Damals habe zun\u00e4chst die Marschroute gegolten, ein spielf\u00e4higes Team aufzustellen und zu schauen, wie weit es kommt. Jetzt soll Entwicklung zum festen Bestandteil des Alltags werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass daf\u00fcr Geduld n\u00f6tig ist, wei\u00df Wollesen. Denn seine Mannschaft musste beinahe neu zusammengesetzt werden. Auf der Mittelblockerposition sind mit der Kanadierin Laila Ibrahim, der US-Amerikanerin Jada Key und Sophie Held gleich drei neue Spielerinnen dabei. Neu sind auch die beiden Zuspielerinnen Elena Bullemer und Sarah K\u00e4stner sowie die Diagonalspielerinnen Ina Gosen und Amelie Quintar. Gosen kam ebenso wie Held von Tusa 06 D\u00fcsseldorf und wurde von der Mannschaft einstimmig zur Kapit\u00e4nin gew\u00e4hlt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Quintar ist mit 20 Jahren die j\u00fcngste Spielerin des zw\u00f6lfk\u00f6pfigen Kaders. Sie studiert an der Sporthochschule K\u00f6ln und spielte in M\u00fcnchen bereits in der zweiten Liga. Auf Au\u00dfen stehen mit Lena Bernhard und Pia Bimmler ebenfalls zwei Zug\u00e4nge neben den verbliebenen Hannah Mohr und Maya Kleinpeter. Libera Marieke Schwarz ist das einzige Gesicht auf ihrer Position.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Seit zwei Wochen trainieren auch die internationalen Zug\u00e4nge mit der Mannschaft. \u201eJetzt kommt die Phase, in der wir zusammenwachsen wollen\u201c, sagt Wollesen. Viel Arbeit hat das Team bereits in die Annahme investiert. Ein besonderer Fokus lag auf dem Umgang mit dem Float-Aufschlag, der im Frauen-Volleyball h\u00e4ufig f\u00fcr lange Aufschlagserien sorgt. \u201eDadurch, dass wir uns in der Annahme verbessert haben, haben wir ein starkes Mittel, um die gegnerischen Serien zu brechen\u201c, sagt der Trainer.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">\u00dcberhaupt sieht Wollesen die Annahme und das Spielverst\u00e4ndnis als gro\u00dfe St\u00e4rken seiner Mannschaft. Doch zufrieden ist er damit noch lange nicht. \u201eDarin sind wir gut. Aber wir wollen sehr gut werden.\u201c Auch beim Aufschlag sieht er Potenzial. Lena Bernhard bringt einen druckvollen Topspin-Aufschlag mit, Hannah Mohr einen Float-Aufschlag. Bei Ina Gosen hat Wollesen in der Vorbereitung ebenfalls eine gute Entwicklung beim Aufschlag festgestellt.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Die gr\u00f6\u00dfte Baustelle sieht er derzeit im Spielaufbau. Der sei \u201eoft noch chaotisch\u201c, was angesichts der neu zusammengestellten Mannschaft allerdings nicht ungew\u00f6hnlich sei. Neue Spielerinnen, neue Abl\u00e4ufe, neue Trainererwartungen: Vieles muss sich erst einspielen. \u201eWir sind ja noch nicht so lange zusammen\u201c, sagt Wollesen. Er ist allerdings \u00fcberzeugt, dass die vielen technischen Einheiten Wirkung zeigen werden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Auch der Konkurrenzkampf ist gro\u00df. Besonders auf Au\u00dfen liegen die Spielerinnen eng beieinander. Wollesen hat zwar bereits eine Starting Six im Kopf, sieht aber keinen Grund, die Rollen fr\u00fchzeitig festzuschreiben. \u201eDie, die auf der Bank sitzen werden, sind absolut gleichwertig zu den Spielerinnen, die gerade auf dem Feld stehen.\u201c Auf Au\u00dfen k\u00f6nne deshalb die Tagesform entscheiden.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Dass er dabei auf klare Hierarchien und Autorit\u00e4t setzt, hei\u00dft nicht, dass Wollesen einen strengen F\u00fchrungsstil pflegt. \u201eIch bin alles andere als eine Ostblock-Autorit\u00e4t\u201c, sagt er mit einem L\u00e4cheln. Ehrlichkeit sei ihm dagegen wichtig \u2013 auch wenn die Wahrheit manchmal unangenehm sein k\u00f6nne. Entscheidend sei vor allem \u201eein guter Draht zu den Spielerinnen\u201c. Dass dieser bereits vorhanden ist, zeigt auch der konstruktive Austausch mit Kapit\u00e4nin Gosen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Das Saisonziel formuliert Wollesen selbstbewusst, aber ohne \u00dcbertreibung. Nach Platz elf in der vergangenen Saison soll Spontent diesmal im Mittelfeld landen. \u201ePlatz sechs streben wir an\u201c, sagt der Trainer. Mehr ist nach seiner Einsch\u00e4tzung durchaus denkbar, doch zun\u00e4chst m\u00fcsse sich zeigen, wie die neue Mannschaft in der Liga zurechtkommt. Einen Blick auf die vergangene Saison will Wollesen dabei ohnehin nicht werfen. \u201eKeine Aussagekraft\u201c, sagt er, schlie\u00dflich h\u00e4tten sich auch die anderen Teams stark ver\u00e4ndert.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Zu den Favoriten z\u00e4hlt er nach den Platzierungen des Vorjahres den Vizemeister Straubing und Kraling. Viel wichtiger als die Konkurrenz ist ihm allerdings die Entwicklung seines eigenen Teams. Und daf\u00fcr gibt es gleich zum Auftakt einen besonderen Pr\u00fcfstein: Ausgerechnet Vizemeister Straubing wartet im ersten Spiel. \u201eNach dem Spiel wissen wir besser, wo wir stehen\u201c, sagt Wollesen.<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Es ist ein passender Auftakt f\u00fcr den D\u00fcsseldorfer Neustart. Eine neu formierte Mannschaft, ein neuer Trainer und eine klare Idee treffen auf einen Gegner, der sofort zeigen wird, wie weit Spontent bereits ist. Wollesen freut sich deshalb vor allem auf eines: \u201eAuf das erste Spiel.\u201c<\/p>\n<p class=\"richtext text-em-55 !leading-serif mx-6 desktop:mx-0\">Und darauf, zu sehen, ob aus vielen neuen Einzelteilen bereits eine Mannschaft geworden ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"Bei Eintracht Spontent ist in diesem Sommer kaum ein Stein auf dem anderen geblieben. 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